Ein Gedicht von einem Jahr: 2017


Stellvertretend für viele, gibt es hier rund 100 meiner Lieblings-Momente aus diesem Jahr. Nicht ganz chronologisch, dafür aber ganz sorgfälig ausgewählt, zusammengestellt und mit Erklärungen versehen. Von mir für euch.


Die Reime, die ich mir auf dieses Jahr gemacht habe, erwarten euch gleich darunter, sowie eine Auflistung aller Online-Beiträge.

 

Wenn ihr mögt,

gehen wir jetzt zusammen auf Reise...

...Und feiern 2017 nochmal so richtig ab.



Projekte, Reisen, Begegnungen. 2017: ein berührendes Jahr
voller kostbarer Momente, in denen ich erfüllt und zufrieden war.
Workshops, Vorträge, Konzerte,...auch mal die Klappe, oft innegehalten.
Und immer wieder Zeit genommen, zu schöpfen und zu gestalten.

24 Blog-Artikel. 21 Gedichte.
Mehr als 3000 Fotos, ungezählte Zeichnungen, und so manch eine Geschichte.
Sechs Videos gedreht und geschnitten. 231 Handschuhe gefunden.
Letztere ein schöner Grund für mich, auch fremde Gegenden zu erkunden.

Kompositionen: ganz schön viele, 30 kommt wohl in etwa hin.
Gut möglich, dass ich mit dieser Zahl gerade ein wenig bescheiden bin.
Die » Zugvögel «: mein neues Lieblings-Projekt, das Fahrt aufnahm in diesem Jahr.
Besondere Menschen hab' ich getroffen, mit denen ich dann auf den Schienen war.

Werte haben mich auch beschäftigt. Hm. Wie lebt man vom Musizieren?
Wenn keiner mehr was für Kultur bezahlt, woher kommt dann das nächste Kreieren?
Was mich demütig macht und inspiriert, sind Menschen, die was bewegen
und alle ihre Talente, ihr Herz in das, was sie machen, legen.

In Institutionen habe ich wirken dürfen, in Einrichtungen und Unternehmen.
Schlussendlich traten sie immer hervor: die ganz großen, wichtigen Themen.
Frieden zähle ich weit vorne dazu, der im eigenen Herzen beginnt
und sich von dort aus verbreitet und immer mehr Menschen mit seiner Wirkung gewinnt.

Ich staune immer wieder darüber, was Kreativität dazu beisteuern kann.
Wenn Menschen sich selbst sind und schöpfen, fängt was Gutes, Großes an.
Wenn wir einander Talent, Freude am Tun und sogar kindliche Neugier zusprechen,
können große Dinge entstehen, und damit neue, bessere Zeiten anbrechen.

Der Libanon hat mich vieles gelehrt, doch das eine sticht deutlich heraus:
Man tut Dinge erst für sich selbst, aus Liebe, und dann erst für den Applaus.
Menschen, die wissen, warum sie hier sind, sind nicht länger der Angst ergeben.
Sie haben alles, was sie brauchen, für ein freies und sinnerfülltes Leben.

Wieder dazugelernt, wie wichtig Ruhe ist - und zwar die Ruhe, die gar nichts muss.
Oft reicht mir 'ne Kugel Eis oder zwei, für den perfekten Moment und Genuss.
Die Grenzen zwischen Beruf und Privatem - auch dieses Jahr wieder fließend.
So ist sie eben, die Kreativität: stets verbindend. Öffnend. Einschließend.

Eine Freundin hab' ich in ihrem Sterben begleitet. Für sie die Trauerkarte erstellt.

Für sie gesungen. Erlebt, voller Ehrfurcht, dass Kunst die dunkelsten Stunden aufhellt.
Für ein Neugeborenes im Freundeskreise hab' ich im selben Monat komponiert.
So ist das Leben: Stets im Wandel. Ein Kelch, der immerwährend zirkuliert.

Wir feiern die Feste, wie sie fallen. Machen auch aus dem Fallen Feste.
Nehmen das Leben gelassen und dankbar. Machen aus all dem das Allerbeste.
Wenn uns manchmal auch der Mut, die Kraft und die richtigen Ideen fehlen...
...dass das Leben kein Ponyhof ist, heißt doch nur: Wir können Pferde zusammen stehlen!

Stellt sich nun für mich die Frage, als welches Kunstwerk dieses Jahr erscheint?
Als etwas Warmes, Mildes, Helles. Etwas, das alles mit allem vereint.
Ein Lichtstrahl aus Liebe, die loslässt, die trägt, wieder und wieder verzeiht.
Die weiter, stärker, größer strahlt als meine, deine, unsere Menschlichkeit.

Dieses Jahr hat mich vieles gelehrt...und mich vor allem reich beschenkt.
Schon erstaunlich, wie uns das Leben Jahr für Jahr in neue Höhen lenkt.
Das Leben ist ein Geschenk. Lasst es uns bitte nicht verschwenden.
Packen wir's an und aus auch in diesem Jahr. Es liegt in unseren Händen.


Alle BLOG-Themen aus 2017 im Überblick



Kommentar schreiben

Kommentare: 0