Anke Johannsen

 

Zunächst Musikerin, die ihre Songs als Pianistin und Sängerin heraus- und auf die Bühne brachte, habe ich über die Jahre entdeckt, was es genau ist, das ich so liebend gerne tue:

 

 

Meine Tätigkeiten umfassen

 

Anke Johannsen

 

All dies ergänze ich zumeist durch Fotos oder Zeichnungen.

Kreative Grenzen gibt es nicht.

Was ich nicht tue: abschreiben. Weder bei anderen noch meine Mitmenschen.

Denn die sind mir bei dem, was ich tue, wichtig.

 

Anke Johannsen

 

Kommt mit! Zusammen können wir Geschichte(n) schreiben.

 

Anke Johannsen

 

Mehr zu lesen gibt's auf Wikipedia und zu sehen hier (Porträt vom WDR Duisburg).

Anke Johannsen
Anke Johannsen
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Aktuelles aus dem Blog

Nach der Reise ist vor der Reise

Eine kompakte, ereignisreiche und in jederlei Hinsicht wertvolle Konzertreise in den Libanon liegt hinter mir. Horizont-Erweiterung - check. Kultureller Brückenschlag - check. Herzensbegegnungen mit alten und neuen Freunden - check.

 

Dankbarkeit!

 

Eindrücke meiner musikalischen Einsätze gibt es hier:

 

 

Alle weiteren Fotos, die während meiner Reise entstanden sind, finden sich im Bild-Blog, den ich während meiner Reise geführt habe. Fühlt euch herzlich eingeladen, dort mit mir auf Reise zu gehen in ein wunderschönes und liebenswertes Land, das meiner Wahrnehmung nach unter- und verschätzt wird.

 

Meine nächste Reise führt mich in dieser Woche nach Hamburg zur Zukunftskonferenz der Brand Eins und nach Vorarlberg, wo ich gemeinsam mit meinem Bruder Knud einen musikalischen Impuls-Vortrag an einer Führungskräftetagung halten werde. Kurz danach geht's nach Frankfurt, wo ich gemeinsam mit Jens beim Netzwerktreffen der Volks- und Raiffeisenbanken meine "Therapiestunde" abhalten werde, ehe wir wenige Tage später im heimischen Duisburg im Rahmen des Kunst- und Kulturmarktes in Ruhrort auftreten werden. Hier geht's zum Überblick aller Termine.

 

Yep, ich freue mich auf die bevorstehenden Ereignisse! Sehen wir uns?

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We Can Do This!

Schon interessant. Als ich mich im Winter 2014 auf Konzertreise im Libanon befand, führte ich dort zum ersten Mal meinen Song "We Can Do This" auf. Dessen Refrain lautet:

 

When the fear kicks in, you kick it back.

You shake it off and say: Oh, what the heck!

I can do this!

Yeah, you can do this!

I am free. You are free.

And we can do this!

 

Der Song machte dem Publikum und auch mir Abend für Abend großen Spaß und entwickelte sich zu einer meiner Lieblingsnummern.

 

Als im vergangenen Herbst die Planung für meine bevorstehende Konzertreise Form annahm, fragte man mich, unter welches Motto ich meine Konzerte in diesem Jahr stellen würde. Spontan wählte ich "We Can Do This". Dass das deutsche Pendant dazu aus dem Munde der Bundeskanzlerin kurze Zeit später deutsche Geschichte schreiben würde, konnte ich seinerzeit nicht ahnen. Und doch scheint diese ungeplante Verbindung vor dem Hintergund des Syrien-Krieges und dessen Auswirkungen auf eine Weise stimmig.

 

Fotos: Jörg Bunert, zur Verfügung gestellt von Ruhrgepixel

Ähnlich stimmig und von einem Can-Do-Spirit getragen ist das Video-Projekt zu "I Run With The Power of 1000 Horses". Inspiriert durch den Rhein-Ruhr-Marathon, den ich im vergangenen Jahr hier in Duisburg gelaufen bin, und angeregt durch den Austausch mit Jörg Bunert von der Athletic Marketing GmbH kurz vor Weihnachten, habe ich Anfang des Jahres einen Song über das Laufen als Ausdruck innerer Freiheit und Lebenskraft geschrieben und produziert. Das Mischen und Mastern hat Marius Andre übernommen. Die Zusammenarbeit mit ihm war - mal wieder! - großartig.

 

Gemeinsam mit Zoltan Leskovar von Ruhrgepixel realisieren wir nun das Musikvideo dazu. Neben der Freude am Laufen, die in dem Video Ausdruck findet, geht es Jörg, Zoltan und mir dabei auch um Duisburg. Was sich mit den Lauf-Szenen nämlich ganz wunderbar verbinden lässt, ist, Duisburg von seinen vielen schönen Seiten zu zeigen. Ein Herzensanliegen, das uns eint und in der kurzen Zeit schon erstaunlich weit gebracht hat. Wie sagte Stevie Wonder mal so schön: "Team work is dream work." Und so freue ich mich auf weitere Drehs mit den Jungs nach meiner Rückkehr aus dem Libanon am 14. Mai.

 

Bis es wieder "I Run With the Power of 1000 Horses" heißt, singe ich "I Travel With the Weight of My Big Red Suitcase".

Und "We Can Do This" natürlich. Auf geht's!

 

P. S.: Pünktlich zum letzten Spiel der Zebras werde ich zurück sein. Je nach Spielverlauf des nächsten Spieles heißt es dann: "Werdet zur Legende, kämpfen bis zum Ende, für die 2. Liga, MSV!" Und wenn der Klassenerhalt dann in trockenen Tüchern ist, singe ich "I Run With the Power of 1000 Zebras".

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Libanon-Details, neue Gedichte und über 150 Handschuhe

Später Frühling



 

Der Winter vorbei, und es ist immer noch kalt.


Kühling halt.



 

Bunte Fahnen, die die Natur wieder hisst,


weil’s Blühling ist.



 

Lange Tage, und endlich sind sie mild,


weil der Frühling nicht mehr chillt,




sondern da ist!

 

Die Abstimmungen für meine Libanon-Reise gehören derzeit neben den laufenden Video-Projekten, dem Unterricht in der Förderschule und den diversen Planungs- und Vermarktungsaktivitäten rund um weitere Veröffentlichungen schon fast zum Tagesgeschäft. So erreichen mich dieser Tage unter anderem die Details zu meinen Auftritten:

 

Samstag, 7. Mai - "Lions United World Event",

UNESCO Palace, Beirut - deutscher Beitrag
Dienstag, 10. Mai - Rock'n Bach, Jounieh -
Masterclass

Mittwoch, 11. Mai - Kulturzentrum Jounieh - Konzert
Donnerstag, 12. Mai - Kinderabteilung Spital Bhannes - Konzert
Freitag, 13. Mai - Brasiliban, Kulturzentrum Brasilien, Beirut - Konzert

 

Es liegt wohl nicht nur an der Vorfreude auf die bevorstehende Reise, sondern auch am sich ankündigenden Frühling, dass sich eine Art Aufbruchsstimmung breitmacht. Ob das wohl der Grund dafür ist, dass ich in der letzten Zeit so viel gedichtet habe? "1000 Kilo Gänsehaut", "Eine wunderschöne Reflexion", "Der Abflug auf der Resterampe",...lesen sich die Titel, um nur ein paar zu nennen. Zur Lektüre geht es hier.

Besonders feierlich wird es vor ein paar Tagen, als mir auffällt, dass ich mit meinem Handschuh-Motiv mittlerweile bei über 150 Schnappschüssen angelangt bin. Dass mir mittlerweile auch Andere ihre Handschuh-Entdeckungen emailen und zur Verfügung stellen, freut mich dabei besonders. Die gesammelten Werke gibt es wie gehabt unter "Handschuhbidoo" zu bestaunen.

 

Ob ich wohl jemals wieder damit aufhören werde?

 

1000 Kilo Gänsehaut

Wenn sich jemand mal was Großes traut.
In den Dimensionen seines Universums handelt.
Und dabei mit den Sternen wandelt.
Bekomme ich ein Kilo Gänsehaut.

Wenn sich jemand mal was Schönes traut...weiterlesen

 

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Mit den Erinnerungen wächst die Vorfreude

Das Ticket ist gebucht, los geht's am 6. Mai. Meine bereits vierte Libanon-Konzertreise wird dies sein. In der Vergangenheit hat mich zweimal mein Musiker-Kollege Jens begleitet. Diesmal fliege ich alleine. Naja, so alleine werde ich in der Zeit zwischen dem 6. und 14. Mai wohl kaum sein, denn was mich im Libanon erwartet, sind neben professionellen Organisatoren  und herzlichen Gastgebern eben auch Menschen, die ich durch die letzten Reisen meine Freunde nennen darf.

 

Ob es nicht gefährlich sei, dorthin zu reisen, werde ich in den letzten Wochen manchmal gefragt. Was heißt schon gefährlich, frage ich dann zurück. Was ich weiß, ist, dass ich nicht das Abenteuer suche, sondern meinem Herzen folge und etwas tue, das ich wie bei meinen anderen Reisen für das Richtige halte.

 

Wen es interessiert, was mich über meine Konzert-Reisen hinaus mit dem Libanon verbindet, wird in der Rubrik "Deutsche Sehnsucht" des Goethe-Instituts in Form eines Artikels von mir fündig.

 

Wer Einblicke in meine letzten Reisen in Form meines Reise-Blogs bekommen möchte, wird hier fündig.

 

Ein paar bewegte Bilder gibt's hier. Hätte die Audio-Aufnahme-Technik der Universität in Balamand an jenem Abend bei den lauteren Passagen nicht Probleme gehabt (es knallt in dem Video-Mitschnitt dann ganz unangenehm), hätte ich hier längere Song-Passagen zur Verfügung gestellt. So gibt es eben den folgenden Zusammenschnitt von Momentaufnahmen eines Abends, der so wie alle anderen Konzertabende unserer damaligen Reise wahrhaftig und bewegend ausfiel. Die Minuten vor dem Konzert waren übrigens auch etwas...nun ja, außergewöhnlich, nachzulesen hier.

 

Viel Freude damit!

 

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Buch-Arbeitstitel "Alltags-Fliegen!"

 

Es gibt Dinge, die fühlen sich offenbar nie fertig an; rund genug, um präsentiert zu werden. So geht es mir jedenfalls mit dem, was ich seit geraumer Zeit schreibe.

 

Ein Entwurf ist ein Entwurf ist ein Entwurf. Aber ein Schritt ist auch ein Schritt ist auch ein Schritt.

 

In diesem Sinne gibt es hier ein paar erste Einblicke in das, woran ich derzeit arbeite und was ich zu gegebener Zeit als E-Buch oder Buch veröffentlichen werde.

 

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Ein neuer Songtext, ein neues Gedicht

Beim Komponieren geht's bei mir zumeist analog und gekritzelt zu - Rechtschreibfehler inbegriffen. So ein "t" ist in einem schöpferischen Moment einfach ein eher unwichtiges Detail.
Beim Komponieren geht's bei mir zumeist analog und gekritzelt zu - Rechtschreibfehler inbegriffen. So ein "t" ist in einem schöpferischen Moment einfach ein eher unwichtiges Detail.

Dieser Moment, wenn alles gut ist

(1)
Schritt für Schritt,
auch mal mit
Zögern und Angst,
weil du darum bangst
wer zu sein.

(2)
Jetzt ist jetzt
und unverletzt.
Der Blick geht nach vorn.
Im Moment neu gebor'n
und ganz rein.

 

Chorus
Dieser Moment, wenn alles gut ist.
Wenn nichts fehlt
und du die Friedensflagge hisst.
Du atmest ein. Du atmest aus.
Du bist daheim. Du bist zu Haus.
Dieser Moment, wenn alles gut ist.

(3)
Tag für Tag.
Tendenz stark.
Gestern war schwach.
Heute ist wach.
Du bist auf.

(4)
Zug um Zug.
Genug ist klug.
Nichts mehr erzwingen.
Kein Kämpfen. Kein Ringen.
Nur rauf.

 

Chorus
Dieser Moment, wenn alles gut ist.
Wenn nichts fehlt
und du die Friedensflagge hisst.
Du atmest ein. Du atmest aus.
Du bist daheim. Du bist zu Haus.
Dieser Moment, wenn alles gut ist.

 

Was ich noch nicht sagen wollte

Nicht immer jeden
Moment zerreden.
Lieber die Hände zusammenfalten.
Im Regiestuhl des Lebens die Klappe halten.

Ich wende mich an mich.
Ein Dialog bleibt innerlich.
Das Leben kann uns so viel zeigen,
wenn wir gucken und um des Zuhörens willen schweigen.

Unsere innere Ruhe
eine Schatztruhe.

PS: Steht hier für Pferdestärke,
die man im Wörtchen "PSSSssst" bemerke.

 

weitere Gedichte

 

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Eine R-Eis-e mit Eis-enbahn und Eis

Anke Johannsen

Kaum von den Abenteuern in Süddeutschland, Vorarlberg und Liechtenstein zurück, waren mein Koffer und ich schon wieder am Zug. Diesmal: der ICE in Richtung Berlin. Fast könnte man meinen, mein einwöchiger Aufenthalt drehte sich -  begonnnen mit der Zugbezeichnung - vor allem um Eis. Als sei es in Berlin um diese Jahreszeit herum nicht kalt genug! Es gab aber auch Cappuccino. Zahlreiche Handschuh-Fundstücke (sogar nahe des Brandenburger Tors!) für meine Rubrik "Handschuhbidoo". Skurrile Werbeplakate, die mich an den derzeit etwas ungünstigen Tabellenplatz des MSV erinnerten (die Hoffnung stirbt zuletzt, Freunde!). Einen spektakulären Sonnenuntergang bei der Abreise. Und, um an dieser Stelle etwas seriöser zu werden, drei Studio-Besichtigungen in der Hauptstadt.

 

Bei meinen Konzerten in den letzten Monaten immer wieder auf jene Songs angesprochen, die seit Veröffentlichung des letzten Albums entstanden und zunehmend in meinen aktuellen Live-Programmen zu hören sind, habe ich zu Beginn dieses Jahres den Entschluss gefasst, in diesem Jahr mein nächstes Album anzupacken.

 

Ob es wirklich in Berlin entstehen wird, in welchem Umfang ich die Produktion realisieren werde, wann das Album schlussendlich veröffentlicht werden wird,...all dies ist derzeit noch - wie sagt man so schön: Zukunftsmusik. Fest steht: Ich bin - mal wieder - auf dem Weg und freue mich auf die nächsten Schritte eines Entstehungsprozesses, der erfahrungsgemäß aufregend, da voller Überraschungen und Unplanbarkeiten ist.

 

Mein Koffer darf sich derweil und noch bis bis Anfang Mai ausruhen, ehe es vom 6. bis 14. Mai auf meine mittlerweile vierte Konzertreise in den Libanon geht.

 

 

Während ich also an der einen Stelle den Zauber des Neuanfangs erlebe, freue ich mich an anderer Stelle darüber, dass sich das "Stille Helden"-Video-Projekt auf der Zielgeraden befindet. Einen Hinweis darauf habe ich vor geraumer Zeit in diesem Blog gegeben. Weiteres folgt voraussichtlich im April.

 

Neben den verschiedenen Produktionen, denen ich mich in den letzten Wochen gewidmet habe, beschäftige ich mich derzeit auch mit dem Thema "künstlerische Intervention". Wer in den letzten Jahren verfolgt hat, was mich umgetrieben hat, wird sich erinnern, dass dies ein Thema ist, dass mir schon seit geraumer Zeit am Herzen liegt. In der entsprechenden neuen Rubrik auf meiner Website gebe ich nun weitere Einblicke.

 

Von den Einblicken zu den Lichtblicken: Sofern es meine Reisen eben zuließen, habe ich es mir auch in den letzten Wochen nicht nehmen lassen, den ein oder anderen Lichtblick in Duisburg einzufangen. Mehr gibt's wie gehabt unter "DU.Lichtblick".

 

 

Empfehlen möchte ich an dieser Stelle und abschließend die 37. Duisburger Akzente. Im letzten Jahr mit MUST BE DISPLAYED noch mittendrin, kann ich mich in diesem Jahr glücklich schätzen, in Anbetracht meiner Reiseaktivitäten überhaupt in den Genuss der kulturellen Vielfalt zu kommen, die noch bis zum 13. März im Stadtteil Ruhrort zu dem schönen Thema „Nah und Fern - 300 Jahre Duisburger Hafen“ geboten wird.

 

Der Blog-Artikel neigt sich zu später Stunde dem Ende entgegen, da fallen mir unzähle Wortspiele rund um's Eis ein. "Der Preis ist Eis." zum Beispiel. Wahrlich fordern die aktuellen Temperaturen (wo kommt eigentlich plötzlich dieser Winter her!?) ihren Tribut und lassen einen dem Frühling entgegenfiebern (aber bitte ohne Grippe!).

 

Sofern wir das Ökosystem durch die unlängst nachgeholten Karnevalsumzüge nicht ganz aus dem Gleichgewicht gebracht haben, wird er kommen, der Frühling. Ganz bestimmt.

 

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Spuren hinterlassen

Umgeben von den Vorarlberger Alpen und inmitten der Vorbereitung auf die Studio-Aufnahmen mit meinem Bruder Knud erreicht mich dieser Presseartikel über das Konzert in Stühlingen:

 

Ihr zweites Konzert in der Hans-Carossa-Klinik Stühlingen war ebenso erfolgreich wie das erste im September 2014: Die Berufsmusikerin Anke Johannsen spielte vor fast vollem Haus. Besonders die leisen Töne, die Zwischentöne, machten das Konzert zu einem Erlebnis. Die Verbindung von eigener Musik mit Geschichten über die Entstehung in ihrem ersten Konzert in Stühlingen, hatte zur Auseinandersetzung mit ihrem Leben und dem Leben allgemein geführt. Daraus entwickelte sie die „Therapiestunde“ und setzte sie im Oldenburger Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 fort.

Neben ihrer Musik beschäftigt sich Anke Johannsen mit dem Schreiben. So las sie das Gedicht „Die Entscheidung“ sowie das „Gedicht zum Mond“ vor. Sie verpackt alles, was sie bewegt, in Fragen: „Warum haben wir in Duisburgs Straßen nicht so tolle Lumpen hängen wie hier?“ Oder selbstkritisch: „Kann es sein, dass gar nicht die Anderen das Problem sind?“ Vor einiger Zeit hatte sie sich die Aufgabe gestellt, 1000 Dinge zu finden, „für die ich dankbar bin. Die ersten 200 Dinge sind einfach.“ Nach langer Suche erkannte sie den nachhaltigen Effekt auf das Lebensgefühl.

Offen für ihr Publikum, spielte sie in Stühlingen nach dem flotten „Akzep-Tanz“ eher besinnliche Stücke. Sie freute sich, dass ihre frühere Klavierlehrerin Astrid Könekamp aus Lauchringen gekommen ist: „Man könnte sagen, sie hat mich entdeckt.“ Ihre Schulzeit hat Anke Johannsen im Landkreis Waldshut verbracht, ihre Wahlheimat ist Duisburg. Dass sie gar nicht gerne auf die Bühne geht, außer, wenn sie ihr eigenes Ding macht, verriet sie nach der Pause: „Ich wollte einfach meine Lieder schreiben, mehr nicht.“ Nach 15 Liedern und jeder Menge Applaus dankte Johannsen dem Publikum und besonders Anita Althaus von der Hans-Carossa-Klinik: „Ihr habt mitgemacht und zurückgestrahlt, und dafür danke ich dir.“ Sascha Loefflert hatte für das Konzert den Weg aus Stuttgart auf sich genommen. Nach dem Konzert nahm sich die Künstlerin Zeit für ihre Gäste. Mehrfach wurden die noch unveröffentlichten Lieder „Akzep-Tanz“ und „Platz in meinem Herzen“ auf CD gewünscht.

 

 

Kreatives Schaffen in einem überwältigend schönen und inspirierenden Umfeld. Drinnen (gemeint sind die Studios von Little Big Beat in Liechtenstein) wie draußen. Momentaufnahmen wie diese sprechen für sich.

 

Die unteren acht Fotos stammen von Petre Mathislav.

 

Auf die eine oder andere Weise hinterlassen wir immer Spuren - ob wir uns dessen nun bewusst sind oder nicht. Während der Schneeschuhwanderung am Tag nach den intensiven Aufnahme-Sessions im Studio kommt mir das in den Sinn. Auf dem Weg nach oben hatte uns Führer Freddie noch ermutigt, seinen Spuren zu folgen. Auf dem Weg nach unten schließlich die Aufforderung, nun die eigenen Spuren zu hinterlassen und einfach draufloszurennen - soweit das mit Schneeschuhen eben möglich ist. Gesagt, getan. Ausrutscher und Lachanfälle inklusive. It's good to be alive.

 

 

Spuren, war da nicht was? Ein Gedicht, das ich im letzten Jahr geschrieben habe:

 

Den Träumern und den Spinnern

 

Widmen wir unser Erinnern
den Träumern und den Spinnern,
den Forschern und Entdeckern,
den Pionieren und meinetwegen auch den Hackern.

Die nicht meckern und nicht motzen,
sondern lieber kleckern, ach was, klotzen.
Die vor lauter Tatendrang nur so strotzen
und, wenn sie sich übergeben, es an das Leben tun, anstatt sich auszu...toben.

Sie tanzen. Aus Freude und auch aus der Reihe.
Ignorieren die zynischen Rufe und Schreie.
Vor allem können sie eines: verzeihen.
Atemberaubend, welchen Zauber sie der Welt verleihen.

Jene, die lieber Frieden schließen,
anstatt auf einander loszuschießen,
kurzum: Jene, die mutig sind und aus sich schöpfen,
mögen Spuren hinterlassen in unseren Herzen und Köpfen.

 

Spuren hinterlassen seit Jahrzehnten auch die Jungs von Toto. Ein Geburtstagsgeschenk an die Mama, das kurz nach meiner Rückkehr zur inspirierenden und begeisternden Momentaufnahme für die ganze Familie wird. Für ein paar Schnappschüsse mit dem iPhone reicht es während des Konzerts in Tilburg. Den Rest der Zeit verbringt man lieber mit Tanzen :-).

 

 

Weitere Handschuh-Spuren auf meinen Reisen.

 

 

Beschließen wir den heutigen Blog-Artikel mit diesem Gedicht aus dem letzten Jahr:

 

Spurensuche

 

Ein Blick auf die Uhr.
Welche Spur
hinterlässt du nur
auf dieser, deiner Flur?

 

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Mit und ohne Maske

Mein Konzert in der Hans Carossa Klinik in Stühlingen vor eineinhalb Jahren inspirierte und ermutigte mich seinerzeit, auf der Bühne noch offener und direkter zu sein im Umgang mit den Inhalten und Botschaften meiner Songs. Mein Programm "Therapiestunde" (auf die Anführungsstriche lege ich übrigens großen Wert :-)) zählt zu den Früchten, die der damalige Abend trug.

 

Entsprechend groß war meine Freude, am vergangenen Freitag wieder in der Hans Carossa Klinik aufzutreten. Selten war mir so bewusst, dass ein "gelungener" Konzertabend (oder passt "anhebender" doch besser?) schlussendlich ein Gemeinschaftswerk ist. Stimmt, eine(r) muss den Anfang machen. Aber was danach passiert, das hängt von allen Beteiligten ab. Wenn sich alle darauf einlassen, wenn alle mitziehen, dann steht am Ende ein Abend, an dem man sich dankend und lächelnd voreinander verneigt; an dem man als Freunde auseinander geht, weil man etwas Besonderes miteinander erlebt, ja vielleicht sogar erreicht hat.

 

Auf der Website des Südkuriers gibt es ein paar weitere Fotos und einen Artikel über das Konzert.

 

 

Ähnlich besonders, wenn auch ganz anders, fiel das Konzert im Purpur in Horheim aus. Hier setzte ich, ähnlich wie schon im Wilhelm 13 in Oldenburg zu Beginn des Jahres, Bilder (und zwar auch bewegte) ein und stellte das Programm unter das Motto "Momentaufnahmen".

 

Meinen Bruder Knud, der sich mir während dieses Wochenendes in der ehemaligen Heimat anschloss, nahm ich kurzerhand für zwei Stücke mit auf die Bühne. Eines der Lieder, das wir miteinander spielten, entstammte seiner Feder. Und so darf man unseren gemeinsamen Auftritt am Samstag wohl als Auftakt bezeichnen. In der kommenden Woche gehen wir gemeinsam ins Studio, um eine Auswahl seiner Kompositionen aufzunehmen.

 

Während die Narren am Hochrhein dieser Tage ihre Masken und Kostüme zum Besten geben wie hier am Umzug in Schwerzen (was für ein großer Spaß - oder besser: war für eine Mordsgaudi, das alles am Sonntag mal wieder aus erster Nähe miterleben zu dürfen!)...

 

 

...heißt es im Hause Johannsen, die Masken und Hüllen fallen zu lassen- nicht nur bei den zurückliegenden Konzerten, sondern auch während der aktuellen Studio-Vorbereitungszeit in Vorarlberg und der bevorstehenden Zeit im Studio in Liechtenstein.

 

Fotos: Kerstin Engler, Thomas Althaus, Knud Johannsen & Anke Johannsen

 

Zwei Dinge zum Schluss:

 

Die Handschuhe, die ich auszugsweise am Samstagabend gezeigt habe, gibt es hier in voller Pracht und Vielfalt unter dem Stichwort "Handschuhbidoo" zu bestaunen.

 

Man hat mich außerdem mehrmals auf mein "Mond-Gedicht" angesprochen, das ich in Kombination mit meinem "Mond-Song" an beiden Abenden vorgetragen habe. Auf Wunsch gibt's "Mondial" hier also nachzulesen. Weitere meiner Gedichte gibt's hier.

 

Mondial


Ich liebe den Mond, weil er im Stillen scheint
und des Nachts mit uns traurig Wachen weint.
Uns vom Blendwerk des Tages beschützt und verschont.
Uns mit Anmut versorgt und mit Güte belohnt.

Mir ist's, als könnten wir zwar auch von den Sternen,
aber vor allem von ihm, dem Mond, so viel lernen:
Auch dann zu geben, wenn keiner guckt.
Auch dann aufzugehen, wenn's keinen juckt.

Sich nicht gegen die Strahlkraft der Sonne zu wehren,
sondern sie als große Schwester zu verehren.
Mal als schmale Sichel, mal als satter Kreis,
nicht immer Preis zu geben, was man kann und weiß.

Weiterzuscheinen, auch wenn's keiner sieht.
Immer zu dienen. Selbst in einem Wiegenlied.
So besonders ist er, und doch für viele gewöhnlich.
Ihm selbst ist's egal. Er scheint immer versöhnlich.

Der Mond ist für mich gar der wahre Star,
weil er schon immer so treu und bescheiden war.
So gern hätt' ich auch mal da oben gewohnt
und ihm den Hof gemacht als die Frau im Mond.

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Von gestimmten und neuen Flügeln

Fotos: Jörg Hemmen

Zum fünften Mal schon durfte ich am 8. Januar im Wilhelm 13 in Oldenburg auftreten. Über die Jahre ist es zur Tradition geworden, dass ich dort den Jahresauftakt gebe und in diesem mittlerweile vertrauten und von mir so geschätzten Umfeld Neues austeste. So auch in diesem Jahr. Unter das Thema "Momentaufnahmen" habe ich das Programm gestellt, in dem es neue und bewährte Songs in Kombination mit Fotos von mir gab. Begleitet wurde ich dabei von Jens. Intensiv war's. Und dem sehr aufmerksamen und freundlichen Publikum hat der Abend offenbar ähnlich viel Freude gemacht wie uns. So nahm man mir nach den drei eingeforderten Zugaben das Versprechen ab, im kommenden Jahr ein sechstes Mal zu kommen. Am Ende gab's einen wunderschönen Blumenstrauß und tags darauf einen Ausflug durch's schöne Oldenburg und nach Dangast ans Meer.

 

Ein denkwürdiger und denkbar würdiger Jahresauftakt war das.

Ein dickes und von Herzen kommendes Dankeschön geht dafür nach Oldenburg!

 

 

Eine "private Therapiestunde" für eine geschlossene Gesellschaft gibt's am 16. Januar, ebenfalls im Norden.

 

Öffentlich wird es dann wieder am Ende des Januars. In meiner alten Heimat Süddeutschland spiele ich - diesmal solo -  am Freitag, den 29. Januar in der Hans Carossa Klinik in Stühlingen und am Samstag, den 30. Januar im Purpur in Horheim.

 

Diese beiden Orte halten wie auch schon das Wilhelm 13 in Oldenburg wunderschöne und gestimmte Flügel für mich bereit. Das erleichtert das Fliegen mit dem Publikum :-).

 

Aber nicht nur gestimmte Flügel bereiten mir dieser Tage (Vor-) Freude. Auch die "neuen Flügel", die ein "altes" - also bereits abgeschlossenes - Projekt gerade bekommt, sind für mich...nun ja, aufregend. Die Rede ist von "Stille Helden" - einem Musikvideo, das vor dreieinhalb Jahren entstanden ist. Einen kleinen Vorgeschmack auf die "neuen Flügel" gibt diese Online-Meldung und der folgende Presseartikel.

 

 

Mehr dazu dann zu gegebener Zeit.

 

Das Jahr mag erst gute zwei Wochen alt sein, aber schon jetzt hat es etwas Beflügelndes. Und genau das wünsche ich euch auch!

 

Passend dazu abschließend hier drei Schnappschüssen, die ich vor geraumer Zeit auf dem Gelände des stillgelegten Flughafens Berlin Tempelhof gemacht habe. Die Hände, auf denen der (echte!) Schmetterling Platz nahm, gehören übrigens zu meinem Bruder und mir. Abflug!

 

 

P. S.: Falls ihr jetzt noch nicht genug hattet: Guckt doch mal bei der Handschuh-Aktion "Handschuhbidoo"  oder den Gedichten vorbei.

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