Ein Licht-Gedicht unter'm Weihnachtshimmel

Erst in den frühen Morgenstunden bin ich am Tag vor Heiligabend zurückgekehrt von den letzten beiden Auftritten für dieses Jahres. Nun ist es geschafft. Und ich bin es offen gesagt auch ein wenig :-).

Bei meiner nächtlichen Zugfahrt vom Hochrhein zurück nach Duisburg mit der Frage befasst, welche Botschaft ich in diesem Jahr zu Weihnachten verschicken möchte, hat sich das folgende Gedicht ergeben (s. u.).
 
Einen musikalischen Video-Gruß gibt es auch noch, entstanden im Rahmen eines Projektes an der Förderschule.

 

Diesem Song aus der Förderschule entlehnt, wünsche ich euch - woher ihr auch kommt, wohin ihr auch geht - von ganzem Herzen segens- und sternenreiche Stunden unter dem "Weihnachtshimmel".

Auf bald im neuen Jahr.

 


 

Ein Licht-Gedicht


Es waren einst Lichter mit schattigen Schleiern.
Wie sie sich sehnten, glanzvoll das Leben abzufeiern!
Wie traurig es doch wäre, einfach einzugehen.
So ging man aus, also nach draußen, um weiterzusehen.

Sie strömten aus in Einsamkeit, in Paaren und Scharen.
Fragten ratlos herum, wo denn die Lichter waren.
In jedem Winkel, jeder Ecke immer dieses Munkeln:
Licht sei Mangelware. Und zwar vor allem im Dunkeln.

Hm. Wie jemals fündig werden bei solch schlechter Sicht?
Dass sie selbst die Lichter waren, das sahen sie nicht.
Sie suchten und versuchten, doch das Licht blieb aus.
"Alles vergebens! Hoffnungslos! Gehen wir nach Haus!"

Frustriert, verzagt in Anbetracht der Zeitverschwendung,
geschah ganz plötzlich, aus dem nichts, die große Wendung.
Es bot der Dunkelheit da nicht die hellste Birne,
sondern das mutigste der Lichter seine tapfere Stirne.

Die Liebe war's - sie hatte das Lichtlein angemacht.
Das hatte dann ganz glanzvoll und unbedacht
die Dunkelheit mit seinem Strahlen angelacht,
dadurch Licht in sie gebracht und sie entfacht.

"Ich kann uns sehen und unsere Lichtkraft!
Keine Angst, wenn ihr‘s grad nicht rafft!
Leuchten ist einfach. Das kann jeder!
Scheint noch leichter als eine Feder!“

Die Lichter waren überrascht. Befreit von jedem Zügel,
erkannten sie ihr Strahlen und schwangen ihre Flügel.
Angeknipst gab's kein Zurück. Sie machten einander an.
Ihre Wärme nun verströmend, wie's nur die Liebe kann.

Lichte Momente waren dies, die hell und frei machten.
Und sie feierten von nun an: jeden Tag Weihnachten.