Aus einer Idee werden viele: "Die Idee von einem Leben" ist da!

Ich erinnere mich, wie ich 2017 nach einem Vortrag zum Thema "Kreativität als Haltung" vor einer Gruppe von Musik- und Kunstschulleitungen in Wien darauf angesprochen wurde, ob ich meine Erfahrungswerte und Erkenntnisse nicht in eine Form gießen könne, mit der ich noch mehr Menschen erreiche als in meinen Workshops und Vorträgen.

Von den ersten Liedideen meiner Kindheit über Konzerte mit eigener Band, Alben und Auftragsproduktionen bis hin zu pionierhaften künstlerischen Einsätzen in Wirtschaft und Organisationen, Workshops und Vorträgen,...und nun: diesem kompakten, illustrierten Buch.

Die Veröffentlichung eines Buches gehört nicht erst seit damals in Wien zu meinen Vorhaben. Meine bisherige Arbeit daran ist vergleichsweise wortreich – ein Findungs- und Reifeprozess, dem ich seine Zeit gebe.

Im Vakuum des ersten Lockdowns vor einem Jahr ist als eine Art Zwischenziel dieses Buch hier geboren – ein knackiger Text mit eigenen Illustrationen.

Wenn Ihr so wollt, gehört "Die Idee von einem Leben" zu den künstlerischen Antworten, die ich auf diese fragende Zeit gebe.

Ich finde ja, Bücher sind wie Teebeutel und die Lesenden die Gefäße, in denen sich Geschichten und Ideen ausweiten, in denen sie ihren Geschmack, ihre Farbe und ihre Wirkung entfalten. Ganz in diesem Sinne hoch die Tassen!

 

"Die Idee von einem Leben" ist ab sofort und exklusiv zum Preis von € 10,00 in der Buchhandlung Scheuermann erhältlich.

 


Entstehen

Vielleicht liegt es am bevorstehenden Osterfest und der Idee der Auferstehung, dass ich in dieser Woche über das Wort "Entstehen" nachdenke. Viele Wörter, die mit der Silbe "ent" beginnen, beschreiben ja, dass etwas rückgängig gemacht wird: entrümpeln, entschuldigen, entwickeln und dergleichen.

 

Geht es konsequenterweise beim "Entstehen" darum, dass nicht länger gestanden wird?

 

Sich entstehen. Das könnte eine Mischung sein aus der Neugier auf das Unbekannte in uns und dem Entschluss, nicht die eigene Lebendigkeit einzubüßen – beispielsweise im sich einstellenden Stillstand.

 

Vielleicht entstehe ich mich.

 

Indem ich die Vervielfältigung meines ersten kleinen Buchs "Die Idee von einem Leben" veranlasse. Nach anfänglichen Komplikationen beim Druck wird mich die erste Auflage wohl im Laufe des Aprils erreichen.

Indem ich reflektiere. Ein paar meiner Erfahrungswerte und Erkenntnisse zur Klangcollage sind gerade in dem Buch „Wissenschaftliche Grundlagen der Künstlerischen Therapien/Band 9“ (HPB) von Alexandra Modesta Hopf erschienen. Erhältlich ist das Buch u.a. in der Buchhandlung Scheuermann.

 

Indem ich komponiere. Das tue ich momentan weniger als mir lieb ist – weil so viel los ist. Umso schöner, dass Lieder wie "Wenn die neuen Zeiten anbrechen" ihren Weg finden, beispielsweise in den Brief der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg.

 

Indem ich weitermache, weiter mache, anstatt zu lange nachzudenken über das, was ich nicht ändern kann. Indem ich dahin gehe, wo ich etwas tun, wo ich etwas von mir geben kann. Die Arbeit mit jungen Menschen fällt mir da als erstes ein. In diesem Zusammenhang freue ich mich, dass mich die Köhler-Osbahr-Stiftung mit dem Musikpädagogikpreis und Olaf Reifegerste von der RP mit einem Artikel bedacht haben.

 

Vielleicht können die bevorstehenden Ostertage unabhängig von Religion eine Zeit sein, in der wir

 

uns entstehen?

 

Einfach mal sacken lassen, was das bedeuten könnte vom Entschleundigen über das Entstauben und Entfesseln bis hin zum Entdecken und Entwickeln .

 

Abschließend zwei Videos, die in den letzten Wochen entstanden sind:

 

Die TelefonSeelsorge Duisburg Mülheim Oberhausen hat mich mit einem Video beauftragt, das anstelle von Präsenz-Veranstaltungen über das Ehrenamt bei der TelefonSeelsorge informiert. Dessen Premiere ist am Ostersonntag um 19 Uhr. So viel kann ich schon dazu sagen: Die gewonnenen Einblicke haben mich tief beeindruckt. Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen, das mir die TelefonSeelsorge geschenkt hat.

 

Musik an der Schule in Zeiten von Corona ist so eine Sache. Aber Geräusche und Geräuscheraten sind unbedenklich und ein Spaß für Groß und Klein, versprochen. Ein Gruß muss an dieser Stelle rausgehen an die kleinen und großen Pandas 🐼🎶.


"Rockdown"

Nennen wir es eine Antwort.

 

Eine kreative Antwort auf all den Kummer, den ich – wie so viele von uns – verspüre, wenn ich mir vor Augen halte, was die letzten 12 Monate bedeutet haben. Für die Kulturlandschaft beispielsweise, der ich seit so vielen Jahren angehöre. Oder für die Kinder, deren Belastungen und Einschränkungen ich durch meine Projektstelle an der Grundschule aus nächster Nähe mitbekomme. Schwierige Zeiten, wohin ich auch blicke. Aber wenn ich eines über die Jahre und Jahrzehnte gelernt habe,...wenn mich die Kreativität eines gelehrt hat, dann dies:

 

Es ist, was WIR daraus MACHEN. Als Einzelne. Als Gemeinschaft.

 

Die GGS Mevissen hat zum "Rockdown" gebeten und die Kinder, Eltern und das Kollegium haben sich nicht zweimal bitten lassen. Wenn Ihr was fürs Herz gebrauchen könnt, empfehle ich Euch sehr dieses Video. Ihr werdet es ganz bestimmt nicht bereuen.


Idee, Musik und Videoschnitt stammen von mir, aber was spielt das schon für eine Rolle, wenn Kinder derart zur Höchstform auflaufen!

 

"Die Idee von einem Leben" – ein Lese-Film

Dies ist die Geschichte eines Buches, das erst einmal keines werden wollte.

 

Einem Gedankengang in der Ruhe des Lockdowns im Frühjahr entspringt ein Text.

Einer, in dem viel steckt von dem, was ich über die Jahre erlebt und beobachtet habe.

Es folgen Zeichnungen.

Im Herbst dann, mit dem frischen Blick des Abstands, eine umfassende Überarbeitung.

Die Freude groß, die Ernüchterung schon bald größer: Der erste Probedruck ein Fehldruck –  außen wunderschön, innen das Werk eines anderen Autoren.

Die Wochen vergehen. Die Druckerei bittet um Entschuldigung und Geduld.

Der zweite Probedruck endlich...ein weiterer Fehldruck: Diesmal ist es nicht der Inhalt, sondern die Reihenfolge der Seiten.

Das war's mit der Idee von ein paar ersten Exemplaren zu Weihnachten.

Am Ende dieses Jahres all die Stunden und Mühe ohne ein brauchbares Ergebnis?

Ratlosigkeit führt zu dem Entschluss, ein unaufwendiges Video zu erstellen als eine Art Vorbote.

Nur ist das mit dem "unaufwendig" bei kreativen Reisen so eine Sache.

 Zur Jahreswende wird geschnitten. Komponiert. Produziert. Geschnitten. Komponiert. Produziert.

 

Am Ende steht...ja, was eigentlich? Auf "Lese-Film" fällt die Entscheidung.

 

"Die Idee von einem Leben". Ein Buch, das – vorerst – keines werden wollte. Vielleicht, weil es sich bewegen wollte.

Weil es seine eigene Musik bekommen wollte.

Weil es seine eigene Idee von einem Buch hatte.

 

 

 

"Zwischen den Zeiten"

Was war in 2020 nicht alles anders und fremd...

 

Dass ich im Dezember keinen weihnachtlichen Newsletter verschickt, noch zur Jahreswende einen Jahresrückblick erstellt habe, gab es so noch nicht. 

 

Dafür habe ich zwischen den Jahren, also „Zwischen den Zeiten“, gedichtet und komponiert, ja künstlerisch gespielt wie schon lange nicht mehr. 

 

Und siehe da – zwei Wochen auftankender Ruhe und kreativer Verwertung später fällt mein Blick auf 2020 weniger erschöpft und umso dankbarer, versöhnter aus.

 

Viel Videoschnitt gehörte 2020 dazu – für meine Lieblingsbuchhandlung Scheuermann, für die Grundschule, an der ich mit einer halben Projektstelle wirke, und im Rahmen von Aufträgen, die zwecks künstlerischer Lösungen an mich herangetragen wurden. 

In Zeiten ohne Live-Auftritte den Eigenbedarf nicht zu vergessen, Videos als künstlerische Ausdrucksform zu ergründen. Der Lese-Film „Die Idee von einem Leben“ beispielsweise als Inszenierung eines Gedankengangs — vertrautes Neuland, belebend aufregend.

 

Klavier habe ich gespielt überall dort, wo es ging – viel an der frischen Luft also. Ich kann mir kaum ein dankbareres Publikum vorstellen als die Kinder an der Schule. Sie waren es auch, die mich auf die Idee brachten, „For the baby“ möglichst niederschwellig online zu stellen. Es handelt sich dabei um das Klavieralbum, das ich vor fünf Jahren anlässlich der Geburt meines Patenkindes aufgenommen habe. 

 

Weitere Gedichte sind im Laufe des Jahres entstanden. "Was ich kann" wurde gar zum Weihnachtsgedicht und dann zum Video für den Online-Adventskalender im Kreativquartier Ruhrort (s. u.).  

 

Da erwähne ich gleich noch die beiden Texte, die ich verfasst habe – einen literarischen im Sommer („Im Rückblick“) und einen gesellschaftlichen kurz nach Beginn des harten Lockdowns im Dezember („Die Erwachsenen sind die Kinder“, s. u.).

 

Auch » Wir Zugvögel « sind weiter ihrer wundersamen Wege geflogen und landeten zum Ausklang des Jahres, gewissermaßen überwinternderweise, unter Tannenbäumen – als Weihnachtsgeschenke.

 

Noch so einige Begebenheiten lassen sich in den Blog-Artikeln der letzten Monate nachvollziehen oder zumindest erahnen.

 

In einem Jahr, in dem die „Krise“ und deren Auswirkungen allgegenwärtig waren, waren einfallsreiche Antworten gefragter denn je.

 

2020 war vielleicht kein gutes Jahr im eigentlichen Sinne, aber wir haben es gut gemacht. Wir, das sind die standfesten und offenherzigen Menschen in meinen Wirkungskreisen, mit denen zu arbeiten mir Hoffnung macht und Freude bereitet.

 

Geben wir uns hin dem bestimmt froheren neuen Jahr, voller Zuversicht und Neugier, startklar mit einer Kiepe voller Ideen*.

 

*) Eine davon rückt gerade in greifbare, oder sagen wir ergreifende Nähe: Mit meiner im Frühjahr beginnenden Ausbildung zur Mediatorin eröffne ich mir eine berufliche Perspektive, von der ich schon seit vielen Jahren träume.

 



Download
Im Rückblick.pdf
Adobe Acrobat Dokument 52.9 KB
Download
Die Erwachsenen sind die Kinder .pdf
Adobe Acrobat Dokument 37.6 KB


Veranstaltungshinweis und "Hauptsache, Kunst erreicht die Herzen"

Am kommenden Montag moderiere ich die folgende Hybridveranstaltung:

 

"Familienfreundlichkeit und die passende Unternehmenskultur machen erfolgreich und stark – erst recht in Krisenzeiten!"

Montag, 26.10.2020, 18 Uhr bis 20 Uhr

Anton-Roeffs-Saal (3. OG) und als Livestream
Glockengasse 5, 47608 Geldern

Die Teilnahme ist kostenlos und erfordert eine Anmeldung.

 

zur Anmeldung und weiteren Informationen

 

Download
Flyer_Familienfreundlichkeit.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.3 MB

 

 

Ein Interview, das ich unlängst dem Magazin "Trailer Ruhr" gegeben habe, findet sich hier:

 

"Hauptsache, Kunst erreicht die Herzen"

Mit herzlichen Grüßen von Onkel Johannsen

Das Telefon klingelt und am anrufenden Ende wird ein Herr vorstellig. Seine Anfrage sei auf ein Ereignis vor acht Jahren zurückzuführen. Da stellte eine Radiosendung die Anke Johannsen Band und ihr damaliges Album „Es war einmal...“ vor. Gespielt wurde der Song „Wiedersehen“. Gehört wurde er an jenem Abend von einer Person, die sich den Namen „Onkel Johannsen Band“ merkte und einem Kollegen davon berichtete. Acht Jahre und eine Internet-Recherche später kontaktiert mich dieser Kollege mit einem musikalischen Anliegen.

Das mit der Musik und der Kreativität mache ich ja schon seit einigen Jahren. Kreise und Bögen wie diese verblüffen mich bis heute. Sie gehören zu den größten Freuden meines Berufes.

 

Mir kommt dazu eine Aussage in den Sinn. Aufgeschnappt vor einigen Jahren, kann ich deren Urheber*in ich leider nicht mehr ausfindig machen. Eingeprägt habe ich mir deren Wortlaut so:


Miss dein Tagwerk nicht an dem, was du geerntet hast, sondern an dem, was du gesät hast.


Khalil Gibrans Zitat, das mir eine Freundin ans Herz gelegt hat, geht in eine ähnliche Richtung. Ich habe mittlerweile so eine Idee davon, was das für mein Schaffen bedeuten könnte. Was bedeutet es für Euch? Mich interessiert das. Schreibt mir.

 

Unterwegs zwischen Saat und Ernte, noch ein paar rückblickende Momente:


» Wir Zugvögel «-Konzert im Ophardt-Auditorium in Duisburg-Ruhrort

Für mich ein außergewöhnlicher Abend. Coronabedingte Einschränkungen einerseits, uneingeschränkte Wertschätzung andererseits – so würde ich zusammenfassen, was uns das Publikum von "bezaubernd" über "ein berührendes Geschenk" und "eine dichte Atmosphäre" bis hin zu "weisen Perspektivwechseln" zurückgab.

 

"Wir" heißt in diesem Fall: Anja Schröder am Cello und Jens Otto auf dem Cajòn, die beide auch an der Produktion des Albums mitgewirkt haben. Die Einheit und Unbeschwertheit, mit der wir erst geprobt und dann gespielt haben, erkläre ich mir so, dass sie beide ganz wundervolle Menschen sind, deren Musikalität ihresgleichen sucht.

 

Weitere Gedanken zum Konzert habe ich im Blog-Beitrag "Gedankenpause" verfasst.


"So geht Vereinbarkeit!" – Expertendialog am 24. August auf dem Stautenhof in Willich

Unter dem Motto „So geht Vereinbarkeit!“ hat das Kompetenzzentrum Frau & Beruf in Zusammenarbeit mit der XING Ambassador-Gruppe Krefeld zu dem Abend eingeladen. Zur Inspiration der Anwesenden steht die Duisburger Künstlerin Anke Johannsen auf der Bühne – oder genauer sitzt sie zunächst hinter ihrem Piano und beginnt ihren Vortrag mit einem Lied. „Wir können nichts festhalten, aber Haltung bewahren“, ist eine Zeile, die in Erinnerung bleibt. Dann lässt sie den Jazzpianisten Herbie Hancock zu Wort kommen, der erzählt, wie ein Fehler Grundlage für etwas faszinierend Neues wurde. Am Ende ist klar, dass Niemand für alle sagen kann, wie genau Vereinbarkeit funktioniert. Dass es aber wichtig ist, auf sich selbst zu achten und anderen genau dasselbe zuzugestehen. Ob im Beruf oder in der Familie, es geht um den Ausgleich von Interessen. Als Unternehmer/in ist es wichtig, als Vorbild voranzugehen, sein Team mitzureißen und dabei zugleich den Einzelnen genug Spielraum zu lassen, um einen eigenen Weg zu gehen.

 

zum Vollständigen Veranstaltungsbericht der Competentia

 

Download
Nachlese mit Inhalten, Fotos und Pressebericht
2020_08_24_Handout_Vereinbarkeit.pdf
Adobe Acrobat Dokument 6.5 MB

Eine runder Geburtstag, Einschulungsfeiern ("Geflogen wird nach vorn") und Heran-Tasten am Klavier mit Kindern an der Grundschule.

 

Kreativität, Lebendigkeit, Menschlichkeit.

 

 

Und zwischendurch Auszeiten und -ruhen.

 

 

Zugleich gilt:

Das Leben ist kein Halt. Mal bewegen wir, mal bewegen wir uns, mal sind wir bewegt, .

Das Leben ist halt...immer in Bewegung.

 

Gedankenpause

Eine Zeitung hier in Duisburg hat gestern einen Artikel über mein » Wir Zugvögel « Konzert am vergangenen Samstag abgedruckt und mir dabei „platte Texte“ attestiert. Das hat mich nicht nur verblüfft, sondern war auch der Ausgangspunkt für eine ganze Reihe von Gedanken.

Einer der humorvolleren ist: „Was, wenn nicht platte Texte, waren bei der Vorstellung einer Platte denn zu erwarten?“

Aber es gibt eben auch die ernsten. Und weil diese Gedanken hoffentlich sehr viel größer sind als der Verdacht, ich könne nicht mit Kritik umgehen, möchte ich sie mit Euch teilen.

Es geht in diesen Zeilen nicht um die Grenze zwischen Journalismus und Zynismus, auch wenn ich darauf gerne eingehen würde.

Es geht um unseren Umgang mit Sensibilität.

Meine Vorträge, Moderationen und Aufträge in der Wirtschaft führen mich mit einer Vielzahl von Menschen zusammen. Regelmäßig vertrauen sie sich mir zwischen beruflicher Überforderung und persönlicher Sinnsuche an.

Jedes Mal wieder staune ich, wenn hinter einem routiniert-uninspirierten Auftreten ein verletzlicher Mensch voller Ideen zutage tritt.

Dabei wiegt für mich beides gleich schwer: meine Freude auf der einen Seite, dass sich Menschen in meinem Beisein derart öffnen und ihrem inneren Ausdruck verleihen; meine Betroffenheit auf der anderen Seite, dass sie sich das offenbar nur sehr selten trauen.

Und dann ist da noch die Grundschule, an der ich seit eineinhalb Jahren in Form musikalisch-kreativer Aktivitäten wirke.

Vormittags mit den Erstklässlern am Klavier, nachmittags mit den Agentur-Chefs beim sinnhaften Hinterfragen ihres Geschäftsmodells.

Es ist, als schlüge das Leben Woche für Woche, direkt vor meinen Augen, einen Bogen zwischen der anfänglichen Unbeschwertheit der Kinder und der fortgeschrittenen Versehrtheit der gerade erwähnten Erwachsenen. Ich sehe, wie die Kinder die Strategien der Erwachsenen übernehmen, wie auch sie beginnen, die eigenen Empfindungen zu verklausulieren.

Und Woche für Woche frage ich mich: Wie können wir dennoch Raum geben für Sensibilität und Verletzlichkeit? Wie können wir hier und dort einen Raum schaffen, in dem sich Menschen trauen, die zu sein, die sie sind oder sein mögen?

Heute frage ich das Euch. Euch, von denen ich ahne, dass Euch diese oder ähnliche Themen umtreiben; die Ihr hier in Duisburg lebt und/oder mir von Zeit zu Zeit mit Euren Anliegen über den Weg lauft; die Ihr mir poetische Botschaften tiefer Wertschätzung sendet; die Ihr zu Tränen gerührt nach Konzerten vor mir steht; die Ihr mir in beruflichen Gefilden begegnet (seid) mit all Eurem Menschsein.

Gedankenpause.

Kurioserweise hat der Autor des erwähnten Artikels die folgenden Zeilen für „platt“ befunden:
„Teilen ja, urteilen nein.
Bewertung muss nicht sein.“

Es entbehrt einer gewissen Ironie nicht, dass er sie für abgedroschen hält, während der bewertende Ton seines Artikels deren Aussage unterstreicht.

Vielleicht ist das, was wir oberflächlich als platt erachten, ja auch Ausdruck von Klarheit, sobald wir uns darauf einlassen?

Ich stehe selbstredend voll und ganz hinter diesen Reimen: Ich finde, wir sollten lernen, uns mitzuteilen, ohne einander dafür zu verurteilen. Bewertungen bringen uns nicht weiter. Erfahrungen indes schon:
„Was ist schon groß und klein?
Für jede Ehrenrunde
gibt‘s ne Sonderurkunde“,
geht der zitierte Song „Mit 103“ übrigens weiter.

An dieser Stelle darf, ja muss auch mein Herz als Texterin noch zu Wort kommen mit einer Gegendarstellung:

Es gibt einen Unterschied zwischen einer platten Phrasendrescherei, die ohne (Tief-) Grund und auf Verdacht zusammenschustert, und einer klaren Botschaft, die einer umfänglichen Auseinandersetzung folgend und bisweilen pointiert formuliert wird. Und ja, vielleicht wird dabei auf intellektuelle Nebelbomben sprachlicher Art verzichtet – beispielsweise der Erkenntnis entspringend, dass die wichtigen Dinge im Leben keiner Fremdwörter bedürfen. Diese klare, eindeutige Festlegung auf wenige Worte wäre im Auge jüngster Ereignisse sogar Ausdruck einer mutigen Haltung, die in Kauf nimmt, unterschätzt zu werden.

Gedankenpause.

Wäre es eigentlich „platter Journalismus”, wenn man kein Wort darüber verlöre, wie wundervoll Anja Schröders Cello klang und die Herzen ergriff? Wenn man es unter den Tisch fallen ließe, was Jens Otto aus der kleinen Kiste von Cajòn herausholte und mit kleinem Besteck zu reißen imstande war? Wenn man es unerwähnt ließe, dass anstelle der ursprünglich geplanten 2 x 45 Minuten 80 Minuten am Stück bestritten werden mussten und dies ein Kraftakt war, den das durchgängig maskierte Publikum ebenso wie die Musizierenden ganz im Sinne der Kultur auf sich zu nehmen bereit waren? Wenn man es unterließe, ins Publikum hineinzuhorchen, um zu erfahren, dass es über weite Strecken zu Tränen gerührt war? Wenn man das Konzert gar vorzeitig verließe oder es vor seinem Urteil versäumte, sich allen Liedtexten zu widmen?

Den Nachnamen der Künstlerin mehrfach falsch zu schreiben – das, wahrlich, wäre platt.

 

"So geht Vereinbarkeit!"

"So geht Vereinbarkeit!" – mit dieser entschlossenen Aussage geht eine Veranstaltung von XING in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Frau & Beruf Mittlerer Niederrhein an den Start. Wer mich kennt, weiß allerdings, dass ich bei meinen Vorträgen vor allem entschlossen bin in Sachen offener Austausch. Ich gehe fest davon aus, dass wir zu sehr individuellen Ideen und Handhaben gelangen werden.

 

Und genau darauf freue ich mich.


Statt findet dieser Expertendialog am Montag, den 24. August ab 18:00 Uhr auf dem Stautenhof in Willich.


Die Teilnahme kostet 12 €.

Anmeldung für Xing-Mitglieder

Anmeldung für Nicht-Xing-Mitglieder

"Live. Love. Beirut."

Erinnerungen aus 2014 und 2016

 

Mit tiefer Betroffenheit und großer Liebe denke ich heute an die so lebensfrohen, mutigen und starken Menschen, die ich auf meinen Reisen in den Libanon und bei meinen Konzerten in Beirut erlebt und ins Herz geschlossen habe.

 

Der Rest ist schweigendes Mitgefühl.

 

Von einem Jetzt zum nächsten

 

Mal im Norden mit Blick auf das Meer, mal im Süden mit Blick auf die Alpen. Und immer wieder Duisburg mit seinem Wasser und Licht.

Drei Monate seit dem letzten Blog-Artikel, das gab‘s länger nicht.

Einerseits war es zwischenzeitlich ganz schön trubelig und anstrengend. Außergewöhnliche Zeiten erfordern Einsatzbereitschaft. Damit meine ich nicht nur, aber vor allem mein Wirken an der Schule.

Andererseits waren da auch die stillen Phasen, die ich umso mehr genossen habe. Und genutzt. Heißt: viel geschrieben. Die Veröffentlichung eines Buches reift heran. Und mit dem Thema eines Literaturwettbewerbs habe ich mich auch befasst. Aus der zwanglosen Annäherung sind nach intensivem Eintauchen fünf kompakte Seiten geworden, die ich in diesen Tagen einreiche.

Und kreative Auftragsarbeiten gibt es auch – in diesem Falle eine Audio-Videoproduktion, bei der ich Dienstleisterin und Künstlerin zugleich sein darf. „Diszipliniertes Austoben“ fällt mir dazu als Umschreibung ein.

Wem die Mai-Ausgabe der brand eins in die Hand fällt – es hat sich eine Anke darin versteckt. Wer sie findet und mir meldet (mit Beweisfoto), bekommt ein Album geschenkt.

Von einem Jetzt zum nächsten den Sommer genießen für das, was er sein will...

Abschließend noch diese Hinweise:

 

"So geht Vereinbarkeit!" – mit dieser entschlossenen Aussage geht eine Veranstaltung von XING in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Frau & Beruf Mittlerer Niederrhein an den Start. Wer mich kennt, weiß allerdings, dass ich bei meinen Vorträgen vor allem entschlossen bin in Sachen offener Austausch. Ich gehe fest davon aus, dass wir zu sehr individuellen Ideen und Handhaben gelangen werden. Und genau darauf freue ich mich.


Statt findet dieser Expertendialog am Montag, den 24. August ab 18:00 Uhr auf dem Stautenhof in Willich.
Anmeldung ist erforderlich und hier möglich.

Der Konzert-Termin am 19. September bei Ophardt in Duisburg-Ruhrort findet nach allem, was wir heute wissen, statt.

 

Es ist, was wir daraus machen.

Unterwegs zwischen dem Ernst der Lage und der Heiterkeit des Überlebens, orientiere ich mich in diesen Tagen vor allem an der Zuversicht und dem, was Kreativität kann.

 

Musikalische Darbietungen im Netz scheinen zu den emotionalen Stabilisatoren dieser Zeit zu zählen. Viele Musiker*innen –  mich eingeschlossen – werden nicht nur um ermutigende Beiträge gebeten. Sie stellen diese auch gewohnt bereitwillig zur Verfügung (s. u.).

 

Gedankenpause.

 

Wie war das noch mit der Wertschätzung und der Lücke zur Wertschöpfung. Einer Projektstelle sei Dank, bin ich derzeit gewissermaßen abgesichert. Für viele meiner Kolleg*innen indes sind dies besonders unsichere und sorgenvolle Wochen. Und damit meine ich noch unsicherer und sorgenvoller als sie es ohnehin gewohnt sind.

 

Ein Appell von Gerhart Baum spricht mir aus dem Herzen hinsichtlich der Rolle und Bedeutung unserer Kultur auch und gerade in diesen Zeiten: "Freischaffende Künstler sind systemrelevant"

 

Daran anknüpfend ein Hinweis auf die Petition "Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen durch die Coronakrise". Wenn nicht jetzt derartige Ideen in Betracht ziehen,...

 

Apropos Ideen: Das » Wir Zugvögel « Konzert im Ophardt-Auditorium in Duisburg-Ruhrort, das in der kommenden Woche stattfinden sollte, wurde nun auf den 19. September gelegt. Mehr Zeit für Vorfreude! Und Raum für die Idee, mit einem gestreamten Live-Konzert die Zeit zu überbrücken. Ob Menschen wohl bereit wären, dafür Eintritt zu bezahlen? Es käme auf einen Versuch an, schätze ich. Wagen will ich ihn wohl zu gegebener Zeit.

 

Zu den folgenden Videos hier gibt es noch zu sagen:

 

Da die Vorstellung des "Lohberg-Lieds" ("Einer von Wir"), geplant für den  23. April in der Blauen Bude in Dinslaken-Lohberg, nicht stattfinden kann, gibt es ersatzweise dieses Erklär- und Musikvideo für Interessierte und Presse und interessierte Presse.

 

Die Geschichte zu dem "Quarantäne-Song" geht so: Ein paar Studierende der Alanus Hochschule, an der ich zwischendurch als Lehrbeauftragte tätig bin, arbeiten an einem Kunstprojekt, das sich mit den aktuellen Einschränkungen befasst. Sie haben bei mir angefragt, ob ich etwas 30-Sekündiges beisteuern könne. Mir war an dem Tag nicht nach Moll.

 

"We Can Do This" ist ein Songtitel der gleichnamigen Konzerttour, die meinen Schlagzeuger-Kollegen Jens Otto und mich vor ein paar Jahren in den Libanon führte. Die Lage im Libanon war schon vor der Corona-Krise, und zwar aus politischen Gründen, besorgniserregend. Wenn ich an die wundervollen Menschen denke, die ich dort über die Jahre ins Herz geschlossen habe, beklemmt mich die Verdichtung der aktuellen Ereignisse. Nicht nur, aber auch deswegen war es mir ein Herzensanliegen, der Anfrage nachzukommen, der Anhängerschaft des deutsch-libanesischen Kulturzentrums eine musikalische Botschaft der Ermutigung zukommen zu lassen.

 

Und dann war da noch die Anfrage eines lokalen Fernsehsenders, der die Duisburger Musik-Szene beim Füllen entstandener Programmlücken um Hilfe  bat. Erstellt habe ich einen Live-Take von "Schon allein für den Mond" mit einer Auswahl von Lieblingsfotos, die ich über die Jahre hier in Duisburg gemacht habe.



Und zum Dessert: Mit ehrlich großer Freude habe ich in den letzten Wochen die Buchhandlung Scheuermann bei der Bespielung ihres Youtube-Kanals unterstützt, der mittlerweile Lesetipps bereithält und Einblicke gewährt, die vom Weitermachen in krisenhaften Zeiten zeugen, getreu dem Motto: "Lesen wir weiter".

 

Ideenmut

Ideen sind gefragt – in diesen Wochen häufiger, wendiger, umsichtiger, zuversichtlicher und mutiger als es die meisten von uns je zuvor erlebt haben.

 

Einschränkungen und Ungewissheit sind, was sie sind. "Wir können nicht sicher sein. Uns fällt sicher was Besseres ein." – eine Idee aus dem alten Jahr mit ganz neuer Färbung.

Auf Tuchfühlung mit Antworten auf die aktuelle Dynamik in der Welt, habe ich mich vor ein paar Tagen ans Klavier gesetzt und aus der inneren Not Noten gemacht.

Sich auf das fokussieren, was geht und damit auch auf das, was gut ist.

 

Kreativität einmal mehr als Aufmachen und Aufbruch – als Austreten aus der Ohnmacht hin zu Liebe, Schönheit und Leichtigkeit. Die Natur macht es uns ja vor.

 

Akzeptieren wir erst einmal, dass die Tür der Möglichkeiten, die wir gewohnt waren, aus den Angeln gehoben wurde, bietet dieser fremde Grund Platz für neue Gründe – frische Ideen.

 

Einen Urlaub zu buchen gehört zu jenen Ideen, die derzeit nicht anstehen.

Mit einem Buch zu Hause zu urlauben und den Geist auf Abenteuer- oder Bildungsreise zu schicken – das ist drin.

 

So viel Ideenreichtum, da, um uns zu eigenem Ideenmut zu verhelfen.

 

"Der einarmige Judo-Champion" von Dominik Imseng etwa erzählt von 50 Beispielen, wie Menschen aus einem Nachteil einen Vorteil machten und "kreative Superkräfte" entwickelten. Das "Kreative Mitgefühl" ist eine dieser Superkräfte. Klingt gleich viel einladender und verbindender als "Social Distancing"!

 

So individuell unser aller Situationen sein mögen, so ideenreich kann diese Zeit sein.

 

Ideen – die eigenen und die Anderer – zu teilen, ist so eine Idee, die ich heute umsetze mit einer Auswahl von Büchern, die mich in den letzten Jahren weitergebracht oder gar begleitet haben:



Noch so eine Idee zum Schluss:

 

So unterstützt du den lokalen Buchhandel, dessen Ladentüren momentan und auf nicht absehbare Zeit geschlossen bleiben müssen:


(1) Nimm Dein (aktuelles) Lieblingsbuch zur Hand.
(2) Mach ein Foto davon.
(3) Empfiehl es in deinen Netzwerken und erwähne/markiere dabei die Buchhandlung deines Vertrauens – beispielsweise mit Hashtags wie diesen: #lesenwirweiter #buylocal

 

Ich für meinen Teil bin großer Fan der Buchhandlung Scheuermann in Duisburg, die auch in diesen Zeiten Bestellungen entgegennimmt und kostenfrei liefert bzw. versendet.

 


Instagram-Nachtrag, 31.3.2020

 

Verlasse heute das erste Mal seit Tagen das Haus, weil es heute nicht anders geht. Mein Mundschutz ist ein Buntschutz 💙❤️😷💚💜. Mir ist allerdings noch nicht ganz klar, ob ich ihn nun trage, a) um meiner Mutter, die mir diese Maske liebevollst genäht hat, die Freude zu machen, b) weil ich Prof. Drosten so verstehe, dass mehr dafür als dagegen spricht, wenn man dabei aufmerksam bleibt oder c) weil ich meinen Teil dazu beitragen möchte, dass wir bald wieder alle raus- und zusammenkommen dürfen. Die entscheidende Frage ist doch die: Schafft es unser Lächeln durch die Maske?
Ähnlich wichtig erscheint mir übrigens ein sorgfältiger Umgang mit manchen Berichterstattungen. Muss man auch nicht alles einatmen.


#smilemaskchallenge #buntfürsleben #zusammen #wennallemitmachen #aufmerksamundohneangst #maskottchen

 

RP und Rundschau Duisburg

Eine Album-Kritik von Olaf-Reifegerste in der Rheinischen Post  gibt es zu vermelden und eine ausführliche Konzert-Ankündigung in der Duisburg Rundschau anlässlich des Konzertes im Kreativquartier Ruhrort (Samstag, 25. April, 20 Uhr – Ophardt Auditorium, Hafenstr. 69, 47119 Duisburg-Ruhrort).

 

An diesem Konzert begleiten werden mich:

Jens Otto (Percussion) und Anja Schröder (Cello), die auch an den Studioaufnahmen mitgewirkt haben.

 

Tickets kosten 15 Euro/erm. 10 Euro und sind hier erhältlich.


Thank you for your sunshine, Lotti.

Madame Lotti Adaimi ist gestern verstorben.

 

Ich übertreibe nicht, wenn ich schreibe, dass mich meine insgesamt fünf Konzertreisen in den Libanon zu der Künstlerin gemacht haben, die ich heute bin.

 

Das hat vor allem mit Lotti zu tun, die der Liebe wegen vor vielen Jahrzehnten entschied, den Libanon zu ihrer Heimat zu machen.

 

Hingebungsvolle Musikerin und Malerin mit deutschen Wurzeln, gelang es Lotti über Jahrzehnte, in einem Land zu bestehen und Veränderungen zu verkörpern, in dem die Rolle der Frau eine wahrlich andere ist als in unseren Gefilden. Mit Klugheit, Kreativität und unendlich viel Kraftaufwand baute sie u. a. eine deutsche Schule und ein Kulturzentrum in Jounieh auf. Unermüdlich schuf sie Brücken zwischen den Kulturen und ließ sich selbst vom 15 lange Jahre andauernden Bürgerkrieg nicht beirren.


Einer Kulturträgerin wie ihr wollte man an den Lippen hängen, wenn sie des Abends bei ihrem geliebten Glas Arrak aus dem Fundus ihrer Erfahrungsschätze berichtete. Müsste ich unsere Begegnungen und Gespräche unter eine Überschrift stellen, es wäre dieser tiefe Eindruck:


Was eine Einzelne kann.

 

In ihrem Auftritt mag Lotti bisweilen unnahbar oder wirsch gewirkt haben – wenn es beispielsweise um das Umsetzen ihrer Ideen ging. Die Lotti, die ich erlebt und schätzen gelernt habe, war indes vor allem: voller Liebe. Voller Liebe für die Kunst, für die Freiheit und für jene, die es ehrlich mit ihr meinten.

 

Meine letzte Konzertreise fand 2017 statt. Ich erlebte eine niedergeschlagene und erschöpfte Lotti, der der Verlust ihres geliebten Ehemannes Faouzi zusetzte. Unser Abschied war ein liebevoller und für mich auch bewusster.


Dieses Gedicht habe ich 2016 im Libanon geschrieben, bei einem Konzert in Jounieh vorgetragen und Lotti gewidmet. Sie hat es sehr gemocht. Noch mehr gemocht hat sie, glaube ich, mein Lied „Thankful for the sunshine, thankful for the rain.“ Sie hat es mich immerzu für sie spielen lassen und es dann vor sich hin geträllert.


Thank you for your sunshine, Lotti. Thank you for YOU.

Ich verneige mich vor Deiner Lebensleistung und trage Dich im Herzen.

Ein nicht mehr ganz neues Jahr, ABER: ein neues Video und ein neuer Konzerttermin

» Wir Zugvögel « grüßen mit frisch geschnittenen Studio-Eindrücken.

 

"Team work makes a dream work.", hat Stevie Wonder mal gesagt.


Dass wir im Oktober mit einem traumhaften Team am Start waren, habe ich zwar seinerzeit schon so empfunden. Allerdings stand ich inmitten der Produktion auch ganz schön unter Strom.
Mit ein wenig Abstand und so ganz in Ruhe das Video-Material zu sichten und schneiden, hat mir Gelegenheit gegeben, noch einmal zu genießen, wie toll das alles gelaufen ist. Und die Resonanz zum Album... Was bin ich dankbar für all das!

 

Derweil läuft sich auch 2020 warm.

 

Das Kreativquartier Ruhrort hat mich eingeladen, am Samstag, den 25. April um 20 Uhr im Ophardt Auditorium (Hafenstr. 69, 47119 Duisburg-Ruhrort) zu gastieren. An meiner Seite werden sein: Jens Otto (Percussion) und Anja Schröder (Cello), die auch an den Studioaufnahmen mitgewirkt haben.

 

Tickets kosten 15 Euro/erm. 10 Euro und können hier bestellt werden.

Neues Album: » Wir Zugvögel « sind da!

Viel zu erzählen gäbe es von Herausforderung bis Unterstützung im nervenkitzeligen Endspurt eines kreativen Großprojekts, das ich vor nunmehr zweieinhalb Jahren an den Start gebracht habe.

 

» Wir Zugvögel « sind am letzten Freitag angeliefert worden und nach einem kleinen Moment großer Freude sogleich weitergeflogen an alle Albumpat*innen.

 

10 Zugfahrten. 10 Gespräche über das Leben. 10 Lieder.

 

Mehr über die Entstehung und das Album zu kaufen gibt es hier.

Die exklusive Verkaufsstelle in Duisburg ist die Buchhandlung Scheuermann.

 

Workshops für bzw. mit Menschen aus der Wirtschaft und zwischendurch Hoch-, Grund und Förderschule – das Pensum der letzten Wochen war dicht. Und zwar vor allem ziemlich dicht dran an dem, was ich als sinn- und gehaltvolle Arbeit beschreiben würde. Dafür bin ich jetzt, da wir uns auf der Zielgeraden dieses Jahres befinden und besinnlichen Tagen nähern, dankbar. Sehr dankbar.

 

Und damit wünsche ich Euch von Herzen genau die Art von Weihnachten, nach denen Euch der Sinn steht.

 

Coverbild: Katrin Roth

Hörproben



Komposition mit den "Pandas"

in der Grundschule

Komposition mit den Schülern

in der Förderschule

Komposition mit den Kindern

im City Wohnpark


Von "Ruhrgebiete", Studioaufnahmen und der bevorstehenden Veranstaltung: "Wie wollen wir in Zukunft arbeiten?"

Seine "Ruhrgebiete" hat Autor Lucas Vogelsang Mitte Oktober bei der lit.RUHR in Essen (Bericht der Brost Stiftung) und an der Alten Mühle in der Dong in Neukirchen-Vluyn (Bericht der RP) vorgestellt und mich dabei mit auf die Bühne genommen. Denkanstoßende Höhepunkte mit Tiefgang und der ein oder anderen Gelegenheit zum Lachen.

 

Es folgten wenige Tage später die Aufnahmen für » Wir Zugvögel «. Finde kaum Worte und empfinde umso mehr Dankbarkeit für diese großartigen, gänzlich im Dienst der Musik wirkenden Menschen, mit denen konzentriertes, humorvolles und professionelles Kreieren möglich war: Jens Otto (Schlagzeug), Thomas Wille (Bass, Tuba), Anja Schröder (Cello) und Thomast Kern (Studio K, Frechen).

 

Ein paar Gesangsaufnahmen stehen noch aus, dann geht's ans Mischen. Der Plan lautet: Pünktlich zu Weihnachten bekommen alle Albumpat*innen ihre vorbestellten Alben zugeschickt. Sieht gerade ziemlich gut aus, dass wir das schaffen - und klingt vor allem gut.

 

In den kommenden Tagen geht es bei mir zum zweiten Mal für ein paar Tage an die Alanus-Hochschule. Dort arbeite ich mit den Studierenden zum Thema "Komposition und Improvisation". Während es sich dabei um eine geschlossene Veranstaltung handelt, heißt diese Veranstaltung hier alle Interessierten willkommen:

 

Werkstatt: "Wie wollen wir in Zukunft arbeiten?"

Donnerstag, 14. November, 14:00 - 17:00 Uhr

Martinstift Musikschule Moers, Großer Saal
Filderstraße 126, 47447 Moers

 

Veranstalter:

Niederrheinische IHK Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg und das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein

 

Der Workshop bewegt sich zwischen digitaler Wendigkeit und menschlicher Notwendigkeit, widmet sich zwischenmenschlicher Kompetenz und inspirierten Innenräumen. Auch die äußeren Räume dieser Veranstaltung versprechen Inspiration, Wohlfühlen und Gelegenheit für Innehalten und Austausch.

 

Die Teilnahme ist kostenfrei. Ein Anmeldung ist erforderlich und wird bitte hier vorgenommen:

 

Schon allein für den Mond. Schon allein für Duisburg.

Foto: Philipp Wente
Foto: Philipp Wente

Eine Aufnahmesession mit den Kindern im City Wohnpark in Duisburg, eine Moderation an einer Veranstaltung über weibliche Vorbilder (mit unfassbar tollen Frauen!) in Moers, eine Westart-Reportage über Lucas Vogelsangs und Philipp Wentes "Ruhrgebiete" im WDR mit meinem Blick auf Duisburg (ab Minute 21) und dazwischen Tuba- und Cello-Ideen für » Wir Zugvögel « (kommende Woche geht es ins Studio!). Nicht zu vergessen die liebevoll servierte Tasse Tee, als ich zwischendurch im kühlen Schulflur mit ein paar Kindern auf dem Klavier improvisiere.

 

Die Westart-Reportage über die Entstehung der "Ruhrgebiete" gibt es hier in der WDR-Mediathek. Einen Live-Nachschlag bietet Lucas in Begleitung meiner Person heute Abend ab 20:30 bei der lit.RUHR und am Sonntag ab 15 Uhr in Neukirchen-Vluyn: Alte Mühle in der Dong bei freiem Eintritt und erwartungsgemäß sonnig-milden Bedingungen.

 

Das Magazin "Ruhrgebiete" gibt es heute Abend, am Sonntagnachmittag und jederzeit in der Buchhandlung Scheuermann zu erwerben. Darin findet sich auch Lucas' Erzählen über mein Ankommen in Duisburg.

 

Das Lied, aus dem hier zitiert wird und das in Beitrag und Porträt Erwähnung findet, heißt "Schon allein für den Mond".

 

Geflogenheiten


Die Eindrücke der "Age of Artists #1" wirken nach. Und während sie das tun, gibt es an dieser Stelle ein paar Auszüge aus meinem "Poetic Recording" - dem poetischen Rückspiegel, den ich am Ende der Konferenz an die Teilnehmer*innen zurückspielen durfte.

 

Welten retten und erfinden
Menschen, die verbinden,
die nicht das ihre schützen,
sondern einander stützen.
Wärme geben.
Erheben.
Im Team
intim.
Wenn nicht wir
hier...?



Ein Themenbüchertisch in der Buchhandlung Scheuermann nach einem intensiven und anregenden Vortragsabend
Ein Themenbüchertisch in der Buchhandlung Scheuermann nach einem intensiven und anregenden Vortragsabend

 

Zunächst mit der Idee von "Kreativität als Haltung" zu Gast in der Buchhandlung Scheuermann, ging es ein paar Tage später in ein Software-Unternehmen im Taunus. Dessen Frauen-Netzwerk hatte mich zum Workshop geladen. Sie habe etwas für ihr Leben mitgenommen, gab eine Teilnehmerin danach von sich Preis. Von einer "wunderschönen" bzw. "wundervollen" Erfahrung war an anderer Stelle die Rede. Wenn es einen Grund gibt, diese Resonanz in meinem Blog zu zitieren, dann diesen der Ermutigung: Es lohnt sich, einzustehen für die Themen, die das Leben lebenswert machen. Kreativität als Ausdruck von Menschlichkeit, von Lebendigkeit - ich nehme diese Erfahrungen gerne als Anlauf für meine nächsten Sprünge:


Nächste Veranstaltungen:


 

Vitamine bei der Bandprobe - für mehr Fotos blieb keine Zeit, so intensiv verläuft die Vorbereitung für die Studioaufnahmen von » Wir Zugvögel «, die ab dem 16. Oktober vonstatten gehen werden.

 

Mittlerweile gibt es hier Hörproben von allen 11 Titeln...und immer noch die Möglichkeit, CDs vorzubestellen.

 

Es gilt: Je mehr Geld zusammenkommt, desto mehr kreativer Spielraum ist möglich.

Geflogen wird ins Studio.


ES GEHT LOS!

Ab dem 16. Oktober finden die Aufnahmen für » Wir Zugvögel « im Studio K in Frechen statt.


Gesetzt für die Bandbesetzung (Details folgen) sind Schlagzeug, Bass und ich am Flügel. Ob es bei dem ein oder anderen Stück weitere Instrumente wie etwa Gitarre geben wird, klärt sich im Laufe der nächsten Wochen und Proben. Außerdem zugesagt hat - und das macht mich besonders glücklich und dankbar - eine wunderbare Cellistin aus Duisburg für "Geflogen wird nach vorn".

Sechs von 11 Demos, die der Vorbereitung für's Studio dienen, sind fertig (siehe und höre oben).

Die Aufgaben der nächsten Wochen und Monate werden erfahrungsgemäß spannend bis sportlich.

Wie geht ein Album-Booklet in klimafreundlich?
Wer gestaltet wie das Layout?
Wie weit reicht schlussendlich unser Budget?

Wir sind auf dem Weg...und ich FREUE mich!

Derweil nehme ich auch anderweitige Termine wahr, nachzulesen hier. Der nächste ist am kommenden Donnerstag in meiner Lieblingsbuchhandlung Scheuermann zum Thema "Kreativität als Haltung".

 

 

 

Außerdem sehr erwähnens-und empfehlenswert: Die Age of Artists #1: Von der Kunst, die Welt zu retten - eine Konferenz zum Umgang mit Ungewissheit. Statt findet sie am 18. und 19. September 2019 in Probstzella (Bauhaushotel »Haus des Volkes«). Ich bin da und mache mit. Und was ich so mitbekomme von den Menschen, die die Konferenz an den Start bringen, dürften diese Tage inspirierend und wegweisend werden. Anmeldungen sind noch möglich und wie gesagt: empfehlenswert.

 

Von Veranstaltung bis Erfahrung: "Kreativität als Haltung"


Gedicht "Die Schlüsse eines Anfangs"
Gedicht "Die Schlüsse eines Anfangs"

Erfahrungen sammeln. Erfahrungen teilen. Repeat.

 

In diesem Falle mal beides in Duisburg. Die wundervolle und nicht aus dem Stadtbild wegzudenkende Buchhandlung Scheuermann gibt (Erfahrungs-) Raum, die Idee zu vertiefen: Kreativität ist keine Methode, sondern eine Haltung. Ich freue mich sehr auf diesen Abend und lade Dich, Dich und Dich - und Sie natürlich auch! - ganz herzlich dazu ein.

 

 

Auszug aus  "Wir sind die Kinder aus dem City Wohnpark"
Auszug aus "Wir sind die Kinder aus dem City Wohnpark"

Neben der Vorproduktion und den Studio-Vorbereitungen für » Wir Zugvögel « werfen weitere Veranstaltungen ihre Schatten Lichter voraus. Termine gibt's hier nachzulesen.

 

Einer von ihnen führte mich in den vergangenen Wochen in den City Wohnpark hier in Duisburg. Dort habe ich mit den Kindern Klavier gespielt und einen Song geschrieben, den wir im Rahmen des Festes zum 50-jährigen Bestehen des Wohnparks am 8. September gemeinsam aufführen werden.

 

Erfahrungen sammeln. Erfahrungen teilen. Repeat. An Mut darf es uns nicht fehlen. Mutig sind wir, wenn wir aufsteh'n.


Akzeptanz- und Abwesenheitsnotiz


 

Ein letzter Auftritt noch gestern Abend im besonderen Rahmen der Preisverleihung "Akzeptanzpreis - Brücke der Solidarität" hier in Duisburg.

 

Aus meiner Akzeptanznotiz (s. Gedicht) wird nunmehr eine Abwesenheitsnotiz (s. u.), die Menschen erhalten, wenn sie mir in den nächsten Tagen eine Email schreiben.

 

Eine Buch-Empfehlung für die freien Tag noch von mir, weil mir Gerald Hüther - einmal mehr - zu interessanten und inspirierten Gedankengängen und -flügen verholfen hat. Kleines Wort, große Relevanz: Würde. Sie gilt als unantastbar und ist zugleich so schwer zu fassen. Hüther macht sie für mich mit diesem Buch (be-) greifbarer. Wie wichtig sie in dieser, unserer Zeit ist.

 

Gedichte - immer wieder neue - gibt es wie gehabt hier:

Neue Live-Termine und Neuigkeiten zur Produktion von » Wir Zugvögel « folgen im August mit aufgefülltem Tank.


Landschaftspark
Landschaftspark

Liebe Schreiberin, lieber Schreiber,

vielen Dank für Deine/Ihre Nachricht.

Meine Reime dieser Tage lauten: 

"Ich erlaub'
mir Urlaub
zum Offlineschalten
und Innehalten."

Antworten auf E-Mails gibt es voraussichtlich ab dem 1. August wieder. In dringenden Fällen (dazu gehören beispielsweise ein Auftritt in der Elphi in Hamburg oder unerwartete Chart-Erfolge) gibt es eine Mailbox, die ich zwischendurch abhöre. Derweil noch ein paar Empfehlungen in Sachen erprobte und liebgewonnene Ausflugsziele hier in Duisburg, besonders erfahrenswert mit dem Fahrrad:

Atemberaubende Sonnenuntergänge mit Schiffen gibt's im Rheinpark.
Ebenso an der Rheinorange, wo sich gar Rhein und Ruhr küssen. Dort kann man übrigens auch Hände und Füße ins Wasser stecken:
Was Ehrenamtliche hier in Duisburg nicht alles auf die Beine stellen! Ein Park mit Tieren zum verlieben.
Ein bisschen Vorstellungskraft, und man wähnt sich an der Sechsseenplatte in Kanada oder Minnesota. Mückenspray zum Abend hin nicht vergessen.
Eine Klasse für sich: der Landschaftspark.
Wer Ausflüge, Reisen und Abenteuer ebenso gerne im Geiste unternimmt, ist hier so gut aufgehoben wie sonst nirgendwo: die Buchhandlung Scheuermann.

Dies ist eine Auswahl...und die Möglichkeiten hier immer noch unendlich.

Einen tollen Sommer und gegebenenfalls eine wundervolle Zeit hier in Duisburg wünscht so
Anke Johannsen


"Die Kunst der Veränderung"


Moderation, poetischer Rückspiegel der Workshop-Ergebnisse vom Nachmittag (s. links) und Songs, die eigens für den Abend komponiert wurden. Als Künstlerin gerne grenzgängig unterwegs, durfte ich Anfang Juni eine Preisverleihung mitgestalten, die TOP SERVICE Deutschland im Sinne der Kundenorientierung ausrichtete.

Meine bisherigen Berührungspunkte zu Unternehmen und Organisationen in den Blick genommen, ergibt sich da ein durchaus stimmiges, anschlussfähiges Bild, finde ich. "Kreativität als Haltung" könnte dessen Titel einmal mehr lauten oder eben auch wie der Abend selbst: "Die Kunst der Veränderung".

Keine Frage - ein Abend wie dieser ist mit Vorbereitung und Konzentration verbunden. Die Resonanz indes zeugte von Lebendigkeit, Leichtigkeit und ja, ich wage es sogar, von Sinnhaftigkeit zu sprechen.

Mir fällt es immer ein bisschen schwer, aus meiner offensichtlich subjektiven Perspektive über Veranstaltungen wie diese zu berichten. Ich darf an dieser Stelle also O-Töne aus dem Publikum zur Hilfe nehmen: "Erfrischend." "Lebendig." "Unterhaltsam." "Eindrucksvoll." "Eingeschlagen wie eine Bombe." "Wir schätzen die unkomplizierte und offene Zusammenarbeit mit Ihnen sehr."

"Kognitiver Genuss und emotionales Vergnügen"


Rückmeldungen, die sich über das Facebook-Profil des Veranstalters einfanden
Rückmeldungen, die sich über das Facebook-Profil des Veranstalters einfanden

Vor genau einer Woche haben » Wir Zugvögel « zum ersten Mal unter freiem Himmel die Flügel gespannt. Seitdem gab es zu unserem Konzertabend an der Alten Mühle in der Dong in Neukirchen-Vluyn Rückmeldungen wie diese hier und einen Presseartikel in der Rheinischen Post.

 

Was sich immer wieder schwer in Wort fassen lässt, ist die persönliche Resonanz, die mir an einem solchen Abend  und in den Tagen danach zuteil wird. Damit meine ich die offenen und präsenten Zuhörer*innen ebenso, wie all jene Menschen, die sich nach einem Konzert die Zeit nehmen, das Gespräch mit mir zu suchen oder mir zu schreiben; um mir zu danken; um mir davon zu erzählen, was einzelne Songs mit ihnen gemacht haben. Hier geht es um das Loslassen der Kinder, dort um das Einschlagen des eigenen Lebensweges; hier um die Courage, sich gesellschaftlich einzubringen, dort um die Kostbarkeit und Verletzlichkeit der Lebenszeit.

Das ist es, was ich meine, wenn ich davon spreche, dass » Wir Zugvögel « gleich einem poetischen und musikalischen Prisma von uns allen erzählen.

 

Das Crowdfunding steigt weiter. Damit gewinnt auch die Idee an Höhe, noch in diesem Herbst ins Studio zu gehen. Demnach würde das Album vor Weihnachten erscheinen.

 

Eine aufregende Vorstellung in der Tat!

 

aus dem Song "Schnittmuster vom Glück"
aus dem Song "Schnittmuster vom Glück"

Derweil gilt mein tief empfundener Dank allen Besucher*innen des Konzertes, allen Albumpat*innen und Helfer*innen und dem großartigen Gastgeber Joachim Bürger, der mir am Ende eines geschickt eingefädelten Abends gar noch eine "Singer-Songwriter Nähmaschine" überreichte.

 

Ehre, wem Ehre gebührt, denn mit seinem "Näh-Erholungsgebiet ZiC´nZaC" in Essen gilt Joachim Bürger nicht nur als überzeugter  Alpumpartner der ersten Stunde, sondern nunmehr als langjähriger Wegbegleiter und Unterstützer meiner kreativen Unternehmungen.

 

Keine Müh(l)en scheuen


Ein paar Perlen der letzten Wochen:

 

Ein Europaaktionstag mit Duisburger Schüler*innen.

Ein Workshop mit Führungskräften zum Thema "Kreativität als Haltung".

Ein poetisch-musikalischer Auftritt beim "Salon D" zum Thema "Werte".

 

Dieser Auszug hier entstammt dem Abend in Hürth und ist die poetische Aufarbeitung jener Ideen, die die Teilnehmer*innen zuvor zum Thema "Werte" formuliert hatten. Für mich liest er sich gar wie eine Einladung in Sachen Europawahl.

 

Wenn » Wir Zugvögel « an diesem Samstagabend als Open Air Live Premiere die Alte Mühle in der Dong in Neukirchen-Vluyn beehren (zum VVK und weiteren Infos), scheue ich damit vom Klavier aus weder Mühen, noch Mühlen. Und auch am Sonntag werde ich alles geben in Sachen Stimme. Die Mühlen der Demokratie mögen langsam mahlen. Aber immerhin mahlen sie im Sinne der Freiheit. Was ich damit sagen will:

 

Ob Ihr nun zum Konzert kommt oder nicht - geht in jedem Fall wählen.

Noch eine Neuigkeit zum Schluss:

 

Manchmal muss man „einfach machen“. Meine erste Poesie-Postkarte gibt es ab sofort in meiner Lieblings-Buchhandlung Scheuermann in der Duisburger Innenstadt. Bei der » Wir Zugvögel « Open Air Live Premiere am Samstag wird es sie auch geben.

 

Die Vorfreude steigt...und die Temperaturen mit ihr - zum Glück.

 

Herzliche Einladung zu einer Premiere und zum Aufwach(s)en

Vom Nest zum Fest - Ihr seid sowas von herzlich eingeladen:

 

» Wir Zugvögel « als Open Air Live Premiere

 

Samstag, 25. Mai 2019

18 Uhr (Einlass ab 17 Uhr)

Alte Mühle in der Dong, Neukirchen-Vluyn

Eintritt: 20 Euro

 

Der komplette Eintritt fließt in die Finanzierung der Album-Produktion und beinhaltet den Erhalt eines Exemplars nach Fertigstellung.

 

Eure "Flugtickets" bekommt Ihr hier (per Email vorbestellen).

 

zur » Wir Zugvögel « Website

 


Apropos Fest: Das Thema "Auferstehung" kündigt sich ja an. Ob mir wohl deswegen Wort- und Fotospielereien zwischen "Aufwachen" und "Aufwachsen" in den Sinn gekommen sind?

Beides passt jedenfalls zu den Aktivitäten der letzten Wochen:


» Wir Zugvögel « als Wohnzimmerkonzert in Duisburg, als Vorstellung in der Blauen Bude in Dinslaken-Lohberg und als öffentlicher Auftritt in Garnier's Keller in Friedrichsdorf (Taunus) haben angefangen zu zeigen, was sie als lebendiges Gesamtkunstwerk können: Das Echo der 10 Songs reicht von Tränen über Gänsehaut bis hin zu stehenden Ovationen. Flügelschläge wie diese sind nicht nur sehr beglückend, sondern bringen auch das Crowdfunding weiter, yeah.


Wochenlang trieb die Reform des Urheberrechts die Menschen um. Immer wieder bin ich darum gebeten worden, deswegen gerne auch an dieser Stelle meine Haltung dazu:
Wenn sich Musiker*innen aufgrund fehlgeleiteter Vergütungsmodelle ihre Arbeit nicht mehr leisten können, droht uns als Gesellschaft kulturelle Verarmung. Bereichernde Vielfalt im Netz darf nicht auf Kosten der Kreativen gehen. Wir brauchen Fairplay auf der Spielwiese des Internets. Weitere Gedanken dazu finden sich in diesem Er- bzw. Aufklärungsversuch, in den ich eine Menge Zeit und Liebe gesteckt habe. Vielleicht wacht der*die ein oder Andere beim Lesen auf?

 

Menschen abonnieren nicht nur diesen, sondern auch meinen Gedichte-Blog und überweisen mir einen monatlichen Betrag dafür. Das freut mich riesig und ermutigt mich, dranzubleiben.

 

Die Termine der nächsten Monate führen mich mal als Moderatorin, mal als Dichterin, mal als Musikerin auf die Bühne. Workshops gestalten und anleiten darf ich auch. Viele Spielarten, eine Idee: Kreativität als Haltung. Oder auch: Künstlerisches Aufwach(s)en.

Noch eine Idee: Die Klangcollage als Gesellschaftsentwurf. Auf Einladung von Prof. Dr. Alexandra Modesta Hopf habe ich einen Artikel über die Klangcollage verfasst, der in den nächsten Monaten als Teil einer umfassenderen Publikation veröffentlicht werden wird. Interessant, gesammelte Erfahrungsschätze zu Papier zu bringen, um daraus Erkenntnisse abzuleiten. So geht auch mein künstlerisches Aufwach(s)en immer weiter...

 

Mit Konzert-Eindrücken aus Friedrichsdorf und Momentaufnahmen aus dem Alltag kommt hier die zweite Einladung: zum Aufwach(s)en. Vielleicht meine ich damit, es der Natur gleichzutun und jedes Jahr auf's Neue aufzublühen. Vielleicht meine ich damit, niemals aufzuhören mit dem Größerwerden. Vielleicht meine ich damit die Wunderschönheit, die im vermeintlich Banalen all jene erwartet, die ihre Augen öffnen.

 

Loslassen ist Groß lassen

Meine Schritte sind langsam, doch komme, was wolle, im Vorwärtsgang.
Hinter mir jene staubige Spur, verweht stets vom Neuanfang.
Die Blätter applaudieren. Schhhh. Ich kann es hören. Ich kann es sehen.
Und die Bäume am Rand meines Weges so: „Bleib‘ dir treu. Bleib in dir stehen.“

Gelebtes Chaos, aber gelebt. Kein Status im Außen hat jemals Bestand.
Allein das „Jetzt“, das „Kann“, das „Ich“ bestehen in meiner Hand.
Wer wach ist oder schlummert, steht indes nicht auf meinem Blatt,
weil der Mensch die Freiheit zum Stillstand, ja sogar zur Unfreiheit hat.

Die Luft ist, was sie ist, ob im Kreis gedreht oder nach oben geschraubt.
Niemand Geringeres als das Leben selbst ist es, das an uns glaubt.
Jedes Loslassen ist ein „Groß lassen“, weil wir das Leben nicht länger zerkleinern,
sondern unser Verständnis von Wachstum, von Leben, von Liebe erweitern. Verfeinern.



Geflogen wird nach vorn! Remember?

Vordergründig ist es ein wenig still gewesen in Sachen » Zugvögel « in der letzten Zeit. Das hat verschiedene Gründe. In jedem Fall geht es weiter, immer weiter. Während ich gerade an einer Website eigens für das Projekt bastle, befinde ich mich in Vorbereitung auf das erste Wohnzimmerkonzert bei wunderbaren Albumpaten hier in Duisburg. Es wird jetzt am Wochenende das erste Mal so sein, dass ich alle zehn Kompositionen vor Publikum präsentiere.

In der kommenden Woche folgt dann die Präsentation eines der Lieder ("Einer von Wir") in der Blauen Bude in Dinslaken-Lohberg (zur Presseankündigung).

 

Geflogen wird nach vorn! Remember?

 

Von Mehrwert und einem Meer, das währt


 

 

 

 

Noch befinden wir uns wohl in der Warteschleife, ehe aus dem Kühling ein für allemal Frühling wird. Während die Verfasserin dieses Blog-Artikels der zum wiederholten Male in diesem Jahr auftretenden Schnupfnase mit Gelassenheit zu begegnen bemüht ist, erfreut sie sich an Meldungen wie jener, dass die Warteschleife der R+V BKK bis heute deren Telefonanlage, wie Anrufer, beschwingt. Ein Mehrwert für die Anrufenden. Ein Mehrwert für die Krankenkasse. Ein Mehrwert auch für mich als Komponistin, die dafür eine Vergütung erhält.

Wäre auch das Internet eine Telefonanlage, so wäre die Sache mit dem Urheberrecht, von dem zur Zeit vielerorts und in den unterschiedlichsten Narrativen die Rede ist, wohl eine vergleichsweise einfache. Die Bedingungen dort sind aber nun einmal zunehmend vernetzt und entsprechend komplex. Da ist es schlichtweg zeitgemäß, eine Handhabe einzuführen, die das Recht der Urheber*innen besser schützt. Mich befremden all jene Standpunkte, die den Anschein erwecken, es wolle jemand die Freiheit des Internets einschränken. Mein Narrativ entstammt meiner langjährigen Lebenswirklichkeit als Musikerin und lautet so:

 

Bereichernde Vielfalt im Netz darf nicht auf Kosten der Kreativen gehen. Wenn sich Musiker*innen aufgrund fehlgeleiteter Vergütungs-Modelle ihre Arbeit nicht mehr leisten können, droht uns als Gesellschaft kulturelle Verarmung. Wir brauchen Fairplay auf der Spielwiese des Internets.

 

Dem Thema (Mehr-) Werte und Wertschätzung habe ich mich übrigens auch in dem Artikel "Können Sie sich den nächsten Sommerhit selbst schreiben?" gewidmet.

 

Und dann war da in den vergangenen Tagen noch der Mehrwert der Erholung. Was auch passiert - das Meer währt. Sich dem Klein-Klein des Alltags entziehen, um das Groß-Groß des Lebens an der Nordsee zu inhalieren. Auf einen der Sonnenuntergänge traf das in besonderem Maße zu. Das wiederum lag nicht nur an dessen atemberaubenden Farb- und Lichtspielen, sondern auch an diesen sechs jungen Menschen. Ich weiß nicht, was sie dazu veranlasst hat, derart andächtig und friedlich für eine ziemlich lange Zeit nebeneinander auf’s Meer zu blicken. Vielleicht haben sie von jemandem Abschied genommen. Vielleicht haben sie ihrer Zukunft entgegengeträumt. Oder sie haben einfach nur den Sonnenuntergang genossen so wie ich. In jedem Fall war dies ein Moment der Verbundenheit - das Leben in HD. Ein echter Mehrwert.



Ein letzter Mehrwert noch für diesen Blog-Artikel in Form dieser Person: Anne Koark. Persönlich kennengelernt habe ich sie im Zusammenhang mit meinem Auftritt bei der brand eins Zukunftskonferenz 2016. Was haben wir Tränen gelacht beim Speakers' Dinner. Gehaltvoll ging es dabei auch zu - weil Anne Koark eine Persönlichkeit ist, die Schweres durchgestanden und Großes geleistet hat. Und sie macht immer weiter und weiter. Wegen dieses (Auf-) Stehvermögens und ihrer unvergleichlichen Leichtigkeit empfehle ich an dieser Stelle herzlichst gerne ihren unlängst erschienenen Vortrag "Successful people learn from others mistakes".

 

Bleibt die Frage an Dich bzw. Sie, liebe*r Leser*in:

Wer mehrt Mehrwert?

Dichter dran

Auf Anregung meiner Leser*innen habe ich ein Gedichte-Abo eingerichtet, das Euch informiert, sobald es ein neues Gedicht zu lesen gibt (das ist ungefähr einmal pro Woche der Fall).

Bis daraus irgendwann ein Buch wird, scheint mir dies ein stimmiger Weg, um Euch Zugang zu gewähren zu diesem Teil meines Schaffens.

 

Das Blog-Abo, das über alle weiteren meiner Aktivitäten informiert, hat unverändert Fortbestand.

 

Quartalsmäßige Informationen gibt es wie gehabt per Newsletter.

 

Man muss sich tatsächlich etwas einfallen lassen, um unabhängig von Facebook, What's App und Twitter zu informieren und vernetzt zu bleiben. Geht ⚐.

 

Für Vielfalt und Respekt in den Fußstapfen von Michael, Stevie, Paul, Bob, Louis und wie sie nicht alle heißen, die mit Musik was reißen


Essen hat seit Samstag offiziell ein „VielRespektZentrum“. Ich durfte die Eröffnungsfeier in der Kreuzeskirche musikalisch umrahmen und habe dabei etwas getan, das ich äußerst selten tue: Ich habe auf Wunsch des Initiators Reinhard Wiesemann gecovert: „We are the world“, „Ebony and Ivory“, „One Love“ und „What a wonderful word“.

 

Dass ich eine Ausnahme wie diese gemacht habe, lag nicht nur daran, dass ich die Idee dieses neuen Zentrums von Herzen unterstütze. Es ist eben auch so, dass Ali Can der Leiter des Zentrums ist. Und der wiederum ist einer unserer 10 » Zugvögel «. Sein Song „Ali und die stille Mehrheit“ war somit nicht nur das einzige Stück, bei dem ich mich am Samstag selbst gecovert habe - es feierte auch seine würdige Premiere in diesem denkbar feierlichen Rahmen.

 

Jahreswände



Ein Licht-Gedicht unter'm Weihnachtshimmel

Erst in den frühen Morgenstunden bin ich am Tag vor Heiligabend zurückgekehrt von den letzten beiden Auftritten für dieses Jahres. Nun ist es geschafft. Und ich bin es offen gesagt auch ein wenig :-).

Bei meiner nächtlichen Zugfahrt vom Hochrhein zurück nach Duisburg mit der Frage befasst, welche Botschaft ich in diesem Jahr zu Weihnachten verschicken möchte, hat sich das folgende Gedicht ergeben (s. u.).
 
Einen musikalischen Video-Gruß gibt es auch noch, entstanden im Rahmen eines Projektes an der Förderschule.

 

Diesem Song aus der Förderschule entlehnt, wünsche ich euch - woher ihr auch kommt, wohin ihr auch geht - von ganzem Herzen segens- und sternenreiche Stunden unter dem "Weihnachtshimmel".

Auf bald im neuen Jahr.



Ein Licht-Gedicht


Es waren einst Lichter mit schattigen Schleiern.
Wie sie sich sehnten, glanzvoll das Leben abzufeiern!
Wie traurig es doch wäre, einfach einzugehen.
So ging man aus, also nach draußen, um weiterzusehen.

Sie strömten aus in Einsamkeit, in Paaren und Scharen.
Fragten ratlos herum, wo denn die Lichter waren.
In jedem Winkel, jeder Ecke immer dieses Munkeln:
Licht sei Mangelware. Und zwar vor allem im Dunkeln.

Hm. Wie jemals fündig werden bei solch schlechter Sicht?
Dass sie selbst die Lichter waren, das sahen sie nicht.
Sie suchten und versuchten, doch das Licht blieb aus.
"Alles vergebens! Hoffnungslos! Gehen wir nach Haus!"

Frustriert, verzagt in Anbetracht der Zeitverschwendung,
geschah ganz plötzlich, aus dem nichts, die große Wendung.
Es bot der Dunkelheit da nicht die hellste Birne,
sondern das mutigste der Lichter seine tapfere Stirne.

Die Liebe war's - sie hatte das Lichtlein angemacht.
Das hatte dann ganz glanzvoll und unbedacht
die Dunkelheit mit seinem Strahlen angelacht,
dadurch Licht in sie gebracht und sie entfacht.

"Ich kann uns sehen und unsere Lichtkraft!
Keine Angst, wenn ihr‘s grad nicht rafft!
Leuchten ist einfach. Das kann jeder!
Scheint noch leichter als eine Feder!“

Die Lichter waren überrascht. Befreit von jedem Zügel,
erkannten sie ihr Strahlen und schwangen ihre Flügel.
Angeknipst gab's kein Zurück. Sie machten einander an.
Ihre Wärme nun verströmend, wie's nur die Liebe kann.

Lichte Momente waren dies, die hell und frei machten.
Und sie feierten von nun an: jeden Tag Weihnachten.

 


Ein Tag Prag


Treibholz

 
Dein Wesen
 und Gewesen


schnitzten aus der Bürde


deine Würde


und aus Ziel Start.


Deine Spielart:
 Vom Anfänger


zum Grenzgänger.

 

(Auszug aus dem Gedicht "Treibholz", nachzulesen hier)

Vergangene Woche durfte ich wieder im Wirtschaftskontext musizieren, verdichten ("Poetic Recording") und zur künstlerischen Intelligenz ermutigen. Dieses Mal galt der künstlerische Transfer den Mitarbeitern eines amerikanischen Konzerns in Prag.

Erleichterung über das gemeinsame Innehalten und Wertschätzung für die Gelegenheit des künstlerischen Experimentierens gehörten dort schon nach der ersten Session zu den Rückmeldungen.

 

Anke wächst

in diesem Kontext.

Und mag

Prag *.

*) und möchte gerne bald mit mehr Zeit dahin zurückkehren.

 

Als Künstlerin kostet es mich tatsächlich immer wieder neuen Mut, in jenen Büro- und Tagungsräumen kreativ bzw. menschlich "aus- und anzupacken", die sonst eher von (digitaler) Technik und Eile geprägt sind. So lange ich in eben diesen Räumen derart Sinn- bzw. Wirkungsvolles tun darf, bin ich dabei.

 

Yep. In diesen Wochen erlebe ich viel. Lerne viel. Darf viel von mir geben. Und bekomme dafür eine ganze Menge zurück. Dankbarkeit.

 

Ein bisschen "treibhölzern" geht es vor Weihnachten noch ein letztes Mal zu, wenn ich am Donnerstag in den Zug Richtung Süddeutschland steige. Ich betrete in der alten Heimat nach all den Jahren noch einmal an der Seite der "Spätzünder" die Bühne (s. Bild).

 

Und dann, ja dann ist Weihnachten!

 

Die Weihnachts-Produktion, die ich vor zwei Jahren mit den Schülern und Lehrern einer Förderschule hier in Duisburg produziert habe, kommt mir da in den Sinn. Bei solchen Erinnerungen, Reimen und Botschaften platzt mir das Herz auf.

 

Offene Herzen - darum geht's doch in dieser Zeit. Oder etwa nicht?


Zeitweise Zeitreise


Du verwandelst bekannte Schauplätze

in neue, ungeahnte Bausätze.

Du liest bis zum Seitenende

und bist danach selbst die Zeitenwende.

 

(Auszug aus dem Gedicht "Seitenende, Zeitenwende", nachzulesen hier)

 

Damit habe ich mein Vortrags-Konzert in der Hans-Carossa-Klinik in Stühlingen (Süddeutschland) begonnen. Es ging - mal wieder - um die Ausdrucksformen unseres kreativen bzw. künstlerischen Potenzials und wie eben dieses Potenzial im Zusammenhang steht mit unserem "Seelenheil" (oder wahlweise auch gerne "innerer Ruhe", "innerer Gesundheit", "innerem Frieden", "Zufriedenheit",...). An einem solchen Abend auf Wesentliches zu sprechen, singen und spielen zu kommen, ist das Eine. Dass ein Publikum sich derart darauf einlässt wie an diesem Abend, das Andere...und der Grund, warum ich mutig bleiben möchte. 

 

Mein Aufenthalt in der alten Heimat beinhaltete außerdem ein Treffen mit meiner damaligen und ersten Klavierlehrerin, einen Besuch in meiner Grundschule (inkl. Dialog-Konzerte für die Schüler) und eine Probe mit einer meiner ersten Bands, in der ich damals als Schülerin ausgeholfen habe. Ich schätze, die „Spätzünder“ sehen es mir nach, wenn ich sie als „ältere Herrenband“ bezeichne, für die ich wohl immer das Küken bleiben werde und denen ich bei ihren Weihnachtskonzerten nach all den Jahren herzlich gerne wieder aushelfe (Ali-Theater Tiengen am 21. und 22. Dezember, jeweils um 17 Uhr).

 

Mein herzlichstes Dankeschön an die Menschen, die die „alte Heimat“ für mich eben immer noch zu einer solchen machen. Ihr wisst, wer ihr seid.

 

Wer jetzt glaubt, diese Reise sei mitsamt meiner Besichtigung der Küssaburg eine Reise in die Vergangenheit gewesen, für den habe ich noch im Angebot: die Mittelalter-Projekt-Woche an einer Grundschule hier in Duisburg, an der ich unmittelbar nach meiner Rückkehr mitwirken durfte: Reime für die Herolde, Unterstützung bei den Trommlern bzw. Sängern und die Komposition eines Liedes, das das Kollegium jeweils zum Abschluss der vier Aufführungen für die Schüler und deren Eltern sang. Schlichtweg eindrucksvoll, wie sich die gesamte Grundschule Kraft der Kreativität und Extrameilen des engagierten Kollegiums, der Schulleitung und natürlich der Schüler in eine Burg verwandelte, die zum Ende der Woche Schauplatz eines Turnieres im Spannungsfeld zwischen Kampf und Tanz wurde.

 

Das waren intensive, aufregende und bewegende Tage mit den Kleinen und Großen, bei deren Rückblick man mir hoffentlich das folgende Wortspiel der Dankbarkeit nachsieht: Zusammenhalt ist das Mittel, Alter!


Verdichtung von Inhalten bei einer Führungskräfte-Tagung


Ehe ich am Donnerstag schon wieder in den Zug steige in Sachen Vortrag an der Hans-Carossa-Klinik, kurz zurückgeblickt auf drei intensive Tage in der vergangenen Woche, in denen ich teils im Herzen, teils über den Dächern der Hauptstadt mit Geschäftsführern und Führungskräften aus der Wirtschaft arbeiten durfte - dieses Mal vor allem durch Verdichtung der Inhalte (gemeint ist eine Art „Poetic Recording“, das die Essenz der Tagung zwischendurch in gereimter Form an die Teilnehmer zurückspielt). Klaviermusik und Gesang gab‘s auch.
Das war - mal wieder - Neuland, das ich dieses Mal mit besonderer Neugier und auch (An-) Spannung betreten habe.

 

Los gemacht und fließen gelassen.

 

Aus Gründen der Diskretion behalte ich die Reime dieses Mal für mich. Dafür gibt's ein paar andere Reime, die mir neulich als Spiegel meines künstlerischen An- und Umtriebs in den Sinn kamen:


Verdichtetes Ansinnen

Stets neues Vortasten
an den Tasten,
aber keine Bedrängerin
als Sängerin.

Schreibend: Gedichte, Bücher, Lieder.
Immerhin und immer wieder.
Reime
als Keime.

Feiernd auch Widersprüche
in der Liederküche.
Rahmen mit und ohne Namen
für wahrhaftige Momentaufnahmen.

Potenziale findend,
au ja, verbindend!
Weil wir alle Aufgaben
haben.

Immer lieber Neuland
als Gewohnheits-Strand.
Auch zugewandt:
Duisburgs Schönheit. Teils noch unbekannt.

Oft joggend, laufend.
Alltagsentdeckungen förmlich saufend.
Auf der Suche hier:
nach Inspirierten wie dir.


 

Gemeinsam aufschwingen.
im Flug und Lauf singen,
als Flammen,
die demselben Ort entstammen.

 

Das ganze (Berufs-) Leben als Komposition und Improvisation


Wer neue Räume ausmisst,
sagt auch: ‚Es ist, wie es ist.‘

Der kann im Chaos sein.
Ist Mutig. Nicht allein.

 

Drei Tage zu den Themen „Komposition und Improvisation“ auf dem Campus 1 der Alanus Hochschule in Alfter liegen hinter mir. Die Studierenden aus dem Fachbereich Wirtschaft haben sich - alle auf ihre ganz eigene Weise - auf die Möglichkeiten dieses Wochenendes eingelassen. Nicht irgendwie. Sondern ehrlich bis beherzt. Und so haben wir ein ganzes Wochenende lang gemeinsam „geschaffen, ohne dabei zu erschlaffen.“ Tafelreime aus den Gedanken der Teilnehmenden sind dabei herumgekommen. Musik, Songtexte. Geräusche, Klangexperimente. Freude, Spaß. Erfahrungen, Erkenntnisse. Gemeinschaft, Einklang. Und ein Nachklang, der noch anhält.


Das ganze Leben ist eine Komposition, eine Improvisation - eine wellenartige Bewegung aus Chaos und Struktur.

Begegnen wir ihr schöpferisch?

Reiten wir eben diese Wellen und machen sie zu den unsrigen?

 

Zum Wochenende: Von leisen Kreisen


 

Das Leben nach dem Beben


Wir hatten
Schatten,
aber noch mehr Licht
verinnerlicht.

Unser Design
Entwurf im Dasein.
Gefragte.
Beauftragte.

Durch Schatten-Licht-Reisen.
zu satten Sichtweisen
Stimmig. Immer leiser,
einen Schimmer weiser.

 

 



Sonnenuntergänge wie Gesänge


Dieser Blog-Artikel könnte ebenso gut heißen: Verliebt in Duisburg.

 

Die Duisburger Sonnenuntergänge dieses Herbstes haben es wirklich in sich und mir angetan. Gleich mehrmals verschlug es mir in den letzten Tagen an Rheinpark und Innenhafen die Sprache. Eine schöne Gelegenheit, den Liebesbrief herauszukramen, mit dem ich vor zwei Jahren für eine Ausstellung hier in Duisburg einen Rahmen bespielt habe:


Newsletter. Newsblätter.


Für meinen Oktober-Newsletter habe ich am vergangenen Wochenende eine Foto-Aktion im Duisburger Stadtwald eingelegt...und dabei genau so viel Waldspaß gehabt, wie es diese Fotos wohl vermuten lassen.

 

Den Newsletter inkl. der Möglichkeit, ihn zu abonnieren, gibt's hier.

 

Zwischendurch: zwei Gedichte

Regenbogen

Der so plötzlich da ist, aber oft eben nicht,
der so ganz in seiner Zeit das Graue bricht,
der den Gegensatz vereint, versöhnt mit seiner Pracht
und das vermeintlich Widersprüchliche zu Schönheit macht.
Farbgewaltig, verbindend und flüchtig zugleich.
Ein Ausblick, ein stilles Angebot in ein so anderes Reich.
Als wir hinsahen, geschah es, dass wir auf seinen Wegen zogen:
Verschwindend. Überwindend. Wir als Regenbogen.

Regenbogen-Entdeckung nahe des Duisburger Innenhafens
Regenbogen-Entdeckung nahe des Duisburger Innenhafens


Einheit

(aus gegebenem Anlass bzw. gelassenem Angeben)


Wenn mal niemand ’reinschreit.
Mal Frieden und kein Streit.
Für‘s Verbundensein Zeit.
Ich kümmere mich um dein Leid.
Du kümmerst dich um mein Leid.
Aus Gemeinheit
wird Gesellschaft. Eben Einheit.

Atemberaubender Sonnenuntergang an der Regattabahn
Atemberaubender Sonnenuntergang an der Regattabahn

Eine kraftvolle Frage, auf die man (noch) keine Antwort hat.


Echter Austausch kann bisweilen bedeuten, mit mehr Fragen als Antworten auseinanderzugehen.

 

Umso wichtiger, dass wir im Gespräch bleiben - beispielsweise über den Wert von Kultur, deren Finanzierung/Wertschöpfung...und deren FREIHEIT. Dass der türkische Staatsbesuch am vergangenen Freitagnachmittag an mir vorbeifuhr, als ich gerade auf dem Weg zu einem Fachgespräch auf dem Gelände des Bundestags war, mutete dabei an wie eine Momentaufnahme, die das auf denkwürdige Art und Weise zu unterstreichen schien.  "Kunst für alle, alle für die Kunst - Crowdfunding in der Kulturfinanzierung" lautete die Veranstaltung initiiert durch die Grünen, deren Einladung ich in diesem Fall gerne gefolgt bin. Ich bin nicht parteipolitisch, aber der Nachmittag hat mir gefallen. Interessante Redner, interessierte Zuhörer (allen voran die beiden MdBs). Die Gedanken, die ich mir in Vorbereitung auf das Fachgespräch notiert hatte, gibt's kurzerhand hier rechts nachzulesen.

 

Ich bin gespannt, wohin uns die Reise führt.


Meine Berlin-Reise konnte ich indes mit einem Besuch beim Retune-Festival verbinden. Der sehr kluge Vortragende Samim. A. Winiger, dessen Prognose immer noch in mir nachwirkt, dass in 10 Jahren 90 Prozent der Inhalte, die wir konsumieren - seien sie musikalisch, visuell oder textlich - von künstlicher Intelligenz erstellt werden wird, eröffnete seine Keynote mit einer Folie, auf der es hieß: "Have a powerful question to which you don't know the answer."

 

In zunehmend digitalen Zeiten von Streaming, Schnelllebigkeit und Unverbindlichkeit gehört es beispielsweise zu meinen Fragen, ob und wie lange es sich noch "lohnt", (menschliche) Künstlerin zu sein.



Um große Fragen und Ideen zum Potenzial von künstlicher >< künstlerischer Intelligenz ging es auch am vergangenen Mittwoch im Kreise von in.DU - einem Netzwerk bzw. Nestwerk, mit dem ich seit meinen Anfängen in Duisburg von Zeit zu Zeit frühstücke. Es war mir eine große Freude, in diesem vertrauten und liebgewonnenen Rahmen über meine Erfahrungswerte referieren zu dürfen.

 

Termine wie diese dürfen (und müssen wohl auch) nachklingen. Das gelingt mir am besten in der Natur, im Zug, oder im Alltag - sofern man davon bei mir überhaupt sprechen kann -, indem ich mir Zeit für's Innehalten und Registrieren der vermeintlich kleinen, einfachen und umso schöneren Dinge nehme.

 

Ein kürzlicher Versprecher machte aus "Alltags-Routine" eine "Alltags-Ruine". Soweit sollte man es wahrlich nicht kommen lassen...und sich stattdessen Zeit nehmen und geben für kraftvolle Fragen, deren Antworten man (noch) nicht kennt.


Immer schön von innen nach außen.


Zu Beginn der Woche war ich an der Alanus-Hochschule in Alfter, um dort den Semester-Auftakt künstlerisch bzw. musikalisch zu gestalten. Die Arbeit mit den rund 40 frisch angekommenen Studierenden fühlte sich nicht nach Arbeit an, sondern nach einem gemeinsamen Konzert in einer Mischung aus Reflexionen und Experimenten.

 

Jedes Studium ist letztlich ein Studium des Lebens; ein Studium, das uns im besten Fall uns selbst näherbringt.

♩Welches ist unsere Melodie? ♪

 

Ob wir das nun regelmäßig machen könnten, fragte eine Studierende mich am Schluss. Das hat mich sehr gefreut. Bin auf alle Fälle im November zurück mit einem dreitägigen Modul und bereit für noch mehr Tiefgang an der Hochschule.

Jogging-Schnappschuss an der Regattabahn in Duisburg: Immer schön von innen nach außen.
Jogging-Schnappschuss an der Regattabahn in Duisburg: Immer schön von innen nach außen.

Arbeitstitel: "Vermächtnis"

Je älter ich werde, desto lebendiger fühle ich mich. Und je lebendiger ich mich fühle, scheint mir, desto sterblicher fühle ich mich wiederum.

Ich bin weder krank, noch liegt irgendeine Erkenntnis vor, die mir Anlass zu der Annahme gibt, dass ich mich in absehbarer Zeit aus diesem Leben verabschieden werde. Ganz im Gegenteil: Ich habe noch eine ganze Menge vor.

Vielleicht ist es ja eben dieser Umstand, der es mir überhaupt erst möglich gemacht hat, mich in den letzten Wochen aus einer gewissen Losgelöstheit und Leichtigkeit heraus mit der Frage zu befassen, wie es wohl eines Tages um mein Vermächtnis bestellt sein wird. Angefangen mit dem Reim „Vermächtnis, Gedächtnis" beim Joggen, hat sich eine erste kreative Antwort formuliert, die ab heute ihre Bahnen ziehen darf. Es ist gewiss „nur" ein Entwurf. Aber es ist einer, dessen Entstehungsprozess in den vergangenen Tagen schon so manch berührendes Gespräch angestoßen und mich in seltener Art und Weise inspiriert hat.

Wer weiß, wofür es gut ist - dieses Musikstück im Arbeitstitel: „Vermächtnis".


Zeit, auch unsere Herzen zu vernetzen (aus gegebenem Anlass)

 

Keine Ahnung, ob die Welt ein besserer Ort sein kann und will,
aber lieber tue ich was, als dass ich abwarte und chill.
Nicht alles zu verstehen ist kein Grund mehr zu schweigen,
denn Ahnung braucht man keine, um sein Herz zu zeigen.

Wissen noch nicht wohin,
aber fangen wir bloß nicht mit dem Ausruh'n an,
ehe wir uns nicht im Klaren sind,
was jeder von uns tun kann.

Denn die Welt ist komplex
und wir sind mittendrin.
Sind doch längst unterwegs
auf der Suche nach Sinn.
Was machen wir mit dem Mantel, den wir tragen?
Wie antworten wir auf diese Tage der Fragen?
Denn die Welt ist komplex
und wir sind mittendrin.
Sind schon lang unterwegs
auf der Suche nach Sinn.
Was werden wir unseren Leuten später sagen?
Wie antworten wir auf diese Tage der Fragen?

(Auszüge aus dem Lied "Tage der Fragen";

Zeichnungen: völlig spontan und wohl auch naiv...

...aber von Herzen.)

 



Von neuen (Innen-) Räumen


Glücklich nach bedeutungsvollen Momenten.
Glücklich nach bedeutungsvollen Momenten.

Gleich zwei Ereignisse durfte ich in dieser Woche mitgestalten, die beide davon handelten, wie kleine und große Menschen neue Räume betreten.

 

Bei den i-Dötzchen waren es die Klassenräume, die sie am Mittwoch zum ersten Mal betraten, während ihre (Groß-) Eltern sich in neue Innenräume des Loslassens begaben. Dass die Schulleiterin einer Grundschule hier in Duisburg mich nun schon zum zweiten Mal einlud, musikalisch/inhaltlich an der Einschulung mitzuwirken, war mir eine wahrhaft große Freude. Die Wahl fiel auf "Geflogen wird nach vorn" der » Zugvögel «, das mit seinen Strophen und Botschaften auch zum roten Faden der Begrüßungsrede der Schulleiterin wurde. Die Aufführung des Liedes folgte zum Schluss der Veranstaltung. Man bat mich, Teile des Liedes mit den Eltern für die i-Dötzchen zu singen: „Ihr seid am Zug mit eurem eigenen Flug.“

Wenn die eigenen Songs ihre Flügel spannen... Nicht nur als Komponistin, sondern auch als ewige Schülerin, die sich allzu gut an ihren ersten Schultag erinnert (wer nicht!), war das ein wunderschönes Erlebnis für mich. Den Song gibt's übrigens in einer Demo-Version anzuhören und vorzubestellen, und zwar hier.

 

Ähnlich erfüllend ging es einen Tag später bei einem Workshop zum Thema "Spaces for New Work" im Rahmen der c/o pop in Köln zu. Peter Schreck, Thomas Klug, Judith Behmer, Doris Hallerbach und ich luden zum Austausch und Träumen über neue Räume ein. Es ging nicht nur um Arbeits-, sondern auch Innenräume. Meine Rolle bestand im Wesentlichen darin, Klavier zu spielen, zu singen, zuzuhören und zu "verdichten" - Letzteres im Bezug auf die Wortbeiträge der Teilnehmer. Dabei herausgekommen ist ein Gedicht mit dem Titel "Neue Träume brauchen neue Räume brauchen neue Träume."

 

Weniger Analyse und ruhig mal Weichheit.
Authentizität und eben mal nicht Gleichheit.
Orden vergeben für das, was wir leisten.
Vielleicht schaffen wir gar so am Allermeisten.

Raum für Kultur des Menschen, um den es geht,
der im besten Fall im Zentrum von allem steht.
Freiheit heißt Räume nutzen, ihnen Bedeutung geben.
Gerne auch mal ohne Zweck und Zeitdruck, aber mit ganz viel Leben.

 

Soweit ein Auszug. Das gesamte Gedicht gibt es hier:

Download
Neue Träume brauchen neue Räume brauchen neue Träume.
Verdichtung.pdf
Adobe Acrobat Dokument 791.1 KB

Immer wieder neue Gedichte stelle ich übrigens hier zur Verfügung.

 

Eines davon habe ich - und auch das passt zum Thema "neue Räume" - als Pilot in Audio-Form gebracht. Angedacht ist ein "Poetcast" mit dem Titel "Worte wie Helden". Gibt's spontane Stimmen bzw. Meinungen von euch dazu?



Kommen wir damit zum letzten neuen Raum für heute: Die » Zugvögel « sind als musikalisches Großprojekt einer der größten Räume, die ich derzeit erforsche und - mit euch! - bespiele. Oder sind sie gleich ein ganzes Haus, ein Dorf, eine Stadt? Zum Abschluss dieses Blog-Artikel gibt es heute Lied #2 der » Zugvögel « auf abermals kurzen Dienstwegen: "Verletzlichkeit".

 

Das erinnert mich daran: Neue Räume kündigen sich wohl auch in Sachen Jahreszeit an. Ich meine den Herbst, der seine Fühler und sein goldenes Licht in unser aller Richtung ausstreckt. Seien wir freundlich zu ihm und heißen ihn willkommen. Ich bin sicher, er hat die besten Absichten!

 


Zusammen ange-Pa(c)kt.

Fotos oben: City-Management Duisburg e. V.

 

Mehr über die Veranstaltung nachzulesen gibt es hier.

„Mit all seinen Tiefen, seinen Höhen roll ich das Leben ab vor deinem Blick.

Wenn du das große Spiel der Welt gesehen, so kehrst du reicher in dich selbst zurück.“

 

In der vergangenen Woche wurde mir die ehrenvolle Aufgabe zuteil, eine Veranstaltung zu moderieren, die sich der Zukunft der Duisburger Innenstadt widmete. Als ich gleich zu Beginn des Programms den Frontgiebel unseres Stadttheaters und damit Schiller zitierte, ließ ich den letzten Satz unvollendet. Die Idee war es, die Teilnehmer einzuladen, den Rest selbst nachlesen zu gehen. Aber so weit kam es nicht. Aus gleich mehreren Richtungen hörte ich Stimmen aus dem Publikum: „...so kehrst du reicher in dich selbst zurück." Das hatte schon fast was von Mitsingen beim Konzert.

 

Wäre uns zum Ende hin nicht die Zeit davon gelaufen, ich hätte noch ein paar abschließende Reime zum Besten gegeben (s. u.). Aber nichts geht ja bekanntermaßen je wirklich verloren. Und überhaupt - wir haben eine Menge zu gewinnen.

 

Nennt mich Träumerin oder naiv -

ich blicke mit Zuversicht auf die Entwicklung meiner Wahl-Heimatstadt Duisburg.

 

Handel ist Wandel - ein schlichter Reim, auf den schon Andere vor mir kamen.
Aber ein Treffen, das Gemeinsamkeiten unterstreicht - das ist ein einzigartiger Samen.
Verwalten oder Gestalten? Wer träumt, gelangt höher, immer weiter,
ragt hoch und steht fest bei jedem Wind wie unsere geschätzte, goldene Leiter.

Wer nicht nur tagt, sondern was wagt, der hat ein echtes Zukunft-Verständnis.
Ein Pakt wie dieser ist kein Versprechen. Es ist ein Liebesgeständnis.
Eine Stadt findet statt und, ja, pulsiert durch beherztes Beginnen im Innen.
Wer gemeinsam handelt und wandelt, wird auch gemeinsam aufblühen. Gewinnen.

 

Unterschätzt zu werden, ist temporär, wenn man sich auf Gemeinsamkeiten besinnt
und Chancen ergreift, wenn sie sich auftun, und sie als Einheit weiterspinnt.
Auf dem Weg zur Smart City, sind wir längst Heart City - die Herzen der Menschen hier sind groß.
Und wenn wir Ernst machen mit dem Pakt, dann packt das jeden, und wir treten hier richtig was los.

 


Sprecherin, Lehrbeauftragte und Weiter-Fliegerin

 

Heute lasse ich Bilder (und die Links, die bei den obigen Bildern hinterlegt sind) für sich sprechen. Ihr dürft euch gewissermaßen selbst einen Reim auf meine letzten Wochen und aktuellen Vorhaben machen.

 

Ich genieße derweil den Sommer - mal in vollen, mal in leeren Zügen. Und ihr so?

 

 

Zug um Zug. Flug um Flug.

Ich hatte es angekündigt. Die » Zugvögel « grüßen wieder. Diesmal in Form eines WDR-Beitrags, der am Montagabend lief.

 

Noch bis zum 23. Juli kann er hier angesehen werden.

 

Auf Facebook ist er hier (auch ohne eigenes Facebook-Konto) abrufbar.

 

Die Möglichkeit zum Mitmachen gibt's wie gehabt hier.

 

Ach ja. Einen neuen Newsletter zu all meinen künstlerischen Aktivitäten gibt es auch.

 

Zum Anmelden und Nachlesen.

Zu schade für die Schublade

In meiner Schublade schlummernd: manch Produktion, Ballade.

Ist schöpferischer Rückstau aber nicht auch schade?

Eitelkeit. Perfektionismus. Zeit, sie - mal wieder - abzulegen.

Alte, neue Songs für euch auf kurzen Wegen.

 

Alte Heimat. Ein Aufritt. Ganz unten. In Tiengen.

Schon bewegend, dort im Mai als "neue Anke" zu singen.

"Es ist alles nur geliehen" - ein neues » Zugvögel «-Lied,

das die Reisen (nach innen) als Wachstumschancen sieht.

 

Ein Videoprojekt. Derzeit noch in vollem Gange.

Porträts, bei denen ich ziemlich tolle Frauen einfange.

Keine Mühe, viele Kühe bei einem Dreh in Xanten.

Ich liebe diese Begegnungen mit dem Unbekannten.

 

Die » Zugvögel «. Unterwegs. Stets höher und weiter.

Ich immer noch und immer mehr: ihr Zugbegleiter.

Selbsterklärend ab hier nun meine Fotos und Lieder.

Ich träume und schöpfe. Und das wieder und wieder.

 

P. S.: Am kommenden Samstag gibt's Jens und mich hier in Duisburg im Rahmen der Extraschicht zu erleben - u. a. mit neuen Songs der » Zugvögel «.



Singen in Tiengen.


Ich dreh Porträt.

mehr lesen