Vom Opfer zur Schöpferin bei der up*satz f

Foto 7 - 14: Sarah Köster/BECKDESIGN GmbH

Meine erste Konzertreise in den Libanon hat mir seinerzeit die Augen geöffnet dafür, dass man nicht "nicht politisch" sein kann. Man kann sich die Freiheit nehmen, zu bestimmten Themen keine Meinung bzw. Haltung zu haben. Sich raushalten. Letztlich trifft man aber auch damit eine Entscheidung; wird damit unter Umständen sogar zur ungewollten Unterstützung - für Entwicklungen beispielsweise, die man später bedauert. Nichts-sagen und Nichts-tun fungieren seit jeher als Zustimmung, auch wenn das eine unbequeme Wahrheit ist, die uns zu der noch unbequemeren (wenn auch aufregenden!) Frage führt:

 

Was können, ja müssen wir heute sagen und tun, um uns später nicht den Vorwurf zu machen, uns weggeduckt zu haben?

 

Dieses und alle folgenden Bilder sind am Duisburger Innenhafen entstanden.
Dieses und alle folgenden Bilder sind am Duisburger Innenhafen entstanden.

Jedenfalls stelle ich mir diese Frage in den letzten Monaten immer wieder und ringe regelrecht mit mir selbst und meinen (künstlerischen) Antworten darauf. Das betrifft mein Verständnis von Demokratie, Frieden, gesellschaftlichen Werten und Klimaschutz ebenso wie Gleichberechtigung. Mit Letzterer habe ich mich in den vergangenen Wochen bedingt durch die #metoo-Debatte und diverse Anfragen zu "Frauenthemen" mehr als sonst auseinandergesetzt.

 

Davor war es vor allem der Libanon, der mich von Reise zu Reise für die Vorbildfunktion sensibilisiert hat, die mir offenbar zukommt, wenn ich dort, wie hierzulande, auf die Bühne gehe. Bin ich dort, verkörpere ich gewissermaßen, wie weit wir in Deutschland in Sachen Gleichstellung bereits gekommen sind. Bin ich hier, geht es mehrheitlich um die Notwendigkeit, nicht nachzulassen, bis wir faire, also gleiche, Rahmenbedingungen geschaffen haben.

 

Wie (bewusst) gehe ich mit dieser Vorbildrolle um, in die ich eher "hineingeraten" bin, als dass ich sie mir ausgesucht habe?

 

Als Unternehmerin, die ich bei all meinen künstlerischen Aktivitäten ja auch bin, nehme ich gelegentlich an reinen Frauenveranstaltungen teil. Ich tue dies oft mit gemischten Gefühlen. Einerseits ist es schön und inspirierend, mal "unter seinesgleichen" zu sein und sich entsprechend offen austauschen zu können. Andererseits bringt es uns in meiner Überzeugung nicht weiter, wenn wir mehr über ein gleichberechtigtes Miteinander zwischen Frauen und Männern sprechen, anstatt es miteinander zu besprechen und schlussendlich zu leben.

 

Interessanterweise habe ich mich in meiner Rolle als Frau in den letzten Jahren selten bis gar nicht benachteiligt gefühlt, auch wenn ich es in meiner Arbeit häufiger mit Männern als mit Frauen zu tun habe. Eher schon nehme ich eine Benachteiligung wahr, wenn es um die Art und Weise geht, wie unsere Gesellschaft mit Künstlern bzw. dem Wert von Kunst und Kultur umgeht. Mittlerweile gehe ich davon aus, dass sich jeder von uns je nach Situation und Betrachtung einer benachteiligten Minderheit zugehörig fühlt. So oder so stellt sich da für mich die Frage:

 

Wie werden wir vom Opfer zum Schöpfer bzw. zur Schöpferin?

 

Mit Fragen wie diesen im Sinn kam Ende letzten Jahres auch die wunderbare Nadine Jentz auf mich zu, die mit ihrer Veranstaltung up*satz f am 22. März im exzenterhaus businessclub in Bochum zum zweiten Mal ein Forum gab für "Frauenthemen", die letztlich doch weit über eben diese hinausgehen.

 

Inspiriert von den Gegebenheiten vor Ort, ging ich bei meinem künstlerischen Grußwort gleich zu Beginn der Veranstaltung der Frage nach, wie man aus einer Wand, der man im Alltag ebenso wie im Kopf begegnen kann, den ersehnten Wandel machen kann. Dass die Damen im Publikum dieser offenen, persönlichen und pragmatischen Herangehensweise in Form von Erfahrungen und Erkenntnissen mit so viel Dankbarkeit und Zuspruch begegneten, hat mich nicht nur riesig gefreut, sondern auch ermutigt.

 

✶ Und Lust gemacht auf mehr ...

...leidenschaftliche Gespräche dieser Art über das, was uns wirklich weiterbringt.

 

...Spaß und Leichtigkeit im Umgang auch und v. a. mit den "schweren" Themen.

 

...Menschen, die sich an (gerne auch große!) Ideen wagen.

 

...Wandel  ⤷ ⤴︎.

Wandeln = Handeln. Bin ich neugierig, was das für mich und uns alle in der nächsten Zeit bedeuten kann!

 

Zitiere ich abschließend doch noch aus dem Song einer geschätzten Duisburger Musikerin, die es besser auf den Punkt bringt, als es mir gerade gelingen würde:

 

Wir können nichts festhalten, aber Haltung bewahren

und uns treu bleiben in all den Jahren.

Dies ist jener Augenblick, von dem wir später sprechen.

Dies ist jener Zauber, wenn die neuen Zeiten anbrechen.

 

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Die letzten Wochen in Bildern

Derzeit schreibe ich so viel wie noch nie: Songtexte und Förderanträge für die » Zugvögel «, Vorträge, Presseankündigungen, Gedichte und Buch-Kapitel. Da darf ein Blog-Artikel wie dieser gerne auch mal Bilder und Momentaufnahmen wie diese sprechen lassen:

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Aktuelle Links, die euch interessieren könnten:

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Leute! Wir haben's bald geschafft. Der Frühling kommt. Ganz bestimmt! 

 

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Durchstarten geht nur durch Starten.

In Einstimmung auf diesen Blog-Artikel kommt mir in den Sinn, einen Blick in meine Gedichte zu werfen. Was hat Frau Johannsen eigentlich schon so zum Thema Anfang/Start gereimt? Mir begegnet "Eine wunderschöne Reflexion". Darin heißt es:

 

Nicht auf irgendwas warten.
Durchstarten.
Nicht verbiegen.
Über dem Durchschnitt liegen, ach was, fliegen.

 

Na bitte. Zu den Zug- und Flugstunden meines Jahresauftakts gehörten zwei weitere und damit die letzten beiden Zugfahrten für die » Zugvögel «. Beachtliche 7203,85 € sind für mein - unser! - Album beieinander. Das entspricht 36,02 % der angestrebten Gesamtsumme von 20000 €. In diesen Tagen schwärme ich aus in Sachen Fördertöpfe und Sponsoren. Zu Letzterem habe ich eine Informationsseite eingerichtet, auf der u. a. auch eine Vorproduktion von "Geflogen wird nach vorn" zu hören ist. Albumpate kann man in Form von CD-Vorbestellungen wie gehabt hier werden.

Was für mich offengesagt aber noch viel wichtiger ist als das Thema Geld, ist die menschliche und kreative Dimension dieses Projekts. Achteinhalb von 10 Kompositionen sind mittlerweile fertig, und ich kann mit "Flug und Recht" schreiben, dass mich die Geschichten und das Vertrauen meiner 10 » Zugvögel « in der Tat beflügelt haben. Und sie tun dies noch immer. Das macht mich dankbar. Und demütig.

Es steht zu vermuten, dass es sich beim "Lifesaver" von Niki de Saint Phalle ebenfalls um einen Zugvogel handelt. Die gemalten Bilder zum Thema "Fantasievolle Lebensretter" (s. o.) stehen jedenfalls in unmittelbarem Zusammenhang mit gleichnamigem Brunnen in der Duisburger Innenstadt und begegneten mir in einer Grundschule hier in Duisburg. Dort durfte ich zum wiederholten Male einen Workshop für das Kollegium gestalten, wobei die Lehrer selbst letztlich den größten gestalterischen Part übernahmen - es ging (wieder) um Kreativität als Öffnung zu mehr Erkenntnis und Sinn.

 

Üblicherweise hält der Januar Vorbesprechungen bzw. Planungstreffen hinsichtlich neuer Themen, Projekte und Auftritte bereit. So auch in diesem Jahr. Und wie so oft bin ich neugierig und gespannt, welche der Samen aufgehen werden. Alles zu seiner Zeit.

 

Zeit ist in jedem Fall immer für Momentaufnahmen wie jene, die das Ende dieses Blog-Artikels übernehmen -- Entdeckungen und Fundstücke im Alltag inkl. einer stetig wachsenden Zahl von Handschuhen.

 

Das letzte Wort überlasse ich derweil einem weiteren Auszug aus besagtem Gedicht. Vorher wünsche ich aber noch ein wahlweise jeckes oder entspanntes (oder entspannt jeckes oder jeck entspanntes) Karnevals-Wochenende. Es gilt: Auch bunte Vögel wie jene am Rosenmontag auf den Straßen sind (Um-) » Zugvögel «.


Mit wehenden Fahnen
in ungeregelten Bahnen.
Wacker
auf jedem Acker.

 

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2018: Nicht ducken, sondern aufmucken.



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Ein frohes Fest und ein festes Froh.

Anke Johannsen, Foto: Jacqueline Wardeski
Foto: Jacqueline Wardeski

 

 Ich wünsche euch ein ✶ frohes Fest ✶.

 

Vielmehr noch als das wünsche ich euch aber

 

ein【 festes Froh 】.

 

Und zwar eines, das ihr euch weit über den Dezember hinaus bewahrt.

 

Ein 【 festes Froh 】das ganze Jahr.

Eine tiefe ⚘ Zufriedenheit ⚘.

Eine noch tiefer verankerte ❁ Dankbarkeit ❁.


Das Leben ist und bleibt ein Geschenk.


Auch in diesem Jahr habe ich Menschen kommen und gehen sehen. Je länger ich gleich einer Spirale um die Vergänglichkeit des Lebens kreise, desto klarer wird mir: Wir sind hier, um dieses Geschenk des Lebens Tag für Tag auszupacken. Formen und Wege zu finden, dieses Geschenk zu teilen. Und es zu vermachen, wenn es schließlich an der Zeit ist, zu gehen.

Ich für meinen Teil wünsche mir in diesem Jahr keine fröhlichen Weihnachten. Ich wünsche mir ehrliche Weihnachten. Verzeih-nachten. Frei-nachten. Eine Zeit, in der ich innehalte und mich besinne. In der ich zur Ruhe komme und das alte Jahr mit all seinen wunderschönen Momenten und Schönheitsfehlern loslasse, um das kommende mit frischer Neugier und naiver Offenherzigkeit willkommen zu heißen.

 

Weihnachten. Das Sein achten. Das Leben ist und bleibt ein Geschenk. Und ihr seid es auch. Danke für euer Interesse an meinem Schaffen in diesem Jahr. Auch das ist ein Geschenk, das ich in Form dieses Jahresrückblicks gerne an euch zurückgebe.

Viel Freude damit und alles Liebe ❤︎.


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Wenn das Leben Bogen spannt.

Erst Anfang November führte mich eines meiner » Zugvögel «-Interviews nach Hamburg. Inmitten des ländlich anmutenden Idylls von Willinghusen hat dort vor wenigen Monaten das Café "Die Unikate" eröffnet. Dessen Betreiberin Vio widmet sich mit so viel Liebe für's (kulinarische wie menschliche) Detail ihren Gästen, dass ich gar nicht anders konnte als mit ihr noch in diesem Jahr ein kurzfristiges Weihnachtskonzert einzutüten.

Vor dem Spannungsbogen am Abend erlebte ich in den Stunden vor dem Konzert diesen wunderschönen Regenbogen in der Nähe des Spielortes.
Vor dem Spannungsbogen am Abend erlebte ich in den Stunden vor dem Konzert diesen wunderschönen Regenbogen in der Nähe des Spielortes.

Auf spontane Entscheidungen wie diese ist Verlass, so zeigte sich einmal mehr. Der vergangene Samstagabend wurde zu einem der besinnlichsten Konzerte meiner bisherigen Bühnenjahre. Neben dem Spannungsbogen, der sich aus den Gedichten, und (ganz neuen, bewährten und instrumentalen) Songs ergab, war das einem äußerst herzlichen, sympathischen, zutraulichen, aufmerksamen und wertschätzenden Publikum zu verdanken.

 

Wenn das nicht Weihnachten ist, was ist es dann?

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Vor der Kamera und im Radio

In dieser Woche war ich im Studio der talentierten und aufstrebenden Jacqueline Wardeski zwecks neuer Porträt-/Künstler-/Pressefotos. Zu gegebener Zeit - und darauf freue ich mich schon sehr! - wird es hier die Ergebnisse zu sehen geben. Teaser: Wir haben dafür u. a. eine Spiegelplatte aus dem Baumarkt zertrümmert.

Nichts zu Bruch gehen wird indes im Rahmen meines Besuchs beim Bürgerfunk und der Radiosendung "Dunkelweiss". Klaus Brüggenwerth hat mich (ich habe extra nochmal nachgezählt) zum sechsten mal zum Gespräch gebeten. Dieses Mal geht's vornehmlich um die » Zugvögel «. Nach all den Jahren und Sendungen lasse ich es mir dieses Mal nicht nehmen, Klaus auch mal ein paar Fragen zu stellen. Das Ganze zu hören gibt's am kommenden Sonntag zwischen 19 und 20 Uhr auf Radio Duisburg. Wer bis dahin in die anderen Sendungen hören möchte, wird hier fündig.

 

Auf zum Bahnhof. Interview # 7 für die » Zugvögel « steht heute an.

 

Ein tolles Wochenende allerseits!

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Wenn die neuen Zeiten anbrechen



Beim Komponieren, Spielen und Singen kommen mir immer auch innere Bilder. Früher konnte ich deswegen oft nur mit geschlossenen Augen am Klavier sitzen. Viele Jahre Bühnenerfahrung später kann ich meine Lieder heute zwar auch mit geöffneten Augen vortragen. Die inneren Bilder sind jedoch geblieben...und sind für mich bis heute viel mehr noch Teil meiner Musikalität als beispielsweise Noten.

Von Zeit zu Zeit wage ich es, mein Kopfkino zumindest in Ansätzen in Form von Musikvideos "einzufangen". Es ist und bleibt jedes Mal wieder ein Versuch, denn nichts im Außen kann die Pracht der inneren Bilder wirklich abbilden. Und doch ist es immer wieder einen (bisweilen spontanen und so ziemlich immer intuitiven) Versuch wert.

Dieses Video ist - mal wieder - auf ziemlich kurzen Dienstwegen und in kompletter Eigenregie in den eigenen vier Wänden entstanden. Erwähnenswert ist an dieser Stelle, dass mein Klavier selten so sauber war wie nach der Putzaktion, die dem Schreiben auf der Tastatur folgte (s. Video). Was ein Akt.

 

Es gibt heute also pünktlich zum Nikolaus ein neues Musikvideo zu "Wenn die neuen Zeiten anbrechen" - einem Song, der mir über die Monate besonders ans Herz gewachsen ist. So kurz vor Jahresende scheint er mir besonders stimmig. Findet ihr nicht auch?

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Einen Reim auf den November gemacht

Die Muse lässt sich zwar nicht immer steuern und timen.

Aber heute hab' ich Lust, in meinem Blog zu reimen.

Vorbei fast wie im Flug: die letzten Tage und Wochen.

Krass. Weihnachtszeit und -zauber sind schon ausgebrochen.

Zwei Songs von mir für euch. Seit Kurzem online am Start,

verbunden mit dem Dank, dass ihr geduldig wart.




Und was war sonst noch los und bei mir angesagt?

Die Welthungerhilfe Düsseldorf hat wieder angefragt.

Beim "Rock gegen Hunger" hab' ich in der Jury gehockt

und im Maritim Hotel dann wenig später selbst gerockt.

Auch nach Frankfurt ging's für mich, zum Preview von Plan W.

Der Grund: Ganz einfach, weil ich gerne starke Frauen seh'.

Auch erwähnenswert ein Workshop in Wuppertal.

"Smart City" dort das Thema, guckt hier einfach mal.

Geschrieben hab' ich auch, und zwar ein Vorwort und Lieder.

Die » Zugvögel « ziehen, und das immer wieder.

 

Während vereinzelt die Farben noch die Wälder zieren,

packen wir uns schon mal ein, um später nicht zu frieren.

Kekse, Weihnachtsmärkte,...doch, 'ne schöne Perspektive.

"Genießt es!", wünscht euch herzlich die Kreative.

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» Zugvögel « - Halbzeit

Es gibt Neuigkeiten rund um die » Zugvögel «, und zwar in diesem Video und in ihrem "Nest" hier auf meiner Website.


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» Zugvögel « - Studio-Session 2 (Gesangsaufnahmen)

Ich habe hier für euch ein paar Eindrücke der zweiten Studio-Session zusammengeschnitten. Nachdem wir zwei Wochen zuvor die Flügelspur gelegt hatten, war in der vergangen Woche bei meinem zweiten Besuch im Studio K von Thomas Kern buchstäblich der Gesang beflügelt.

 

Das Crowdfunding der » Zugvögel « läuft noch bis Ende des Jahres. Dann entscheidet sich, in welchem Umfang die Produktion ausfallen wird. Eine letzte Auslosung steht bevor (Anfang November). Wer mehr als nur ein Album vorbestellen möchte, fasst sich JETZT ein Herz.


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Wien = Wie'n Ausflug in Wunderwelten

Die Gestaltung eines Workshop zum Thema "Kreativität in und durch Musik" auf Einladung von Doris Rothauer führte mich in dieser Woche nach Wien. Einst der Ort, an dem ich mit zarten 18 Jahren meine ersten öffentlichen Live-Auftritte absolvierte, war die Freude groß, dieser wunderschönen Stadt nach all den Jahren einen weiteren Besuch abstatten zu dürfen.

Wunderschöne Kulissen und besondere Begegnungen mit ebenso besonderen Menschen ließen meine dreitägige Reise anmuten wie einen Ausflug in Wunderwelten. Inmitten von derart viel Tiefgang, Weitsicht, Schönheit und Kultur kam ich mir zwischenzeitlich vor wie in einem Traum. Mit meinen vielen fotografischen Momentaufnahmen habe ich ihn zumindest ein wenig in die Wirklichkeit geholt.

Nicht einzufangen war indes meine Fahrt mit dem sog. "Praterturm" - einem 117 Meter hohen Kettenkarussell. Angepeilt hatte ich auf Wiens Vergnügungspark eigentlich das Riesenrad. Während ich vom Riesenrad aus den Sonnenuntergang genoss, fiel dann allerdings die Entscheidung: Zeit zu fliegen und damit meiner Reise einen würdigen Schlusspunkt zu verleihen. Hatte ich Respekt vor der Höhe? Gewiss. Hatte ich Freude am Fliegen? Oh ja. Und diese Erkenntnis im freien Flug: Höhen hält man aus, wenn man nicht nach oben, unten oder hinten guckt, sondern wie in diesem Falle den wunderschönen Sonnenuntergang genießt. Und: Der Horizont kann als beruhigender Fixpunkt dienen. Weitblick beruhigt und gibt Halt. Interessante Einsichten für das "echte Leben". Und ein großartiges Gefühl.

 

Wer eine etwas ausführlichere Erzählung über meine Fahrt auf dem "Praterturm" lesen möchte, wird hier fündig.

 

Und wer Lust und Zeit hat, begibt sich mit diesen Momentaufnahmen auf Reise nach Wien.


Kunst Haus Wien. Museum Hundertwasser


Innenstadt


Schloss Schönbrunn


Prater

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Ein neues Video, zwei Blog-Artikel, Update » Zugvögel «, Inspiration der Woche


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Was nehmen, was geben wir mit?

Was macht man mit einem Sommer, der nicht so sonnig und unbeschwert aus-, sondern über weite Strecken ins buchstäbliche Wasser fällt? Gegenfrage: Was spricht dagegen, der Nässe ihre Schönheit einzugestehen? Und was spricht beispielsweise gegen ein Picknick am Duisburger Hauptbahnhof? Der Anblick der ankommenden und weiterziehenden Züge am Ende von Gleis 13 kann mit selbstgemachtem Pflaumenkuchen in der Hand jedenfalls ähnlich erholsam anmuten wie Ebbe und Flut mit Sand unter den Füßen. Schön, wenn es Freundinnen gibt, die sich auf einen solchen Spaß einlassen. Und sind es letztlich nicht genau solche Erinnerungen, die wir noch lange in uns tragen? Und damit sind wir bei der Überschrift, die ich meinen letzten Wochen mit diesem Blog-Artikel gebe.

 

Eben noch habe ich mit einem sterbenskranken Menschen im Bekanntenkreis telefoniert und ihn für seine Tapferkeit bewundert. Schon erreicht mich der Anruf eines befreundeten Paares, das mir erleichtert und glücklich von der Geburt seines Kindes berichtet. Da komme ich nicht umhin, die Zyklen des Lebens zu bestaunen. Die letzten Wochen bespielten die ganze Klaviatur derartiger Ereignisse, die mich mal mittelbar, mal unmittelbar betrafen. Mehr denn je gilt da die Aussage: Man sollte die Feste feiern, wie sie fallen. Oder auch: Man sollte feste feiern, wenn man fällt.

Als ich mich neulich auf den Weg zu einem Umzug in der Familie begebe, frage ich mich, was wir am Ende eigentlich mitnehmen. Und dabei geht es mir um mehr als Umzugskartons und Möbel beim Ortswechsel. In Gesprächen wird man mich bisweilen sagen hören: "Wir nehmen uns immer mit." Damit meine ich, dass wir vor nichts wegrennen können; dass wir in den Herausforderungen des Lebens ebenso wie in seinen Geschenken uns selbst begegnen. Was machen wir daraus letztlich? Und was geben wir davon jenen, die uns folgen und die auf uns bauen, mit?

 

In einem Workshop, den ich unlängst an einer Duisburger Grundschule für deren Lehrer gestalten durfte, widmete ich mich ähnlich wie schon im Frühjahr bei der Führungswerkstatt in Wuppertal der Frage: "(Wie) Kann Sinn führen?" Nein, allgemeingültige Antworten hatte ich auch diesmal nicht im Angebot. Aber Fragen und Erfahrungen, die mich in den letzten Jahren weitergebracht haben. Unter'm Strich bin ich der festen Überzeugung, dass jeder von uns in sich trägt, was er für ein erfüllendes und erfülltes Leben benötigt.

Als einer der jüngeren Lehrer am Ende unserer Session den Entschluss äußerte, sich im neuen Schuljahr an das Innehalten zu erinnern, um den Werten, die er seinen Schülern mitgeben (und ja, auch vorleben) möchte, treu zu bleiben, war damit für mich alles gesagt...

...wenn auch noch nicht gesungen. Denn man bat mich, an der Einschulung der Erstklässler in der folgenden Woche einen Song aufzuführen, den ich im Rahmen des Workshops vorgetragen hatte: "Alles, was du brauchst, ist da!", lautet dessen Botschaft im Refrain. Eine prall gefüllte Turnhalle lauscht mir eine Woche später aufmerksam, und ich darf den Kleinen wie den Großen bei einem solch einschneidenden Ereignis für die Dauer eines Liedes meine Musik mitgeben. Was für eine Freude und ja, auch Ehre.

Und damit schließt sich der Kreis. Vor geraumer Zeit habe ich mich mal (wieder) gefragt, was von mir bleibt, wenn ich nicht mehr bin. Möglichst viel Musik, war die offensichtliche Antwort. Aller Widrigkeiten zum Trotz, die man als Musiker dieser Tage antrifft, habe ich mich entschieden, ein weiteres Album zu machen. Wie läuft es für die » Zugvögel «?

 

Ein großer Bericht in der Rheinischen Post darf als ordentlicher Rückenwind verstanden werden. Wobei das Wort "groß" genau so gemeint ist. Ich habe jedenfalls nicht schlecht gestaunt, als ich die Zeitung aufschlug. Das vollständige Porträt nachzulesen gibt es hier.

Fast ein Viertel der angestrebten Summe ist mittlerweile beieinander. Und ich nehme auch in den nächsten Monaten noch mit, wer mitkommen möchte.

 

Alles Weitere nachzulesen und die Möglichkeit, Albumpaten zu werden, gibt es hier.

Zum bisherigen Entstehungsprozess gibt es zu sagen: Insgesamt sechs der 10 » Zugvögel « sind mittlerweile ausgelost und kontaktiert. Nach Berlin führte mich mein zweites Interview. Da es sich bei den Gewinnern um eine Familie mit Kleinkind und Baby handelte, passten wir unser Interview den Gegebenheiten an. Mitten im und aus dem Leben. Wunderbar. Weitere Berlin-Eindrücke waren auch noch drin.

Kommen wir abschließend zum Thema "Werte", das mich seit geraumer Zeit umtreibt (nachzulesen auch hier) und u. a. auch dazu bewogen hat, die Kosten und den Entstehungsprozess der » Zugvögel « transparent zu gestalten.

Bei einer Begegnung mit Freddy Fischer von der gleichnamigen Stiftung aus Essen kam es Ende Juli zu der Idee einer entsprechenden Gesprächsrunde beim Essener Rü... Genuss pur!. Es entstand dort die Aktion "Robin Gut", der ich mein Männchen geborgt und meine Ideen zur Verfügung gestellt habe. Auch hier geht es um die Frage, was wir unseren Mitmenschen (mit)geben. Mehr über die Aktion zu erfahren gibt es hier.

 

Dieser Blog-Artikel handelte von Zügen, Umzügen und von der Frage, was wir tun können, damit "das echte Leben" Ein-Zug hält. Fest steht: Welche Züge auch immer unser Leben jetzt gerade trägt - wir sind am Zug.


Deine verspielten Zugrunden:
Feine, gezielte Flugstunden.

 

Mit diesem Aus-Zug aus einem neuen Gedicht wünsche ich euch einen wundervollen Herbst. Wenn man den Sommer erst einmal losgelassen hat, ist er eine großartige Jahreszeit, finde ich.

 

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Was uns erfüllt.

Schnappschuss meines Gleitschirmflugs im Libanon mit fünf Elementen aus einem Vortrag, den ich gemeinsam mit Knud Mitte Juli bei einer geschlossenen Veranstaltung in Essen abhielt. Dabei bekam jeder Teilnehmer einen Ausdruck dieser Illustration.
Schnappschuss meines Gleitschirmflugs im Libanon mit fünf Elementen aus einem Vortrag, den ich gemeinsam mit Knud Mitte Juli bei einer geschlossenen Veranstaltung in Essen abhielt. Dabei bekam jeder Teilnehmer einen Ausdruck dieser Illustration.

Ich bin viel gereist in der letzten Zeit. Habe viele Menschen erlebt und kennengelernt. "Was erfüllt uns?", frage ich mich, während sich die Fülle der Eindrücke noch in mir sortiert. Eine andere Version dieser Frage könnte lauten: "Was bringt unsere Augen zum Leuchten?" oder "Was weckt das unbändig erfreute Kind in uns?"

Jeder wird zu gegebener Zeit seine ganz eigenen Antworten auf diese Fragen finden. Eines scheint dabei sicher: Am Innehalten kommt niemand vorbei. Wer die Fülle schließlich in sich findet, der hat eine Menge zu geben. In einem Song, der in den Tagen nach meiner Rückkehr aus dem Libanon entstanden ist, heißt es:

Frieden beginnt immer in Herzensregionen,

fernab von Landesgrenzen und Weltreligionen.

Beten, meditieren, nennen wir's doch einfach Innehalten.
Auf jeden Fall müssen wir

aus- und runterschalten.
Was jeder von uns tun kann, findet er im Innen.
Einzig eines muss er tun: sich besinnen.

Wissen noch nicht wohin,
aber fangen wir bloß nicht mit dem Ausruh'n an,
ehe wir uns nicht im Klaren sind,
was jeder von uns tun kann.

Denn die Welt ist komplex

und wir sind mittendrin.
Sind doch längst unterwegs
auf der Suche nach Sinn.
Was machen wir mit dem Mantel,

den wir tragen?
Wie antworten wir auf diese Tage der Fragen?

Denn die Welt ist komplex
und wir sind mittendrin.
Sind schon lang unterwegs
auf der Suche nach Sinn.
Was werden wir unseren Leuten später sagen?
Wie antworten wir auf diese Tage der Fragen?


Uraufgeführt habe ich den Song "Tage der Fragen" kaum einen Monat nach seiner Fertigstellung bei der Verleihung des Akzeptanzpreises hier in Duisburg. Ein wahrlich denkwürdiger und anregender Abend.

Wenige Stunden später ging's für mich am frühen Morgen mit dem Zug in Richtung Süden. "Und jährlich ruft die alte Heimat.", könnte man dazu mittlerweile schon bei mir sagen. Auftritte im Purpur in Horheim und in der Hans Carossa Klinik in Stühlingen erwarteten mich an der Seite meines Bruders Knud. An beiden Spielorten sollten wir ein andächtiges und wertschätzendes Publikum antreffen, das sich trotz großer Veranstaltungs-Konkurrenz im Umkreis in erfreulich großer Anzahl einfand, um unseren "Familien-Experimenten" zu lauschen.

Ein bisschen Zeit für Privates blieb auch. Der Nachwuchs einer sehr geschätzten Schulfreundin  inspirierte mich dazu, ein bei Onkel Stereo in Duisburg erworbenes Lätzchen um eine Illustration auf der Rückseite zu ergänzen. Die goldene Leiter in "Schon allein für den Mond..." zu besingen hatte einst zur Folge, dass eben diese Freundin mir einen Jutebeutel mit einer goldenen Leiter bestickte. Eine "Revanche" anlässlich der Geburt als Mitbringsels aus der neuen Heimat war da eine Frage der Ehre und vor allem ein großer Spaß.

Ein Abschiedsgeschenk der besonderen Art gab's auch: Einen wunderschönen Regenbogen beim Warten auf dem Bahnsteig.

Gestern dann stieg ich wieder in den Zug. Diesmal für einen Tagestrip mit einem meiner 10 » Zugvögel «, den ich Ende Juni als Gewinner aus dem Lostopf der Albumpaten gezogen habe. Während sich die Finanzierung auf den Weg zu stolzen 4000 Euros begeben hat, bin ich erfüllt, ja beseelt von der kreativen Arbeit, die ich nun nach Durchführung des ersten Zug-Interviews aufnehmen kann. Alles Weitere nachzulesen und die Möglichkeit, Albumpaten zu werden, gibt es hier.

 

Schließen möchte ich heute mit einem frischen Gedicht und diesem Wunsch:

 

Wie auch immer, wo auch immer, mit wem auch immer ihr diesen Sommer verbringt - habt möglichst viele erfüllende und erfüllte Momente.

Lebenszeit ist so kostbar.


Wie das Schnuppern an den Sternen

Wer Vergangenheits-Touren bucht,
weil er nach Zukunfts-Spuren sucht.
Wer seine Ahnen überrundet,
indem er Fortschritt erkundet.

Wer nicht fest-, sondern aus- und innehält,
weil er das Schaffen in sein Zentrum stellt.
Wer das Ernten schätzt, aber noch mehr das Pflanzen.
und sich dem Sinn widmet, ganz im Sinne des Ganzen.

Für den ist jede, sei es kleine oder große Begegnung
wie das Schnuppern an den Sternen, gleich einer Segnung.

 

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Im Himmel, zwischen Welten und über Bühnen gleiten

Gestern in Düsseldorf gelandet, sind die Eindrücke der Libanon-Konzertreise heute fast noch so frisch wie der Fisch, den Knud und ich vor wenigen Tagen mit unserem Kumpel Issam in Batroun gegessen haben. Mit eben diesen noch ganz frischen Eindrücken scheint es für mich in diesem Moment kein Zufall, dass sich "Begegnung" und "Segnung" aufeinander reimen. Ich empfinde eine Menge Dankbarkeit. Und was diese Reise so besonders gemacht hat, waren letztlich (und mal wieder) die vielen wunderbaren Menschen, die uns mit ihrer Gastfreundschaft umarmt, an atemberaubende Orte ge- und mit libanesischen Köstlichkeiten verführt haben. Abgelichtet und gedichtet. Über 800 Fotos habe ich im Laufe der 10 Tage gemacht und dazu gereimt. All das findet sich in meinem Libanon-Blog.

 

Wem 800 Fotos zu viel sind, für den habe ich eine spontane Auswahl von 50 Momentaufnahmen getroffen:

Richtig gesehen. Ein Gleitschirmflug war auch dabei. Zu verdanken habe ich sowohl dessen Idee, als auch Organisation meinem Bruderherz. Knud war durch einen Dokumentarfilm über den Libanon darauf gekommen.

Apropos Knud: Was für ein Geschenk, den eigenen Bruder bei einer solchen Reise neben sich auf der Bühne zu wissen. Worte reichen da nicht, und es will schon was heißen, wenn ich das schreibe. Es gibt hier also kurzerhand einen Video-Eindruck mit unserer Interpretation von "Ana La Habibi" von Fairuz, das Knud und ich eigens für diese Reise einstudiert haben:

Eben diese teilweise etwas ungewöhnlichen Auftrittsorte unter freiem libanesischen Himmel (und wie in diesem Falle umgeben von Fröschen) waren übrigens neu für mich, konzertiere ich im Libanon doch sonst in Konzertsälen und an Flügeln. Aber je nach Jahreszeit feiert man die Feste eben, wie sie fallen. Die Hauptsache, die Musik bringt uns zusammen.

 

Es wird wohl noch ein paar Tage dauern, bis die vielen Eindrücke und Erkenntnisse verarbeitet sind und sich Deutschland wieder nach Zuhause anfühlt. Über mein Ankommen habe ich in meinem Blog gedichtet:

 

Zuhause gelandet.
Vom Gefühl her noch ein wenig gestrandet.
Fazit: Lebenszeit ist kostbar, ja versandet.
Auf dass die Liebe sie umrandet!

 

Fest steht schon heute, dass sich der Li(e)banon einmal mehr als ein wunderbares, unerwartet sicheres/stabiles, köstliches, an Kultur unfassbar reiches, landschaftlich atemberaubend schönes, blühendes, inspirierendes, großherziges/-zügiges, gastfreundschaftliches, buntes, vielseitiges, kontrastreiches,...Land erwiesen hat, das mir bei meinem nunmehr fünften Besuch noch mehr zu einer arabischen Heimat geworden ist.

 

Nach all dem Gleiten im Himmel, zwischen den Welten und über die Bühnen genieße ich nun eine kleine Verschnaufpause. Im Juli steht dann u. a. auf der Agenda ein Auftritt bei der Verleihung des Akzeptanzpreises in Duisburg an Klaus Wowereit. In einer denkwürdigen Zeit der "Ehe für alle" freue ich mich umso mehr auf diesen Abend. Nichtzuletzt hat mir auch der Libanon vor Augen geführt, wie wichtig ein ausgewogenes Maß an Toleranz für den Zusammenhalt in einer Gesellschaft ist. Es folgen zwei Auftritte in Süddeutschland an vertrauten Orten und diesmal in Begleitung von Knud:

 

Samstag, 22. Juli 2017 im Purpur, Horheim

Sonntag, 23. Juli 2017 in der Hans Carossa Klinik, Stühlingen

 

Als letzte Amtshandlung für heute steht nach Abschluss dieses Blog-Artikels die erste Auslosung für die » Zugvögel « an, deren Finanzierung mittlerweile bei über 3000 Euro angelangt ist. Alles Weitere nachzulesen und die Möglichkeit, Albumpaten zu werden, gibt es hier.

 

In diesem Sinne: Los geht's und immer weiter!

 

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Libanon 2017: Momente in Wort und Bild

Bei meiner diesjährigen Libanon-Reise werde ich es ähnlich handhaben wie im letzten Jahr: Ich werde in diesem Blog-Artikel besondere Momente sammeln. Momente, die was mit mir gemacht haben. Und das nicht nur in Form von Bildern. Denn eine Art "Reim des Tages" wird es in diesem Jahr auch geben, habe ich mir überlegt, so dass im Verlaufe meiner Reise ein Gedicht heranwächst.

 

Libanon-Momente in Wort und Bild.

Jeden Tag. Von mir für euch.

Die herzliche Einladung steht.



Tag 1

Noch ein wenig benommen,

aber angekommen.

Die erste Runde geschwommen.

Die erste Höhe erklommen.

 

Tag 2

Innere Quellen,
rauschende Wellen,
die mich auf diesen universellen,

vertrauten, steten Ton einstellen.

 

Tag 3

Hochranken.
Mit den Kleinen und den Kranken
in dieser Musik. Ganz ohne Schranken.
Große Freude. Tiefes Bedanken.

 

Tag 4
Leise, Laut, frisch, schweißend heiß.
Greis, Kind, schwarz, bunt, gleißend weiß.
Eine Reise wie diese der wegweisende Beweis:
Es schließt sich jeder Kreis.

 

Tag 5

Vielfalt der Kulturen.

Mit den Offenen und mit den Sturen

gemeinsam, verbindend auf Hochtouren.

So oder ähnlich hinterlässt man Spuren.

 

Tag 6

Menschheitsgeschichten
staunend, ehrfurchtsvoll ablichten.
Lernend von den Schwergewichten
die Chancen unserer Zukunft sichten.

 

Tag 7
Für manches braucht es kein Warum.
Also einfach bewegt, erfüllt und stumm.
Mit wenig Schlaf, aber umso mehr Mumm.
Die Mehrzahl der Tage tatsächlich um.

 

Tag 8
Einst ein leiser Neuanfang.
Dem hohen Flug und tiefen Gang
folgt nunmehr bald und laut: Nachklang.
Alles im Herzen. Vor allem Gesang.

 

Tag 9

Sich gerade in Schwellenzeiten
unbeschwerte Momente wie diesen bereiten.
Ohne Lasten seine Flügel ausbreiten,
um den hehren Meeren entgegenzugleiten.

 

Tag 10
Hoffnungsvoller Abschied
mit einem letzten dankbaren Lied.
Ob wohl eine Reise wie diese geschieht,
damit man immer klarer sieht?



Heimkehr
Zuhause gelandet.
Vom Gefühl her noch ein wenig gestrandet.
Fazit: Lebenszeit ist kostbar, ja versandet.
Auf dass die Liebe sie umrandet!


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Weimar, Duisburg, Beirut

Kurz vor meiner fünften Konzertreise in den Libanon habe ich mir einen Herzenswunsch erfüllt - einen Besuch in Weimar. Die Momentaufnahmen zeigen u. a. die Herzogin Anna Amalia Bibliothek und Goethes Gartenhaus. Reich beschenkt und inspiriert von den vielen Eindrücken (ja, ich habe auch gedichtet), ist bei mir mal wieder nach der Reise vor der Reise. Der kleine Koffer ausgepackt. Der große gefüllt mit Bühnen-Outfits, Gastgeschenken und Kleidung, die dem heißen Sommer im Libanon hoffentlich gerecht wird. Mückenspray nicht vergessen. Und ja, der Bikini kommt auch mit.

Die ersten fünf Tage unseres Aufenthaltes sind Knud und ich "im Einsatz". Danach folgen ein paar Tage Freizeit-Programm. Was freue ich mich darauf, dieses Land, das ich über die Jahre so sehr ins Herz geschlossen habe, noch mehr zu erkunden! Und den Menschen zu begegnen! Besonders und eben auch mit Vorfreude verbunden ist für mich der Umstand, dass der Auftakt unserer gemeinsamen Konzerte im Krankenhaus von Bhannes stattfinden wird. Mein Auftritt dort im letzten Jahr gehört zu den berührendsten Momenten meiner musikalischen Laufbahn. Warum, lässt sich mit diesen Bildern aus dem letzten Jahr sicher besser vermitteln als mit Worten.

Vermutlich werde ich auch in diesem Jahr wieder bloggen. In welcher Form und im welchem Umfang, das entscheide ich spontan vor Ort. Schaut einfach in den nächsten Tagen wieder vorbei.

Übrigens: Die » Zugvögel « sind auf dem Weg zu sage und schreibe 3000 Euros. Wow! Da ist tatsächlich Zug drin. Alles Weitere nachzulesen und die Möglichkeit, Albumpaten zu werden, gibt es immer noch hier.

 

Und damit fliege ich los in Richtung Libanon.

Wir hören und sehen uns, wenn ihr mögt.

 

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Für, von und mit euch: » Zugvögel «



Nach dem gestrigen Versand meines Newsletters fällt heute auch hier in meinem Blog der Startschuss für die

» Zugvögel «

An den Ideen zur Umsetzung dieses Albums bastle ich nun schon seit geraumer Zeit. Es kommt der Punkt, da muss man einfach losziehen, um im Bild des Albumtitels zu bleiben. Und das tue ich hiermit. Mit dem Video ist im Grunde genommen alles gesagt. Alles Weitere nachzulesen und die Möglichkeit, Albumpaten zu werden, gibt es hier. Bleibt mir für den Moment nur noch, ein herzliches Dankeschön auszusprechen in Richtung all jener, die in den letzten Tagen sofort und voller Begeisterung mitgemacht haben. Ich freue mich sehr auf die nächsten Stationen dieser Reise!

 

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Ein paar Gedanken zum Thema Werte in unserer Gesellschaft

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Anke Johannsen_Ein paar Gedanken zum The
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Eine Woche geht zur Neige, die mir - mal wieder - vor Augen geführt hat, wie wichtig Kreativität und Kultur für eine Gemeinschaft, eine Gesellschaft sind.

 

Die "Musikalische Märchenstunde", die mein Bruder Knud und ich gemeinsam mit Dr. Ursula Assaf-Nowak im Seniorenstift meines Stadtteils vor ein paar Tagen gestalteten, gehörte zu diesen Momentaufnahmen. Die Wertschätzung, die uns dort zuteil wurde, ist der Grund, warum ich trotz aller Widrigkeiten und Unsicherheiten Kulturschaffende bin (zum Artikel in der WAZ).

Mareike Engelke begeistert das Publikum mit ihren Illustrationen und Erkenntnissen.
Mareike Engelke begeistert das Publikum mit ihren Illustrationen und Erkenntnissen.

Die "Creative Stage", die in dieser Woche im wunderbaren Lehmbruck-Museum hier in Duisburg stattfand, war eine weitere solche Momentaufnahme. Im Publikum sitzend bestaunte ich die Kreativität, den Pioniergeist und den Vorwärtstrieb der Akteure auf der Bühne.

 

Beim Frühstück mit einer befreundeten Künstlerin kamen wir heute Vormittag - mal wieder - auf das Thema Werte bzw. Wertschätzung von Kunst und Kultur in unserer Gesellschaft zu sprechen. Meine Gedanken dazu habe ich vor ein paar Wochen formuliert, um "einfach mal Dampf abzulassen", nachdem sich die Momente mangelnder Wertschätzung gehäuft hatten. Ermutigt durch eben diese Freundin stelle ich sie heute online. Vielleicht eignen sich die bevorstehenden freien Tage für die Lektüre?

 

Für einen Dialog in dieser Sache stehe ich jedenfalls jederzeit und herzliche gerne zur Verfügung.

 

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Nach Oldenburg ist vor dem Libanon.

Vergangenen Sonntag waren Knud und ich zu Gast im Wilhelm 13. Für mich war es sage und schreibe das sechste Mal. Zugegeben, unser Konzert "Experimente" hätte ein wenig besser besucht sein können. Ob das herrliche Wetter oder die inkorrekte Terminangabe in der lokalen Presse - die Ursachenforschung scheint undankbar und unnötig vor dem Hintergrund, dass wir es mit einem aufmerksamen, experimentierfreudigen und wertschätzenden Publikum zu tun hatten, ich einen wunderschönen Blumenstrauß geschenkt bekam und wir den Abend im Kreise wunderbarer Menschen bei leckerem Essen und in gemütlicher Biergarten-Kulisee ausklingen ließen.

Schlussendlich war's ein runder und familiärer Konzert-Tag, der anmutete wie die Einstimmung auf unsere Konzertreise in den Libanon. Details dazu liegen uns mittlerweile vor, und damit steigt zweifelsohne auch die Vorfreude. Ob es mir diesmal gelingt, ein arabisches Lied zu singen? Der Restaurant-Leiter des äußerst empfehlenswerten syrischen Restaurants "Lamée's" in der Duisburger Altstadt ist zuversichtlich.

"Der Klügste im Raum ist vielmehr der Raum selbst, das Netzwerk, das die Menschen und Ideen im Raum miteinander verknüpft und sie mit dem Rest der Welt verbindet."  Dieses Zitat von David Weinberger schnappte ich wenige Tage später auf der META-Konferenz in Düsseldorf auf. Deren Inhalte klingen noch in mir nach. Einerseits faszinieren auch mich die digitalen Möglichkeiten, die sich rund um die Kreativität und Kunst auftun. Andererseits frage ich mich nach dem Sinn und Nutzen eben dieser Möglichkeiten. Mit Blick auf obiges Zitat könnte man auch fragen: Was macht denn die Verbindung zwischen uns Menschen und der Welt im Kern aus? Und so lasse ich die Eindrücke der letzten Tage auf mich wirken, während ich mich aufmache in ein Erholung und Sonne versprechendes Wochenende.

 

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Geglückte Punktlandung bei der IHK

In dieser Woche durfte ich einen Workshop bei der Niederrheinischen IHK in Duisburg künstlerisch begleiten, der sich mit den Themenwolken Ehrenamt, Werte und Kultur befasste. Gefragt waren Bilder. Daraus wurde schlussendlich Bildsprache (ich mache mir eben gerne einen Reim auf die Dinge) und ein Workshop, der mit Blick auf Zeit, Dynamik und Themendichte einer Punktlandung glich - und zwar nicht nur im buchstäblichen (siehe Aufkleber), sondern eben auch übertragenen Sinne.

Wenn ich nach den Rückmeldungen der Teilnehmer und des Organisations-Teams gehe, waren Weg und Ergebnis eine runde und belebende Angelegenheit, die zur Zufriedenheit aller den Themen diente.

Mein ganz persönliches Fazit: Wenn man sich ThemenWolken mit BeSonnenheit widmet, ergeben sich Öffnungen, und das Licht kann durchblitzen. Auch in einer Kammer :-).

 

Ein dickes Dankeschön an dieser Stelle an ein Team, mit dem sich professionell, da eben Team- und Ergebnis-orieniert, arbeiten ließ. Punkt für die IHK hier in Duisburg.

 

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Aufgemacht bei der Leadership Session

Die erste Leadership Session am vergangenen Freitag in Liechtenstein lässt sich vielleicht am treffendsten zusammenfassen mit den Worten: Wir haben uns aufgemacht.

"Aufgemacht" im Sinne von Offenheit. Denn dank der Offenheit aller Teilnehmer war ein intensiver und ehrlicher Austausch möglich, wie er wohl nur in einem geschützten Raum wie den "Little Big Beat Studios" und umringt von wunderschönen Bergen möglich ist - und zwar dann, wenn alle Beteiligten ein aufrichtiges Interesse daran haben, über sich hinauszuwachsen. Bei allen beteiligten Führungskräften war das der Fall. Und das war beeindruckend zu erleben. Spätestens beim gemeinsamen Jammen zum krönenden Abschluss unseres gemeinsamen Tages wurde erlebbar, wie fließend die Übergänge zwischen Management und Musik sind, ja wie sehr sich diese beiden Bereiche gegenseitig beflügeln können.

 

"Aufgemacht" aber auch im Sinne von Ein Anfang ist gemacht. Das gesamte Team freut sich schon sehr auf eine Fortsetzung dieses Formats zu gegebener Zeit.

 

Als nächstes machen Knud und ich uns auf in Richtung Oldenburg. Dort spielen wir am  Sonntag, den 21. Mai im Wilhelm 13, ehe es dann vom 19. - bis 29. Juni zum fünften Mal auf Konzertreise in den Libanon geht.

 

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