Federn lassen


Das Leben: Federn lassen.


In diesem Auf und Ab, dieser Leichtigkeit immer wieder neuen Mut fassen.


Die Flügel nicht gestutzt, sondern das, was uns zum Stutzen bringt,
weil das Leben immerwährend tanzt und lacht und singt...
 
...und eben federnd schwingt.

 

(Gedicht "Federn lassen", geschrieben im vergangenen Jahr, mehr davon hier)

 

So könnte die poetische Zusammenfassung für die Route der » Zugvögel « seit dem letzten Blog-Artikel lauten. Die faktische hält mehr Höhen als Tiefen für euch bereit, steigert sich von Abschnitt zu Abschnitt und liest sich folgendermaßen:

Ich sehe überall » Zugvögel «. Hier in einem Klassenzimmer, in dem ich mit Grundschülern zum Klavierspielen verabredet war.
Ich sehe überall » Zugvögel «. Hier in einem Klassenzimmer, in dem ich mit Grundschülern zum Klavierspielen verabredet war.

Räumen wir zunächst die mutmaßlichen Tiefen aus dem Weg: Mittlerweile liegt mir eine Absage für beide Projekt-Förderanträge vor - leider ohne Erläuterung zu den jeweiligen Gründen. Die erste Absage hat echt wehgetan (DANKE für's Tränentrocknen, Mama!). Die zweite schon nicht  mehr. Das liegt vermutlich auch daran, dass ich gar keine Zeit hatte, mich lange damit aufzuhalten, denn...

 

...noch am selben Tag der Absage stand mein Pitch  beim Creative Startup Slam in Düsseldorf an. Inmitten digitaler Erfindungen habe ich mit der Geschichte der » Zugvögel « und meinem vermeintlich analogen Ansinnen, den Wert von Musik neu zu denken und zu definieren, den zweiten Platz geholt! Der Gewinn sieht ein Coaching durch die Business Angels Düsseldorf und die kostenlose Teilnahme an einer ihrer Veranstaltungen vor. Noch mehr gefreut habe ich mich offen gesagt über die vielen interessierten Gesichter, in die ich von der Bühne aus blicken durfte. Die persönlichen Rückmeldungen waren geradezu überschwänglich, also definitiv erbaulich. Dabei sind auch ein paar konkrete Ideen an mich herangetragen worden. Noch bleibt abzuwarten, was daraus wird.

 

Und es gibt weitere gute Neuigkeiten:

 

Eine davon ist der WAZ-Artikel, der u. a. auch den Werte-Kontext aufgreift, in den ich unser Albumprojekt eingebettet habe. Da hat jemand aufmerksam zugehört und mit Achtung geschrieben. Weiß ich sehr zu schätzen und hat mich ehrlich gefreut. Und den Rückenwind auf dem Foto nehme ich als dankenswertes Sinnbild :-).

 

Sehr eindrucksvoll war außerdem die Preisverleihung des S.E.N.S.S. Award in Essen, im Rahmen derer ich mit der » Zugvögel «-Komposition "Seid euch nicht so sicher" aufgetreten bin. Initiator des Abends war Reinhard Wiesemann, seines Zeichens einer unserer 10 » Zugvögel «, dem es ein Herzensanliegen war, den Song vor auserwähltem Publikum zu präsentieren.  Diese Gelegenheit griff wiederum die Freddy Fischer Stiftung auf, einen  mit 1000 Euro dotierten Sonderpreis für die » Zugvögel « an mich zu überreichen.

 

Ihr merkt: Die » Zugvögel « ziehen ihre Kreise und fliegen ihre ganz eigene Route. Die Einen nennen es Umwege. Die Anderen das Leben.

Ein Schaufenster voller Werkzeuge eines Instrumentenbauers in Berlin. Musik erfordert eben viele Hilfsmittel.
Ein Schaufenster voller Werkzeuge eines Instrumentenbauers in Berlin. Musik erfordert eben viele Hilfsmittel.

Damit zu euren Rückmeldungen nach meinem letzten Blog-Artikel: Zunächst einmal ✶ DANKE ✶ dafür. Sie gingen direkt ins Herz und haben echt gut getan!

 

Mittlerweile liegen wir bei 8323,24 Euro.

 

Euer Urteil für die nächsten Schritte fiel einhellig aus:

 

Ihr wollt, dass ich dranbleibe und die 20.000 Euro manifestiere - auch, wenn das bedeutet, dass ihr euch noch gedulden müsst. Ob ich wirklich diesen Geldbetrag zusammenbekomme oder Wege finde, die Wertigkeit der Produktion über Umwege zu gewährleisten,  wird sich zeigen müssen.

 

Sicher ist: Ich  bin offener denn je für das, was das Leben für die » Zugvögel « als nächstes bereithält. Vor allem bin ich überzeugter denn je, dass wir hier gerade etwas Großes und Wunderschönes miteinander schaffen.

In diesen Tagen heißt es erst einmal durchzuschnaufen nach den zahlreichen Aktivitäten der letzten Wochen (Eindrücke von meinen anderen künstlerischen Aktivitäten gibt es hier.). Das habe ich u. a. in Form eines Berlin-Aufenthaltes bei Freunden getan, von dem ich heute zurückgekehrt bin.

 

Bevor ich mich in den nächsten Tagen wieder ans Werk mache mit weiteren Sponsoren-, Medien- und Förderideen, lasst uns doch einfach für einen Moment den Frühling miteinander genießen - bei einem gemeinsamen (wenn auch imaginären) Eis, Cappuccino oder Sonnenuntergang am Duisburger Innenhafen so wie auf dem letzten Bild hier (Es handelt sich dabei um einen Schnappschuss, der tatsächlich beim Verfassen dieses Artikels entstanden ist. Tauben sind Teilzieher, habe ich in Erfahrung bringen können. In jedem Fall haben sie mich zum Lachen gebracht mit ihrem netten Besuch.).

 

Und damit sind wir bei der wichtigsten Botschaft des heutigen Tages angelangt, die da lautet: Wenn sich "Federn lassen" schon zweideutig lesen lässt, dann lasst und das Ganze doch bitteschön federleicht nehmen und gelassen bleiben. Von zügig und Zugzwang war nie die Rede - genießen wir also den Flug!


Und träumen wir größer denn je.


DANKE für EUCH!

 

Alles Liebe aus Duisburg,

Anke


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Kommentare: 1
  • #1

    Ramona Müller-Waurich (Dienstag, 17 Juli 2018 21:34)

    Liebe Anke, toll was du alles auf die Beine stellst. Leider schaue ich zu selten vorbei. Die liebe Zeit, welche uns an manchen Tagen wie Butter durch die Finger rint. Aber ich bleibe dran denn das was ich bis jetzt gesehen und gehört habe ist einfach genial. LG Ramona