ein Zusammenspiel von Hören, Sehen und Fühlen:

MUST BE DISPLAYED

Thema

Entstanden für die "Duisburger Akzente" 2015, befasst sich diese interdisziplinäre Ausstellung mit dem Thema "Heimat."

Umsetzung

Bei der Entstehung der Ausstellung haben wir auf Grundlage eines Fragenkatalogs mit 12 Menschen über ihre Beobachtungen, Erfahrungen und Empfindungen zum Thema Heimat gesprochen. Diese Menschen waren unterschiedlichster Generation, Herkunft, Nationalität und Religion. Sie waren Zugezogene, Hinterbliebene, Hiergebliebene oder Zurückkehrer. Was sie alle einte, war, dass sie zu diesem Zeitpunkt in Duisburg lebten.
Im weiteren Verlauf entstand aus den Recherchen zu und den Gesprächen mit jeder Person ein Bild (Format von 80 x 120 cm, realisiert auf Leinwand) und eine Komposition.

 

Im Rahmen der dadurch entstandenen Ausstellung werden die Bilder gemeinsam mit den Kompositionen ausgestellt. Der Besucher erhält einen Kopfhörer, auf dem die 12 Kompositionen, die eigens für die jeweiligen Personen produziert wurden, zu hören sind.

Wirkung

Die Ausstellung macht ein breites Spektrum an Emotionen erfahrbar. Die Vielfältigkeit der Personenauswahl ermöglicht den Besuchern neue Einblicke in andere Kulturen und Lebensgeschichten. MUST BE DISPLAYED gibt Raum für die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema Heimat und schließlich dem Ankommen bei sich selbst.

Beteiligte Künstlerinnen

 

Anke Johannsen

freischaffende Komponistin, Produzentin, Pianistin und Sängerin

 

„Mir geht es immer und vor allem um die Menschen. Mich fasziniert das Verbinden. Das Brückenbauen. Das gemeinsame Vorwärtsbewegen. Mit Musik geht das richtig gut, stelle ich immer wieder fest.“


 

Katrin Roth

freischaffende Künstlerin im Bereich Malerei und Grafik

 

„Wie verändert sich unser natürliches Umfeld durch fortschreitende
Kultivierung der Naturräume? Wo sind Schnittstellen und Konflikte zwischen Natur und Kultur? Auf diese Fragen suche ich auf der malerisch emotionalen Ebene Antworten.“


Blog

Heimat ist, was wir daraus machen.

"Was macht Heimat wohl zu dem, was es ist?

Es ist der Ort, den man aus der Ferne vermisst."

 

...so heißt es in meinem Lied "Schon allein für den Mond", mit dem ich vor ein paar Jahren mein ganz persönliches Ankommen in Duisburg als Zugezogene ausdrückte.

 

Gebloggt habe ich darüber seinerzeit ziemlich persönlich und ausführlich.


Interessanterweise kommt "Schon allein für den Mond" außerhalb Duisburgs besonders gut bei den Menschen an. Aber dies nur am Rande.

 

Die Monate seit der Bekanntgabe, dass Katrin und ich bei den Duisburger Akzenten mitmischen würden, waren künstlerisch wie auch emotional intensiv für mich und geprägt von einer bunten Vielfalt von Facetten, die man sich rund um das Thema "Heimat" nur vorstellen. Uns war es ein Anliegen gewesen, mit unserer interdisziplinären Ausstellung Raum zu geben für die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema "Heimat" und dem Ankommen bei sich selbst. Das ist uns ganz offensichtlich gelungen. Als "runder als rund", bezeichnete eine Teilnehmerin MUST BE DISPLAYED. Überhaupt gab es der positiven Rückmeldungen so viele, dass es den Rahmen sprengen würde, sie hier wiederzugeben.

 

Zusammenfassend kann man sagen: Es wurde getanzt, es wurde geweint - und zwar von Jung und Alt, was mich persönlich ganz besonders gefreut hat. Manch einer kam gar ein zweites oder drittes Mal vorbei, um sich von unserer Ausstellung ein weiteres Mal "verführen zu lassen", wie er es nannte.

 

Wie fällt nun mein ganz persönliches Resümee nach einer derart intensiven Auseinandersetzung mit Duisburg, seinen Menschen und dem Thema Heimat aus?

 

Heimat ist, was wir daraus machen.

 

Auf die eine oder andere Weise, so scheint es, hat Heimat immer mit den Menschen zu tun und dem, was sie ineinander sehen. Von sich teilen. Miteinander zu Wege bringen.

 

Es bleibt abzuwarten, ob der Akzent, der in meiner Wahrnehmung von unserer, wie auch einer Vielzahl anderer Ausstellungen und Aktionen im Rahmen der Duisburger Akzente ausging (besonders viel Strahlkraft und Signalwirkung hatte für mich der gelungene Halay-Weltkrekord), etwas Nachhaltiges bewirken wird. Ich glaube, ja, wenn ich danach gehe, wie viele Menschen ich in den letzten Wochen kennenlernen durfte, denen am Vorankommen von Duisburg ähnlich viel gelegen ist wie mir. Ich wünsche es mir von ganzem Herzen.

 

Mit für mich wunderbaren und nachhaltigen Eindrücken blicke ich trotz aller Unkenrufe vieler Medien und Duisburger optimistisch und voller Tatendrang in die Zukunft.

 

Duisburg ist, was wir daraus machen.


Ein paar letzte Eindrücke, eingefangen von Duisburg365.de:

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Läuft. Noch bis Sonntag.

Momentaufnahmen unserer Ausstellung: Romantische Augenblicke, eine rührende Dankeschön-Karte von einer wiederkehrenden Besucherin und eine Besucherin, die die Musik nicht auf, sondern hinter den Ohren hat. Es macht immer noch und immer mehr Spaß! Katrin und ich sind noch bis Sonntag von 15:00 bis 19:30 Uhr auf der Beekstraße 39 für euch am Start. Und dazu gibt's ein paar Besonderheiten zu verkünden:

Schnappschuss aus dem Flur im ehem. Uni Polster Gebäude
Schnappschuss aus dem Flur im ehem. Uni Polster Gebäude

Nicht nur die Stimmung der Besucher, auch die Stimmung unter den ausstellenden Künstlern im ehemaligen Uni Polster Gebäude ist toll. Und so haben sich in den letzten Tagen spontan zwei Ideen ergeben, die wir auf der Zielgeraden unserer Ausstellungszeit gemeinsam umsetzen werden.


Da ist zum einen ein Live-Aufttritt der Formation "Pool Position", die mit ihrem Sommer-Song an Station sechs seit Beginn der Ausstellung die Leute über die Kopfhörer begeistert und manchen gar zum Tanzen bewegt.


Am kommenden Freitag um 18:30 Uhr gibt's die jungen Leute des ehrenamtlichen Projekts, das ich hier in Duisburg seit mittlerweile zwei Jahren leite, live zu hören und sehen - mit dem Sommer-Song, versteht sich.


Welch passender Frühlingsauftakt! Kommt vorbei, der Eintritt ist natürlich frei!

Wir haben das mal für euch nachgestellt...und am Freitag gibt's dann live und lebendig die Vorderseite!
Wir haben das mal für euch nachgestellt...und am Freitag gibt's dann live und lebendig die Vorderseite!

Eine weitere schöne Ideen hat sich aus der kollegialen Atmosphäre unter den Künstlern ergeben:


Wir laden euch ganz herzlich ein zur Finissage am Sonntag um 16 Uhr.


Wir sorgen für ein paar Snacks wie Kaffee und Kuchen und freuen uns darauf, mit euch und euren Freunden auf diese Weise feierlich die Duisburger Akzente zu beschließen. Dies wird dann auch die letzte Gelegenheit sein, in den Genuss von MUST BE DISPLAYED und den vielen anderen beeindruckenden Ausstellungen im Haus zu kommen. Wir freuen uns auf euch! Mehr Informationen zur Finissage gibt's hier.


Da beides ziemlich kurfristig angesetzt ist, freuen wir uns über Mund-zu-Mund-Propaganda im Netz und "im echten Leben".


Danke für eure Hilfe. Wir sehen und hören uns auf der Beekstraße!

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Es ist vollbracht. Es ist eröffnet.

Das will schon was heißen, wenn ich nicht mehr dazu komme, zu bloggen. Genau das ist in den letzten zwei Wochen geschehen. Da waren die vielen organisatorischen Dinge, die vor der Eröffnung am 7. März noch erledigt werden wollten: Absprachen. Aufbauarbeiten. Mediale Termine. Da waren vor allem auch die musikalischen Produktionen, an denen ich tatsächlich noch bis zur letzten Minute schliff. Die Wahrheit ist, dass ich ein Lied sogar erst komponierte, als Katrins Bilder schon hingen. Und zwar deswegen, weil mich die Ausstellungssituation, als sie endlich greifbar wurde, dazu inspirierte und andere Pläne über den Haufen werfen ließ.

So entspannt wie ich hier stehe, so konzentriert arbeite ich wenig später noch an den letzten Kompositionen und Feinschliffen.
So entspannt wie ich hier stehe, so konzentriert arbeite ich wenig später noch an den letzten Kompositionen und Feinschliffen.

Spannender Tag für Katrin und mich: der Donnerstag vor der Eröffnung, als erstmals die Türen des ehemaligen Uni Polster Gebäudes für die Presse geöffnet wurden. Nach Monaten des intensiven Arbeitens hinter verschlossenen Türen war es ein aufregender und irgendwie auch befreiender Moment, die ersten überraschten und positiven Rückmeldungen zu erhalten. Und eben die sollten sich am feierlichen Tag der Eröffnung fortsetzen.

Es ist vollbracht. Es ist eröffnet.
Es ist vollbracht. Es ist eröffnet.

Das große Interesse, das uns an der Eröffnung zuteil wurde, war umwerfend. Und dass gleich mehrmals Tränen vor (Be-) Rührung flossen, auch. Viele der Protagonisten, die wir interviewt und als Vorlage für unsere Arbeit verwendet haben, fanden ihren Weg zur Eröffnung. Die Andacht, mit der sie vor ihren Bildern standen und ihrer Musik lauschten - ein ganz besonderer Moment.

 

Eben solche besonderen Momente erfahren wir dieser Tage regelmäßig. "Traumlandreisen" hat ein Herr genannt, wie er die Ausstellung erlebt hat. Die RP schrieb: "Ganz außergewöhnlich ist das Projekt "Must be Displayed" der Malerin Katrin Roth und der Musikerin Anke Johannsen, die in sehr aufwändiger Weise ein Zusammenspiel von Sehen, Hören und Fühlen nach dem Motto "Ankommen bei sich selbst" entwickelt haben.", und die WAZ fordert mit Bezug auf unsere Ausstellung auf: "Beim Thema Heimat hinhören"

 

Bis zum 22. März werden wir jeden Tag zwischen 15:00 und 19:30 Uhr vor Ort sein. Fühlt euch herzlich eingeladen, uns zu besuchen und euch auf MUST BE DISPLAYED einzulassen.

 

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Und schon ist da die Zielgerade!

Kennt ihr das auch? Wenn man sein Augenmerk auf ein bestimmtes Thema legt, begegnet es einem plötzlich überall. So geht es mir seit Wochen mit dem Thema "Heimat". Da kommt dann schon mal ein Schmunzeln auf, wenn wir während eines der 12 Interviews für unser Projekt diese Entdeckung hier auf der Brötchentüte machen.

Apropos 12 Interviews: Die sind mittlerweile alle erfolgt, und Katrin und ich arbeiten nun an den Bildern und der Musik. Noch wage ich es eigentlich kaum, von einer Zielgeraden zu sprechen, denn es gibt noch so viel zu tun.

In Anbetracht der Zeit ist Zielgerade aber wohl doch das richtige Wort, denn der 7. März rückt in greifbare Nähe:

...und damit zurück ans Klavier!


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Mittendrin und ein Aufruf

Weitere Interview-Termine haben Katrin und ich mittlerweile hinter uns gebracht und sind jetzt so richtig schön mittendrin. Die Vielseitigkeit und Süße dieser Interviews und der kreativen Arbeit rund um das Thema "Heimat" übertreffen sogar die Pralinen, die eine unserer Protagonistinnen zu unserem Treffen mitbrachte.

 

Derweil hat auch die Presse unser Projekt mit einem Aufruf bedacht, den Katrin und ich uns überlegt haben, um auf diese Weise auch Menschen zu erreichen, die wir noch nicht kennen.

 

Hier gibt's die vollständige offizielle Presseinfo mit allen Details. Gerne weitersagen oder selbst melden!

 

Vom 6. bis 22. März finden die 36. Duisburger Akzente statt. Das Festivalbüro der Duisburg Marketing GmbH hat hierfür in diesem Jahr das Thema „Heimat“ gewählt, das in Anbetracht der aktuellen Flüchtlingsdebatte umso brisanter erscheint. 

Die Musikerin Anke Johannsen und die bildende Künstlerin Katrin Roth beteiligen sich mit einer gemeinsamen Ausstellung. Unter dem Namen MUST BE DISPLAYED widmen sie sich darin mittels visueller und auditiver Elemente der Beziehung 12 verschiedener Menschen zum Thema Heimat. Diese Menschen, die in der Ausstellungssituation anonym bleiben werden, sind unterschiedlichster Generation, Herkunft, Nationalität und Religion. Sie sind Zugezogene, Hinterbliebene, Hiergebliebene oder Zurückkehrer. Was sie eint ist, dass sie in Duisburg leben. In der Projekt-Beschreibung heißt es dazu: "Die Vielfältigkeit der Personenauswahl ermöglicht den Besuchern neue Einblicke in andere Kulturen und ein besseres Verständnis und mehr Respekt für andere Lebensmodelle. Es entsteht überdies Raum für die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema Heimat und schließlich dem Ankommen bei sich selbst.“ Begleitend zum Projekt wird ein Buch mit CD erscheinen.

Nun suchen Anke Johannsen und Katrin Roth nach interessierten Mitwirkenden, die sich für das Projekt zur Verfügung stellen: „Wir kennen einige interessante Duisburger, die wir bereits angesprochen haben und die auch schon zugesagt haben. Allerdings möchten wir auf diesem Wege auch Menschen die Möglichkeit geben, sich zu beteiligen, die wir nicht kennen. Selbst Schulklassen oder Vereine aus Duisburg können sich bei uns melden, wenn sie gemeinsam mitmachen möchten.“

Einplanen sollten die Bewerber, dass sie bei einer Zusage für ein Gespräch mit den beiden Künstlerinnen (Dauer ca. 1,5 h) zur Verfügung stehen sollten.

Bewerben können sich Interessierte bis zum 31. Januar, indem sie angeben, seit wann sie in Duisburg leben und in einem Satz formulieren, was für sie Heimat bedeutet.

 

Diese Bewerbungen können an die Emailadresse kontakt@ankejohannsen.de

oder per Post an

Anke Johannsen

Postfach 200302

47019 Duisburg

geschickt werden.



 

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Die ersten Interviews

Dieser Moment, wenn das, was man über mehrere Wochen oder gar Monate visioniert und geplant hat, konkrete Formen annimmt, ist ganz schön besonders und aufregend.


Einblicke ins Familienarchiv beim ersten Interview, ein "Hausbesuch" beim zweiten Interview und neben den vielen Gesprächs-Highlights ein Lichtblick durch's Fenster während des dritten Interviews...wir sind jetzt mittendrin.


Drei der 12 Interview-Termine haben Katrin und ich in den letzten Tagen...sagen wir: erleben dürfen. Erstaunlich und erfreulich, dass sich unsere Akteure in den bekanntermaßen rascheligen Tagen vor Weihnachten noch die Zeit für uns genommen haben.


Mit Menschen über das Thema "Heimat" und ihre Beziehung dazu zu sprechen, ist nicht nur ganz schön persönlich, sondern auch intensiv. So unterschiedlich die drei Termine in den letzten Tagen ausfielen, so insprierend waren sie auch. Herzensbegegnungen wie diese bringen mich zu dem Schluss: Vorweihnachtlicher und besinnlicher geht es kaum.


Im Januar stehen die Interviews mit den verbleibenden neun Akteuren an. Vorher geht's dankbar und voller Vorfreude auf die weitere Umsetzung von MUST BE DISPLAYED in die Feiertage.


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MUST BE DISPLAYED

Seit ein paar Monaten schon befinden meine Künstler-Freundin Katrin Roth und ich uns in der Vorbereitung auf ein Projekt, mit dessen Idee Katrin im Spätsommer auf mich zukam:

 

MUST BE DISPLAYED

 

Als Katrin mir von ihren Überlegungen dazu erzählte, war mir sofort klar: Das mache ich mit, denn das Thema "Heimat", dem sich dieses Projekt widmet, ist mir ein Herzensanliegen, seitdem ich in Duisburg angekommen bin. Und Katrins Kunst schätze ich eben auch sehr.

 

Ein paar Monate Vorbereitung und Bewerbung später ist es nun offiziell: Wir werden mit MUST BE DISPLAYED im Rahmen der Duisburger Akzente an den Start gehen, und darüber freuen wir uns sehr. Ebenso sehr freuen wir uns über die bisherigen Zusagen der Akteure. Mit manchen von ihnen treffen wir uns noch vor Weihnachten zum Interview, so dass Katrin und ich noch in diesem Jahr mit unserer kreativen Arbeit loslegen können.

 

Im Rahmen dieses Blogs dokumentiere ich den Weg, den wir in den nächsten Monaten bis zur Ausstellung im März miteinander gehen werden.

 

Der RSS-Feed dazu lautet: http://www.anke-johannsen.de/rss/blog/mustbedisplayed/

 

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