Gelernt: Von wegen brotlose Kunst

Ich habe mit etwas vorgenommen: Mit der Köchin der Adaimis habe ich vereinbart, dass ich heute Abend das Rösten des libanesischen Brotes übernehme. Bei all den aufwendingen Leckerein, die der Libanon bereithält, munden mir vor allem die einfachen Gerichte. Libanesisches Brot, ob weich oder geröstet, isst man oft als Vorspeise in Kombination mit Labneh (libanesischer Frischkäse, für den ich ein erstaunlich einfaches Rezept gefunden habe, das ich nach meiner Rückkehr auf jeden Fall ausprobieren werde).

 

Das Rösten dieses dünnen Brotes über der Gasflamme des Herdes ist an sich eine ziemlich einfache Angelegenheit. Man muss allenfalls darauf achten, sich nicht die Finger zu verbrennen. Auf jeden Fall aber macht's Spaß, und Jens (gestern Nacht gesund und munter angekommen) und ich nehmen Deenah auf diese Weise auch noch ein wenig Arbeit ab, nachdem wir heute Morgen schon in der Küche für sie getanzt haben. Da ging es ihr nicht so gut, und deswegen gab es zur Aufheiterung halt spontan eine kleine spaßige Tanzeinlage.

 

Aha-Moment des Tages: Man mag über meine Kunst sagen, was man will. Brotlos ist sie spätestens ab dem heutigen Tag ganz offiziell nicht mehr.

 

Wer jetzt den Kopf schüttelt uns sich denkt: "Die Anke immer mit ihren Wortspielen!", dem sei gesagt: Der Einfall stammt dieses Mal von Jens.


Apropos Kunst: Morgen geht's los mit den Konzerten. Entsprechend verbringen Jens und ich nach einer gemütlichen Tasse Kaffee in der Sonne mit Blick auf's Mittelmeer den Nachmittag mit Proben. Dabei studieren wir auch ein paar neue Songs ein. Als Lotti uns liebevoll aus dem Musikzimmer schmeißt, weil sie einen ihrer Klavierschüler erwatet, verziehen wir uns auf die Terrasse. Daraus wird eine spontane Video-Aktion für die Daheimgebliebenen:

...am Ende also auch keine Abendrot-lose Kunst.


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