Artikel mit dem Tag "Gedichte"



16. Juli 2019
Bücher sind ein Sternenhimmel. Überwundene Stunden, dunkel. Entdeckte Erkenntnisse, hell. Der Sehnsucht gefolgt, immer wieder. Angekommen im Gestirn des Seins.
20. Juni 2019
Auf der Reise Liegt es an dem Seufzen der Erinnerung in der Luft, dass der Gegenwart hier der Atem stockt? Fliegt es in Richtung eines neuen Seins, das durch Entsenden einer öffnenden Zuversicht dorthin lockt? Kriegt es seine Bedeutung, indem es andockt am Fels jenes Menschlichen, das es wert ist, zu überdauern?

11. Juni 2019
Vom süßen Begrüßen über das laute Vertraute und dem grellen Zerschellen bis zum leisen Loseisen. Ein Schaltkreis, der um die Gewalt weiß und die Beschwerden, unter denen wir größer werden. Der aber vor allem singt von der Zeit in Freiheit. Mittendrin immer hin zu jenem, das nicht fest hält, sondern frei lässt. Zu jenem, das uns weitet, uns stets auf‘s Neue vorbereitet. Hier Rattern, dort Flattern. Weichen den Freizeichen. Loslassen, um alles zu fassen, heißt, alles umfassen.
03. Mai 2019
Anfänglich eine Suche ohne Namen. Ein Gang auf weiter Flur aufstrebender Fragen. Alle Himmelsrichtungen nach innen weisend zum Scheitelpunkt lauter leiser Kraft, die dem Knirschen des Wachstums zuzuhören und standzuhalten weiß. Dem Mut des Morgens erwachsen Antworten: immer weniger gängig, dabei im Vorwärtsgang. Eines Abends, wenn es groß ist, wird Vorankommen zum Ankommen.

23. April 2019
O-Stern Die Nase in Richtung Himmel gestreckt, hingebungsvoll an der Idee eines Sternes schnuppernd. Ein Ausatmen wie ein Entkräften alles Zynischen für den frischen Wind im Herzen. Gedanken wandern, mäandern an jenen Ort, dem das Verzeihen als Festland dient. An dem das Leben eine Feier ist mit Gästen und Gesten der Liebe.
13. April 2019
Über eure Route wacht und hält euch für diese nächste gute Nacht jene gütige Pracht. Im Sternenlicht dieser Verbundenheit vertraut erträumend und gebt den Runden Zeit, weil ihr gefunden seid. Geliebt umschlossen. Jeder Schritt so eingegossen in ziehend steigende Sprossen. Hier richten sich die Laien. Dort lichten sich die Reihen im Verzeihen. Ihr könnt mit den Kreisen ringen oder versöhnend mit den Leisen singen. Euch selbst bezwingen. Getragen von Lobgesängen, entkommend den wohligen...

28. Februar 2019
Kein Rhythmus ein Muss. Jedes Tal normal. Dem Gewühle der Gefühle und dem Krachen folgt das Aufwachen. Die Augen frei. Es bleibt dabei. Das Tageslicht verspricht: Völlig ganz. Ganz leer. Auf Empfang. Immer mehr. Eine Null als Anfang. Zwei Nullen im Einklang.
31. Januar 2019
Kindheit: Wirbelwindzeit. Im Toben proben. Warmfliegen im Freistil ohne verbiegen, zum Beispiel. Durch Faxen wachsen. Hier verstecken. Da recken. Älter werden voller Beschwerden. Vom Vergessen beinahe besessen. Anpassend verblassend. Wäre der Sturz doch kurz. In erwachsener Not von Umnachtung. Da! Ein Angebot. Das Angebot der Achtung. Kindheit, wir sind weit; doch weiter gekommen als angenommen. Soeben unversehrt heimgekehrt.

28. Januar 2019
Wer auch zwischen den Zeilen zu lesen vermag, hält inne. Hält hoch. Und das jeden Tag. Trägt im Geist diese Ahnung: Das Tiefe, Schöne schwingt und singt vor sich hin als leise Töne. Wer das ungespielt Klingende hören kann, nimmt das Werk jedes Meisters demütig an. Der sieht Farben im Grau. Sieht der Schatten Licht. Wird ein Teil jenes Liedes, das Schweigen bricht. Wer inmitten der Stürme in Ruhe bleibt, auch wenn Ebbe ihn zieht oder Flut ihn treibt, geht mit tänzelndem Schritt über...
24. Januar 2019
Knirschen unter den Füßen gleich Willkommensgrüßen. Abermals auf neuem Festland. Halte ich auch diesem Test stand? Eine andere Zeit, andere Gesetze, da ich den dritten Schritt hinter den zweiten setze. Und kann ich nicht, bin ich die Zuversicht. Eine Garantie gab es noch nie. Da ich ja das Altland längst kalt fand, löse ich mich vom Getöse überholter Gedanken, hin zu jenen ranken Erkenntnissen von wahrhaftigerem Wissen. Schließe Verwandtschaft mit dieser Landschaft.