Was uns erfüllt.

Schnappschuss meines Gleitschirmflugs im Libanon mit fünf Elementen aus einem Vortrag, den ich gemeinsam mit Knud Mitte Juli bei einer geschlossenen Veranstaltung in Essen abhielt. Dabei bekam jeder Teilnehmer einen Ausdruck dieser Illustration.
Schnappschuss meines Gleitschirmflugs im Libanon mit fünf Elementen aus einem Vortrag, den ich gemeinsam mit Knud Mitte Juli bei einer geschlossenen Veranstaltung in Essen abhielt. Dabei bekam jeder Teilnehmer einen Ausdruck dieser Illustration.

Ich bin viel gereist in der letzten Zeit. Habe viele Menschen erlebt und kennengelernt. "Was erfüllt uns?", frage ich mich, während sich die Fülle der Eindrücke noch in mir sortiert. Eine andere Version dieser Frage könnte lauten: "Was bringt unsere Augen zum Leuchten?" oder "Was weckt das unbändig erfreute Kind in uns?"

Jeder wird zu gegebener Zeit seine ganz eigenen Antworten auf diese Fragen finden. Eines scheint dabei sicher: Am Innehalten kommt niemand vorbei. Wer die Fülle schließlich in sich findet, der hat eine Menge zu geben. In einem Song, der in den Tagen nach meiner Rückkehr aus dem Libanon entstanden ist, heißt es:

Frieden beginnt immer in Herzensregionen,

fernab von Landesgrenzen und Weltreligionen.

Beten, meditieren, nennen wir's doch einfach Innehalten.
Auf jeden Fall müssen wir

aus- und runterschalten.
Was jeder von uns tun kann, findet er im Innen.
Einzig eines muss er tun: sich besinnen.

Wissen noch nicht wohin,
aber fangen wir bloß nicht mit dem Ausruh'n an,
ehe wir uns nicht im Klaren sind,
was jeder von uns tun kann.

Denn die Welt ist komplex

und wir sind mittendrin.
Sind doch längst unterwegs
auf der Suche nach Sinn.
Was machen wir mit dem Mantel,

den wir tragen?
Wie antworten wir auf diese Tage der Fragen?

Denn die Welt ist komplex
und wir sind mittendrin.
Sind schon lang unterwegs
auf der Suche nach Sinn.
Was werden wir unseren Leuten später sagen?
Wie antworten wir auf diese Tage der Fragen?


Uraufgeführt habe ich den Song "Tage der Fragen" kaum einen Monat nach seiner Fertigstellung bei der Verleihung des Akzeptanzpreises hier in Duisburg. Ein wahrlich denkwürdiger und anregender Abend.

Wenige Stunden später ging's für mich am frühen Morgen mit dem Zug in Richtung Süden. "Und jährlich ruft die alte Heimat.", könnte man dazu mittlerweile schon bei mir sagen. Auftritte im Purpur in Horheim und in der Hans Carossa Klinik in Stühlingen erwarteten mich an der Seite meines Bruders Knud. An beiden Spielorten sollten wir ein andächtiges und wertschätzendes Publikum antreffen, das sich trotz großer Veranstaltungs-Konkurrenz im Umkreis in erfreulich großer Anzahl einfand, um unseren "Familien-Experimenten" zu lauschen.

Ein bisschen Zeit für Privates blieb auch. Der Nachwuchs einer sehr geschätzten Schulfreundin  inspirierte mich dazu, ein bei Onkel Stereo in Duisburg erworbenes Lätzchen um eine Illustration auf der Rückseite zu ergänzen. Die goldene Leiter in "Schon allein für den Mond..." zu besingen hatte einst zur Folge, dass eben diese Freundin mir einen Jutebeutel mit einer goldenen Leiter bestickte. Eine "Revanche" anlässlich der Geburt als Mitbringsels aus der neuen Heimat war da eine Frage der Ehre und vor allem ein großer Spaß.

Ein Abschiedsgeschenk der besonderen Art gab's auch: Einen wunderschönen Regenbogen beim Warten auf dem Bahnsteig.

Gestern dann stieg ich wieder in den Zug. Diesmal für einen Tagestrip mit einem meiner 10 » Zugvögel «, den ich Ende Juni als Gewinner aus dem Lostopf der Albumpaten gezogen habe. Während sich die Finanzierung auf den Weg zu stolzen 4000 Euros begeben hat, bin ich erfüllt, ja beseelt von der kreativen Arbeit, die ich nun nach Durchführung des ersten Zug-Interviews aufnehmen kann. Alles Weitere nachzulesen und die Möglichkeit, Albumpaten zu werden, gibt es hier.

 

Schließen möchte ich heute mit einem frischen Gedicht und diesem Wunsch:

 

Wie auch immer, wo auch immer, mit wem auch immer ihr diesen Sommer verbringt - habt möglichst viele erfüllende und erfüllte Momente.

Lebenszeit ist so kostbar.


Wie das Schnuppern an den Sternen

Wer Vergangenheits-Touren bucht,
weil er nach Zukunfts-Spuren sucht.
Wer seine Ahnen überrundet,
indem er Fortschritt erkundet.

Wer nicht fest-, sondern aus- und innehält,
weil er das Schaffen in sein Zentrum stellt.
Wer das Ernten schätzt, aber noch mehr das Pflanzen.
und sich dem Sinn widmet, ganz im Sinne des Ganzen.

Für den ist jede, sei es kleine oder große Begegnung
wie das Schnuppern an den Sternen, gleich einer Segnung.

 

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