"Die Idee von einem Leben" – ein Lese-Film

Dies ist die Geschichte eines Buches, das erst einmal keines werden wollte.

 

Einem Gedankengang in der Ruhe des Lockdowns im Frühjahr entspringt ein Text.

Einer, in dem viel steckt von dem, was ich über die Jahre erlebt und beobachtet habe.

Es folgen Zeichnungen.

Im Herbst dann, mit dem frischen Blick des Abstands, eine umfassende Überarbeitung.

Die Freude groß, die Ernüchterung schon bald größer: Der erste Probedruck ein Fehldruck –  außen wunderschön, innen das Werk eines anderen Autoren.

Die Wochen vergehen. Die Druckerei bittet um Entschuldigung und Geduld.

Der zweite Probedruck endlich...ein weiterer Fehldruck: Diesmal ist es nicht der Inhalt, sondern die Reihenfolge der Seiten.

Das war's mit der Idee von ein paar ersten Exemplaren zu Weihnachten.

Am Ende dieses Jahres all die Stunden und Mühe ohne ein brauchbares Ergebnis?

Ratlosigkeit führt zu dem Entschluss, ein unaufwendiges Video zu erstellen als eine Art Vorbote.

Nur ist das mit dem "unaufwendig" bei kreativen Reisen so eine Sache.

 Zur Jahreswende wird geschnitten. Komponiert. Produziert. Geschnitten. Komponiert. Produziert.

 

Am Ende steht...ja, was eigentlich? Auf "Lese-Film" fällt die Entscheidung.

 

"Die Idee von einem Leben". Ein Buch, das – vorerst – keines werden wollte. Vielleicht, weil es sich bewegen wollte.

Weil es seine eigene Musik bekommen wollte.

Weil es seine eigene Idee von einem Buch hatte.