Besonnen. Mit dem Gesicht zum Licht.

Vor den Feiertagen war oft von "besinnlich" die Rede. Darüber habe ich eine ganze Weile nachgedacht und dann entschieden, mir noch ein bisschen Zeit mit diesem Blog-Artikel zu geben bis zwischen den Jahren. Gedankenpause. Wie ich diese Formulierung "zwischen den Jahren", und ja, auch diese Zeit liebe.

 

Was wünsche ich Euch und mir zum Ende dieses vergehenden Jahres und mit Blick auf das neue Jahr? In meinen Kopf hat sich da so eine Verbindung ergeben zwischen der eben erwähnten Weihnachtsbesinnlichkeit und dem Wort Besonnenheit.

 

Während Besinnlichkeit das Andächtige, das Feierliche, das Leckere,...umschließt, zeugt Besonnenheit von Geduld und Liebe fürs Detail, findet sie Ausdruck in der Begegnung mit Menschen ebenso wie in der Auseinandersetzung mit Themen. Dass "besonnen" auch noch das Zeug zum sommerlichen Verb hat, macht es umso sympathischer, finde ich.

 

An dieser Stelle wünsche ich den hier Mitlesenden, wünsche ich Euch, möglichst besonnene Weihnachten gehabt zu haben und irgendwie mit Sonne im Sinn dem neuen Jahr entgegenblicken zu können.

 

Damit zu meinen Aktivitäten der letzten Wochen zwischen Sinn und Sonne.

Ich kann mein Glück kaum fassen, nach all den Monaten endlich wieder in meinem Element zu sein und mich auf musikalische Produktionen fokussieren zu können. Unter anderem möglich machen das zwei Stipendien, und dafür bin ich zutiefst dankbar.

 

Den künstlerischen Faden aufgenommen habe ich mit einem Song, den ich vor rund fünf Jahren geschrieben und für eine Weile erst einmal aufbewahrt habe. Seit seiner Erstaufführung beim Konzert im Ophardt-Auditorium im September 2020 war mir klar, dass er mehr als meine Schublade verdient.

 

"Seelenheil" erblickt heute, zur Jahreswende, sein Licht der Welt, und es gäbe so viel, was ich dazu sagen könnte nach all den Stunden, die wir zwei miteinander im heimischen Studio verbracht haben. Gedankenpause. Mal angenommen, ich würde es nicht bevorzugen, Songs wie diesen für sich singen zu lassen – was würde ich zur Würdigung dieser Erst-Veröffentlichung nach dem Vorbild einer dicken, festlichen Schleife – nichts weniger als das ist angemessen – schreiben?

 

Würde ich erwähnen, dass ich von Text über Musik bis hin zu Arrangement und Produktion in Eigenregie gewirkt habe und, mal abgesehen von einer Menge Technik und Software, ohne externe Unterstützung ausgekommen bin?

Würde ich den Einblick gewähren, dass der Song ein Herzensanliegen war, dessen Ruf ich bis tief in die Nacht gefolgt bin, stets getragen von der Idee, zur Jahreswende eine hörreife Mischung für Euch online stellen zu können?

Würde ich davon berichten, dass ich "Seelenheil" rund fünf Jahre nach seiner Komposition erst heute mit jener Energie und Überzeugung singen kann, die ich schon damals im Sinn hatte?

Ganz bestimmt würde ich verraten, dass ich im Laufe der Aufnahme-Sessions ein Lufttrompeten-Solo eingesungen habe, das es zwar nicht in die Endfassung geschafft hat, mir aber eine Menge Freude bereitet hat.

 

Freude – die wünsche ich auch Euch nun beim Anhören:

Wohl ab Ende Februar ist mit weiteren neuen Songs zu rechnen. Neu im Sinne von neue Produktionen, denn komponiert habe ich schon eine ganze Menge. Über die Musik hinaus werde ich in den nächsten Wochen ein Abo-Modell realisieren, das Menschen die Möglichkeit gibt, näher dran zu sein an der Entstehung und Veröffentlichung meiner künstlerischen Werke, seien sie musikalisch, poetisch oder welcher Natur auch immer.

 

Das führt mich zu dem Hinweis auf meinen Text "Impflichter", den ich Ende November aus Gründen verfasst habe. Einen Vorgeschmack gibt es ➝ , den ganzen Text hier.

 

Spoiler:

 

Ich habe mich um Besonnenheit bemüht.

Ein paar Buchempfehlungen gibt es auch.


 

Wir wissen nicht, was uns 2022 erwartet. Ich für meinen Teil habe mich im Rahmen einer Veranstaltung vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein schon mal warm gelaufen in Sachen Online-Musizieren. Für alle Fälle.

 

2022 kann kommen. Uns wird schon was einfallen. Und wenn am Ende des Jahres wieder eine Riesenrad-Fahrt auf dem Duisburger Weihnachtsmarkt steht...

 


Mich erinnert dieses liebgewonnene Ritual zur Weihnachtszeit an das Rad des Lebens, an die Kostbarkeit des Augenblicks und an die gewonnene Freiheit mutiger Perspektivwechsel.

Auf ins neue Jahr. Mit dem Gesicht zum Licht.