Von "Ruhrgebiete", Studioaufnahmen und der bevorstehenden Veranstaltung: "Wie wollen wir in Zukunft arbeiten?"

Seine "Ruhrgebiete" hat Autor Lucas Vogelsang Mitte Oktober bei der lit.RUHR in Essen (Bericht der Brost Stiftung) und an der Alten Mühle in der Dong in Neukirchen-Vluyn (Bericht der RP) vorgestellt und mich dabei mit auf die Bühne genommen. Denkanstoßende Höhepunkte mit Tiefgang und der ein oder anderen Gelegenheit zum Lachen.

 

Es folgten wenige Tage später die Aufnahmen für » Wir Zugvögel «. Finde kaum Worte und empfinde umso mehr Dankbarkeit für diese großartigen, gänzlich im Dienst der Musik wirkenden Menschen, mit denen konzentriertes, humorvolles und professionelles Kreieren möglich war: Jens Otto (Schlagzeug), Thomas Wille (Bass, Tuba), Anja Schröder (Cello) und Thomast Kern (Studio K, Frechen).

 

Ein paar Gesangsaufnahmen stehen noch aus, dann geht's ans Mischen. Der Plan lautet: Pünktlich zu Weihnachten bekommen alle Albumpat*innen ihre vorbestellten Alben zugeschickt. Sieht gerade ziemlich gut aus, dass wir das schaffen - und klingt vor allem gut.

 

In den kommenden Tagen geht es bei mir zum zweiten Mal für ein paar Tage an die Alanus-Hochschule. Dort arbeite ich mit den Studierenden zum Thema "Komposition und Improvisation". Während es sich dabei um eine geschlossene Veranstaltung handelt, heißt diese Veranstaltung hier alle Interessierten willkommen:

 

Werkstatt: "Wie wollen wir in Zukunft arbeiten?"

Donnerstag, 14. November, 14:00 - 17:00 Uhr

Martinstift Musikschule Moers, Großer Saal
Filderstraße 126, 47447 Moers

 

Veranstalter:

Niederrheinische IHK Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg und das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein

 

Der Workshop bewegt sich zwischen digitaler Wendigkeit und menschlicher Notwendigkeit, widmet sich zwischenmenschlicher Kompetenz und inspirierten Innenräumen. Auch die äußeren Räume dieser Veranstaltung versprechen Inspiration, Wohlfühlen und Gelegenheit für Innehalten und Austausch.

 

Die Teilnahme ist kostenfrei. Ein Anmeldung ist erforderlich und wird bitte hier vorgenommen:

 

Schon allein für den Mond. Schon allein für Duisburg.

Foto: Philipp Wente
Foto: Philipp Wente

Eine Aufnahmesession mit den Kindern im City Wohnpark in Duisburg, eine Moderation an einer Veranstaltung über weibliche Vorbilder (mit unfassbar tollen Frauen!) in Moers, eine Westart-Reportage über Lucas Vogelsangs und Philipp Wentes "Ruhrgebiete" im WDR mit meinem Blick auf Duisburg (ab Minute 21) und dazwischen Tuba- und Cello-Ideen für » Wir Zugvögel « (kommende Woche geht es ins Studio!). Nicht zu vergessen die liebevoll servierte Tasse Tee, als ich zwischendurch im kühlen Schulflur mit ein paar Kindern auf dem Klavier improvisiere.

 

Die Westart-Reportage über die Entstehung der "Ruhrgebiete" gibt es hier in der WDR-Mediathek. Einen Live-Nachschlag bietet Lucas in Begleitung meiner Person heute Abend ab 20:30 bei der lit.RUHR und am Sonntag ab 15 Uhr in Neukirchen-Vluyn: Alte Mühle in der Dong bei freiem Eintritt und erwartungsgemäß sonnig-milden Bedingungen.

 

Das Magazin "Ruhrgebiete" gibt es heute Abend, am Sonntagnachmittag und jederzeit in der Buchhandlung Scheuermann zu erwerben. Darin findet sich auch Lucas' Erzählen über mein Ankommen in Duisburg.

 

Das Lied, aus dem hier zitiert wird und das in Beitrag und Porträt Erwähnung findet, heißt "Schon allein für den Mond".

 

Geflogenheiten

Die Eindrücke der "Age of Artists #1" wirken nach. Und während sie das tun, gibt es an dieser Stelle ein paar Auszüge aus meinem "Poetic Recording" - dem poetischen Rückspiegel, den ich am Ende der Konferenz an die Teilnehmer*innen zurückspielen durfte.

 

Welten retten und erfinden
Menschen, die verbinden,
die nicht das ihre schützen,
sondern einander stützen.
Wärme geben.
Erheben.
Im Team
intim.
Wenn nicht wir
hier...?



Ein Themenbüchertisch in der Buchhandlung Scheuermann nach einem intensiven und anregenden Vortragsabend
Ein Themenbüchertisch in der Buchhandlung Scheuermann nach einem intensiven und anregenden Vortragsabend

 

Zunächst mit der Idee von "Kreativität als Haltung" zu Gast in der Buchhandlung Scheuermann, ging es ein paar Tage später in ein Software-Unternehmen im Taunus. Dessen Frauen-Netzwerk hatte mich zum Workshop geladen. Sie habe etwas für ihr Leben mitgenommen, gab eine Teilnehmerin danach von sich Preis. Von einer "wunderschönen" bzw. "wundervollen" Erfahrung war an anderer Stelle die Rede. Wenn es einen Grund gibt, diese Resonanz in meinem Blog zu zitieren, dann diesen der Ermutigung: Es lohnt sich, einzustehen für die Themen, die das Leben lebenswert machen. Kreativität als Ausdruck von Menschlichkeit, von Lebendigkeit - ich nehme diese Erfahrungen gerne als Anlauf für meine nächsten Sprünge:


mehr lesen

Geflogen wird ins Studio.


ES GEHT LOS!

Ab dem 16. Oktober finden die Aufnahmen für » Wir Zugvögel « im Studio K in Frechen statt.


Gesetzt für die Bandbesetzung (Details folgen) sind Schlagzeug, Bass und ich am Flügel. Ob es bei dem ein oder anderen Stück weitere Instrumente wie etwa Gitarre geben wird, klärt sich im Laufe der nächsten Wochen und Proben. Außerdem zugesagt hat - und das macht mich besonders glücklich und dankbar - eine wunderbare Cellistin aus Duisburg für "Geflogen wird nach vorn".

Sechs von 11 Demos, die der Vorbereitung für's Studio dienen, sind fertig (siehe und höre oben).

Die Aufgaben der nächsten Wochen und Monate werden erfahrungsgemäß spannend bis sportlich.

Wie geht ein Album-Booklet in klimafreundlich?
Wer gestaltet wie das Layout?
Wie weit reicht schlussendlich unser Budget?

Wir sind auf dem Weg...und ich FREUE mich!

Derweil nehme ich auch anderweitige Termine wahr, nachzulesen hier. Der nächste ist am kommenden Donnerstag in meiner Lieblingsbuchhandlung Scheuermann zum Thema "Kreativität als Haltung".

 

 

 

Außerdem sehr erwähnens-und empfehlenswert: Die Age of Artists #1: Von der Kunst, die Welt zu retten - eine Konferenz zum Umgang mit Ungewissheit. Statt findet sie am 18. und 19. September 2019 in Probstzella (Bauhaushotel »Haus des Volkes«). Ich bin da und mache mit. Und was ich so mitbekomme von den Menschen, die die Konferenz an den Start bringen, dürften diese Tage inspirierend und wegweisend werden. Anmeldungen sind noch möglich und wie gesagt: empfehlenswert.

 

Von Veranstaltung bis Erfahrung: "Kreativität als Haltung"


Gedicht "Die Schlüsse eines Anfangs"
Gedicht "Die Schlüsse eines Anfangs"

Erfahrungen sammeln. Erfahrungen teilen. Repeat.

 

In diesem Falle mal beides in Duisburg. Die wundervolle und nicht aus dem Stadtbild wegzudenkende Buchhandlung Scheuermann gibt (Erfahrungs-) Raum, die Idee zu vertiefen: Kreativität ist keine Methode, sondern eine Haltung. Ich freue mich sehr auf diesen Abend und lade Dich, Dich und Dich - und Sie natürlich auch! - ganz herzlich dazu ein.

 

 

Auszug aus  "Wir sind die Kinder aus dem City Wohnpark"
Auszug aus "Wir sind die Kinder aus dem City Wohnpark"

Neben der Vorproduktion und den Studio-Vorbereitungen für » Wir Zugvögel « werfen weitere Veranstaltungen ihre Schatten Lichter voraus. Termine gibt's hier nachzulesen.

 

Einer von ihnen führte mich in den vergangenen Wochen in den City Wohnpark hier in Duisburg. Dort habe ich mit den Kindern Klavier gespielt und einen Song geschrieben, den wir im Rahmen des Festes zum 50-jährigen Bestehen des Wohnparks am 8. September gemeinsam aufführen werden.

 

Erfahrungen sammeln. Erfahrungen teilen. Repeat. An Mut darf es uns nicht fehlen. Mutig sind wir, wenn wir aufsteh'n.


Akzeptanz- und Abwesenheitsnotiz


 

Ein letzter Auftritt noch gestern Abend im besonderen Rahmen der Preisverleihung "Akzeptanzpreis - Brücke der Solidarität" hier in Duisburg.

 

Aus meiner Akzeptanznotiz (s. Gedicht) wird nunmehr eine Abwesenheitsnotiz (s. u.), die Menschen erhalten, wenn sie mir in den nächsten Tagen eine Email schreiben.

 

Eine Buch-Empfehlung für die freien Tag noch von mir, weil mir Gerald Hüther - einmal mehr - zu interessanten und inspirierten Gedankengängen und -flügen verholfen hat. Kleines Wort, große Relevanz: Würde. Sie gilt als unantastbar und ist zugleich so schwer zu fassen. Hüther macht sie für mich mit diesem Buch (be-) greifbarer. Wie wichtig sie in dieser, unserer Zeit ist.

 

Gedichte - immer wieder neue - gibt es wie gehabt hier:

Neue Live-Termine und Neuigkeiten zur Produktion von » Wir Zugvögel « folgen im August mit aufgefülltem Tank.


Landschaftspark
Landschaftspark

Liebe Schreiberin, lieber Schreiber,

vielen Dank für Deine/Ihre Nachricht.

Meine Reime dieser Tage lauten: 

"Ich erlaub'
mir Urlaub
zum Offlineschalten
und Innehalten."

Antworten auf E-Mails gibt es voraussichtlich ab dem 1. August wieder. In dringenden Fällen (dazu gehören beispielsweise ein Auftritt in der Elphi in Hamburg oder unerwartete Chart-Erfolge) gibt es eine Mailbox, die ich zwischendurch abhöre. Derweil noch ein paar Empfehlungen in Sachen erprobte und liebgewonnene Ausflugsziele hier in Duisburg, besonders erfahrenswert mit dem Fahrrad:

Atemberaubende Sonnenuntergänge mit Schiffen gibt's im Rheinpark.
Ebenso an der Rheinorange, wo sich gar Rhein und Ruhr küssen. Dort kann man übrigens auch Hände und Füße ins Wasser stecken:
Was Ehrenamtliche hier in Duisburg nicht alles auf die Beine stellen! Ein Park mit Tieren zum verlieben.
Ein bisschen Vorstellungskraft, und man wähnt sich an der Sechsseenplatte in Kanada oder Minnesota. Mückenspray zum Abend hin nicht vergessen.
Eine Klasse für sich: der Landschaftspark.
Wer Ausflüge, Reisen und Abenteuer ebenso gerne im Geiste unternimmt, ist hier so gut aufgehoben wie sonst nirgendwo: die Buchhandlung Scheuermann.

Dies ist eine Auswahl...und die Möglichkeiten hier immer noch unendlich.

Einen tollen Sommer und gegebenenfalls eine wundervolle Zeit hier in Duisburg wünscht so
Anke Johannsen

mehr lesen

"Die Kunst der Veränderung"


Moderation, poetischer Rückspiegel der Workshop-Ergebnisse vom Nachmittag (s. links) und Songs, die eigens für den Abend komponiert wurden. Als Künstlerin gerne grenzgängig unterwegs, durfte ich Anfang Juni eine Preisverleihung mitgestalten, die TOP SERVICE Deutschland im Sinne der Kundenorientierung ausrichtete.

Meine bisherigen Berührungspunkte zu Unternehmen und Organisationen in den Blick genommen, ergibt sich da ein durchaus stimmiges, anschlussfähiges Bild, finde ich. "Kreativität als Haltung" könnte dessen Titel einmal mehr lauten oder eben auch wie der Abend selbst: "Die Kunst der Veränderung".

Keine Frage - ein Abend wie dieser ist mit Vorbereitung und Konzentration verbunden. Die Resonanz indes zeugte von Lebendigkeit, Leichtigkeit und ja, ich wage es sogar, von Sinnhaftigkeit zu sprechen.

Mir fällt es immer ein bisschen schwer, aus meiner offensichtlich subjektiven Perspektive über Veranstaltungen wie diese zu berichten. Ich darf an dieser Stelle also O-Töne aus dem Publikum zur Hilfe nehmen: "Erfrischend." "Lebendig." "Unterhaltsam." "Eindrucksvoll." "Eingeschlagen wie eine Bombe." "Wir schätzen die unkomplizierte und offene Zusammenarbeit mit Ihnen sehr."

"Kognitiver Genuss und emotionales Vergnügen"


Rückmeldungen, die sich über das Facebook-Profil des Veranstalters einfanden
Rückmeldungen, die sich über das Facebook-Profil des Veranstalters einfanden

Vor genau einer Woche haben » Wir Zugvögel « zum ersten Mal unter freiem Himmel die Flügel gespannt. Seitdem gab es zu unserem Konzertabend an der Alten Mühle in der Dong in Neukirchen-Vluyn Rückmeldungen wie diese hier und einen Presseartikel in der Rheinischen Post.

 

Was sich immer wieder schwer in Wort fassen lässt, ist die persönliche Resonanz, die mir an einem solchen Abend  und in den Tagen danach zuteil wird. Damit meine ich die offenen und präsenten Zuhörer*innen ebenso, wie all jene Menschen, die sich nach einem Konzert die Zeit nehmen, das Gespräch mit mir zu suchen oder mir zu schreiben; um mir zu danken; um mir davon zu erzählen, was einzelne Songs mit ihnen gemacht haben. Hier geht es um das Loslassen der Kinder, dort um das Einschlagen des eigenen Lebensweges; hier um die Courage, sich gesellschaftlich einzubringen, dort um die Kostbarkeit und Verletzlichkeit der Lebenszeit.

Das ist es, was ich meine, wenn ich davon spreche, dass » Wir Zugvögel « gleich einem poetischen und musikalischen Prisma von uns allen erzählen.

 

Das Crowdfunding steigt weiter. Damit gewinnt auch die Idee an Höhe, noch in diesem Herbst ins Studio zu gehen. Demnach würde das Album vor Weihnachten erscheinen.

 

Eine aufregende Vorstellung in der Tat!

 

aus dem Song "Schnittmuster vom Glück"
aus dem Song "Schnittmuster vom Glück"

Derweil gilt mein tief empfundener Dank allen Besucher*innen des Konzertes, allen Albumpat*innen und Helfer*innen und dem großartigen Gastgeber Joachim Bürger, der mir am Ende eines geschickt eingefädelten Abends gar noch eine "Singer-Songwriter Nähmaschine" überreichte.

 

Ehre, wem Ehre gebührt, denn mit seinem "Näh-Erholungsgebiet ZiC´nZaC" in Essen gilt Joachim Bürger nicht nur als überzeugter  Alpumpartner der ersten Stunde, sondern nunmehr als langjähriger Wegbegleiter und Unterstützer meiner kreativen Unternehmungen.

 

Keine Müh(l)en scheuen


Ein paar Perlen der letzten Wochen:

 

Ein Europaaktionstag mit Duisburger Schüler*innen.

Ein Workshop mit Führungskräften zum Thema "Kreativität als Haltung".

Ein poetisch-musikalischer Auftritt beim "Salon D" zum Thema "Werte".

 

Dieser Auszug hier entstammt dem Abend in Hürth und ist die poetische Aufarbeitung jener Ideen, die die Teilnehmer*innen zuvor zum Thema "Werte" formuliert hatten. Für mich liest er sich gar wie eine Einladung in Sachen Europawahl.

 

Wenn » Wir Zugvögel « an diesem Samstagabend als Open Air Live Premiere die Alte Mühle in der Dong in Neukirchen-Vluyn beehren (zum VVK und weiteren Infos), scheue ich damit vom Klavier aus weder Mühen, noch Mühlen. Und auch am Sonntag werde ich alles geben in Sachen Stimme. Die Mühlen der Demokratie mögen langsam mahlen. Aber immerhin mahlen sie im Sinne der Freiheit. Was ich damit sagen will:

 

Ob Ihr nun zum Konzert kommt oder nicht - geht in jedem Fall wählen.

Noch eine Neuigkeit zum Schluss:

 

Manchmal muss man „einfach machen“. Meine erste Poesie-Postkarte gibt es ab sofort in meiner Lieblings-Buchhandlung Scheuermann in der Duisburger Innenstadt. Bei der » Wir Zugvögel « Open Air Live Premiere am Samstag wird es sie auch geben.

 

Die Vorfreude steigt...und die Temperaturen mit ihr - zum Glück.

 

Herzliche Einladung zu einer Premiere und zum Aufwach(s)en

Vom Nest zum Fest - Ihr seid sowas von herzlich eingeladen:

 

» Wir Zugvögel « als Open Air Live Premiere

 

Samstag, 25. Mai 2019

18 Uhr (Einlass ab 17 Uhr)

Alte Mühle in der Dong, Neukirchen-Vluyn

Eintritt: 20 Euro

 

Der komplette Eintritt fließt in die Finanzierung der Album-Produktion und beinhaltet den Erhalt eines Exemplars nach Fertigstellung.

 

Eure "Flugtickets" bekommt Ihr hier (per Email vorbestellen).

 

zur » Wir Zugvögel « Website

 


Apropos Fest: Das Thema "Auferstehung" kündigt sich ja an. Ob mir wohl deswegen Wort- und Fotospielereien zwischen "Aufwachen" und "Aufwachsen" in den Sinn gekommen sind?

Beides passt jedenfalls zu den Aktivitäten der letzten Wochen:


» Wir Zugvögel « als Wohnzimmerkonzert in Duisburg, als Vorstellung in der Blauen Bude in Dinslaken-Lohberg und als öffentlicher Auftritt in Garnier's Keller in Friedrichsdorf (Taunus) haben angefangen zu zeigen, was sie als lebendiges Gesamtkunstwerk können: Das Echo der 10 Songs reicht von Tränen über Gänsehaut bis hin zu stehenden Ovationen. Flügelschläge wie diese sind nicht nur sehr beglückend, sondern bringen auch das Crowdfunding weiter, yeah.


Wochenlang trieb die Reform des Urheberrechts die Menschen um. Immer wieder bin ich darum gebeten worden, deswegen gerne auch an dieser Stelle meine Haltung dazu:
Wenn sich Musiker*innen aufgrund fehlgeleiteter Vergütungsmodelle ihre Arbeit nicht mehr leisten können, droht uns als Gesellschaft kulturelle Verarmung. Bereichernde Vielfalt im Netz darf nicht auf Kosten der Kreativen gehen. Wir brauchen Fairplay auf der Spielwiese des Internets. Weitere Gedanken dazu finden sich in diesem Er- bzw. Aufklärungsversuch, in den ich eine Menge Zeit und Liebe gesteckt habe. Vielleicht wacht der*die ein oder Andere beim Lesen auf?

 

Menschen abonnieren nicht nur diesen, sondern auch meinen Gedichte-Blog und überweisen mir einen monatlichen Betrag dafür. Das freut mich riesig und ermutigt mich, dranzubleiben.

 

Die Termine der nächsten Monate führen mich mal als Moderatorin, mal als Dichterin, mal als Musikerin auf die Bühne. Workshops gestalten und anleiten darf ich auch. Viele Spielarten, eine Idee: Kreativität als Haltung. Oder auch: Künstlerisches Aufwach(s)en.

Noch eine Idee: Die Klangcollage als Gesellschaftsentwurf. Auf Einladung von Prof. Dr. Alexandra Modesta Hopf habe ich einen Artikel über die Klangcollage verfasst, der in den nächsten Monaten als Teil einer umfassenderen Publikation veröffentlicht werden wird. Interessant, gesammelte Erfahrungsschätze zu Papier zu bringen, um daraus Erkenntnisse abzuleiten. So geht auch mein künstlerisches Aufwach(s)en immer weiter...

 

Mit Konzert-Eindrücken aus Friedrichsdorf und Momentaufnahmen aus dem Alltag kommt hier die zweite Einladung: zum Aufwach(s)en. Vielleicht meine ich damit, es der Natur gleichzutun und jedes Jahr auf's Neue aufzublühen. Vielleicht meine ich damit, niemals aufzuhören mit dem Größerwerden. Vielleicht meine ich damit die Wunderschönheit, die im vermeintlich Banalen all jene erwartet, die ihre Augen öffnen.

 

Loslassen ist Groß lassen

Meine Schritte sind langsam, doch komme, was wolle, im Vorwärtsgang.
Hinter mir jene staubige Spur, verweht stets vom Neuanfang.
Die Blätter applaudieren. Schhhh. Ich kann es hören. Ich kann es sehen.
Und die Bäume am Rand meines Weges so: „Bleib‘ dir treu. Bleib in dir stehen.“

Gelebtes Chaos, aber gelebt. Kein Status im Außen hat jemals Bestand.
Allein das „Jetzt“, das „Kann“, das „Ich“ bestehen in meiner Hand.
Wer wach ist oder schlummert, steht indes nicht auf meinem Blatt,
weil der Mensch die Freiheit zum Stillstand, ja sogar zur Unfreiheit hat.

Die Luft ist, was sie ist, ob im Kreis gedreht oder nach oben geschraubt.
Niemand Geringeres als das Leben selbst ist es, das an uns glaubt.
Jedes Loslassen ist ein „Groß lassen“, weil wir das Leben nicht länger zerkleinern,
sondern unser Verständnis von Wachstum, von Leben, von Liebe erweitern. Verfeinern.


mehr lesen

Geflogen wird nach vorn! Remember?

Vordergründig ist es ein wenig still gewesen in Sachen » Zugvögel « in der letzten Zeit. Das hat verschiedene Gründe. In jedem Fall geht es weiter, immer weiter. Während ich gerade an einer Website eigens für das Projekt bastle, befinde ich mich in Vorbereitung auf das erste Wohnzimmerkonzert bei wunderbaren Albumpaten hier in Duisburg. Es wird jetzt am Wochenende das erste Mal so sein, dass ich alle zehn Kompositionen vor Publikum präsentiere.

In der kommenden Woche folgt dann die Präsentation eines der Lieder ("Einer von Wir") in der Blauen Bude in Dinslaken-Lohberg (zur Presseankündigung).

 

Geflogen wird nach vorn! Remember?

 

Von Mehrwert und einem Meer, das währt


 

 

 

 

Noch befinden wir uns wohl in der Warteschleife, ehe aus dem Kühling ein für allemal Frühling wird. Während die Verfasserin dieses Blog-Artikels der zum wiederholten Male in diesem Jahr auftretenden Schnupfnase mit Gelassenheit zu begegnen bemüht ist, erfreut sie sich an Meldungen wie jener, dass die Warteschleife der R+V BKK bis heute deren Telefonanlage, wie Anrufer, beschwingt. Ein Mehrwert für die Anrufenden. Ein Mehrwert für die Krankenkasse. Ein Mehrwert auch für mich als Komponistin, die dafür eine Vergütung erhält.

Wäre auch das Internet eine Telefonanlage, so wäre die Sache mit dem Urheberrecht, von dem zur Zeit vielerorts und in den unterschiedlichsten Narrativen die Rede ist, wohl eine vergleichsweise einfache. Die Bedingungen dort sind aber nun einmal zunehmend vernetzt und entsprechend komplex. Da ist es schlichtweg zeitgemäß, eine Handhabe einzuführen, die das Recht der Urheber*innen besser schützt. Mich befremden all jene Standpunkte, die den Anschein erwecken, es wolle jemand die Freiheit des Internets einschränken. Mein Narrativ entstammt meiner langjährigen Lebenswirklichkeit als Musikerin und lautet so:

 

Bereichernde Vielfalt im Netz darf nicht auf Kosten der Kreativen gehen. Wenn sich Musiker*innen aufgrund fehlgeleiteter Vergütungs-Modelle ihre Arbeit nicht mehr leisten können, droht uns als Gesellschaft kulturelle Verarmung. Wir brauchen Fairplay auf der Spielwiese des Internets.

 

Dem Thema (Mehr-) Werte und Wertschätzung habe ich mich übrigens auch in dem Artikel "Können Sie sich den nächsten Sommerhit selbst schreiben?" gewidmet.

 

Und dann war da in den vergangenen Tagen noch der Mehrwert der Erholung. Was auch passiert - das Meer währt. Sich dem Klein-Klein des Alltags entziehen, um das Groß-Groß des Lebens an der Nordsee zu inhalieren. Auf einen der Sonnenuntergänge traf das in besonderem Maße zu. Das wiederum lag nicht nur an dessen atemberaubenden Farb- und Lichtspielen, sondern auch an diesen sechs jungen Menschen. Ich weiß nicht, was sie dazu veranlasst hat, derart andächtig und friedlich für eine ziemlich lange Zeit nebeneinander auf’s Meer zu blicken. Vielleicht haben sie von jemandem Abschied genommen. Vielleicht haben sie ihrer Zukunft entgegengeträumt. Oder sie haben einfach nur den Sonnenuntergang genossen so wie ich. In jedem Fall war dies ein Moment der Verbundenheit - das Leben in HD. Ein echter Mehrwert.


mehr lesen

Dichter dran

Auf Anregung meiner Leser*innen habe ich ein Gedichte-Abo eingerichtet, das Euch informiert, sobald es ein neues Gedicht zu lesen gibt (das ist ungefähr einmal pro Woche der Fall).

Bis daraus irgendwann ein Buch wird, scheint mir dies ein stimmiger Weg, um Euch Zugang zu gewähren zu diesem Teil meines Schaffens.

 

Das Blog-Abo, das über alle weiteren meiner Aktivitäten informiert, hat unverändert Fortbestand.

 

Quartalsmäßige Informationen gibt es wie gehabt per Newsletter.

 

Man muss sich tatsächlich etwas einfallen lassen, um unabhängig von Facebook, What's App und Twitter zu informieren und vernetzt zu bleiben. Geht ⚐.

 

Für Vielfalt und Respekt in den Fußstapfen von Michael, Stevie, Paul, Bob, Louis und wie sie nicht alle heißen, die mit Musik was reißen


Essen hat seit Samstag offiziell ein „VielRespektZentrum“. Ich durfte die Eröffnungsfeier in der Kreuzeskirche musikalisch umrahmen und habe dabei etwas getan, das ich äußerst selten tue: Ich habe auf Wunsch des Initiators Reinhard Wiesemann gecovert: „We are the world“, „Ebony and Ivory“, „One Love“ und „What a wonderful word“.

 

Dass ich eine Ausnahme wie diese gemacht habe, lag nicht nur daran, dass ich die Idee dieses neuen Zentrums von Herzen unterstütze. Es ist eben auch so, dass Ali Can der Leiter des Zentrums ist. Und der wiederum ist einer unserer 10 » Zugvögel «. Sein Song „Ali und die stille Mehrheit“ war somit nicht nur das einzige Stück, bei dem ich mich am Samstag selbst gecovert habe - es feierte auch seine würdige Premiere in diesem denkbar feierlichen Rahmen.

 

Jahreswände



Ein Licht-Gedicht unter'm Weihnachtshimmel

Erst in den frühen Morgenstunden bin ich am Tag vor Heiligabend zurückgekehrt von den letzten beiden Auftritten für dieses Jahres. Nun ist es geschafft. Und ich bin es offen gesagt auch ein wenig :-).

Bei meiner nächtlichen Zugfahrt vom Hochrhein zurück nach Duisburg mit der Frage befasst, welche Botschaft ich in diesem Jahr zu Weihnachten verschicken möchte, hat sich das folgende Gedicht ergeben (s. u.).
 
Einen musikalischen Video-Gruß gibt es auch noch, entstanden im Rahmen eines Projektes an der Förderschule.

 

Diesem Song aus der Förderschule entlehnt, wünsche ich euch - woher ihr auch kommt, wohin ihr auch geht - von ganzem Herzen segens- und sternenreiche Stunden unter dem "Weihnachtshimmel".

Auf bald im neuen Jahr.



Ein Licht-Gedicht


Es waren einst Lichter mit schattigen Schleiern.
Wie sie sich sehnten, glanzvoll das Leben abzufeiern!
Wie traurig es doch wäre, einfach einzugehen.
So ging man aus, also nach draußen, um weiterzusehen.

Sie strömten aus in Einsamkeit, in Paaren und Scharen.
Fragten ratlos herum, wo denn die Lichter waren.
In jedem Winkel, jeder Ecke immer dieses Munkeln:
Licht sei Mangelware. Und zwar vor allem im Dunkeln.

Hm. Wie jemals fündig werden bei solch schlechter Sicht?
Dass sie selbst die Lichter waren, das sahen sie nicht.
Sie suchten und versuchten, doch das Licht blieb aus.
"Alles vergebens! Hoffnungslos! Gehen wir nach Haus!"

Frustriert, verzagt in Anbetracht der Zeitverschwendung,
geschah ganz plötzlich, aus dem nichts, die große Wendung.
Es bot der Dunkelheit da nicht die hellste Birne,
sondern das mutigste der Lichter seine tapfere Stirne.

Die Liebe war's - sie hatte das Lichtlein angemacht.
Das hatte dann ganz glanzvoll und unbedacht
die Dunkelheit mit seinem Strahlen angelacht,
dadurch Licht in sie gebracht und sie entfacht.

"Ich kann uns sehen und unsere Lichtkraft!
Keine Angst, wenn ihr‘s grad nicht rafft!
Leuchten ist einfach. Das kann jeder!
Scheint noch leichter als eine Feder!“

Die Lichter waren überrascht. Befreit von jedem Zügel,
erkannten sie ihr Strahlen und schwangen ihre Flügel.
Angeknipst gab's kein Zurück. Sie machten einander an.
Ihre Wärme nun verströmend, wie's nur die Liebe kann.

Lichte Momente waren dies, die hell und frei machten.
Und sie feierten von nun an: jeden Tag Weihnachten.

 


mehr lesen

Ein Tag Prag


Treibholz

 
Dein Wesen
 und Gewesen


schnitzten aus der Bürde


deine Würde


und aus Ziel Start.


Deine Spielart:
 Vom Anfänger


zum Grenzgänger.

 

(Auszug aus dem Gedicht "Treibholz", nachzulesen hier)

Vergangene Woche durfte ich wieder im Wirtschaftskontext musizieren, verdichten ("Poetic Recording") und zur künstlerischen Intelligenz ermutigen. Dieses Mal galt der künstlerische Transfer den Mitarbeitern eines amerikanischen Konzerns in Prag.

Erleichterung über das gemeinsame Innehalten und Wertschätzung für die Gelegenheit des künstlerischen Experimentierens gehörten dort schon nach der ersten Session zu den Rückmeldungen.

 

Anke wächst

in diesem Kontext.

Und mag

Prag *.

*) und möchte gerne bald mit mehr Zeit dahin zurückkehren.

 

Als Künstlerin kostet es mich tatsächlich immer wieder neuen Mut, in jenen Büro- und Tagungsräumen kreativ bzw. menschlich "aus- und anzupacken", die sonst eher von (digitaler) Technik und Eile geprägt sind. So lange ich in eben diesen Räumen derart Sinn- bzw. Wirkungsvolles tun darf, bin ich dabei.

 

Yep. In diesen Wochen erlebe ich viel. Lerne viel. Darf viel von mir geben. Und bekomme dafür eine ganze Menge zurück. Dankbarkeit.

 

Ein bisschen "treibhölzern" geht es vor Weihnachten noch ein letztes Mal zu, wenn ich am Donnerstag in den Zug Richtung Süddeutschland steige. Ich betrete in der alten Heimat nach all den Jahren noch einmal an der Seite der "Spätzünder" die Bühne (s. Bild).

 

Und dann, ja dann ist Weihnachten!

 

Die Weihnachts-Produktion, die ich vor zwei Jahren mit den Schülern und Lehrern einer Förderschule hier in Duisburg produziert habe, kommt mir da in den Sinn. Bei solchen Erinnerungen, Reimen und Botschaften platzt mir das Herz auf.

 

Offene Herzen - darum geht's doch in dieser Zeit. Oder etwa nicht?


Zeitweise Zeitreise


Du verwandelst bekannte Schauplätze

in neue, ungeahnte Bausätze.

Du liest bis zum Seitenende

und bist danach selbst die Zeitenwende.

 

(Auszug aus dem Gedicht "Seitenende, Zeitenwende", nachzulesen hier)

 

Damit habe ich mein Vortrags-Konzert in der Hans-Carossa-Klinik in Stühlingen (Süddeutschland) begonnen. Es ging - mal wieder - um die Ausdrucksformen unseres kreativen bzw. künstlerischen Potenzials und wie eben dieses Potenzial im Zusammenhang steht mit unserem "Seelenheil" (oder wahlweise auch gerne "innerer Ruhe", "innerer Gesundheit", "innerem Frieden", "Zufriedenheit",...). An einem solchen Abend auf Wesentliches zu sprechen, singen und spielen zu kommen, ist das Eine. Dass ein Publikum sich derart darauf einlässt wie an diesem Abend, das Andere...und der Grund, warum ich mutig bleiben möchte. 

 

Mein Aufenthalt in der alten Heimat beinhaltete außerdem ein Treffen mit meiner damaligen und ersten Klavierlehrerin, einen Besuch in meiner Grundschule (inkl. Dialog-Konzerte für die Schüler) und eine Probe mit einer meiner ersten Bands, in der ich damals als Schülerin ausgeholfen habe. Ich schätze, die „Spätzünder“ sehen es mir nach, wenn ich sie als „ältere Herrenband“ bezeichne, für die ich wohl immer das Küken bleiben werde und denen ich bei ihren Weihnachtskonzerten nach all den Jahren herzlich gerne wieder aushelfe (Ali-Theater Tiengen am 21. und 22. Dezember, jeweils um 17 Uhr).

 

Mein herzlichstes Dankeschön an die Menschen, die die „alte Heimat“ für mich eben immer noch zu einer solchen machen. Ihr wisst, wer ihr seid.

 

Wer jetzt glaubt, diese Reise sei mitsamt meiner Besichtigung der Küssaburg eine Reise in die Vergangenheit gewesen, für den habe ich noch im Angebot: die Mittelalter-Projekt-Woche an einer Grundschule hier in Duisburg, an der ich unmittelbar nach meiner Rückkehr mitwirken durfte: Reime für die Herolde, Unterstützung bei den Trommlern bzw. Sängern und die Komposition eines Liedes, das das Kollegium jeweils zum Abschluss der vier Aufführungen für die Schüler und deren Eltern sang. Schlichtweg eindrucksvoll, wie sich die gesamte Grundschule Kraft der Kreativität und Extrameilen des engagierten Kollegiums, der Schulleitung und natürlich der Schüler in eine Burg verwandelte, die zum Ende der Woche Schauplatz eines Turnieres im Spannungsfeld zwischen Kampf und Tanz wurde.

 

Das waren intensive, aufregende und bewegende Tage mit den Kleinen und Großen, bei deren Rückblick man mir hoffentlich das folgende Wortspiel der Dankbarkeit nachsieht: Zusammenhalt ist das Mittel, Alter!


Verdichtung von Inhalten bei einer Führungskräfte-Tagung


Ehe ich am Donnerstag schon wieder in den Zug steige in Sachen Vortrag an der Hans-Carossa-Klinik, kurz zurückgeblickt auf drei intensive Tage in der vergangenen Woche, in denen ich teils im Herzen, teils über den Dächern der Hauptstadt mit Geschäftsführern und Führungskräften aus der Wirtschaft arbeiten durfte - dieses Mal vor allem durch Verdichtung der Inhalte (gemeint ist eine Art „Poetic Recording“, das die Essenz der Tagung zwischendurch in gereimter Form an die Teilnehmer zurückspielt). Klaviermusik und Gesang gab‘s auch.
Das war - mal wieder - Neuland, das ich dieses Mal mit besonderer Neugier und auch (An-) Spannung betreten habe.

 

Los gemacht und fließen gelassen.

 

Aus Gründen der Diskretion behalte ich die Reime dieses Mal für mich. Dafür gibt's ein paar andere Reime, die mir neulich als Spiegel meines künstlerischen An- und Umtriebs in den Sinn kamen:


Verdichtetes Ansinnen

Stets neues Vortasten
an den Tasten,
aber keine Bedrängerin
als Sängerin.

Schreibend: Gedichte, Bücher, Lieder.
Immerhin und immer wieder.
Reime
als Keime.

Feiernd auch Widersprüche
in der Liederküche.
Rahmen mit und ohne Namen
für wahrhaftige Momentaufnahmen.

Potenziale findend,
au ja, verbindend!
Weil wir alle Aufgaben
haben.

Immer lieber Neuland
als Gewohnheits-Strand.
Auch zugewandt:
Duisburgs Schönheit. Teils noch unbekannt.

Oft joggend, laufend.
Alltagsentdeckungen förmlich saufend.
Auf der Suche hier:
nach Inspirierten wie dir.


 

Gemeinsam aufschwingen.
im Flug und Lauf singen,
als Flammen,
die demselben Ort entstammen.

 

Das ganze (Berufs-) Leben als Komposition und Improvisation


Wer neue Räume ausmisst,
sagt auch: ‚Es ist, wie es ist.‘

Der kann im Chaos sein.
Ist Mutig. Nicht allein.

 

Drei Tage zu den Themen „Komposition und Improvisation“ auf dem Campus 1 der Alanus Hochschule in Alfter liegen hinter mir. Die Studierenden aus dem Fachbereich Wirtschaft haben sich - alle auf ihre ganz eigene Weise - auf die Möglichkeiten dieses Wochenendes eingelassen. Nicht irgendwie. Sondern ehrlich bis beherzt. Und so haben wir ein ganzes Wochenende lang gemeinsam „geschaffen, ohne dabei zu erschlaffen.“ Tafelreime aus den Gedanken der Teilnehmenden sind dabei herumgekommen. Musik, Songtexte. Geräusche, Klangexperimente. Freude, Spaß. Erfahrungen, Erkenntnisse. Gemeinschaft, Einklang. Und ein Nachklang, der noch anhält.


Das ganze Leben ist eine Komposition, eine Improvisation - eine wellenartige Bewegung aus Chaos und Struktur.

Begegnen wir ihr schöpferisch?

Reiten wir eben diese Wellen und machen sie zu den unsrigen?

 

Zum Wochenende: Von leisen Kreisen


 

Das Leben nach dem Beben


Wir hatten
Schatten,
aber noch mehr Licht
verinnerlicht.

Unser Design
Entwurf im Dasein.
Gefragte.
Beauftragte.

Durch Schatten-Licht-Reisen.
zu satten Sichtweisen
Stimmig. Immer leiser,
einen Schimmer weiser.

 

 



Sonnenuntergänge wie Gesänge


Dieser Blog-Artikel könnte ebenso gut heißen: Verliebt in Duisburg.

 

Die Duisburger Sonnenuntergänge dieses Herbstes haben es wirklich in sich und mir angetan. Gleich mehrmals verschlug es mir in den letzten Tagen an Rheinpark und Innenhafen die Sprache. Eine schöne Gelegenheit, den Liebesbrief herauszukramen, mit dem ich vor zwei Jahren für eine Ausstellung hier in Duisburg einen Rahmen bespielt habe:


Newsletter. Newsblätter.


Für meinen Oktober-Newsletter habe ich am vergangenen Wochenende eine Foto-Aktion im Duisburger Stadtwald eingelegt...und dabei genau so viel Waldspaß gehabt, wie es diese Fotos wohl vermuten lassen.

 

Den Newsletter inkl. der Möglichkeit, ihn zu abonnieren, gibt's hier.

 

Zwischendurch: zwei Gedichte

Regenbogen

Der so plötzlich da ist, aber oft eben nicht,
der so ganz in seiner Zeit das Graue bricht,
der den Gegensatz vereint, versöhnt mit seiner Pracht
und das vermeintlich Widersprüchliche zu Schönheit macht.
Farbgewaltig, verbindend und flüchtig zugleich.
Ein Ausblick, ein stilles Angebot in ein so anderes Reich.
Als wir hinsahen, geschah es, dass wir auf seinen Wegen zogen:
Verschwindend. Überwindend. Wir als Regenbogen.

Regenbogen-Entdeckung nahe des Duisburger Innenhafens
Regenbogen-Entdeckung nahe des Duisburger Innenhafens


Einheit

(aus gegebenem Anlass bzw. gelassenem Angeben)


Wenn mal niemand ’reinschreit.
Mal Frieden und kein Streit.
Für‘s Verbundensein Zeit.
Ich kümmere mich um dein Leid.
Du kümmerst dich um mein Leid.
Aus Gemeinheit
wird Gesellschaft. Eben Einheit.

Atemberaubender Sonnenuntergang an der Regattabahn
Atemberaubender Sonnenuntergang an der Regattabahn

Eine kraftvolle Frage, auf die man (noch) keine Antwort hat.


Echter Austausch kann bisweilen bedeuten, mit mehr Fragen als Antworten auseinanderzugehen.

 

Umso wichtiger, dass wir im Gespräch bleiben - beispielsweise über den Wert von Kultur, deren Finanzierung/Wertschöpfung...und deren FREIHEIT. Dass der türkische Staatsbesuch am vergangenen Freitagnachmittag an mir vorbeifuhr, als ich gerade auf dem Weg zu einem Fachgespräch auf dem Gelände des Bundestags war, mutete dabei an wie eine Momentaufnahme, die das auf denkwürdige Art und Weise zu unterstreichen schien.  "Kunst für alle, alle für die Kunst - Crowdfunding in der Kulturfinanzierung" lautete die Veranstaltung initiiert durch die Grünen, deren Einladung ich in diesem Fall gerne gefolgt bin. Ich bin nicht parteipolitisch, aber der Nachmittag hat mir gefallen. Interessante Redner, interessierte Zuhörer (allen voran die beiden MdBs). Die Gedanken, die ich mir in Vorbereitung auf das Fachgespräch notiert hatte, gibt's kurzerhand hier rechts nachzulesen.

 

Ich bin gespannt, wohin uns die Reise führt.


Meine Berlin-Reise konnte ich indes mit einem Besuch beim Retune-Festival verbinden. Der sehr kluge Vortragende Samim. A. Winiger, dessen Prognose immer noch in mir nachwirkt, dass in 10 Jahren 90 Prozent der Inhalte, die wir konsumieren - seien sie musikalisch, visuell oder textlich - von künstlicher Intelligenz erstellt werden wird, eröffnete seine Keynote mit einer Folie, auf der es hieß: "Have a powerful question to which you don't know the answer."

 

In zunehmend digitalen Zeiten von Streaming, Schnelllebigkeit und Unverbindlichkeit gehört es beispielsweise zu meinen Fragen, ob und wie lange es sich noch "lohnt", (menschliche) Künstlerin zu sein.



mehr lesen