Im Himmel, zwischen Welten und über Bühnen gleiten

Gestern in Düsseldorf gelandet, sind die Eindrücke der Libanon-Konzertreise heute fast noch so frisch wie der Fisch, den Knud und ich vor wenigen Tagen mit unserem Kumpel Issam in Batroun gegessen haben. Mit eben diesen noch ganz frischen Eindrücken scheint es für mich in diesem Moment kein Zufall, dass sich "Begegnung" und "Segnung" aufeinander reimen. Ich empfinde eine Menge Dankbarkeit. Und was diese Reise so besonders gemacht hat, waren letztlich (und mal wieder) die vielen wunderbaren Menschen, die uns mit ihrer Gastfreundschaft umarmt, an atemberaubende Orte ge- und mit libanesischen Köstlichkeiten verführt haben. Abgelichtet und gedichtet. Über 800 Fotos habe ich im Laufe der 10 Tage gemacht und dazu gereimt. All das findet sich in meinem Libanon-Blog.

 

Wem 800 Fotos zu viel sind, für den habe ich eine spontane Auswahl von 50 Momentaufnahmen getroffen:

Richtig gesehen. Ein Gleitschirmflug war auch dabei. Zu verdanken habe ich sowohl dessen Idee, als auch Organisation meinem Bruderherz. Knud war durch einen Dokumentarfilm über den Libanon darauf gekommen.

Apropos Knud: Was für ein Geschenk, den eigenen Bruder bei einer solchen Reise neben sich auf der Bühne zu wissen. Worte reichen da nicht, und es will schon was heißen, wenn ich das schreibe. Es gibt hier also kurzerhand einen Video-Eindruck mit unserer Interpretation von "Ana La Habibi" von Fairuz, das Knud und ich eigens für diese Reise einstudiert haben:

Eben diese teilweise etwas ungewöhnlichen Auftrittsorte unter freiem libanesischen Himmel (und wie in diesem Falle umgeben von Fröschen) waren übrigens neu für mich, konzertiere ich im Libanon doch sonst in Konzertsälen und an Flügeln. Aber je nach Jahreszeit feiert man die Feste eben, wie sie fallen. Die Hauptsache, die Musik bringt uns zusammen.

 

Es wird wohl noch ein paar Tage dauern, bis die vielen Eindrücke und Erkenntnisse verarbeitet sind und sich Deutschland wieder nach Zuhause anfühlt. Über mein Ankommen habe ich in meinem Blog gedichtet:

 

Zuhause gelandet.
Vom Gefühl her noch ein wenig gestrandet.
Fazit: Lebenszeit ist kostbar, ja versandet.
Auf dass die Liebe sie umrandet!

 

Fest steht schon heute, dass sich der Li(e)banon einmal mehr als ein wunderbares, unerwartet sicheres/stabiles, köstliches, an Kultur unfassbar reiches, landschaftlich atemberaubend schönes, blühendes, inspirierendes, großherziges/-zügiges, gastfreundschaftliches, buntes, vielseitiges, kontrastreiches,...Land erwiesen hat, das mir bei meinem nunmehr fünften Besuch noch mehr zu einer arabischen Heimat geworden ist.

 

Nach all dem Gleiten im Himmel, zwischen den Welten und über die Bühnen genieße ich nun eine kleine Verschnaufpause. Im Juli steht dann u. a. auf der Agenda ein Auftritt bei der Verleihung des Akzeptanzpreises in Duisburg an Klaus Wowereit. In einer denkwürdigen Zeit der "Ehe für alle" freue ich mich umso mehr auf diesen Abend. Nichtzuletzt hat mir auch der Libanon vor Augen geführt, wie wichtig ein ausgewogenes Maß an Toleranz für den Zusammenhalt in einer Gesellschaft ist. Es folgen zwei Auftritte in Süddeutschland an vertrauten Orten und diesmal in Begleitung von Knud:

 

Samstag, 22. Juli 2017 im Purpur, Horheim

Sonntag, 23. Juli 2017 in der Hans Carossa Klinik, Stühlingen

 

Als letzte Amtshandlung für heute steht nach Abschluss dieses Blog-Artikels die erste Auslosung für die » Zugvögel « an, deren Finanzierung mittlerweile bei über 3000 Euro angelangt ist. Alles Weitere nachzulesen und die Möglichkeit, Albumpaten zu werden, gibt es hier.

 

In diesem Sinne: Los geht's und immer weiter!

 

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Libanon 2017: Momente in Wort und Bild

Bei meiner diesjährigen Libanon-Reise werde ich es ähnlich handhaben wie im letzten Jahr: Ich werde in diesem Blog-Artikel besondere Momente sammeln. Momente, die was mit mir gemacht haben. Und das nicht nur in Form von Bildern. Denn eine Art "Reim des Tages" wird es in diesem Jahr auch geben, habe ich mir überlegt, so dass im Verlaufe meiner Reise ein Gedicht heranwächst.

 

Libanon-Momente in Wort und Bild.

Jeden Tag. Von mir für euch.

Die herzliche Einladung steht.



Tag 1

Noch ein wenig benommen,

aber angekommen.

Die erste Runde geschwommen.

Die erste Höhe erklommen.

 

Tag 2

Innere Quellen,
rauschende Wellen,
die mich auf diesen universellen,

vertrauten, steten Ton einstellen.

 

Tag 3

Hochranken.
Mit den Kleinen und den Kranken
in dieser Musik. Ganz ohne Schranken.
Große Freude. Tiefes Bedanken.

 

Tag 4
Leise, Laut, frisch, schweißend heiß.
Greis, Kind, schwarz, bunt, gleißend weiß.
Eine Reise wie diese der wegweisende Beweis:
Es schließt sich jeder Kreis.

 

Tag 5

Vielfalt der Kulturen.

Mit den Offenen und mit den Sturen

gemeinsam, verbindend auf Hochtouren.

So oder ähnlich hinterlässt man Spuren.

 

Tag 6

Menschheitsgeschichten
staunend, ehrfurchtsvoll ablichten.
Lernend von den Schwergewichten
die Chancen unserer Zukunft sichten.

 

Tag 7
Für manches braucht es kein Warum.
Also einfach bewegt, erfüllt und stumm.
Mit wenig Schlaf, aber umso mehr Mumm.
Die Mehrzahl der Tage tatsächlich um.

 

Tag 8
Einst ein leiser Neuanfang.
Dem hohen Flug und tiefen Gang
folgt nunmehr bald und laut: Nachklang.
Alles im Herzen. Vor allem Gesang.

 

Tag 9

Sich gerade in Schwellenzeiten
unbeschwerte Momente wie diesen bereiten.
Ohne Lasten seine Flügel ausbreiten,
um den hehren Meeren entgegenzugleiten.

 

Tag 10
Hoffnungsvoller Abschied
mit einem letzten dankbaren Lied.
Ob wohl eine Reise wie diese geschieht,
damit man immer klarer sieht?



Heimkehr
Zuhause gelandet.
Vom Gefühl her noch ein wenig gestrandet.
Fazit: Lebenszeit ist kostbar, ja versandet.
Auf dass die Liebe sie umrandet!


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Weimar, Duisburg, Beirut

Kurz vor meiner fünften Konzertreise in den Libanon habe ich mir einen Herzenswunsch erfüllt - einen Besuch in Weimar. Die Momentaufnahmen zeigen u. a. die Herzogin Anna Amalia Bibliothek und Goethes Gartenhaus. Reich beschenkt und inspiriert von den vielen Eindrücken (ja, ich habe auch gedichtet), ist bei mir mal wieder nach der Reise vor der Reise. Der kleine Koffer ausgepackt. Der große gefüllt mit Bühnen-Outfits, Gastgeschenken und Kleidung, die dem heißen Sommer im Libanon hoffentlich gerecht werden. Mückenspray nicht vergessen. Und ja, der Bikini kommt auch mit.

Die ersten fünf Tage unseres Aufenthaltes sind Knud und ich "im Einsatz". Danach folgen ein paar Tage Freizeit-Programm. Was freue ich mich darauf, dieses Land, das ich über die Jahre so sehr ins Herz geschlossen habe, noch mehr zu erkunden! Und den Menschen zu begegnen! Besonders und eben auch mit Vorfreude verbunden ist für mich der Umstand, dass der Auftakt unserer gemeinsamen Konzerte im Krankenhaus von Bhannes stattfinden wird. Mein Auftritt dort im letzten Jahr gehört zu den berührendsten Momenten meiner musikalischen Laufbahn. Warum, lässt sich mit diesen Bildern aus dem letzten Jahr sicher besser vermitteln als mit Worten.

Vermutlich werde ich auch in diesem Jahr wieder bloggen. In welcher Form und im welchem Umfang, das entscheide ich spontan vor Ort. Schaut einfach in den nächsten Tagen wieder vorbei.

Übrigens: Die » Zugvögel « sind auf dem Weg zu sage und schreibe 3000 Euros. Wow! Da ist tatsächlich Zug drin. Alles Weitere nachzulesen und die Möglichkeit, Albumpaten zu werden, gibt es immer noch hier.

 

Und damit fliege ich los in Richtung Libanon.

Wir hören und sehen uns, wenn ihr mögt.

 

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Für, von und mit euch: » Zugvögel «



Nach dem gestrigen Versand meines Newsletters fällt heute auch hier in meinem Blog der Startschuss für die

» Zugvögel «

An den Ideen zur Umsetzung dieses Albums bastle ich nun schon seit geraumer Zeit. Es kommt der Punkt, da muss man einfach losziehen, um im Bild des Albumtitels zu bleiben. Und das tue ich hiermit. Mit dem Video ist im Grunde genommen alles gesagt. Alles Weitere nachzulesen und die Möglichkeit, Albumpaten zu werden, gibt es hier. Bleibt mir für den Moment nur noch, ein herzliches Dankeschön auszusprechen in Richtung all jener, die in den letzten Tagen sofort und voller Begeisterung mitgemacht haben. Ich freue mich sehr auf die nächsten Stationen dieser Reise!

 

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Ein paar Gedanken zum Thema Werte in unserer Gesellschaft

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Eine Woche geht zur Neige, die mir - mal wieder - vor Augen geführt hat, wie wichtig Kreativität und Kultur für eine Gemeinschaft, eine Gesellschaft sind.

 

Die "Musikalische Märchenstunde", die mein Bruder Knud und ich gemeinsam mit Dr. Ursula Assaf-Nowak im Seniorenstift meines Stadtteils vor ein paar Tagen gestalteten, gehörte zu diesen Momentaufnahmen. Die Wertschätzung, die uns dort zuteil wurde, ist der Grund, warum ich trotz aller Widrigkeiten und Unsicherheiten Kulturschaffende bin (zum Artikel in der WAZ).

Mareike Engelke begeistert das Publikum mit ihren Illustrationen und Erkenntnissen.
Mareike Engelke begeistert das Publikum mit ihren Illustrationen und Erkenntnissen.

Die "Creative Stage", die in dieser Woche im wunderbaren Lehmbruck-Museum hier in Duisburg stattfand, war eine weitere solche Momentaufnahme. Im Publikum sitzend bestaunte ich die Kreativität, den Pioniergeist und den Vorwärtstrieb der Akteure auf der Bühne.

 

Beim Frühstück mit einer befreundeten Künstlerin kamen wir heute Vormittag - mal wieder - auf das Thema Werte bzw. Wertschätzung von Kunst und Kultur in unserer Gesellschaft zu sprechen. Meine Gedanken dazu habe ich vor ein paar Wochen formuliert, um "einfach mal Dampf abzulassen", nachdem sich die Momente mangelnder Wertschätzung gehäuft hatten. Ermutigt durch eben diese Freundin stelle ich sie heute online. Vielleicht eignen sich die bevorstehenden freien Tage für die Lektüre?

 

Für einen Dialog in dieser Sache stehe ich jedenfalls jederzeit und herzliche gerne zur Verfügung.

 

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Nach Oldenburg ist vor dem Libanon.

Vergangenen Sonntag waren Knud und ich zu Gast im Wilhelm 13. Für mich war es sage und schreibe das sechste Mal. Zugegeben, unser Konzert "Experimente" hätte ein wenig besser besucht sein können. Ob das herrliche Wetter oder die inkorrekte Terminangabe in der lokalen Presse - die Ursachenforschung scheint undankbar und unnötig vor dem Hintergrund, dass wir es mit einem aufmerksamen, experimentierfreudigen und wertschätzenden Publikum zu tun hatten, ich einen wunderschönen Blumenstrauß geschenkt bekam und wir den Abend im Kreise wunderbarer Menschen bei leckerem Essen und in gemütlicher Biergarten-Kulisee ausklingen ließen.

Schlussendlich war's ein runder und familiärer Konzert-Tag, der anmutete wie die Einstimmung auf unsere Konzertreise in den Libanon. Details dazu liegen uns mittlerweile vor, und damit steigt zweifelsohne auch die Vorfreude. Ob es mir diesmal gelingt, ein arabisches Lied zu singen? Der Restaurant-Leiter des äußerst empfehlenswerten syrischen Restaurants "Lamée's" in der Duisburger Altstadt ist zuversichtlich.

"Der Klügste im Raum ist vielmehr der Raum selbst, das Netzwerk, das die Menschen und Ideen im Raum miteinander verknüpft und sie mit dem Rest der Welt verbindet."  Dieses Zitat von David Weinberger schnappte ich wenige Tage später auf der META-Konferenz in Düsseldorf auf. Deren Inhalte klingen noch in mir nach. Einerseits faszinieren auch mich die digitalen Möglichkeiten, die sich rund um die Kreativität und Kunst auftun. Andererseits frage ich mich nach dem Sinn und Nutzen eben dieser Möglichkeiten. Mit Blick auf obiges Zitat könnte man auch fragen: Was macht denn die Verbindung zwischen uns Menschen und der Welt im Kern aus? Und so lasse ich die Eindrücke der letzten Tage auf mich wirken, während ich mich aufmache in ein Erholung und Sonne versprechendes Wochenende.

 

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Geglückte Punktlandung

In dieser Woche durfte ich einen Workshop bei der Niederrheinischen IHK in Duisburg künstlerisch begleiten, der sich mit den Themenwolken Ehrenamt, Werte und Kultur befasste. Gefragt waren Bilder. Daraus wurde schlussendlich Bildsprache (ich mache mir eben gerne einen Reim auf die Dinge) und ein Workshop, der mit Blick auf Zeit, Dynamik und Themendichte einer Punktlandung glich - und zwar nicht nur im buchstäblichen (siehe Aufkleber), sondern eben auch übertragenen Sinne.

Wenn ich nach den Rückmeldungen der Teilnehmer und des Organisations-Teams gehe, waren Weg und Ergebnis eine runde und belebende Angelegenheit, die zur Zufriedenheit aller den Themen diente.

Mein ganz persönliches Fazit: Wenn man sich ThemenWolken mit BeSonnenheit widmet, ergeben sich Öffnungen, und das Licht kann durchblitzen. Auch in einer Kammer :-).

 

Ein dickes Dankeschön an dieser Stelle an ein Team, mit dem sich professionell, da eben Team- und Ergebnis-orieniert, arbeiten ließ. Punkt für die IHK hier in Duisburg.

 

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Aufgemacht

Die erste Leadership Session am vergangenen Freitag in Liechtenstein lässt sich vielleicht am treffendsten zusammenfassen mit den Worten: Wir haben uns aufgemacht.

"Aufgemacht" im Sinne von Offenheit. Denn dank der Offenheit aller Teilnehmer war ein intensiver und ehrlicher Austausch möglich, wie er wohl nur in einem geschützten Raum wie den "Little Big Beat Studios" und umringt von wunderschönen Bergen möglich ist - und zwar dann, wenn alle Beteiligten ein aufrichtiges Interesse daran haben, über sich hinauszuwachsen. Bei allen beteiligten Führungskräften war das der Fall. Und das war beeindruckend zu erleben. Spätestens beim gemeinsamen Jammen zum krönenden Abschluss unseres gemeinsamen Tages wurde erlebbar, wie fließend die Übergänge zwischen Management und Musik sind, ja wie sehr sich diese beiden Bereiche gegenseitig beflügeln können.

 

"Aufgemacht" aber auch im Sinne von Ein Anfang ist gemacht. Das gesamte Team freut sich schon sehr auf eine Fortsetzung dieses Formats am 13. Oktober.

 

zur Anmeldung

 

Als nächstes machen Knud und ich uns auf in Richtung Oldenburg. Dort spielen wir am  Sonntag, den 21. Mai im Wilhelm 13, ehe es dann vom 21. - bis 29. Juni zum fünften Mal auf Konzertreise in den Libanon geht.

 

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"(Wie) Kann Sinn führen?"

Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft veranstaltete in dieser Woche ihre "Führungswerkstatt" in den Räumen des CSCP (The Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production) in Wuppertal. Knud und ich waren eingeladen, dort eine einstündige künstlerische Erfahrung zu gestalten, die sich - wie auch der Rest der ganztägigen Veranstaltung - dem Thema "(Wie) Kann Sinn führen?" widmete.

Die kreativen Notizen, die Knud und ich während der Vorträge am Vormittag in gereimter und gezeichneter Form erstellten, präsentierten wir dabei ebenso wie Live-Musik und eine (Schreib-) Übung, die wir mit allen Teilnehmern durchführten. Darin ging es um die Frage, ob unsere fünf Sinne und unsere Wahrnehmung uns Aufschluss über unseren Sinn im Leben geben können, also uns führen können.

Ähnlich erfreulich wie die Tatsache, dass sich alle Anwesenden darauf einließen, waren die Rückmeldungen, die wir im Anschluss an die Veranstaltung erhielten. Spannende Gespräche mit engagierten, teils noch recht jungen Menschen. Das war ein sehr inspirierender und ermutigender Tag. Und das sage ich auch mit Blick auf unsere bevorstehende "Leadership Session" am 5. Mai in Liechtenstein.


Das Experiment

Wenn's dir zu weit geht, gehst du weiter.


Sei dir gewiss der Wegbegleiter.


Sie verstehen, wie du, dass sich Ehre häuft,


wenn deine, unsere Zeit nicht mehr ins Leere läuft.



 

Auf dem neuen Weg also ins Volle laufen,


dabei nur noch das bereichernd Tolle kaufen.


Die Leere so gegen die Fülle tauschen,


sich an der neuen, erfüllten Hülle berauschen.

 

Du musst nicht immer wissen, wer du bist.


Es reicht, wenn du spürst, was in dir ist.


Musst nicht länger suchen, nicht mehr leer laufen.


Lass dich fallen, feiern, vom freien Meer taufen.



 

Das Wesen verrückt

und neu bestückt.


Das Experiment:


geglückt.


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Seitenende, Zeitenwende

In einer Mischung aus beruflich Relevantem und subjektiv Erlebtem nimmt mein Blog hier von Zeit zu Zeit Gestalt an. Es war viel los in den letzten Wochen. In Anbetracht dieser Ereignis-Fülle heißt es da, auf den Punkt zu kommen. Aber auf welchen eigentlich?

Einer der Punkte, der mich aktuell (und mal wieder) begleitet, ist die Veränderung. Veränderung gehört zur Natur des Lebens. Nur wollen wir das oft nicht so sehen. Das Lebenskonzept des Menschen, so scheint es, bevorzugt zumeist die Sicherheit dem Risiko. Als ließe sich das Leben wirklich kontrollieren.

Beim Spülen neulich in Gedanken mit dem Thema Abschied befasst, hatte ich plötzlich den Reim "Seitenende, Zeitenwende" im Ohr (Ich liebe es, wenn mich die Kreativität derart im Alltag besuchen kommt!).

Das Ende einer Seite oder gar eines ganzen Kapitels, stellvertretend für den Abschied im Leben, kann Unbehagen auslösen. Doch dem Abschied - das wissen wir, lebenserfahren, wie wir mittlerweile sind - folgt sogleich der nächste Anfang. Das Seitenende wird zur Zeitenwende. Es liegt einzig an uns, ob wir diese Veränderung meistern und wie (also beispielsweise mit wie viel Mut) wir sie gestalten. Ein wichtiger, ja der springende Punkt:

 

Es liegt einzig an uns, unser Leben zu führen.

Mit Blick auf meine beruflichen Aktivitäten der letzten und bevorstehenden Zeit könnte man an dieser Stelle durchaus von "Führling" anstelle von "Frühling" sprechen. Die Leadership Session, die ich gemeinsam mit meinem Bruder Knud erstmalig am 5. Mai in den "Little Big Beat Studios" in Liechtenstein anbiete, nimmt konkrete und lebendige Form an.

In wunderschöner Kulisse wie dieser lässt sich wahrlich inspiriert arbeiten. Im gesamten Organisations-Team wächst somit die Vorfreude.

 

Ebenfalls im Zeichen des Führens steht Knuds und mein Beitrag an der Führungswerkstatt am CSCP in Wuppertal am 19. April: "(Wie) Kann Sinn führen?".

 

Während mein Vortrag zum Thema "Crowdfunding" in Mönchengladbach und meine Moderation der Gründerinnen-Veranstaltung in Wesel hinter mir liegen,...

...steht ein weiterer Beitrag zum Thema "Crowdfunding" im Rahmen des Unternehmerinnen Forums Niederrhein noch bevor, und zwar am 28. April in Duisburg.

 

Und da wir gerade bei Terminen sind: Mit einem Augenzwinkern als "Familien-Experiment" bezeichnet, stehen für die nächsten Monate die folgenden Konzert-Termine mit Knud am Saxophon ins Haus Johannsen:

 

Sonntag, 21. Mai 2017

Wilhelm 13, Oldenburg

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19. - 29. Juni 2017

5. Konzertreisen in den Libanon

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Samstag, 22. Juli 2017

Purpur, Horheim

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Sonntag, 23. Juli 2017

Hans Carossa Klinik, Stühlingen

Nach dem Projekt "Stille Helden" vor zwei Jahren arbeite ich derzeit an einem neuen Musik-/Video-Projekt für die Euregio Rhein-Waal und die Stadt Duisburg. In Anlehnung an eines meiner Lieder und unter dem Arbeitstitel "Dies ist nicht der Augenblick, um Angst zu haben" habe ich es dabei mit Menschen aus aller Herren Länder zu tun. Als "Flüchtlinge" könnte man wohl die Mehrheit von ihnen bezeichnen. Ich tue mich schwer mit diesem Wort. Irgendwie sind wir bisweilen doch alle Flüchtlinge...und am Ende vor allem Menschen. Und so empfinde ich es vornehmlich als Freude und Ehre, mit dieser bunten Mischung aus Menschen zu tun zu haben. Ich lerne viel und bin offen, ja gespannt, was die nächsten Wochen und Monate für uns bereithalten.

Manch einem mag es aufgefallen sein: Ich habe meiner Website im Zuge des Frühjahrsputzes einen neuen Anstrich verpasst. Bereits Anfang des Jahres habe ich die Rubrik "Inspiration der Woche" eingeführt. Hinzugekommen ist nun noch die "Spielecke". Einfach, weil's geht.

Vieles ist aber auch beim Alten geblieben. Über 400 Handschuhe habe ich mittlerweile gefunden (> "Handschuhbidoo")! Und ich finde noch mehr...nämlich Duisburg immer wieder wunderschön. Nach meinen Reisen genieße ich es umso mehr, wenn mich meine Wahl-Heimat Duisburg - beispielsweise bei einer Joggingrunde - mit ihren Lichbtlicken verzückt (> "DU-Lichtblick").

Meine Treue gilt auch weiterhin dem Dichten. Eine Kostprobe davon gibt es weiter unten und den Rest meiner Gedichte hier nachzulesen.

 

"Was ist denn nun mit einem neuen Album?", werde ich immer wieder und häufiger gefragt. Immerhin befasse ich mich seit rund zwei Jahren mit dessen Planung und Umsetzung. Zugegeben, es ist eine Jonglage, meiner "dienstleistenden Kunst" und jener, die um ihrer selbst Willen Form annimmt (also der Musik, die aus meinem tiefsten Inneren kommt), gleichermaßen gerecht zu werden. Aber ich komme, wenn auch in kleinen Schritten, voran. Und so kann ich an dieser Stelle verkünden, dass das neue Album...Trommelwirbel...

» Zugvögel «

heißen wird. Ich packe meine Sachen für eine weitere spannende Album-Reise...mit euch.

 

Für heute bleiben zwei meiner Schnappschüsse: Das Eier-Bemalen mit den Kleinkindern aus der Familie gehörte fernab meiner beruflichen Abenteuer zu meinen ganz persönlichen Höhepunkten der letzten Wochen. Und das Ende eines Radwegs irgendwo in Vorarlberg wird hiermit zum Ende dieses Blog-Posts. Einfach, weil's geht.

 

In diesem Sinne einen tollen Führling/Frühling und wunderbare Osterfeiertage allerseits!


Eine Geschichte über das Schleifenlassen und warum diese Formulierung auch etwas Gutes bedeuten kann.

"Lässt sich das Leiden vermeiden?", fragte der Diamant,
als das Leben ihn roh am Rand des Weges fand.
"Nein, ich fürchte nicht.", sprach da ganz frei das Leben.
"Aber es macht dich schön und deine Kanten eben.

Er wird wehtun und schmerzen - der polierende Eingriff.
Aber edel wirst du sein nach einem solchen Feinschliff."
"Gut, dann leg' halt los. Ich bin bereit zu scheinen.
Lieber froh als roh unter den vielen Steinen."

Es ging zu Werke das Leben mit ganz sicherer Hand.
Mal mit Sanftheit, mal mit Stärke, wie's es grad befand.
Es schliff hin und her. Hoch und, ja, auch runter.
"Aaah!", rief unser Freund , "Werd' ich je wieder munter?"

 

"Hab' Geduld, mein Lieber. Hab' Vertrauen in mich.
Lass' dich fallen im Schlaf. Gewiss, ich wecke dich."
Und so träumte der Stein von seiner neuen Brillanz,
seinem hübschen Leben im neuen Glanz.

Erst ein Flüstern, dann ein Rufen: "So, jetzt komm' zurück!"
Da! Dem Leben war's gelungen: sein Meisterstück.
"Fremd und wunderschön, und doch mit dir verwandt:
Ecken, Kanten und Form von dir als Diamant!"

Und das Leben war zufrieden. Oh, es liebte die Wandlung!
So zu transformieren: seine Lieblingshandlung.
Die Steine sagen nein zumeist zur Frage des Lebens.
Doch das Angebot, das lernen wir, ist niemals vergebens.


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Viele Antworten und noch mehr Fragen

Wenn ein System durch ein ungewohntes Element irritiert wird, kann dies ein belebender Aufbruch sein - eine Chance, neue Wege zu entdecken und beschreiten. Darin besteht in wenigen Worten der Ansatz der künstlerischen Intervention in der Wirtschaft (s. auch hier).

 

Die BTC AG mit Hauptsitz in Oldenburg lud mich im vergangenen Herbst ein, mit meinen künstlerischen Methoden einen Prozess rund um das Thema interne Kommunikation zu begleiten. Daraus wurde ein mehrmonatiges Projekt, das neben einem illustrierten/musikalischen Jahresrückblick an der firmeninternen Adventsfeier eine Reise zu allen deutschen Geschäftsstellen (Münster, Bremen, Hamburg, Berlin, Leipzig, Neckarsulm, Mainz, Oldenburg) beinhaltete.

 

Im Gepäck hatten meine Projekt-Partnerinnen Lena Mäusezahl, Silke Förtsch und ich neben meinem Klavier, einer Papierrolle und einer Vielzahl von Workshop-Utensilien eine Auswahl wohlüberlegter Fragen. Das Zuhören sollte bei all unseren Stationen im Mittelpunkt stehen. Wir verstanden uns als "Askforce".

 

Meine Rolle als begleitende Künstlerin bestand im Wesentlichen darin, ein Spiegel zu sein. Ein unvoreingenommer Spiegel, möchte ich ergänzen. Mal spielte ich Klavier, mal sang ich, mal stellte ich Fragen. Mein Zuhören manifestierte ich in Form von Schlagwörtern und Zeichnungen auf einer Papierrolle, die zum Ende unserer Reise eine imposante Länge erreichte.

 

Zu den künstlerischen Ergebnissen, die im Rahmen dieses Projektes entstanden, zählen eine Komposition, Illustrationen, Fotos, und Videos. Diese künstlerische Wertschöpfung flankiert, unterstreicht oder beschleunigt gar einen Prozess, der sich aus den inhaltlichen (Zwischen-) Ergebnissen unserer "Dialogreise" ergibt. Viele Antworten und noch mehr Fragen. Der Dialog ist in vollem Gange. Nach der Reise ist also vor der Reise, während mein Part als begleitende Künstlerin dieser Tage zum Abschluss kommt. Es wird spannend sein, von nun an aus der Ferne zu verfolgen, welchen Nutzen, welche Chancen die BTC für sich kurz- und längerfristig aus diesem Projekt ableiten wird.

 

Allgemeingültig erscheint mir indes: Zukunftsfähigkeit erfordert Weitblick. Weitblick erfordert eine Auseinandersetzung mit Werten. Für welche (menschlichen) Werte steht ein Unternehmen? Wie viel Sinn stiftet es für seine Kunden, für seine Mitarbeiter? Welche Antworten formuliert es auf die Fragen der Zukunft in Worten und Taten?

 

Meine Kunst kann und will auf diese Fragen keine konkreten Antworten geben. Auch im Fall der BTC nicht. Was aber kann, was will Kunst? Ein Gedicht kommt mir in den Sinn, das ich im vergangenen Jahr während einer Konferenz schrieb, die sich dem Rohstoff Kreativität widmete (s. u.).

 

Wäre da noch die Frage: "Dialogreise" oder "Dialogriese"? Ein Buchstabendreher brachte die Mädels und mich in den Wochen unserer Reisevorbereitung zum Lachen. Passend dazu: meine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema "Entfaltung" im Jahr 2015: "Von Reisen und Riesen und wie wir es drehen".

 

Das letzte Wort meines heutigen Blog-Artikels sei einer tiefen Dankbarkeit gewidmet. Zutiefst dankbar bin ich, und zwar für die Begegnungen mit all den Menschen, die sich im Rahmen dieses Projektes auf die Kunst (und somit auch auf mich) eingelassen haben. Ihr habt mich bisweilen herausgefordert. Vor allem aber habt ihr mich berührt und inspiriert. Ihr seid Dialogriesen. Und ihr wisst, wer ihr seid.

 

Fotos: Anke Johannsen, Lena Mäusezahl


 

Was will Kunst?

 

Will Kunst sich einmischen
oder uns am Ende einfach nur das echte Leben auftischen?
Uns erfrischen
und dabei knallen, krachen und zischen?

Will Kunst einschreiten
oder uns behutsam anleiten?
Uns verzaubern mit ungeahnten Neuheiten.
Uns dabei mal tragen und mal reiten.

Will Kunst was bewegen
oder uns mal rufend, mal flüsternd ans Herz legen
nicht immer abzuwägen,
sondern uns wahrhaftig zu regen?

 

Will Kunst stören,
sich an sich selbst betören
oder doch mit offenen Ohren zuhören?
Einzelnen Stimmen. Ganzen Chören.

In kreativ
steckt immerhin tief.
Und ja genau, kreativ
reimt sich auch auf Korrektiv.

Ich fasse zusammen: Kunst ist nicht der neue Hype.
Kunst war schon immer der echte Vibe.
Wir reden von unser aller Rohstoffen.
Wollen wir sie nutzen? Sind wir wirklich offen?

Es bleibt zu hoffen.

 


Ehrengast dieses Momentes

Feste feiern, was grade ist,
weil du Ehrengast dieses Momentes bist.
Jetzt ist deins, und deins ist jetzt,
wenn du nicht mehr durch die Gezeiten hetzt.

Standhaftigkeit in allen Winden.
Bei Angst hilft nur noch Überwinden.
Planlos und doch Zukunftsvisionen
mit Mut in neue Dimensionen.

Wir können nichts festhalten, aber Haltung bewahren.
Und uns treu bleiben in all den Jahren.
Dies ist die Veränderung, von der wir später sprechen,
dies ist jener Zauber,...


 

"...wenn die neuen Zeiten anbrechen" - mein bislang unveröffentlichter Song, aus dem ich hier zitiere, erlebte seine Uraufführung im Rahmen des Festaktes, den die R+V BKK in Wiesbaden (ja genau, die Krankenkasse mit "meiner Warteschleife") anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens im Januar feierte. Wenn innegehalten, zurück- und nach vorne geblickt wird und man dem Ganzen dabei eine musikalische Note verleihen darf, kann man sich schon mal wie ein Ehrengast des Momentes vorkommen. Aber sind wir das nicht in Wahrheit alle und in jedem Augenblick? Dessen bin ich mir ziemlich sicher, als ich die Schnappschüsse der letzten Wochenende für diesen Blog-Artikel zusammenstelle.

Mittlerweile über 350 gefundene Handschuhe, die mir bei meiner alltäglichen Schatzsuche ein auf's andere Mal ein Lächeln ins Gesicht zaubern, eine lesenswerte bis amüsante Wand beim Frühstück im Hotel-Restaurant, ein Blick aus dem Zugfenster bei friedlicher Abenddämmerung, ein nächtlicher Spaziergang im zarten Neuschnee Duisburgs (der allzu bald zum Schnee von gestern wurde), ein Wunderkerzen-Empfang auf dem Bahnsteig für einen geliebten Menschen,...es gilt eben, von Zeit zu Zeit Feste/feste zu feiern.

 

Das gilt auch für "Stille Helden". Zum gleichnamigen Projekt (s. auch stilleheldenheute.de) wurde unlängst ein Interview im Magazin "Duisburg intern" veröffentlicht.

 

Die ersten Abenteuer in 2017 sind erlebt, die nächsten folgen alsbald.

 

Dazu gehört u. a. die sog "Leadership Session", die ich gemeinsam mit meinem Bruder Knud und unserem gemeinsamen Freund und Produzenten Little Konzett am 5. Mai in Liechtenstein abhalten werde. Es handelt sich dabei um eine Fortführung jenes Formates, das wir im vergangenen Jahr zu dem Titel "Sei eine Spielführungskraft" entwickelt und umgesetzt haben.

 

Mehr dazu gibt es hier nachzulesen.

 

Über alle anderen aktuellen Projekte (inkl. des geplanten Albums) gibt's beim nächsten Mal mehr zu lesen.

 

Feiern wir bis dahin Feste/feste!


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Strophe oder Kata-strophe?

Wäre das Leben ein Lied, wir sollten uns von Zeit zu Zeit die Frage nach unserer ganz persönlichen "Hookline" stellen. Ein besonders schönes Beispiel einer gelungenen Hookline ist für mich das Gitarrenriff von Coldplays "Adventure of a Lifetime". Wahrlich, das Leben ist ein Abenteuer. Welche Hookline, welchen Refrain, welche Note geben wir diesem unseren Leben? Wie fällt er aus, unser ureigener roter Faden, der sich treu und beständig durch den stetigen Wandel zieht? Und überhaupt, wie entscheiden wir uns in den Unwägbarkeiten des Lebens: gehaltvolle Strophen oder bange Kata-strophen?

 

Der November - offenbar nicht nur ein Monat des Abschiednehmens vom scheidenden Herbst und Jahr, sondern auch von Menschen. Wenn geliebte Menschen sterben ("für immer einschlafen"), lassen sie uns im besten Fall zwar traurig, aber auch ein bisschen wacher zurück. So habe ich es nach einem Trauerfall in der Familie empfunden. Lebenszeit ist so kostbar. Umso stimmiger scheint da, dass das Album "Lifetime Sessions" meines Bruders Knud und mir in den letzten Wochen erschien.

 

Als Jury-Mitglied bei "Rock gegen Hunger" in Düsseldorf durfte ich unlängst zwei tolle Abende erleben, die mit ihrer wohltätigen Ausrichtung erfrischend sinnstiftend ausfielen.

 

Entsprechendes lässt sich auch der TEDx-Veranstaltung in Frankfurt unter dem Motto "Trust. Old Values, New Realities" attestieren, an der ich vor wenigen Tagen teilnahm. Vertrauen - ein spannendes und wichtiges Thema.

 

Berlin - immer eine Reise wert, sei sie beruflich oder privat (siehe Foto von der Spree). Und so endete ein Besuch in der Hauptstadt mit der erfreulichen Nachricht, dass ich für den Berlin-Marathon im September 2017 ausgelost wurde. Ein persönliches Highlight, das seit dem Freilassen der 1000 Pferde an dieser Stelle Erwähnung finden muss, auch wenn ich einst sicher war, es bei dem einen Marathon hier in Duisburg zu belassen.

 

Zuletzt mündete eine Reise nach Vorarlberg (im Zusammenhang damit entstand auch der Schnappschuss am Bodensee in Lindau) in der Idee, im kommenden Jahr ein musikalisches Management-Seminar in Liechtenstein anzubieten. Termin ist der 5. Mai 2017. Weitere Informationen folgen zu gegebener Zeit. Auch weitere Termine für 2017 bahnen sich aktuell an.

 

Vorerst gilt es allerdings, 2016 zu vollenden. Bis Weihnachten beschäftigen mich u. a. eine kleine Weihnachstproduktion an der Förderschule, ein künstlerisches Projekt in einer deutschlandweiten Unternehmensberatung, die musikalische Vorbereitung für die Jubiläumsfeier der R+V BKK im Januar (25 Jahre!),...und weitere Handschuh-Funde. Die Hochsaison ist wohlgemerkt eröffnet und der offiziell 300. Handschuh nur noch eine Frage von Stunden.

 

Es sei abschließend auf mehrere neue Gedichte hingewiesen. In einem davon heißt es:

 

Modern oder modern - eine Frage der Betonung.
Bare Talente ein Teil deiner Belohnung.
Du bist die Landebahn. Und auch der Flieger.
Mit Vorsatz zu Verlieren macht den wahren Sieger.
Von der ängstlichen Verwaltung
und der schleichenden Veraltung
zur Funkenfluggestaltung
mit Weitblick. Und mit Haltung.

 

Von Herzen eine nicht allzu hektische und umso besinnlichere Adventszeit mit Momenten des Innehaltens und der Zu-Frieden-heit!

 

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Musik gegen Hunger und für's Herz

Kurz und knapp gibt's heute zwei Hinweise:

 

Ich freue mich, am Mittwoch, den 9.11. und Donnerstag, den 10.11.2016 als Jury-Mitglied bei "Rock gegen Hunger" der Welthungerhilfe im Henkelsaal in Düsseldorf am Start zu sein. Dies verspricht eine spaßige Veranstaltung für eine gute Sache zu werden.

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Die letzten Vorbereitungen für die VÖ des Albums "Lifetime Sessions", das ich gemeinsam mit meinem Bruder Knud zu Beginn dieses Jahres in Liechtenstein aufgenommen habe, laufen. Als wäre die Vorfreude darauf nicht schon groß genug, gibt's heute ein neues Video mit Eindrücken zur Entstehung.

 

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Das Leben ist ja wirklich kein Ponyhof.

Erkenntnis der Woche: Das Leben ist wirklich kein Ponyhof. Es ist ein


Soweit jedenfalls meine Erkenntnis nach dieser Entdeckung im Rhein-Sieg-Kreis in der vergangenen Woche. Das mit den Pferden scheint momentan dazuzugehören. Jedenfalls freue ich mich über die positive Resonanz zu "I RUN WITH THE POWER OF 1000 HORSES".

 

Auch ziemlich gefreut habe ich mich über den Umstand, dass meine Teilnahme an der Fachkonferenz Kultur- und Kreativwirtschaft im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin auf dasselbe Wochenende fiel wie der Berlin-Marathon, dessen aufregende Atmosphäre ich sonntags als Dauerklatscher vom Straßenrand aus genoss. Da kitzelt es doch glatt in den Füßen...

 

Schritt für Schritt entwickelt sich auch das Thema "Kunst in die Wirtschaft" weiter. Ein Video und weitere Informationen dazu gibt es hier.

 

Und überhaupt. Es gibt viel Neuland zu erkunden. Vieles bleibt aber auch beim Alten. Gefundene Handschuhe, Duisburger Lichtblicke und Gedichte gehören jedenfalls seit geraumer Zeit zu den Konstanten meines künstlerischen Schaffens.

 

Die Mischung aus routiniertem Steuern (mit Herz und Blume!) und überraschtem Auf-dem-Kopf-stehen (mit Rettungsweste!) macht's offenbar, wenn ich mir so die Schnappschüsse der letzten Wochen angucke. Das Bild mit mir stammt übrigens von meiner sehr geschätzten Künstler-Freundin Katrin Roth, die derzeit hier in Duisburg ausstellt. Unbedingt vorbeigehen!

 

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In einer großen Stadt! - Ausstellung im "Kein Waschsalon"

Duistopia gehört zu jenen Lichtblicken hier in Duisburg, die ich besonders schätze. Die Macher dieses äußers lesenswerten Faltblattes stellen allerlei wunderbare Dinge rund um den Ludgeriplatz in Neudorf an. Dazu gehört in wenigen Tagen die Ausstellung "IN EINER GROSSEN STADT!", an der auch ich mich beteilige:

 

Ein kleiner Vorgeschmack...
Ein kleiner Vorgeschmack...
...auf meinen Beitrag. Mehr wird nicht verraten!
...auf meinen Beitrag. Mehr wird nicht verraten!

Eröffnung:

Freitag, 23.9.2016, 17 Uhr
Täglich geöffnet von 17 bis 21 Uhr
Abschluss: Sonntag, 2.10.2016, 17 Uhr

 

Ausstellungsort:
Kein Waschsalon

Ludgeriplatz 25

47057 Duisburg

 

Fühlt euch alle ganz herzlich eingeladen und meldet euch gerne vorher bei mir, wenn ihr mich dort antreffen möchtet.

 

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Zwei Presseartikel

Heute gibt's zwei Presseartikel.

Besonders beeindruckt hat mich in den letzten Wochen mein spontaner Besuch in Otzberg anlässlich des Festes "Otzberg International" (s. Artikel rechts). "Dies ist nicht der Augenblick, um Angst zu haben" heißt ein Song, den ich im letzten Jahr spontan unter den Eindrücken der Paris-Anschläge schrieb. Neben der Aufführung dieses Songs von engagierten Otzbergern durfte ich an jenem Nachmittag miterleben, wie in dieser Gemeinde mit den "neuen Otzbergern" (so werden die aufgenommenen Flüchtlinge liebevoll genannt) umgegangen wird. Ich war (und bin es immer noch) zutiefst beeindruckt. Solche Eindrücke machen Mut. Dazu passt dann auch eines der neuen Gedichte ("Hauptsache, wir raffen was").


Neue Videos als Ankündigung für das Album "Lifetime Sessions", das ich mit meinem Bruder Knud aufgenommen habe, gibt es auch, und zwar hier.

 

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"I Run with the Power of 1000 Horses"

heute erzähle ich euch was vom Pferd. Um genauer zu sein von 1000. Will heißen: Das Musikvideo zu "I Run with the Power of 1000 Horses" ist online:

Wer mehr über die Entstehungsgeschichte und die beiden Herren erfahren möchte, mit denen ich diesen gemeinsamen "Marathon" hingelegt habe, für den haben wir ein paar Interview-Sequenzen zusammengestellt:

Was ein Projekt. Was ein Ritt. Was eine Freude!

 

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Themenwolken Roadshow, Vorfahren und Mittelstreifen

Die Parallele zwischen dem wechselhaften Sommerwetter und meinen kreativen Aktivitäten: viele unterschiedliche (Themen-) Wolken. Man könnte auch sagen:

 

Mal bleibt man trocken, mal wird man nass.

So oder so eine Menge Spaß!

 

Auf das Dichten komme ich gleich zurück.

 

Rund um das Thema Fortbewegung gibt's zunächst die Themenwolke "Roadshow" mit meinem Bruder Knud. Das Album "Lifetime Sessions", auf dem ich ihn bei seinen Kompositionen begleite, folgt im Oktober.

 

Außerdem im Angebot heute zwei dichte, nein dichterische Wolken, die stellvertretend stehen für so manch anderes, das in der erholsam entschleunigten Sommerstimmung der letzten Zeit entstanden ist.

Kein laufendes Verfahren mehr

 

Mögen unsere Vorfahren
in Scharen
und mit Fanfaren
vorfahren,
um uns vor manchem Verfahren
zu bewahren.

Unser Stammbaum:
Helfer am Traum.
Jeder Ast:
Träger der Last.
Jedes Blatt, jede Blüte:
der Brüderlichkeit Güte.

 

 Wechselreifen

 

Am Ende lieber auf Sicht gefahren.


Stets zu Diensten: Lichtgebaren.


Nicht immer alles selbst steuern,


managen und anheuern.



 

Das Leben selbst am Lenkrad,


bestimmend über den Schwenkgrat.


Auf allen Vieren Reifen. Oder reifen.


Rock 'n rollend auf dem Mittelstreifen.

 

weitere Gedichte

 

Der Sommer: eine wunderbare Zeit, sich neu zu verlieben. In das Leben zum Beispiel. Herzliche Grüße von Wolke Sieben!

 

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Porträt in der Rheinischen Post

In der letzten Woche gab es ein Porträt in der Rheinischen Post.

 

Weitere Einblicke in meine derzeitigen Aktivitäten folgen zum Wochenende hin in meinem Newsletter, den ich hier im kostenlosen Abo (ca. 1 x im Quartal) anbiete.

 

Ob ich Facebook vermisse, werde ich in den letzten Monaten regelmäßig gefragt, seitdem ich um die Jahreswende herum mein dortiges Profil gelöscht habe. Sagen wir es, wie es ist: Es fehlt nichts. Im Gegenteil: Ich freue mich über das wachsende Interesse an meinem Blog und Newsletter hier auf meiner Website. Und Zeit für noch mehr echte Begegnungen nehme ich auch wahr. Ein Facebook-Gegner bin ich deswegen nicht. Ich sage mir einfach: Alles zu seiner Zeit.

 

Übrigens: Die im Porträt angesprochene Handschuh-Aktion ist mittlerweile bei über 200 Fundstücken angelangt. Das verblüfft selbst mich. Nachdem man mir an meinem Geburtstag sogar einen Handschuh-Schnappschuss aus den USA zukommen ließ, spricht deutlich mehr dafür als dagegen, nun bis zur 1000 weiterzumachen.

 

Auch ein paar neue Gedichte dürfen an dieser Stelle erwähnt werden.

 

Und eine Erkenntnis der letzten Wochen:

 

Wie wichtig es ist, zwischendurch zu staunen wie ein kleines Kind.

 

So geschehen in meinem Leben unlängst beim Besuch einer Monster-Truck-Show hier in Duisburg. Was als Geschenk an einen Freund begann, endete auch für mich in einem Vormittag voller Spaß und Faszination. Stimmt, eine Monster-Truck-Show hatte auf meiner Liste der Dinge, die ich unbedingt mal tun wollte, nicht ganz so weit oben gestanden. Vielleicht war aber genau das der Grund dafür, warum es am Ende so unterhaltsam und aufregend war?

 

Neuland betreten > staunen > sich lebendig fühlen.

 

Nachahmenswert!

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Stille Helden dürfen lauter werden.

Seit Mittwochmittag dürfen "Stille Helden" lauter werden. Kick off dazu war eine für mich informative, intensive und vor allem auch herzliche Veranstaltung in der VHS in Duisburg. Dass sich gleich mehrere der niederländischen Partner dafür eingefunden hatten (allen voran Martien van Hemmen vom Exoduscomité aus Huissen), hat mich dabei besonders gefreut.

 

Die Rheinische Post berichtet darüber so. Darin heißt es: Das Ergebnis ist ein ebenso eindrucksvolles wie bewegendes Werk mit kraftvoller emotionaler Wirkung.

 

Für diesen Clip braucht man Zeit und Ruhe. Den bisherigen Rückmeldungen zufolge lohnen sich diese acht Minuten des Innehaltens. 

 

 

Wie es mit dem Clip nun weitergehe, um ihn bekannter zu machen, wurde ich von einer jungen Frau aus der Jugendredaktion von Radio Duisburg in einem Interview gefragt. Wir werden sehen. Der Ball ist in der Luft. Die stillen Helden werden seit Mittwoch lauter. Wie laut, das bleibt abzuwarten und liegt wohl letztlich an jedem von uns.

 

Alles Weitere zum Projekt "Stille Helden" mit Hintergrundinformationen über die Entstehung und alle beteiligten Partner gibt es auf stilleheldenheute.de.

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Video-Mitschnitt, Video-Premiere und Radiosendung

Es gibt einen Video-Mitschnitt meines Beitrags an der Zukunftskonferenz der Brand Eins in Hamburg:

Eine Dame, mit der ich beim Treffen der Speaker am Vorabend und auch am Konferenztag selbst richtig viel Spaß hatte und deren Präsenz auf und neben der Bühne mich schwer beeindruckt hat, ist Anne Koark. Ihren Auftritt kann man hier ansehen. Viele weitere Eindrücke von der Konferenz (inkl. der schriftlichen Version des Gedichtes) gibt es hier.

Kommen wir zu einem weiteren Video: Heute ist spruchreif, was ich in den letzten Monaten angekündigt habe: Die Video-Neuauflage zu „Stille Helden" steht kurz vor der Veröffentlichung. Federführend ist dabei Duisburgs städtische Stabsstelle für Wahlen, Europaangelegenheiten und Informationslogistik, die darüber schreibt: Das  Projekt  „Stille Helden“ ist inspiriert durch niederländische und deutsche Menschen aus der Endphase des zweiten Weltkrieges und dem Wiederaufbau, würdigt aber auch Menschen aus unserer Zeit, die im entscheidenden Moment das Richtige tun oder immer etwas mehr tun, als sie müssten. Mit Respekt verneigt man sich vor stillen Helden der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Menschen des Alltags mit Zivilcourage.

 

Nachdem der Clip bereits in den Niederlanden zum Befreiungstag am 5. Mai 2016 gezeigt wurde, erfolgt am Mittwoch, den 15. Juni 2016,  um 13.00 die Freischaltung des Clips im Rahmen eines Pressegesprächs  im Stadtfenster Duisburg (Vortragssaal der Volkshochschule im Erdgeschoss, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg). Es handelt sich dabei um eine öffentliche Veranstaltung, bei der jeder herzlich willkommen ist. Weitere Informationen zu dem Projekt finden sich hier.

 

Vorher, am Sonntag, den 12. Juni, findet um 20 Uhr die Ausstrahlung einer einstündigen Radiosendung mit Klaus Brüggenwerth statt, zu hören im Bürgerfunk "DunkelWeiss" von Radio Duisburg. Darin sprechen wir u. a. auch über "Stille Helden" und weitere meiner Projekte der letzten und nächsten Zeit. Es wird auch ein paar neue Kompositionen zu hören geben. Das Einschalten des Radios so kurz vor dem EM-Länderspiel könnte sich also lohnen :-).

 

Nachtrag: Den Podcast gibt es mittlerweile hier.

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Innehalten, wahlweise einen Gang runter oder höher schalten.

 

Die Zukunftskonferenz der Brand Eins zum Thema "Wendepunkte": Ermutigend. Inspirierend. Wegweisend. Aus meinen ursprünglich drei angedachten Songs zum Abschluss der Konferenz wurden schließlich zwei und ein Gedicht. Letzteres war spontan und angeregt durch die Teilnehmer im Verlauf der Konferenz entstanden. So was kostet Mut, macht aber vor allem Spaß. Die Teilnehmerin Nadja Petranovskaja schrieb, das Gedicht zitierend, in den Tagen nach der Konferenz in ihrem Blog:

Lass das Richtige ruhen – du darfst das Wichtige tun
Zum Abschluss der Konferenz gibt es Musik von Anke Johannsen und ein Gedicht. Manche Menschen sind Ausnahmetalente in Wörter nutzen - für mich zählt die Anke dazu. Sie sagt Sätze wie: „Kreativität ist Lebendigkeit. Lebendigkeit ist Wendigkeit.“ und berührt mit ihrer menschlichen Energie. Das Wichtige tun – das fühlt sich an wie ein Auftrag von oben...

Was für eine schöne Rückmeldung. Besagtes Gedicht, dem auch der Titel dieses Blog-Artikels entstammt, wird es zu einem späteren Zeitpunkt bei der Brand Eins nachzulesen geben. Es bleibt die große Dankbarkeit, dabei gewesen zu sein.

Ähnlich dankbar war ich für die Tatsache, dass die Punktlandung meiner Reise von Hamburg über Zürich nach Vorarlberg gelang, um den geplanten Impuls-Vortrag mit meinem Bruder Knud bei der Führungskräftetagung der Firma Loacker wahrzunehmen. Rund um die Themenwolken spielerischer Führung stellte sich dieser in seiner Kombination aus Musikalischem und Veranschaulichendem als etwas Besonderes heraus. Ob wohl auch in diesem Zusammenhang von "ermutigend, inspirierend und wegweisend" gesprochen werden darf? Die Rückmeldungen der mehrheitlich männlichen Teilnehmer fielen jedenfalls entsprechend aus.

Die "Therapiestunde", die ich wenige Tage später mit Jens beim 6. Netzwerktreffen für Volks- und Raiffeisenbanken im Messeturm in Frankfurt gestaltete, wurde zur nächsten Perle in dieser Kette besonderer Ereingnisse. Eine Rose mit den Büro- und Bankentürmen im Hintergrund - für mich eine sinnbildliche Momentaufnahme.

Der Auftritt im Rahmen des Ruhrorter Hafenfestes auf dem Neumarkt in Ruhrort gab schließlich den würdigen und gelösten Schlusspunkt einer bewegten Zeit, die ganz im Zeichen des Reisens und Auftretens stand. Dass der 33. Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg am selben Tag zu weiteren Dreharbeiten für das Musikvideo zu "I Run With the Power of 1000 Horses" führte, sei hier nur beiläufig erwähnt. Dafür gibt's zu gegebener Zeit einen eigenen Blog-Artikel.

 

 
Aber wenn wir schon beim Thema Marathon sind: Meine Teilnahme im letzten Jahr hat mich u. a. gelehrt, mir in bewegten Zeiten umso achtsamer und bewusster einen Schritt nach dem anderen vorzunehmen - eine Tugend, die mir in einer ereignisreichen Phase wie dieser zu Gelassenheit und Fokus verhilft. Jetzt ist jetzt. Aus dem Zugfenster gucken und die Landschaft genießen. Entdeckungen auf Schaufenstern, Pöllern oder Wänden machen. An den Blumen am Wegrand schnüffeln. Ins Kino gehen. Den mittlerweile 180. Handschuh entdecken. Gaaanz gemütlich joggen und dabei Duisburg genießen. Von Schattenspielen verzaubert werden.
 
Innehalten, wahlweise einen Gang runter oder höher schalten.
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Nach der Reise ist vor der Reise

Eine kompakte, ereignisreiche und in jederlei Hinsicht wertvolle Konzertreise in den Libanon liegt hinter mir. Horizont-Erweiterung - check. Kultureller Brückenschlag - check. Herzensbegegnungen mit alten und neuen Freunden - check.

 

Dankbarkeit!

 

Eindrücke meiner musikalischen Einsätze gibt es hier:

 

 

Alle weiteren Fotos, die während meiner Reise entstanden sind, finden sich im Bild-Blog, den ich während meiner Reise geführt habe. Fühlt euch herzlich eingeladen, dort mit mir auf Reise zu gehen in ein wunderschönes und liebenswertes Land, das meiner Wahrnehmung nach unter- und verschätzt wird.

 

Meine nächste Reise führt mich in dieser Woche nach Hamburg zur Zukunftskonferenz der Brand Eins und nach Vorarlberg, wo ich gemeinsam mit meinem Bruder Knud einen musikalischen Impuls-Vortrag an einer Führungskräftetagung halten werde. Kurz danach geht's nach Frankfurt, wo ich gemeinsam mit Jens beim Netzwerktreffen der Volks- und Raiffeisenbanken meine "Therapiestunde" abhalten werde, ehe wir wenige Tage später im heimischen Duisburg im Rahmen des Kunst- und Kulturmarktes in Ruhrort auftreten werden. Hier geht's zum Überblick aller Termine.

 

Yep, ich freue mich auf die bevorstehenden Ereignisse! Sehen wir uns?

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We Can Do This!

Schon interessant. Als ich mich im Winter 2014 auf Konzertreise im Libanon befand, führte ich dort zum ersten Mal meinen Song "We Can Do This" auf. Dessen Refrain lautet:

When the fear kicks in, you kick it back.

You shake it off and say: Oh, what the heck!

I can do this!

Yeah, you can do this!

I am free. You are free.

And we can do this!

 

Der Song machte dem Publikum und auch mir Abend für Abend großen Spaß und entwickelte sich zu einer meiner Lieblingsnummern.

 

Als im vergangenen Herbst die Planung für meine bevorstehende Konzertreise Form annahm, fragte man mich, unter welches Motto ich meine Konzerte in diesem Jahr stellen würde. Spontan wählte ich "We Can Do This". Dass das deutsche Pendant dazu aus dem Munde der Bundeskanzlerin kurze Zeit später deutsche Geschichte schreiben würde, konnte ich seinerzeit nicht ahnen. Und doch scheint diese ungeplante Verbindung vor dem Hintergund des Syrien-Krieges und dessen Auswirkungen auf eine Weise stimmig.

 

Fotos: Jörg Bunert, zur Verfügung gestellt von Ruhrgepixel

Ähnlich stimmig und von einem Can-Do-Spirit getragen ist das Video-Projekt zu "I Run With The Power of 1000 Horses". Inspiriert durch den Rhein-Ruhr-Marathon, den ich im vergangenen Jahr hier in Duisburg gelaufen bin, und angeregt durch den Austausch mit Jörg Bunert von der Athletic Marketing GmbH kurz vor Weihnachten, habe ich Anfang des Jahres einen Song über das Laufen als Ausdruck innerer Freiheit und Lebenskraft geschrieben und produziert. Das Mischen und Mastern hat Marius Andre übernommen. Die Zusammenarbeit mit ihm war - mal wieder! - großartig.

 

Gemeinsam mit Zoltan Leskovar von Ruhrgepixel realisieren wir nun das Musikvideo dazu. Neben der Freude am Laufen, die in dem Video Ausdruck findet, geht es Jörg, Zoltan und mir dabei auch um Duisburg. Was sich mit den Lauf-Szenen nämlich ganz wunderbar verbinden lässt, ist, Duisburg von seinen vielen schönen Seiten zu zeigen. Ein Herzensanliegen, das uns eint und in der kurzen Zeit schon erstaunlich weit gebracht hat. Wie sagte Stevie Wonder mal so schön: "Team work is dream work." Und so freue ich mich auf weitere Drehs mit den Jungs nach meiner Rückkehr aus dem Libanon am 14. Mai.

 

Bis es wieder "I Run With the Power of 1000 Horses" heißt, singe ich "I Travel With the Weight of My Big Red Suitcase".

Und "We Can Do This" natürlich. Auf geht's!

 

P. S.: Pünktlich zum letzten Spiel der Zebras werde ich zurück sein. Je nach Spielverlauf des nächsten Spieles heißt es dann: "Werdet zur Legende, kämpfen bis zum Ende, für die 2. Liga, MSV!" Und wenn der Klassenerhalt dann in trockenen Tüchern ist, singe ich "I Run With the Power of 1000 Zebras".

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Libanon-Details, neue Gedichte und über 150 Handschuhe

 

Später Frühling



 

Der Winter vorbei, und es ist immer noch kalt.


Kühling halt.



 

Bunte Fahnen, die die Natur wieder hisst,


weil’s Blühling ist.



 

Lange Tage, und endlich sind sie mild,


weil der Frühling nicht mehr chillt,




sondern da ist!

 

Die Abstimmungen für meine Libanon-Reise gehören derzeit neben den laufenden Video-Projekten, dem Unterricht in der Förderschule und den diversen Planungs- und Vermarktungsaktivitäten rund um weitere Veröffentlichungen schon fast zum Tagesgeschäft. So erreichen mich dieser Tage unter anderem die Details zu meinen Auftritten:

 

Samstag, 7. Mai - "Lions United World Event",

UNESCO Palace, Beirut - deutscher Beitrag
Dienstag, 10. Mai - Rock'n Bach, Jounieh -
Masterclass

Mittwoch, 11. Mai - Kulturzentrum Jounieh - Konzert
Donnerstag, 12. Mai - Kinderabteilung Spital Bhannes - Konzert
Freitag, 13. Mai - Brasiliban, Kulturzentrum Brasilien, Beirut - Konzert

 

Es liegt wohl nicht nur an der Vorfreude auf die bevorstehende Reise, sondern auch am sich ankündigenden Frühling, dass sich eine Art Aufbruchsstimmung breitmacht. Ob das wohl der Grund dafür ist, dass ich in der letzten Zeit so viel gedichtet habe? "1000 Kilo Gänsehaut", "Eine wunderschöne Reflexion", "Der Abflug auf der Resterampe",...lesen sich die Titel, um nur ein paar zu nennen. Zur Lektüre geht es hier.

Besonders feierlich wird es vor ein paar Tagen, als mir auffällt, dass ich mit meinem Handschuh-Motiv mittlerweile bei über 150 Schnappschüssen angelangt bin. Dass mir mittlerweile auch Andere ihre Handschuh-Entdeckungen emailen und zur Verfügung stellen, freut mich dabei besonders. Die gesammelten Werke gibt es wie gehabt unter "Handschuhbidoo" zu bestaunen.

 

Ob ich wohl jemals wieder damit aufhören werde?

 

1000 Kilo Gänsehaut

Wenn sich jemand mal was Großes traut.
In den Dimensionen seines Universums handelt.
Und dabei mit den Sternen wandelt.
Bekomme ich ein Kilo Gänsehaut.

Wenn sich jemand mal was Schönes traut...weiterlesen

 

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Mit den Erinnerungen wächst die Vorfreude

Das Ticket ist gebucht, los geht's am 6. Mai. Meine bereits vierte Libanon-Konzertreise wird dies sein. In der Vergangenheit hat mich zweimal mein Musiker-Kollege Jens begleitet. Diesmal fliege ich alleine. Naja, so alleine werde ich in der Zeit zwischen dem 6. und 14. Mai wohl kaum sein, denn was mich im Libanon erwartet, sind neben professionellen Organisatoren  und herzlichen Gastgebern eben auch Menschen, die ich durch die letzten Reisen meine Freunde nennen darf.

 

Ob es nicht gefährlich sei, dorthin zu reisen, werde ich in den letzten Wochen manchmal gefragt. Was heißt schon gefährlich, frage ich dann zurück. Was ich weiß, ist, dass ich nicht das Abenteuer suche, sondern meinem Herzen folge und etwas tue, das ich wie bei meinen anderen Reisen für das Richtige halte.

 

Wen es interessiert, was mich über meine Konzert-Reisen hinaus mit dem Libanon verbindet, wird in der Rubrik "Deutsche Sehnsucht" des Goethe-Instituts in Form eines Artikels von mir fündig.

 

Wer Einblicke in meine letzten Reisen in Form meines Reise-Blogs bekommen möchte, wird hier fündig.

 

Ein paar bewegte Bilder gibt's hier. Hätte die Audio-Aufnahme-Technik der Universität in Balamand an jenem Abend bei den lauteren Passagen nicht Probleme gehabt (es knallt in dem Video-Mitschnitt dann ganz unangenehm), hätte ich hier längere Song-Passagen zur Verfügung gestellt. So gibt es eben den folgenden Zusammenschnitt von Momentaufnahmen eines Abends, der so wie alle anderen Konzertabende unserer damaligen Reise wahrhaftig und bewegend ausfiel. Die Minuten vor dem Konzert waren übrigens auch etwas...nun ja, außergewöhnlich, nachzulesen hier.

 

Viel Freude damit!

 

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Buch-Arbeitstitel "Alltags-Fliegen!"

 

Es gibt Dinge, die fühlen sich offenbar nie fertig an; rund genug, um präsentiert zu werden. So geht es mir jedenfalls mit dem, was ich seit geraumer Zeit schreibe.

 

Ein Entwurf ist ein Entwurf ist ein Entwurf. Aber ein Schritt ist auch ein Schritt ist auch ein Schritt.

 

In diesem Sinne gibt es hier ein paar erste Einblicke in das, woran ich derzeit arbeite und was ich zu gegebener Zeit als E-Buch oder Buch veröffentlichen werde.

 

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Ein neuer Songtext, ein neues Gedicht

Beim Komponieren geht's bei mir zumeist analog und gekritzelt zu - Rechtschreibfehler inbegriffen. So ein "t" ist in einem schöpferischen Moment einfach ein eher unwichtiges Detail.
Beim Komponieren geht's bei mir zumeist analog und gekritzelt zu - Rechtschreibfehler inbegriffen. So ein "t" ist in einem schöpferischen Moment einfach ein eher unwichtiges Detail.

Dieser Moment, wenn alles gut ist

(1)
Schritt für Schritt,
auch mal mit
Zögern und Angst,
weil du darum bangst
wer zu sein.

(2)
Jetzt ist jetzt
und unverletzt.
Der Blick geht nach vorn.
Im Moment neu gebor'n
und ganz rein.

 

Chorus
Dieser Moment, wenn alles gut ist.
Wenn nichts fehlt
und du die Friedensflagge hisst.
Du atmest ein. Du atmest aus.
Du bist daheim. Du bist zu Haus.
Dieser Moment, wenn alles gut ist.

(3)
Tag für Tag.
Tendenz stark.
Gestern war schwach.
Heute ist wach.
Du bist auf.

(4)
Zug um Zug.
Genug ist klug.
Nichts mehr erzwingen.
Kein Kämpfen. Kein Ringen.
Nur rauf.

 

Chorus
Dieser Moment, wenn alles gut ist.
Wenn nichts fehlt
und du die Friedensflagge hisst.
Du atmest ein. Du atmest aus.
Du bist daheim. Du bist zu Haus.
Dieser Moment, wenn alles gut ist.

 

Was ich noch nicht sagen wollte

Nicht immer jeden
Moment zerreden.
Lieber die Hände zusammenfalten.
Im Regiestuhl des Lebens die Klappe halten.

Ich wende mich an mich.
Ein Dialog bleibt innerlich.
Das Leben kann uns so viel zeigen,
wenn wir gucken und um des Zuhörens willen schweigen.

Unsere innere Ruhe
eine Schatztruhe.

PS: Steht hier für Pferdestärke,
die man im Wörtchen "PSSSssst" bemerke.

 

weitere Gedichte

 

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Eine R-Eis-e mit Eis-enbahn und Eis

Anke Johannsen

Kaum von den Abenteuern in Süddeutschland, Vorarlberg und Liechtenstein zurück, waren mein Koffer und ich schon wieder am Zug. Diesmal: der ICE in Richtung Berlin. Fast könnte man meinen, mein einwöchiger Aufenthalt drehte sich -  begonnnen mit der Zugbezeichnung - vor allem um Eis. Als sei es in Berlin um diese Jahreszeit herum nicht kalt genug! Es gab aber auch Cappuccino. Zahlreiche Handschuh-Fundstücke (sogar nahe des Brandenburger Tors!) für meine Rubrik "Handschuhbidoo". Skurrile Werbeplakate, die mich an den derzeit etwas ungünstigen Tabellenplatz des MSV erinnerten (die Hoffnung stirbt zuletzt, Freunde!). Einen spektakulären Sonnenuntergang bei der Abreise. Und, um an dieser Stelle etwas seriöser zu werden, drei Studio-Besichtigungen in der Hauptstadt.

 

Bei meinen Konzerten in den letzten Monaten immer wieder auf jene Songs angesprochen, die seit Veröffentlichung des letzten Albums entstanden und zunehmend in meinen aktuellen Live-Programmen zu hören sind, habe ich zu Beginn dieses Jahres den Entschluss gefasst, in diesem Jahr mein nächstes Album anzupacken.

 

Ob es wirklich in Berlin entstehen wird, in welchem Umfang ich die Produktion realisieren werde, wann das Album schlussendlich veröffentlicht werden wird,...all dies ist derzeit noch - wie sagt man so schön: Zukunftsmusik. Fest steht: Ich bin - mal wieder - auf dem Weg und freue mich auf die nächsten Schritte eines Entstehungsprozesses, der erfahrungsgemäß aufregend, da voller Überraschungen und Unplanbarkeiten ist.

 

Mein Koffer darf sich derweil und noch bis bis Anfang Mai ausruhen, ehe es vom 6. bis 14. Mai auf meine mittlerweile vierte Konzertreise in den Libanon geht.

 

 

Während ich also an der einen Stelle den Zauber des Neuanfangs erlebe, freue ich mich an anderer Stelle darüber, dass sich das "Stille Helden"-Video-Projekt auf der Zielgeraden befindet. Einen Hinweis darauf habe ich vor geraumer Zeit in diesem Blog gegeben. Weiteres folgt voraussichtlich im April.

 

Neben den verschiedenen Produktionen, denen ich mich in den letzten Wochen gewidmet habe, beschäftige ich mich derzeit auch mit dem Thema "künstlerische Intervention". Wer in den letzten Jahren verfolgt hat, was mich umgetrieben hat, wird sich erinnern, dass dies ein Thema ist, dass mir schon seit geraumer Zeit am Herzen liegt. In der entsprechenden neuen Rubrik auf meiner Website gebe ich nun weitere Einblicke.

 

Von den Einblicken zu den Lichtblicken: Sofern es meine Reisen eben zuließen, habe ich es mir auch in den letzten Wochen nicht nehmen lassen, den ein oder anderen Lichtblick in Duisburg einzufangen. Mehr gibt's wie gehabt unter "DU.Lichtblick".

 

 

Empfehlen möchte ich an dieser Stelle und abschließend die 37. Duisburger Akzente. Im letzten Jahr mit MUST BE DISPLAYED noch mittendrin, kann ich mich in diesem Jahr glücklich schätzen, in Anbetracht meiner Reiseaktivitäten überhaupt in den Genuss der kulturellen Vielfalt zu kommen, die noch bis zum 13. März im Stadtteil Ruhrort zu dem schönen Thema „Nah und Fern - 300 Jahre Duisburger Hafen“ geboten wird.

 

Der Blog-Artikel neigt sich zu später Stunde dem Ende entgegen, da fallen mir unzähle Wortspiele rund um's Eis ein. "Der Preis ist Eis." zum Beispiel. Wahrlich fordern die aktuellen Temperaturen (wo kommt eigentlich plötzlich dieser Winter her!?) ihren Tribut und lassen einen dem Frühling entgegenfiebern (aber bitte ohne Grippe!).

 

Sofern wir das Ökosystem durch die unlängst nachgeholten Karnevalsumzüge nicht ganz aus dem Gleichgewicht gebracht haben, wird er kommen, der Frühling. Ganz bestimmt.

 

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Spuren hinterlassen

Umgeben von den Vorarlberger Alpen und inmitten der Vorbereitung auf die Studio-Aufnahmen mit meinem Bruder Knud erreicht mich dieser Presseartikel über das Konzert in Stühlingen:

 

Ihr zweites Konzert in der Hans-Carossa-Klinik Stühlingen war ebenso erfolgreich wie das erste im September 2014: Die Berufsmusikerin Anke Johannsen spielte vor fast vollem Haus. Besonders die leisen Töne, die Zwischentöne, machten das Konzert zu einem Erlebnis. Die Verbindung von eigener Musik mit Geschichten über die Entstehung in ihrem ersten Konzert in Stühlingen, hatte zur Auseinandersetzung mit ihrem Leben und dem Leben allgemein geführt. Daraus entwickelte sie die „Therapiestunde“ und setzte sie im Oldenburger Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 fort.

Neben ihrer Musik beschäftigt sich Anke Johannsen mit dem Schreiben. So las sie das Gedicht „Die Entscheidung“ sowie das „Gedicht zum Mond“ vor. Sie verpackt alles, was sie bewegt, in Fragen: „Warum haben wir in Duisburgs Straßen nicht so tolle Lumpen hängen wie hier?“ Oder selbstkritisch: „Kann es sein, dass gar nicht die Anderen das Problem sind?“ Vor einiger Zeit hatte sie sich die Aufgabe gestellt, 1000 Dinge zu finden, „für die ich dankbar bin. Die ersten 200 Dinge sind einfach.“ Nach langer Suche erkannte sie den nachhaltigen Effekt auf das Lebensgefühl.

Offen für ihr Publikum, spielte sie in Stühlingen nach dem flotten „Akzep-Tanz“ eher besinnliche Stücke. Sie freute sich, dass ihre frühere Klavierlehrerin Astrid Könekamp aus Lauchringen gekommen ist: „Man könnte sagen, sie hat mich entdeckt.“ Ihre Schulzeit hat Anke Johannsen im Landkreis Waldshut verbracht, ihre Wahlheimat ist Duisburg. Dass sie gar nicht gerne auf die Bühne geht, außer, wenn sie ihr eigenes Ding macht, verriet sie nach der Pause: „Ich wollte einfach meine Lieder schreiben, mehr nicht.“ Nach 15 Liedern und jeder Menge Applaus dankte Johannsen dem Publikum und besonders Anita Althaus von der Hans-Carossa-Klinik: „Ihr habt mitgemacht und zurückgestrahlt, und dafür danke ich dir.“ Sascha Loefflert hatte für das Konzert den Weg aus Stuttgart auf sich genommen. Nach dem Konzert nahm sich die Künstlerin Zeit für ihre Gäste. Mehrfach wurden die noch unveröffentlichten Lieder „Akzep-Tanz“ und „Platz in meinem Herzen“ auf CD gewünscht.

 

 

Kreatives Schaffen in einem überwältigend schönen und inspirierenden Umfeld. Drinnen (gemeint sind die Studios von Little Big Beat in Liechtenstein) wie draußen. Momentaufnahmen wie diese sprechen für sich.

 

Die unteren acht Fotos stammen von Petre Mathislav.

 

Auf die eine oder andere Weise hinterlassen wir immer Spuren - ob wir uns dessen nun bewusst sind oder nicht. Während der Schneeschuhwanderung am Tag nach den intensiven Aufnahme-Sessions im Studio kommt mir das in den Sinn. Auf dem Weg nach oben hatte uns Führer Freddie noch ermutigt, seinen Spuren zu folgen. Auf dem Weg nach unten schließlich die Aufforderung, nun die eigenen Spuren zu hinterlassen und einfach draufloszurennen - soweit das mit Schneeschuhen eben möglich ist. Gesagt, getan. Ausrutscher und Lachanfälle inklusive. It's good to be alive.

 

 

Spuren, war da nicht was? Ein Gedicht, das ich im letzten Jahr geschrieben habe:

 

Den Träumern und den Spinnern

 

Widmen wir unser Erinnern
den Träumern und den Spinnern,
den Forschern und Entdeckern,
den Pionieren und meinetwegen auch den Hackern.

Die nicht meckern und nicht motzen,
sondern lieber kleckern, ach was, klotzen.
Die vor lauter Tatendrang nur so strotzen
und, wenn sie sich übergeben, es an das Leben tun, anstatt sich auszu...toben.

Sie tanzen. Aus Freude und auch aus der Reihe.
Ignorieren die zynischen Rufe und Schreie.
Vor allem können sie eines: verzeihen.
Atemberaubend, welchen Zauber sie der Welt verleihen.

Jene, die lieber Frieden schließen,
anstatt auf einander loszuschießen,
kurzum: Jene, die mutig sind und aus sich schöpfen,
mögen Spuren hinterlassen in unseren Herzen und Köpfen.

 

Spuren hinterlassen seit Jahrzehnten auch die Jungs von Toto. Ein Geburtstagsgeschenk an die Mama, das kurz nach meiner Rückkehr zur inspirierenden und begeisternden Momentaufnahme für die ganze Familie wird. Für ein paar Schnappschüsse mit dem iPhone reicht es während des Konzerts in Tilburg. Den Rest der Zeit verbringt man lieber mit Tanzen :-).

 

 

Weitere Handschuh-Spuren auf meinen Reisen.

 

 

Beschließen wir den heutigen Blog-Artikel mit diesem Gedicht aus dem letzten Jahr:

 

Spurensuche

 

Ein Blick auf die Uhr.
Welche Spur
hinterlässt du nur
auf dieser, deiner Flur?

 

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Mit und ohne Maske

Mein Konzert in der Hans Carossa Klinik in Stühlingen vor eineinhalb Jahren inspirierte und ermutigte mich seinerzeit, auf der Bühne noch offener und direkter zu sein im Umgang mit den Inhalten und Botschaften meiner Songs. Mein Programm "Therapiestunde" (auf die Anführungsstriche lege ich übrigens großen Wert :-)) zählt zu den Früchten, die der damalige Abend trug.

 

Entsprechend groß war meine Freude, am vergangenen Freitag wieder in der Hans Carossa Klinik aufzutreten. Selten war mir so bewusst, dass ein "gelungener" Konzertabend (oder passt "anhebender" doch besser?) schlussendlich ein Gemeinschaftswerk ist. Stimmt, eine(r) muss den Anfang machen. Aber was danach passiert, das hängt von allen Beteiligten ab. Wenn sich alle darauf einlassen, wenn alle mitziehen, dann steht am Ende ein Abend, an dem man sich dankend und lächelnd voreinander verneigt; an dem man als Freunde auseinander geht, weil man etwas Besonderes miteinander erlebt, ja vielleicht sogar erreicht hat.

 

Auf der Website des Südkuriers gibt es ein paar weitere Fotos und einen Artikel über das Konzert.

 

 

Ähnlich besonders, wenn auch ganz anders, fiel das Konzert im Purpur in Horheim aus. Hier setzte ich, ähnlich wie schon im Wilhelm 13 in Oldenburg zu Beginn des Jahres, Bilder (und zwar auch bewegte) ein und stellte das Programm unter das Motto "Momentaufnahmen".

 

Meinen Bruder Knud, der sich mir während dieses Wochenendes in der ehemaligen Heimat anschloss, nahm ich kurzerhand für zwei Stücke mit auf die Bühne. Eines der Lieder, das wir miteinander spielten, entstammte seiner Feder. Und so darf man unseren gemeinsamen Auftritt am Samstag wohl als Auftakt bezeichnen. In der kommenden Woche gehen wir gemeinsam ins Studio, um eine Auswahl seiner Kompositionen aufzunehmen.

 

Während die Narren am Hochrhein dieser Tage ihre Masken und Kostüme zum Besten geben wie hier am Umzug in Schwerzen (was für ein großer Spaß - oder besser: war für eine Mordsgaudi, das alles am Sonntag mal wieder aus erster Nähe miterleben zu dürfen!)...

 

 

...heißt es im Hause Johannsen, die Masken und Hüllen fallen zu lassen- nicht nur bei den zurückliegenden Konzerten, sondern auch während der aktuellen Studio-Vorbereitungszeit in Vorarlberg und der bevorstehenden Zeit im Studio in Liechtenstein.

 

Fotos: Kerstin Engler, Thomas Althaus, Knud Johannsen & Anke Johannsen

 

Zwei Dinge zum Schluss:

 

Die Handschuhe, die ich auszugsweise am Samstagabend gezeigt habe, gibt es hier in voller Pracht und Vielfalt unter dem Stichwort "Handschuhbidoo" zu bestaunen.

 

Man hat mich außerdem mehrmals auf mein "Mond-Gedicht" angesprochen, das ich in Kombination mit meinem "Mond-Song" an beiden Abenden vorgetragen habe. Auf Wunsch gibt's "Mondial" hier also nachzulesen. Weitere meiner Gedichte gibt's hier.

 

Mondial


Ich liebe den Mond, weil er im Stillen scheint
und des Nachts mit uns traurig Wachen weint.
Uns vom Blendwerk des Tages beschützt und verschont.
Uns mit Anmut versorgt und mit Güte belohnt.

Mir ist's, als könnten wir zwar auch von den Sternen,
aber vor allem von ihm, dem Mond, so viel lernen:
Auch dann zu geben, wenn keiner guckt.
Auch dann aufzugehen, wenn's keinen juckt.

Sich nicht gegen die Strahlkraft der Sonne zu wehren,
sondern sie als große Schwester zu verehren.
Mal als schmale Sichel, mal als satter Kreis,
nicht immer Preis zu geben, was man kann und weiß.

Weiterzuscheinen, auch wenn's keiner sieht.
Immer zu dienen. Selbst in einem Wiegenlied.
So besonders ist er, und doch für viele gewöhnlich.
Ihm selbst ist's egal. Er scheint immer versöhnlich.

Der Mond ist für mich gar der wahre Star,
weil er schon immer so treu und bescheiden war.
So gern hätt' ich auch mal da oben gewohnt
und ihm den Hof gemacht als die Frau im Mond.

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Von gestimmten und neuen Flügeln

Fotos: Jörg Hemmen

Zum fünften Mal schon durfte ich am 8. Januar im Wilhelm 13 in Oldenburg auftreten. Über die Jahre ist es zur Tradition geworden, dass ich dort den Jahresauftakt gebe und in diesem mittlerweile vertrauten und von mir so geschätzten Umfeld Neues austeste. So auch in diesem Jahr. Unter das Thema "Momentaufnahmen" habe ich das Programm gestellt, in dem es neue und bewährte Songs in Kombination mit Fotos von mir gab. Begleitet wurde ich dabei von Jens. Intensiv war's. Und dem sehr aufmerksamen und freundlichen Publikum hat der Abend offenbar ähnlich viel Freude gemacht wie uns. So nahm man mir nach den drei eingeforderten Zugaben das Versprechen ab, im kommenden Jahr ein sechstes Mal zu kommen. Am Ende gab's einen wunderschönen Blumenstrauß und tags darauf einen Ausflug durch's schöne Oldenburg und nach Dangast ans Meer.

 

Ein denkwürdiger und denkbar würdiger Jahresauftakt war das.

Ein dickes und von Herzen kommendes Dankeschön geht dafür nach Oldenburg!

 

 

Eine "private Therapiestunde" für eine geschlossene Gesellschaft gibt's am 16. Januar, ebenfalls im Norden.

 

Öffentlich wird es dann wieder am Ende des Januars. In meiner alten Heimat Süddeutschland spiele ich - diesmal solo -  am Freitag, den 29. Januar in der Hans Carossa Klinik in Stühlingen und am Samstag, den 30. Januar im Purpur in Horheim.

 

Diese beiden Orte halten wie auch schon das Wilhelm 13 in Oldenburg wunderschöne und gestimmte Flügel für mich bereit. Das erleichtert das Fliegen mit dem Publikum :-).

 

Aber nicht nur gestimmte Flügel bereiten mir dieser Tage (Vor-) Freude. Auch die "neuen Flügel", die ein "altes" - also bereits abgeschlossenes - Projekt gerade bekommt, sind für mich...nun ja, aufregend. Die Rede ist von "Stille Helden" - einem Musikvideo, das vor dreieinhalb Jahren entstanden ist. Einen kleinen Vorgeschmack auf die "neuen Flügel" gibt diese Online-Meldung und der folgende Presseartikel.

 

 

Mehr dazu dann zu gegebener Zeit.

 

Das Jahr mag erst gute zwei Wochen alt sein, aber schon jetzt hat es etwas Beflügelndes. Und genau das wünsche ich euch auch!

 

Passend dazu abschließend hier drei Schnappschüssen, die ich vor geraumer Zeit auf dem Gelände des stillgelegten Flughafens Berlin Tempelhof gemacht habe. Die Hände, auf denen der (echte!) Schmetterling Platz nahm, gehören übrigens zu meinem Bruder und mir. Abflug!