Heimat ist, was wir daraus machen.

"Was macht Heimat wohl zu dem, was es ist?

Es ist der Ort, den man aus der Ferne vermisst."

 

...so heißt es in meinem Lied "Schon allein für den Mond", mit dem ich vor ein paar Jahren mein ganz persönliches Ankommen in Duisburg als Zugezogene ausdrückte.

 

Gebloggt habe ich darüber seinerzeit ziemlich persönlich und ausführlich.


Interessanterweise kommt "Schon allein für den Mond" außerhalb Duisburgs besonders gut bei den Menschen an. Aber dies nur am Rande.

 

Die Monate seit der Bekanntgabe, dass Katrin und ich bei den Duisburger Akzenten mitmischen würden, waren künstlerisch wie auch emotional intensiv für mich und geprägt von einer bunten Vielfalt von Facetten, die man sich rund um das Thema "Heimat" nur vorstellen. Uns war es ein Anliegen gewesen, mit unserer interdisziplinären Ausstellung Raum zu geben für die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema "Heimat" und dem Ankommen bei sich selbst. Das ist uns ganz offensichtlich gelungen. Als "runder als rund", bezeichnete eine Teilnehmerin MUST BE DISPLAYED. Überhaupt gab es der positiven Rückmeldungen so viele, dass es den Rahmen sprengen würde, sie hier wiederzugeben.

 

Zusammenfassend kann man sagen: Es wurde getanzt, es wurde geweint - und zwar von Jung und Alt, was mich persönlich ganz besonders gefreut hat. Manch einer kam gar ein zweites oder drittes Mal vorbei, um sich von unserer Ausstellung ein weiteres Mal "verführen zu lassen", wie er es nannte.

 

Wie fällt nun mein ganz persönliches Resümee nach einer derart intensiven Auseinandersetzung mit Duisburg, seinen Menschen und dem Thema Heimat aus?

 

Heimat ist, was wir daraus machen.

 

Auf die eine oder andere Weise, so scheint es, hat Heimat immer mit den Menschen zu tun und dem, was sie ineinander sehen. Von sich teilen. Miteinander zu Wege bringen.

 

Es bleibt abzuwarten, ob der Akzent, der in meiner Wahrnehmung von unserer, wie auch einer Vielzahl anderer Ausstellungen und Aktionen im Rahmen der Duisburger Akzente ausging (besonders viel Strahlkraft und Signalwirkung hatte für mich der gelungene Halay-Weltkrekord), etwas Nachhaltiges bewirken wird. Ich glaube, ja, wenn ich danach gehe, wie viele Menschen ich in den letzten Wochen kennenlernen durfte, denen am Vorankommen von Duisburg ähnlich viel gelegen ist wie mir. Ich wünsche es mir von ganzem Herzen.

 

Mit für mich wunderbaren und nachhaltigen Eindrücken blicke ich trotz aller Unkenrufe vieler Medien und Duisburger optimistisch und voller Tatendrang in die Zukunft.

 

Duisburg ist, was wir daraus machen.


Ein paar letzte Eindrücke, eingefangen von Duisburg365.de:

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