Brücken: Gebaut.

aus der Rheinischen Post vom 9.2.2015
aus der Rheinischen Post vom 9.2.2015

Am 25. November 2014 bin ich nach meiner knapp zweiwöchigen Libanon-Konzertreise in den frühen Morgenstunden in Düsseldorf gelandet. Und doch fühlte es sich so an, als sei meine Reise erst mit dem Abend in der Kirche St. Maximilian am 6. Februar 2015 zu einem vorläufigen Ende gekommen.

1414,85 Euro wurden an jenem Abend schlussendlich gesammelt. Viel wichtiger noch als dieser beachtliche Betrag war für mich allerdings, an jenem Abend das Augenmerk auf das zu richten, was uns verbindet und was jeder Einzelne von uns von sich geben kann - und zwar jenseits von Herkunft und Religion.

Dass in der Nacht zuvor die Heizung in der Kirche  ausgefallen war und wir in etwas unangenehmer Kälte den Abend bestritten, war zugegebenermaßen auch für mich eine Herausforderung. Und ein Grund mehr, mich für Herzenswärme zu entscheiden. Und die war zweifelsohne auch im Publikum spürbar. Ich bin dankbar für das aufmerksame Interesse der Teilnehmer und die Gastfreundschaft der organisierenden Kirchengemeinden. Das gilt auch für den Rückenwind der Medien, wie beispielsweise in Form der Vorankündigung des WDR Duisburg in der Lokalzeit.


Die Brücken - sie wurden nicht nur in Form von Geld in Richtung des syrischen Flüchtlingslagers, das ich besucht habe, gebaut, sondern auch zu den wunderbaren Menschen, die ich während meiner Konzertreisen schätzen und lieben gelernt habe.


Der "Musikgottesdienst", wie wir ihn schlussendlich behilfsweise genannt hatten, war für mich Neuland und Anstoß. Ein Etappenziel. Und neue Fragen aufgeworfen hat er auch. Sicher ist: Dieser Abend, wie auch meine Reise(n), werden noch lange in mir nachklingen.


Screenshot aus meiner Keynote-Präsentation: Was uns unter anderem verbindet, ist die Tatsache, dass wir Handschuhe verlieren. Und zwar zu jeder Jahreszeit. Und weltweit. Hier zu sehen sind Handschuhe, die ich ich in den USA, Dänemark, in verschiedenen Städten in Deutschland und eben auch im Libanon entdeckt habe.

Fotos: Meike Kleinfeld

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