Vertrauen genug für den nächsten Zug


Blindflug

ist das Wort, das mir spontan in den Sinn kommt, als ich in Einstimmung auf diesen Blog-Artikel über die letzten Wochen nachdenke.

 

Danach fühlt sich nicht nur der kreative Prozess rund um die » Zugvögel «- Kompositionen an, sondern bisweilen auch die Finanzierung des Albums.

 

In einem der » Zugvögel »-Lieder heißt es: "Vertrauen genug für den nächsten Zug." Das scheint mir eine würdige Antwort auf etwaiges Unbehagen, das einem Blindflug innewohnen kann. Geflogen wird schließlich immer nach vorn.

 

So staune ich über die Teil-Ergebnisse, die Woche für Woche als musikalische Ideen und eben auch finanzielle Perspektiven Form annehmen, während ich "einfach weitermache".

 

Dazu gehören u. a. Fördertöpfe, die mir unlängst für die Produktion der » Zugvögel « empfohlen wurden. Es bleibt abzuwarten, ob sich all die Zeit und Liebe, die ich in die Erstellung der entsprechenden Anträge stecke, am Ende auszahlen werden. Einen Versuch ist es allemal wert - auch wenn die Tage dadurch nicht gerade länger werden.

 

Des Weiteren gibt es seit dieser Woche eine Rubrik auf meiner Website, in der ich die bisherige Reise der » Zugvögel » zusammenfasse. Sie richtet sich an potenzielle Sponsoren. Bei Interesse folgt bitte diesem Link, den ihr gerne auch weiterleiten bzw. teilen dürft.

 

Wenden wir uns damit der "eigentlichen Arbeit", der Musik zu:

 

Für die Förderanträge, die Sponsorenseite und natürlich für EUCH habe ich mich im heimischen Studio an eine erste Vorproduktion  gemacht und mir dafür "Geflogen wird nach vorn" herausgepickt. Noch sind die Instrumente programmiert, also per Software simuliert. Ich freue mich auf den Moment im Studio, wenn das Arrangement mit echten Instrumenten eingespielt wird. Das wird diesem und den anderen Songs auf eine noch viel schönere und größere Weise Flügel verleihen als es mir mit meinen Mitteln möglich ist.

 

Anfang Januar hat Zugfahrt # 9 stattgefunden (siehe Fotos und Erläuterungen oben). Seit dem letzten Blog-Artikel sind außerdem drei weitere Kompositionen entstanden.

 

Die dazugehörigen Premieren in Anwesenheit der jeweiligen » Zugvögel « haben sich im Laufe der letzten zwei Wochen abgespielt. Für eine von ihnen bin ich nach Dinslaken-Lohberg gefahren. # 6  engagiert sich dort im großen Stil für seinen Stadtteil. Die "Blaue Bude" ist sein Herzensprojekt - ein historischer Kiosk, der heute der inter-kulturellen Begegnung und dem Austausch dient. Aus meinem Besuch und den Gesprächen vor Ort ergab sich die Idee, den Song umzuschreiben und nunmehr dem ganzen Stadtteil zu widmen - eine Fährte, der wir gerade nachgehen.

 

Die Premiere für # 7 fand im trauten Musikzimmer der Stadtbibliothek zu Duisburg statt. Wenn ich hier von "rührend", "stimmig", "andächtig" oder "rund" spreche, dann werde ich der Sache nicht gerecht. Ich probiere es so: Es gab einen Moment, da war ich kurz zu Tränen gerührt. Es kann sein, dass es meinem Gegenüber ähnlich ging. In jedem Fall sind es diese Momente der Verbundenheit und Wahrhaftigkeit, die dieses Projekt der » Zugvögel « für mich so kostbar und besonders machen.

 

Da sich # 8 derzeit im Ausland befindet, fand die gestrige Premiere per Skype statt. Eine große Begeisterung führte zu sofortigen Überlegungen, den Song in einen gesellschaftlichen Kontext zu stellen und als Video zu verbreiten. Das ist noch so frisch, dass ich es konkreter als das gerade nicht ankündigen kann. In jedem Fall ein Glücksmoment, weil ein weiterer "kreativer Blindflug" in einer gelungenen Landung endete.

 

Ich fasse zusammen: Acht Songs sind fertig. Ich hoffe, # 9 einzutüten, noch bevor ich am Dienstag mit # 10 zum vorerst letzten mal in Sachen » Zugvögel «-Interview in den Zug steige.

 

Wie geht es danach weiter?

 

Als Album-Projekt hat » Zugvögel « seine ganz eigene Dynamik entwickelt und fliegt eine Route, die Umwege, Irrwege und Gegenwind einschließt. Das verlangt mir eine gehörige Portion Disziplin, aber auch Gelassenheit ab.

 

Disziplin, weil ähnlich wie beim Marathon jeder einzelne Schritt gemacht sein will - auch wenn die Beine zwischenzeitlich ein wenig schwer sind.

 

Gelassenheit, weil die Zeitschiene ist, was sie ist. Beispielsweise die Interviews wollte ich schon im vorletzten Monat abgeschlossen haben. Aber das war terminlich auf Seiten meiner Interview-Partner einfach nicht drin.

 

Gelassenheit aber auch, weil ich die 20 000 Euro noch nicht beieinander habe, dir mir als Idealfall für die » Zugvögel « vorschweben. Mit den Rückmeldungen zu den beiden Förderanträgen rechne ich bis Ende März. Derweil schwärme ich in Sachen Sponsoren nocheinmal aus. So erhoffe ich mir bis Ende Februar ausreichend Klarheit über das Album-Budget, um die Studio-Aufnahmen zu terminieren. Vorzugsweise werden diese im April/Mai über die Bühne gehen, so dass nach dem jetzigen Stand ab Juni mit dem Album zu rechnen ist.

 

Das ist ein späterer Zeitpunkt als zu Beginn dieser Reise von mir angedacht und kundgetan. So wohlwollend und unterstützend, wie ich euch Albumpaten im Laufe der Monate erlebt habe, stellt das für euch vermutlich kein echtes Problem dar.

 

Bedanken möchte ich mich aber dennoch für eure Geduld und Nachsicht.

 

Überhaupt weiß ich euer Interesse, euren Zuspruch, eure Empfehlungen, eure Anerkennung, euer Mitfühlen, euer Mitfiebern,...so sehr zu schätzen! Es bedeutet mir mehr als ihr ahnt und gibt mir vor allem an den schwierigen Kilometersteinen die nötige Kraft. Danke dafür.

 

Alles Liebe,

Anke

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Kommentare: 2
  • #1

    Volker B. (Montag, 05 Februar 2018 08:31)

    Hallo Anke, ich finde das SUPER wie Du das durchziehst! Ich wünsche Dir weiterhin die richtigen Gedanken, Ideen und vor allem Kraft für alles!
    Ganz liebe Grüße aus dem sonnigen Breisgau Volker

  • #2

    Anita Althaus (Donnerstag, 15 Februar 2018 08:06)

    Liebe Anke, danke für dieses grosse Geschenk an uns alle. Was da entsteht ist beeindruckend, lebendig, echt. Du liebenswerter Zugvogel! Ich bin sehr glücklich ein Teil des Projekts zu sein und hoffe auf viele aufgehende Samenkörner die Du überall ausgesät hast.
    Ich bin in Herz und Gedanken bei Dir, liebe Grüße aus der alten Schwarzwälder Heimat
    Anita