O-Stern / Die Gelenkigkeit des Schillerns / Hochzeit

O-Stern

 

Die Nase in Richtung Himmel gestreckt,
hingebungsvoll an der Idee eines Sternes schnuppernd.
Ein Ausatmen wie ein Entkräften alles Zynischen
für den frischen Wind im Herzen.
Gedanken wandern, mäandern an jenen Ort,
dem das Verzeihen als Festland dient.
An dem das Leben eine Feier ist
mit Gästen und Gesten der Liebe.


Die Gelenkigkeit des Schillerns

 

Dem Zittern des Wandelwindes entlehnt:
ein Winken der Zuversicht.
Blätter in diesen Brisen. In dir.
Wehen oder Schmerzen.
Eine Entscheidung,
die aus Fallhöhe Wachstum macht.


Hochzeit

 

Als der Grund tief genug war,
um das Fundament sanftmütig zu schultern,
und die Zeit hoch genug,
um die Dächer allen Seins zu überblicken,
war es kein Nein,
kein Kann-sein,
sondern:
ein Ja des Ankommens
der nunmehr unbeschwerten
Weggefährten.