Akzeptanz- und Abwesenheitsnotiz


 

Ein letzter Auftritt noch gestern Abend im besonderen Rahmen der Preisverleihung "Akzeptanzpreis - Brücke der Solidarität" hier in Duisburg.

 

Aus meiner Akzeptanznotiz (s. Gedicht) wird nunmehr eine Abwesenheitsnotiz (s. u.), die Menschen erhalten, wenn sie mir in den nächsten Tagen eine Email schreiben.

 

Eine Buch-Empfehlung für die freien Tag noch von mir, weil mir Gerald Hüther - einmal mehr - zu interessanten und inspirierten Gedankengängen und -flügen verholfen hat. Kleines Wort, große Relevanz: Würde. Sie gilt als unantastbar und ist zugleich so schwer zu fassen. Hüther macht sie für mich mit diesem Buch (be-) greifbarer. Wie wichtig sie in dieser, unserer Zeit ist.

 

Gedichte - immer wieder neue - gibt es wie gehabt hier:

mehr lesen

"Die Kunst der Veränderung"


mehr lesen

"Kognitiver Genuss und emotionales Vergnügen"


Rückmeldungen, die sich über das Facebook-Profil des Veranstalters einfanden
Rückmeldungen, die sich über das Facebook-Profil des Veranstalters einfanden

Vor genau einer Woche haben » Wir Zugvögel « zum ersten Mal unter freiem Himmel die Flügel gespannt. Seitdem gab es zu unserem Konzertabend an der Alten Mühle in der Dong in Neukirchen-Vluyn Rückmeldungen wie diese hier und einen Presseartikel in der Rheinischen Post.

 

Was sich immer wieder schwer in Wort fassen lässt, ist die persönliche Resonanz, die mir an einem solchen Abend  und in den Tagen danach zuteil wird. Damit meine ich die offenen und präsenten Zuhörer*innen ebenso, wie all jene Menschen, die sich nach einem Konzert die Zeit nehmen, das Gespräch mit mir zu suchen oder mir zu schreiben; um mir zu danken; um mir davon zu erzählen, was einzelne Songs mit ihnen gemacht haben. Hier geht es um das Loslassen der Kinder, dort um das Einschlagen des eigenen Lebensweges; hier um die Courage, sich gesellschaftlich einzubringen, dort um die Kostbarkeit und Verletzlichkeit der Lebenszeit.

mehr lesen

Keine Müh(l)en scheuen


Ein paar Perlen der letzten Wochen:

 

Ein Europaaktionstag mit Duisburger Schüler*innen.

Ein Workshop mit Führungskräften zum Thema "Kreativität als Haltung".

Ein poetisch-musikalischer Auftritt beim "Salon D" zum Thema "Werte".

 

Dieser Auszug hier entstammt dem Abend in Hürth und ist die poetische Aufarbeitung jener Ideen, die die Teilnehmer*innen zuvor zum Thema "Werte" formuliert hatten. Für mich liest er sich gar wie eine Einladung in Sachen Europawahl.

 

mehr lesen

Herzliche Einladung zu einer Premiere und zum Aufwach(s)en

Vom Nest zum Fest - Ihr seid sowas von herzlich eingeladen:

 

» Wir Zugvögel « als Open Air Live Premiere

 

Samstag, 25. Mai 2019

18 Uhr (Einlass ab 17 Uhr)

Alte Mühle in der Dong, Neukirchen-Vluyn

Eintritt: 20 Euro

 

Der komplette Eintritt fließt in die Finanzierung der Album-Produktion und beinhaltet den Erhalt eines Exemplars nach Fertigstellung.

 

Eure "Flugtickets" bekommt Ihr hier (per Email vorbestellen).

 

zur » Wir Zugvögel « Website

 


Apropos Fest: Das Thema "Auferstehung" kündigt sich ja an. Ob mir wohl deswegen Wort- und Fotospielereien zwischen "Aufwachen" und "Aufwachsen" in den Sinn gekommen sind?

Beides passt jedenfalls zu den Aktivitäten der letzten Wochen:


» Wir Zugvögel « als Wohnzimmerkonzert in Duisburg, als Vorstellung in der Blauen Bude in Dinslaken-Lohberg und als öffentlicher Auftritt in Garnier's Keller in Friedrichsdorf (Taunus) haben angefangen zu zeigen, was sie als lebendiges Gesamtkunstwerk können: Das Echo der 10 Songs reicht von Tränen über Gänsehaut bis hin zu stehenden Ovationen. Flügelschläge wie diese sind nicht nur sehr beglückend, sondern bringen auch das Crowdfunding weiter, yeah.


Wochenlang trieb die Reform des Urheberrechts die Menschen um. Immer wieder bin ich darum gebeten worden, deswegen gerne auch an dieser Stelle meine Haltung dazu:
Wenn sich Musiker*innen aufgrund fehlgeleiteter Vergütungsmodelle ihre Arbeit nicht mehr leisten können, droht uns als Gesellschaft kulturelle Verarmung. Bereichernde Vielfalt im Netz darf nicht auf Kosten der Kreativen gehen. Wir brauchen Fairplay auf der Spielwiese des Internets. Weitere Gedanken dazu finden sich in diesem Er- bzw. Aufklärungsversuch, in den ich eine Menge Zeit und Liebe gesteckt habe. Vielleicht wacht der*die ein oder Andere beim Lesen auf?

 

Menschen abonnieren nicht nur diesen, sondern auch meinen Gedichte-Blog und überweisen mir einen monatlichen Betrag dafür. Das freut mich riesig und ermutigt mich, dranzubleiben.

 

Die Termine der nächsten Monate führen mich mal als Moderatorin, mal als Dichterin, mal als Musikerin auf die Bühne. Workshops gestalten und anleiten darf ich auch. Viele Spielarten, eine Idee: Kreativität als Haltung. Oder auch: Künstlerisches Aufwach(s)en.

mehr lesen

Geflogen wird nach vorn! Remember?

Vordergründig ist es ein wenig still gewesen in Sachen » Zugvögel « in der letzten Zeit. Das hat verschiedene Gründe. In jedem Fall geht es weiter, immer weiter. Während ich gerade an einer Website eigens für das Projekt bastle, befinde ich mich in Vorbereitung auf das erste Wohnzimmerkonzert bei wunderbaren Albumpaten hier in Duisburg. Es wird jetzt am Wochenende das erste Mal so sein, dass ich alle zehn Kompositionen vor Publikum präsentiere.

In der kommenden Woche folgt dann die Präsentation eines der Lieder ("Einer von Wir") in der Blauen Bude in Dinslaken-Lohberg (zur Presseankündigung).

 

Geflogen wird nach vorn! Remember?

 

Von Mehrwert und einem Meer, das währt


 

 

 

 

Noch befinden wir uns wohl in der Warteschleife, ehe aus dem Kühling ein für allemal Frühling wird. Während die Verfasserin dieses Blog-Artikels der zum wiederholten Male in diesem Jahr auftretenden Schnupfnase mit Gelassenheit zu begegnen bemüht ist, erfreut sie sich an Meldungen wie jener, dass die Warteschleife der R+V BKK bis heute deren Telefonanlage, wie Anrufer, beschwingt. Ein Mehrwert für die Anrufenden. Ein Mehrwert für die Krankenkasse. Ein Mehrwert auch für mich als Komponistin, die dafür eine Vergütung erhält.

mehr lesen

Dichter dran

Auf Anregung meiner Leser*innen habe ich ein Gedichte-Abo eingerichtet, das Euch informiert, sobald es ein neues Gedicht zu lesen gibt (das ist ungefähr einmal pro Woche der Fall).

Bis daraus irgendwann ein Buch wird, scheint mir dies ein stimmiger Weg, um Euch Zugang zu gewähren zu diesem Teil meines Schaffens.

 

Das Blog-Abo, das über alle weiteren meiner Aktivitäten informiert, hat unverändert Fortbestand.

 

Quartalsmäßige Informationen gibt es wie gehabt per Newsletter.

 

Man muss sich tatsächlich etwas einfallen lassen, um unabhängig von Facebook, What's App und Twitter zu informieren und vernetzt zu bleiben. Geht ⚐.

 

Für Vielfalt und Respekt in den Fußstapfen von Michael, Stevie, Paul, Bob, Louis und wie sie nicht alle heißen, die mit Musik was reißen


mehr lesen

Jahreswände



mehr lesen

Ein Licht-Gedicht unter'm Weihnachtshimmel

Erst in den frühen Morgenstunden bin ich am Tag vor Heiligabend zurückgekehrt von den letzten beiden Auftritten für dieses Jahres. Nun ist es geschafft. Und ich bin es offen gesagt auch ein wenig :-).

Bei meiner nächtlichen Zugfahrt vom Hochrhein zurück nach Duisburg mit der Frage befasst, welche Botschaft ich in diesem Jahr zu Weihnachten verschicken möchte, hat sich das folgende Gedicht ergeben (s. u.).
 
Einen musikalischen Video-Gruß gibt es auch noch, entstanden im Rahmen eines Projektes an der Förderschule.

 

Diesem Song aus der Förderschule entlehnt, wünsche ich euch - woher ihr auch kommt, wohin ihr auch geht - von ganzem Herzen segens- und sternenreiche Stunden unter dem "Weihnachtshimmel".

Auf bald im neuen Jahr.


mehr lesen

Ein Tag Prag


Treibholz

 
Dein Wesen
 und Gewesen


schnitzten aus der Bürde


deine Würde


und aus Ziel Start.


Deine Spielart:
 Vom Anfänger


zum Grenzgänger.

 

(Auszug aus dem Gedicht "Treibholz", nachzulesen hier)

mehr lesen

Zeitweise Zeitreise


Du verwandelst bekannte Schauplätze

in neue, ungeahnte Bausätze.

Du liest bis zum Seitenende

und bist danach selbst die Zeitenwende.

 

(Auszug aus dem Gedicht "Seitenende, Zeitenwende", nachzulesen hier)

 

Damit habe ich mein Vortrags-Konzert in der Hans-Carossa-Klinik in Stühlingen (Süddeutschland) begonnen. Es ging - mal wieder - um die Ausdrucksformen unseres kreativen bzw. künstlerischen Potenzials und wie eben dieses Potenzial im Zusammenhang steht mit unserem "Seelenheil" (oder wahlweise auch gerne "innerer Ruhe", "innerer Gesundheit", "innerem Frieden", "Zufriedenheit",...). An einem solchen Abend auf Wesentliches zu sprechen, singen und spielen zu kommen, ist das Eine. Dass ein Publikum sich derart darauf einlässt wie an diesem Abend, das Andere...und der Grund, warum ich mutig bleiben möchte. 

 

Mein Aufenthalt in der alten Heimat beinhaltete außerdem ein Treffen mit meiner damaligen und ersten Klavierlehrerin, einen Besuch in meiner Grundschule (inkl. Dialog-Konzerte für die Schüler) und eine Probe mit einer meiner ersten Bands, in der ich damals als Schülerin ausgeholfen habe. Ich schätze, die „Spätzünder“ sehen es mir nach, wenn ich sie als „ältere Herrenband“ bezeichne, für die ich wohl immer das Küken bleiben werde und denen ich bei ihren Weihnachtskonzerten nach all den Jahren herzlich gerne wieder aushelfe (Ali-Theater Tiengen am 21. und 22. Dezember, jeweils um 17 Uhr).

 

Mein herzlichstes Dankeschön an die Menschen, die die „alte Heimat“ für mich eben immer noch zu einer solchen machen. Ihr wisst, wer ihr seid.

 

Wer jetzt glaubt, diese Reise sei mitsamt meiner Besichtigung der Küssaburg eine Reise in die Vergangenheit gewesen, für den habe ich noch im Angebot: die Mittelalter-Projekt-Woche an einer Grundschule hier in Duisburg, an der ich unmittelbar nach meiner Rückkehr mitwirken durfte: Reime für die Herolde, Unterstützung bei den Trommlern bzw. Sängern und die Komposition eines Liedes, das das Kollegium jeweils zum Abschluss der vier Aufführungen für die Schüler und deren Eltern sang. Schlichtweg eindrucksvoll, wie sich die gesamte Grundschule Kraft der Kreativität und Extrameilen des engagierten Kollegiums, der Schulleitung und natürlich der Schüler in eine Burg verwandelte, die zum Ende der Woche Schauplatz eines Turnieres im Spannungsfeld zwischen Kampf und Tanz wurde.

 

Das waren intensive, aufregende und bewegende Tage mit den Kleinen und Großen, bei deren Rückblick man mir hoffentlich das folgende Wortspiel der Dankbarkeit nachsieht: Zusammenhalt ist das Mittel, Alter!

mehr lesen

Verdichtung von Inhalten bei einer Führungskräfte-Tagung


Ehe ich am Donnerstag schon wieder in den Zug steige in Sachen Vortrag an der Hans-Carossa-Klinik, kurz zurückgeblickt auf drei intensive Tage in der vergangenen Woche, in denen ich teils im Herzen, teils über den Dächern der Hauptstadt mit Geschäftsführern und Führungskräften aus der Wirtschaft arbeiten durfte - dieses Mal vor allem durch Verdichtung der Inhalte (gemeint ist eine Art „Poetic Recording“, das die Essenz der Tagung zwischendurch in gereimter Form an die Teilnehmer zurückspielt). Klaviermusik und Gesang gab‘s auch.
Das war - mal wieder - Neuland, das ich dieses Mal mit besonderer Neugier und auch (An-) Spannung betreten habe.

 

Los gemacht und fließen gelassen.

 

Aus Gründen der Diskretion behalte ich die Reime dieses Mal für mich. Dafür gibt's ein paar andere Reime, die mir neulich als Spiegel meines künstlerischen An- und Umtriebs in den Sinn kamen:

mehr lesen

Das ganze (Berufs-) Leben als Komposition und Improvisation


Wer neue Räume ausmisst,
sagt auch: ‚Es ist, wie es ist.‘

Der kann im Chaos sein.
Ist Mutig. Nicht allein.

 

Drei Tage zu den Themen „Komposition und Improvisation“ auf dem Campus 1 der Alanus Hochschule in Alfter liegen hinter mir. Die Studierenden aus dem Fachbereich Wirtschaft haben sich - alle auf ihre ganz eigene Weise - auf die Möglichkeiten dieses Wochenendes eingelassen. Nicht irgendwie. Sondern ehrlich bis beherzt. Und so haben wir ein ganzes Wochenende lang gemeinsam „geschaffen, ohne dabei zu erschlaffen.“ Tafelreime aus den Gedanken der Teilnehmenden sind dabei herumgekommen. Musik, Songtexte. Geräusche, Klangexperimente. Freude, Spaß. Erfahrungen, Erkenntnisse. Gemeinschaft, Einklang. Und ein Nachklang, der noch anhält.


Das ganze Leben ist eine Komposition, eine Improvisation - eine wellenartige Bewegung aus Chaos und Struktur.

Begegnen wir ihr schöpferisch?

Reiten wir eben diese Wellen und machen sie zu den unsrigen?

 

Zum Wochenende: Von leisen Kreisen


 

Das Leben nach dem Beben


Wir hatten
Schatten,
aber noch mehr Licht
verinnerlicht.

Unser Design
Entwurf im Dasein.
Gefragte.
Beauftragte.

Durch Schatten-Licht-Reisen.
zu satten Sichtweisen
Stimmig. Immer leiser,
einen Schimmer weiser.

 

 



Sonnenuntergänge wie Gesänge


Dieser Blog-Artikel könnte ebenso gut heißen: Verliebt in Duisburg.

 

Die Duisburger Sonnenuntergänge dieses Herbstes haben es wirklich in sich und mir angetan. Gleich mehrmals verschlug es mir in den letzten Tagen an Rheinpark und Innenhafen die Sprache. Eine schöne Gelegenheit, den Liebesbrief herauszukramen, mit dem ich vor zwei Jahren für eine Ausstellung hier in Duisburg einen Rahmen bespielt habe:

mehr lesen

Newsletter. Newsblätter.


Für meinen Oktober-Newsletter habe ich am vergangenen Wochenende eine Foto-Aktion im Duisburger Stadtwald eingelegt...und dabei genau so viel Waldspaß gehabt, wie es diese Fotos wohl vermuten lassen.

 

Den Newsletter inkl. der Möglichkeit, ihn zu abonnieren, gibt's hier.

 

Zwischendurch: zwei Gedichte

Regenbogen

Der so plötzlich da ist, aber oft eben nicht,
der so ganz in seiner Zeit das Graue bricht,
der den Gegensatz vereint, versöhnt mit seiner Pracht
und das vermeintlich Widersprüchliche zu Schönheit macht.
Farbgewaltig, verbindend und flüchtig zugleich.
Ein Ausblick, ein stilles Angebot in ein so anderes Reich.
Als wir hinsahen, geschah es, dass wir auf seinen Wegen zogen:
Verschwindend. Überwindend. Wir als Regenbogen.

Regenbogen-Entdeckung nahe des Duisburger Innenhafens
Regenbogen-Entdeckung nahe des Duisburger Innenhafens


Einheit

(aus gegebenem Anlass bzw. gelassenem Angeben)


Wenn mal niemand ’reinschreit.
Mal Frieden und kein Streit.
Für‘s Verbundensein Zeit.
Ich kümmere mich um dein Leid.
Du kümmerst dich um mein Leid.
Aus Gemeinheit
wird Gesellschaft. Eben Einheit.

Atemberaubender Sonnenuntergang an der Regattabahn
Atemberaubender Sonnenuntergang an der Regattabahn

mehr lesen

Eine kraftvolle Frage, auf die man (noch) keine Antwort hat.


Echter Austausch kann bisweilen bedeuten, mit mehr Fragen als Antworten auseinanderzugehen.

 

Umso wichtiger, dass wir im Gespräch bleiben - beispielsweise über den Wert von Kultur, deren Finanzierung/Wertschöpfung...und deren FREIHEIT. Dass der türkische Staatsbesuch am vergangenen Freitagnachmittag an mir vorbeifuhr, als ich gerade auf dem Weg zu einem Fachgespräch auf dem Gelände des Bundestags war, mutete dabei an wie eine Momentaufnahme, die das auf denkwürdige Art und Weise zu unterstreichen schien.  "Kunst für alle, alle für die Kunst - Crowdfunding in der Kulturfinanzierung" lautete die Veranstaltung initiiert durch die Grünen, deren Einladung ich in diesem Fall gerne gefolgt bin. Ich bin nicht parteipolitisch, aber der Nachmittag hat mir gefallen. Interessante Redner, interessierte Zuhörer (allen voran die beiden MdBs). Die Gedanken, die ich mir in Vorbereitung auf das Fachgespräch notiert hatte, gibt's kurzerhand hier rechts nachzulesen.

 

Ich bin gespannt, wohin uns die Reise führt.


mehr lesen

Immer schön von innen nach außen.


Zu Beginn der Woche war ich an der Alanus-Hochschule in Alfter, um dort den Semester-Auftakt künstlerisch bzw. musikalisch zu gestalten. Die Arbeit mit den rund 40 frisch angekommenen Studierenden fühlte sich nicht nach Arbeit an, sondern nach einem gemeinsamen Konzert in einer Mischung aus Reflexionen und Experimenten.

 

Jedes Studium ist letztlich ein Studium des Lebens; ein Studium, das uns im besten Fall uns selbst näherbringt.

♩Welches ist unsere Melodie? ♪

 

Ob wir das nun regelmäßig machen könnten, fragte eine Studierende mich am Schluss. Das hat mich sehr gefreut. Bin auf alle Fälle im November zurück mit einem dreitägigen Modul und bereit für noch mehr Tiefgang an der Hochschule.

mehr lesen

Arbeitstitel: "Vermächtnis"

Je älter ich werde, desto lebendiger fühle ich mich. Und je lebendiger ich mich fühle, scheint mir, desto sterblicher fühle ich mich wiederum.

Ich bin weder krank, noch liegt irgendeine Erkenntnis vor, die mir Anlass zu der Annahme gibt, dass ich mich in absehbarer Zeit aus diesem Leben verabschieden werde. Ganz im Gegenteil: Ich habe noch eine ganze Menge vor.

Vielleicht ist es ja eben dieser Umstand, der es mir überhaupt erst möglich gemacht hat, mich in den letzten Wochen aus einer gewissen Losgelöstheit und Leichtigkeit heraus mit der Frage zu befassen, wie es wohl eines Tages um mein Vermächtnis bestellt sein wird. Angefangen mit dem Reim „Vermächtnis, Gedächtnis" beim Joggen, hat sich eine erste kreative Antwort formuliert, die ab heute ihre Bahnen ziehen darf. Es ist gewiss „nur" ein Entwurf. Aber es ist einer, dessen Entstehungsprozess in den vergangenen Tagen schon so manch berührendes Gespräch angestoßen und mich in seltener Art und Weise inspiriert hat.

Wer weiß, wofür es gut ist - dieses Musikstück im Arbeitstitel: „Vermächtnis".


mehr lesen

Zeit, auch unsere Herzen zu vernetzen (aus gegebenem Anlass)

 

Keine Ahnung, ob die Welt ein besserer Ort sein kann und will,
aber lieber tue ich was, als dass ich abwarte und chill.
Nicht alles zu verstehen ist kein Grund mehr zu schweigen,
denn Ahnung braucht man keine, um sein Herz zu zeigen.

Wissen noch nicht wohin,
aber fangen wir bloß nicht mit dem Ausruh'n an,
ehe wir uns nicht im Klaren sind,
was jeder von uns tun kann.

Denn die Welt ist komplex
und wir sind mittendrin.
Sind doch längst unterwegs
auf der Suche nach Sinn.
Was machen wir mit dem Mantel, den wir tragen?
Wie antworten wir auf diese Tage der Fragen?
Denn die Welt ist komplex
und wir sind mittendrin.
Sind schon lang unterwegs
auf der Suche nach Sinn.
Was werden wir unseren Leuten später sagen?
Wie antworten wir auf diese Tage der Fragen?

(Auszüge aus dem Lied "Tage der Fragen";

Zeichnungen: völlig spontan und wohl auch naiv...

...aber von Herzen.)

 



mehr lesen

Von neuen (Innen-) Räumen


Glücklich nach bedeutungsvollen Momenten.
Glücklich nach bedeutungsvollen Momenten.

Gleich zwei Ereignisse durfte ich in dieser Woche mitgestalten, die beide davon handelten, wie kleine und große Menschen neue Räume betreten.

 

Bei den i-Dötzchen waren es die Klassenräume, die sie am Mittwoch zum ersten Mal betraten, während ihre (Groß-) Eltern sich in neue Innenräume des Loslassens begaben. Dass die Schulleiterin einer Grundschule hier in Duisburg mich nun schon zum zweiten Mal einlud, musikalisch/inhaltlich an der Einschulung mitzuwirken, war mir eine wahrhaft große Freude. Die Wahl fiel auf "Geflogen wird nach vorn" der » Zugvögel «, das mit seinen Strophen und Botschaften auch zum roten Faden der Begrüßungsrede der Schulleiterin wurde. Die Aufführung des Liedes folgte zum Schluss der Veranstaltung. Man bat mich, Teile des Liedes mit den Eltern für die i-Dötzchen zu singen: „Ihr seid am Zug mit eurem eigenen Flug.“

Wenn die eigenen Songs ihre Flügel spannen... Nicht nur als Komponistin, sondern auch als ewige Schülerin, die sich allzu gut an ihren ersten Schultag erinnert (wer nicht!), war das ein wunderschönes Erlebnis für mich. Den Song gibt's übrigens in einer Demo-Version anzuhören und vorzubestellen, und zwar hier.

 

Ähnlich erfüllend ging es einen Tag später bei einem Workshop zum Thema "Spaces for New Work" im Rahmen der c/o pop in Köln zu. Peter Schreck, Thomas Klug, Judith Behmer, Doris Hallerbach und ich luden zum Austausch und Träumen über neue Räume ein. Es ging nicht nur um Arbeits-, sondern auch Innenräume. Meine Rolle bestand im Wesentlichen darin, Klavier zu spielen, zu singen, zuzuhören und zu "verdichten" - Letzteres im Bezug auf die Wortbeiträge der Teilnehmer. Dabei herausgekommen ist ein Gedicht mit dem Titel "Neue Träume brauchen neue Räume brauchen neue Träume."

 

Weniger Analyse und ruhig mal Weichheit.
Authentizität und eben mal nicht Gleichheit.
Orden vergeben für das, was wir leisten.
Vielleicht schaffen wir gar so am Allermeisten.

Raum für Kultur des Menschen, um den es geht,
der im besten Fall im Zentrum von allem steht.
Freiheit heißt Räume nutzen, ihnen Bedeutung geben.
Gerne auch mal ohne Zweck und Zeitdruck, aber mit ganz viel Leben.

 

Soweit ein Auszug. Das gesamte Gedicht gibt es hier:

mehr lesen

Zusammen ange-Pa(c)kt.

Fotos oben: City-Management Duisburg e. V.

 

Mehr über die Veranstaltung nachzulesen gibt es hier.

„Mit all seinen Tiefen, seinen Höhen roll ich das Leben ab vor deinem Blick.

Wenn du das große Spiel der Welt gesehen, so kehrst du reicher in dich selbst zurück.“

 

In der vergangenen Woche wurde mir die ehrenvolle Aufgabe zuteil, eine Veranstaltung zu moderieren, die sich der Zukunft der Duisburger Innenstadt widmete. Als ich gleich zu Beginn des Programms den Frontgiebel unseres Stadttheaters und damit Schiller zitierte, ließ ich den letzten Satz unvollendet. Die Idee war es, die Teilnehmer einzuladen, den Rest selbst nachlesen zu gehen. Aber so weit kam es nicht. Aus gleich mehreren Richtungen hörte ich Stimmen aus dem Publikum: „...so kehrst du reicher in dich selbst zurück." Das hatte schon fast was von Mitsingen beim Konzert.

 

Wäre uns zum Ende hin nicht die Zeit davon gelaufen, ich hätte noch ein paar abschließende Reime zum Besten gegeben (s. u.). Aber nichts geht ja bekanntermaßen je wirklich verloren. Und überhaupt - wir haben eine Menge zu gewinnen.

 

Nennt mich Träumerin oder naiv -

ich blicke mit Zuversicht auf die Entwicklung meiner Wahl-Heimatstadt Duisburg.

 

Handel ist Wandel - ein schlichter Reim, auf den schon Andere vor mir kamen.
Aber ein Treffen, das Gemeinsamkeiten unterstreicht - das ist ein einzigartiger Samen.
Verwalten oder Gestalten? Wer träumt, gelangt höher, immer weiter,
ragt hoch und steht fest bei jedem Wind wie unsere geschätzte, goldene Leiter.

Wer nicht nur tagt, sondern was wagt, der hat ein echtes Zukunft-Verständnis.
Ein Pakt wie dieser ist kein Versprechen. Es ist ein Liebesgeständnis.
Eine Stadt findet statt und, ja, pulsiert durch beherztes Beginnen im Innen.
Wer gemeinsam handelt und wandelt, wird auch gemeinsam aufblühen. Gewinnen.

 

Unterschätzt zu werden, ist temporär, wenn man sich auf Gemeinsamkeiten besinnt
und Chancen ergreift, wenn sie sich auftun, und sie als Einheit weiterspinnt.
Auf dem Weg zur Smart City, sind wir längst Heart City - die Herzen der Menschen hier sind groß.
Und wenn wir Ernst machen mit dem Pakt, dann packt das jeden, und wir treten hier richtig was los.