Nach Oldenburg ist vor dem Libanon.

Vergangenen Sonntag waren Knud und ich zu Gast im Wilhelm 13. Für mich war es sage und schreibe das sechste Mal. Zugegeben, unser Konzert "Experimente" hätte ein wenig besser besucht sein können. Ob das herrliche Wetter oder die inkorrekte Terminangabe in der lokalen Presse - die Ursachenforschung scheint undankbar und unnötig vor dem Hintergrund, dass wir es mit einem aufmerksamen, experimentierfreudigen und wertschätzenden Publikum zu tun hatten, ich einen wunderschönen Blumenstrauß geschenkt bekam und wir den Abend im Kreise wunderbarer Menschen bei leckerem Essen und in gemütlicher Biergarten-Kulisee ausklingen ließen.

Schlussendlich war's ein runder und familiärer Konzert-Tag, der anmutete wie die Einstimmung auf unsere Konzertreise in den Libanon. Details dazu liegen uns mittlerweile vor, und damit steigt zweifelsohne auch die Vorfreude. Ob es mir diesmal gelingt, ein arabisches Lied zu singen? Der Restaurant-Leiter des äußerst empfehlenswerten syrischen Restaurants "Lamée's" in der Duisburger Altstadt ist zuversichtlich.

"Der Klügste im Raum ist vielmehr der Raum selbst, das Netzwerk, das die Menschen und Ideen im Raum miteinander verknüpft und sie mit dem Rest der Welt verbindet."  Dieses Zitat von David Weinberger schnappte ich wenige Tage später auf der META-Konferenz in Düsseldorf auf. Deren Inhalte klingen noch in mir nach. Einerseits faszinieren auch mich die digitalen Möglichkeiten, die sich rund um die Kreativität und Kunst auftun. Andererseits frage ich mich nach dem Sinn und Nutzen eben dieser Möglichkeiten. Mit Blick auf obiges Zitat könnte man auch fragen: Was macht denn die Verbindung zwischen uns Menschen und der Welt im Kern aus? Und so lasse ich die Eindrücke der letzten Tage auf mich wirken, während ich mich aufmache in ein Erholung und Sonne versprechendes Wochenende.

 

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