Immer mehr Gleisheiten


Wenn es um das Reisen auf den Gleisen

und nicht um das Ankommen am jeweiligen Zielbahnhof geht, können einem das Schneetreiben und etwaige Verspätungen herrlich egal sein. Sie zählen ohnehin schon bald zum Schnee von gestern. Und so fanden die vergangenen drei Zugfahrten aller wetterbedingten Widrigkeiten zum Trotz, wenn bisweilen auch mit spontanen Anpassungen, statt.

 

Während ich die Identität meiner » Zugvögel « in beiderseitigem Einvernehmen anonym halte, vermitteln die Momentaufnahmen unserer Fahrten hoffentlich dennoch das Gefühl von Vertrauen, Offenheit und Verbundenheit, das sich zweifelsohne bei allen bisherigen Reisen und Gesprächen eingestellt hat. In menschlicher und kreativer Hinsicht fühle ich mich ein ums andere Mal reich beschenkt, und dafür danke ich allen Beteiligten von Herzen.

Mit ein bisschen organisatorischem Glück finden die beiden noch ausstehenden Fahrten noch in diesem Monat, spätestens jedoch im Januar statt. Über die Feiertage und zwischen den Jahren - in dieser Zeit habe ich erfahrungsgemäß besonders viel Ruhe und Muße für kreative Arbeiten - stehen weitere Kompositionen an. Die intensiven Reisen der letzten Wochen setze ich dann auf den inneren, kreativen Gleisen bzw. am Klavier fort. Dass es mir nunmehr fünf Mal gelungen ist, die jeweiligen Interviews in Kompositionen zu bringen, stimmt mich zuversichtlich für die noch bevorstehenden fünf. Zug um Zug, wie gehabt. Aufkommende Zweifel und Aufregung ersetze ich durch die Vorfreude auf das Endergebnis.

 

Kommen wir damit zur Finanzierung und dem noch laufenden Crowdfunding.

Sind wir mit unseren 7000 € im Ver-zug?

Als ich im Sommer losgelegt habe, habe ich die Summe von

 

20 000 €

 

zum Ziel erklärt (...ja sogar von mehr geträumt :-)...!), denn darauf beliefen sich die Kosten meines letzten Studio-Albums. Immerhin ein gutes Drittel davon haben wir beieinander.

 

Hand auf's Herz: Ich würde mich auch über mehr freuen, also beispielsweise auch über mehr mediale Berichterstattung. Allerdings habe ich in den letzten Monaten davon abgesehen, Druck aufkommen zu lassen, "Klinken zu putzen" und eine Dynamik zu erzwingen, die sich möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt von selbst einstellen wird, wenn gewisse Geschichten und Ergebnisse erst einmal für sich sprechen. Die Erfahrung der letzten Wochen zeigt jedenfalls, dass die Leute sehr beeindruckt und angetan sind, wenn sie hören, was ich da gerade mit euch anstelle. Ich vertraue darauf, dass sich alles Weitere mit der nötigen Geduld, Gelassenheit, aber eben auch Entschlossenheit finden wird.

 

Schlussendlich werde ich mit dem arbeiten, was es eben sein wird. Vorerst und noch bis Ende dieses Jahres warte ich die finanzielle Entwicklung ab, ehe ich mich Anfang Januar an die konkrete Umsetzung der Produktion mache. Wenn die Zugfahrten alle vollzogen sind, habe ich für die weitere Planung auch die nötige Zeit und den Kopf frei, denn bis dato hatten für mich die Fahrten und die kreative Komponente Vorrang. Abgesehen davon will ja auch mein Lebensunterhalt gesichert sein.

 

In diesem Moment sitze ich hier in der Stadtbibliothek zu Duisburg und blicke schmunzelnd aus dem Fenster. Was die nächsten Wochen und Monate wohl bringen werden? Ich bin echt gespannt. Und in mancherlei Hinsicht noch komplett ahnungslos. Aber ein gutes Gefühl habe ich. Und ich freue mich. Und bleibe dran. Und bin euch dankbar für euer Wohlwollen, das ihr mir in Form von netten Emails, Blog-Kommentaren und persönlichen Rückmeldungen zukommen lasst.

 

Herzliche Grüße in vor-weihnachtlicher Stimmung schickt euch

Anke

 

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