Musikerin (Komponistin/Pianistin/Sängerin) und "Poetosophin" (Verdichtungen mit Tiefgang und Weitblick)

 

Den Stationen einer eigenen Band, Album-Veröffentlichungen und Auftritten, die sie bis in den Libanon führten, folgten soziokulturelle, crossmediale Projekte und Auftrags-Produktionen für Unternehmen. Neben ihren künstlerischen Tätigkeiten begleitet sie heute Veränderungen in der Wirtschaft und in Organisationen in Form von Vorträgen, Workshops und mehrmonatigen Prozessen.


 

Impuls-Vorträge und Workshops über Kreativität • Führung • Sinn

 

künstlerische Begleitung von Veränderung in Unternehmen und Organisationen

 

"Poetic Recording" - Verdichtung von Inhalten bei Tagungen, Konferenzen und Besprechungen in Form poetischer Zusammenfassungen

 

Albumprojekt » Wir Zugvögel «


Gedichte



Mein kreatives Zuhause ist die Musik. Seit rund 15 Jahren gehe ich als freischaffende Komponistin, Pianistin und Sängerin zu Werke. Das einst angedachte Musikstudium habe ich nicht angetreten, als ich mit Anfang 20 feststellte, dass es für das, was ich mir für mein Berufsleben wünschte, keinen Studiengang gab. Auf die Frage, ob und was ich studiert habe, antworte ich heute mit einem Augenzwinkern, dass ich nach dem Abitur das Leben studiert habe. Reisen ins Ausland und nach innen haben meinen Horizont über die Jahre in der Tat geweitet, so wie mich autodidaktisches Lernen in Bereichen, für die ich mich begeistere, bis heute formt.

 

Nach den künstlerischen Stationen einer eigenen Band, mehreren Album-Veröffentlichungen und zahlreichen Konzerten gehören zu meinem Berufsbild heute künstlerische Tätigkeiten, bei denen ich Veränderungen begleite, unterstütze oder anstoße. Das kann in der Wirtschaft und in Organisationen in Form von Workshops oder Prozessen ebenso der Fall sein wie in Form von (gesungenen/gespielten/gesprochenen/gereimten) Vorträgen und Moderationen.

 

Mir liegen gesellschaftliche Werte am Herzen. Und Menschen. Sie. Du.

 

Die "Unterhaltungs-Branche", der ich als Musikerin seit jeher angehöre, begreife ich als buchstäbliche Aufforderung zu einem Dialog, bei dem wir uns als Menschen miteinander austauschen und voneinander lernen. Ob mittels der Produktion von Telefonmusik für eine Krankenkasse, beim Musizieren mit Schülern in einer Förderschule oder im Rahmen einer "künstlerischen Intervention" in einer IT-Beratungsfirma - ich weite mit meiner Kreativität den Raum für die (kreative) Entfaltung Anderer.

 

Ich habe es oft genug erlebt und bin heute überzeugter denn je:

 

Wenn Menschen sie selbst sein und von sich geben dürfen,

dann ist das der Anfang von Inspiration und Kreation.




In Ordnung und immer im Begriff zu wachsen

[...]

 

Weil die Liebe und
der Mut
Kräfte sind
des selben Wachstums
Nach vorne
Nach oben

Weil das Schweigen und
das Tun
Ausdruck sind
der selben Entscheidung
zu geben
Auch ungesehen

 

[...]


aus meinem Gedicht In Ordnung

 

Dem Podiumsgespräch entlehnt, an dem ich unlängst für die Brost-Stiftung mitgewirkt habe, könnte dieser Blog-Artikel auch beginnen mit:

 

Wann, wenn nicht wir?

 

Weitwinkel gen Zukunft, ob es nun um die Identität des Ruhrgebiets oder unsere Stimme für die Bundestagswahl geht.

 

Zunächst zur Bundestagswahl. Fällt es mir – noch dazu als Sängerin – schwer, meine Stimme abzugeben? Nicht, wenn ich damit den Kindern und Jugendlichen Gehör verschaffen kann. In der Tat vermisse ich schmerzlich das In-den-Blick-Nehmen unserer Mitmenschen unter 18 in Zeiten von Corona und Wahlkampf.

„Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den Schwächsten ihrer Glieder verfährt.“, soll Gustav Heinemann, ehemaliger Bundespräsident, einst gesagt haben.

Ich sage: Unsere Kinder kommen in diesen Zeiten zu kurz. Viel zu kurz. Ich will nicht glauben, dass unser Bestes ist, was wir da in den letzten Monaten gegeben haben. Das kann nicht unser Bestes sein. Schon mal gar nicht in einem Jahr, in dem ein neuer Bundestag gewählt wird.

Wo sind die Coronahilfen, mit denen wir beispielsweise den Kindern ein Signal der Wertschätzung senden? Ein Buch ihrer Wahl meinetwegen, auf diese Weise sogar den lokalen Buchhandel wie die Buchhandlung Scheuermann unterstützend.

 

Ist schon ein paar Monate her, dass ich diese Gedanken verfasst habe, in vielerlei Hinsicht haben sie leider ihre Gültigkeit behalten (Die Erwachsenen sind die Kinder).

Damit zur Identität des Ruhrgebiets. Wolfram Eilenbergers Das Ruhrgebiet – Versuch einer Liebeserklärung ist für meinen Geschmack ein ziemlich gelungener Blick auf unsere Region. Wer sich aufrichtig-interessiert mit dem "Pott" befasst, kommt an der Vergangenheit nicht vorbei. Auch Eilenberger nicht. Umso erfreulicher für mich als Leserin, dass er das in aufschlussreicher Weise bewerkstelligt, indem er damit nämlich die Tür öffnet für Fragen und Zukunftsperspektiven, die es schlichtweg in sich haben.

„Die stillgelegten Anlagen gelten heute als Denkmal, sie könnten aber bald zum Mahnmal werden und dann wird diese heroisierte Darstellung des Bergbaus kritisch umgedeutet zu einem Symbol für fossilen Kapitalismus“, so Eilenberger im Rahmen unserer Podiumsdiskussion, um kurze Zeit später auf männliche Vergangenheit (Stichwort "Kumpel") und weibliches Potenzial zu sprechen zu kommen.

Ruhig mal einen Moment wirken lassen.

Meine Einschätzung: Wer es philosophisch-anspruchsvoll mag, wird die Betrachtungen Eilenbergers als Einladung in neue, lohnenswerte Gedankengänge über Tage erleben, die das Zeug dazu haben, sich zu erfrischenden eigenen zu entwickeln.

Und: Ich habe mich wohlig erinnert gefühlt an mein eigenes Ankommen und Verlieben hier in Duisburg.

„Es geht darum, einfach loszulegen und zu machen. Die entscheidenden Ideen entstehen im Tun!“, werde ich in der Rückschau der Veranstaltung zitiert.

Die Entstehung meines Albums » Wir Zugvögel « ist dazu eine meiner bisher eindrucksvollsten Erfahrungen, und auch sie beinhaltete Vergangenheit und Zukunft des Ruhrgebiets – am Beispiel von Dinslaken-Lohberg:


Damit zu ein paar Herzens-Hinweisen:

 

Thomas Egelkamp, Professor und Künstler-Kollege, der mich seinerzeit als Lehrbeauftragte an die Alanus Hochschule geholt hat, ist im Juli nach längerer Krankheit verstorben. Ich habe Thomas sehr geschätzt für seine Hingabe, Dimension und Herzenswärme. Sein künstlerisches Schaffen, sein Engagement an der Hochschule und sein Umgang mit dem Sterben haben mich bis zuletzt tief beeindruckt. Deswegen möchte ich an dieser Stelle auf seine Stiftung Artepreneur für Kunst, Transformation und Vermittlung hinweisen.

 

Und da wir gerade bei wahrhaftigen Dingen sind:

 

Ted Lasso schon kennen und lieben gelernt? Eine Serie gegen den Zynismus, in der es beim zweiten Eindruck überhaupt nicht um Fußball geht.

 

Das Ich, das du nicht siehst...sollte gesehen werden.

 

Schließlich noch der Hinweis, dass ich auf Wunsch einer Person, die gerne Postkarten von mir verschenkt, zwei besonders beliebte Motive habe nachdrucken lassen. Was das Foto rechts nicht erkennen lässt: Die Karten sind versehentlich doppelt so groß ausgefallen wie geplant, nämlich in A 6.

 

Doppelt so viel Mut und Liebe. In Ordnung. Der Kreis schließt sich. So habe ich's am liebsten.

 

P. S.: Postkarten-Interessierte melden sich bitte per Email bei mir.

 

 

 

P. S.: Sehen wir uns?

Auszeit

Vergleichsweise viel Zeit ist vergangen seit meinem letzten Blog-Eintrag.

 

Mittlerweile zurück aus dem Urlaub und erholt wie schon lange nicht mehr, frage ich mich allerdings so gar nicht, wo sie geblieben ist, die Zeit zwischen April und August.

  • Schulaktivitäten als "durchlaufender", wenn auch abwechslungsreicher und anspruchsvoller Posten
  • eine weitere Video-Produktion für die Buchhandlung Scheuermann (diesmal eine Sommer-Ausgabe des beliebten "Seiten-Streifen")
  • ein weiteres (Online-) Kunstmodul für die Hochschule über kreative Methoden bzw. Kreativität als Haltung
  • meine persönliche Ausbildung zur Mediatorin

Zeit zu schreiben, zu komponieren, zu produzieren und zu fotografieren war auch. Aber: Da geht noch mehr, viel mehr – in den nächsten Wochen und Monaten, so der Plan, für das Fließgleichgewicht zwischen dem Innen und Außen (s. unten). Und für das Fliegen-Gewicht (s. links).

 

In einer künstlerischen oder sonst wie gearteten Blase will ich so oder so oder so nicht sein.

 

Natürlich beschäftigt auch mich, was Corona gesellschaftlich und menschlich zutage fördert, verfolge auch ich den Wahlkampf für die Bundestagswahl mit Fragezeichen und besorgt auch mich, wie wir mit unserem Planeten und der Zukunft unserer Kinder umgehen.

 

Sicher war die Auszeit, die mein Blog sich genommen hat, auch ein Ausdruck von "Was soll ich dazu sagen?". Zu dem gerade erwähnten und zu so vielem anderen. Dem Libanon beispielsweise, den ich durch Konzertreisen in mein Herz geschlossen habe und dessen Menschen in einem ohnehin schon durch korrupte Politik, Wirtschaftskrise und Pandemie gebeutelten Land ein Jahr nach der verheerenden Detonation in Beirut irgendwie, ja irgendwie weitermachen müssen.

 

Komposition aus dem April
Komposition aus dem April

Hm. Jede:r von uns steht an einem anderen Punkt und muss von dort aus Wege finden, weiterzumachen. Mit der Betonung auf machen, wie so oft. Und oft so schwer.

 

Entscheidender noch ist für mich die Frage: Finden wir dabei auch Wege, uns weiter zu machen? Unsere Sichtweise, unsere Haltung und ja natürlich, unsere Herzen?

 

Ein kurzer Blick auf die Grabenkämpfe, die sich Menschen beispielsweise auf Twitter in Form von Hashtags jeden Tag aufs Neue liefern, und die Frage nach dem Immer-Weitermachen oder dem Immer-Weiter-Machen scheint mir durchaus berechtigt. Und sie ist wohl so lange nicht selbstgerecht, wie ich mich selbst daran erinnere, mich immer wieder und weiter aufzumachen (in zweierlei Wortsinn). Die Erfahrung lehrt ja: Je voller sich die eigene Nase anfühlt, desto schneller sollte sich daran gefasst werden.

Will heißen:

 

Ganz gleich, wo wir stehen: Wir sind nicht die Besseren, indem wir uns dafür halten. Bemühen wir uns lieber um eine immer bessere Haltung von Weite, Besonnenheit und, ich leg noch einen drauf, Güte.

 

Und so weiter.

 

Immer w e  i   t    e     r.

 

 

 

P. S.:

Aus einer Idee werden viele: "Die Idee von einem Leben" ist da!

Ich erinnere mich, wie ich 2017 nach einem Vortrag zum Thema "Kreativität als Haltung" vor einer Gruppe von Musik- und Kunstschulleitungen in Wien darauf angesprochen wurde, ob ich meine Erfahrungswerte und Erkenntnisse nicht in eine Form gießen könne, mit der ich noch mehr Menschen erreiche als in meinen Workshops und Vorträgen.

Von den ersten Liedideen meiner Kindheit über Konzerte mit eigener Band, Alben und Auftragsproduktionen bis hin zu pionierhaften künstlerischen Einsätzen in Wirtschaft und Organisationen, Workshops und Vorträgen,...und nun: diesem kompakten, illustrierten Buch.

Die Veröffentlichung eines Buches gehört nicht erst seit damals in Wien zu meinen Vorhaben. Meine bisherige Arbeit daran ist vergleichsweise wortreich – ein Findungs- und Reifeprozess, dem ich seine Zeit gebe.

Im Vakuum des ersten Lockdowns vor einem Jahr ist als eine Art Zwischenziel dieses Buch hier geboren – ein knackiger Text mit eigenen Illustrationen.

Wenn Ihr so wollt, gehört "Die Idee von einem Leben" zu den künstlerischen Antworten, die ich auf diese fragende Zeit gebe.

Ich finde ja, Bücher sind wie Teebeutel und die Lesenden die Gefäße, in denen sich Geschichten und Ideen ausweiten, in denen sie ihren Geschmack, ihre Farbe und ihre Wirkung entfalten. Ganz in diesem Sinne hoch die Tassen!

 

"Die Idee von einem Leben" ist ab sofort und exklusiv zum Preis von € 10,00 in der Buchhandlung Scheuermann erhältlich.

 


Entstehen

Vielleicht liegt es am bevorstehenden Osterfest und der Idee der Auferstehung, dass ich in dieser Woche über das Wort "Entstehen" nachdenke. Viele Wörter, die mit der Silbe "ent" beginnen, beschreiben ja, dass etwas rückgängig gemacht wird: entrümpeln, entschuldigen, entwickeln und dergleichen.

 

Geht es konsequenterweise beim "Entstehen" darum, dass nicht länger gestanden wird?

 

Sich entstehen. Das könnte eine Mischung sein aus der Neugier auf das Unbekannte in uns und dem Entschluss, nicht die eigene Lebendigkeit einzubüßen – beispielsweise im sich einstellenden Stillstand.

 

Vielleicht entstehe ich mich.

 

Indem ich die Vervielfältigung meines ersten kleinen Buchs "Die Idee von einem Leben" veranlasse. Nach anfänglichen Komplikationen beim Druck wird mich die erste Auflage wohl im Laufe des Aprils erreichen.

Indem ich reflektiere. Ein paar meiner Erfahrungswerte und Erkenntnisse zur Klangcollage sind gerade in dem Buch „Wissenschaftliche Grundlagen der Künstlerischen Therapien/Band 9“ (HPB) von Alexandra Modesta Hopf erschienen. Erhältlich ist das Buch u.a. in der Buchhandlung Scheuermann.

 

Indem ich komponiere. Das tue ich momentan weniger als mir lieb ist – weil so viel los ist. Umso schöner, dass Lieder wie "Wenn die neuen Zeiten anbrechen" ihren Weg finden, beispielsweise in den Brief der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg.

 

Indem ich weitermache, weiter mache, anstatt zu lange nachzudenken über das, was ich nicht ändern kann. Indem ich dahin gehe, wo ich etwas tun, wo ich etwas von mir geben kann. Die Arbeit mit jungen Menschen fällt mir da als erstes ein. In diesem Zusammenhang freue ich mich, dass mich die Köhler-Osbahr-Stiftung mit dem Musikpädagogikpreis und Olaf Reifegerste von der RP mit einem Artikel bedacht haben.

 

Vielleicht können die bevorstehenden Ostertage unabhängig von Religion eine Zeit sein, in der wir

 

uns entstehen?

 

Einfach mal sacken lassen, was das bedeuten könnte vom Entschleundigen über das Entstauben und Entfesseln bis hin zum Entdecken und Entwickeln .

 

Abschließend zwei Videos, die in den letzten Wochen entstanden sind:

 

Die TelefonSeelsorge Duisburg Mülheim Oberhausen hat mich mit einem Video beauftragt, das anstelle von Präsenz-Veranstaltungen über das Ehrenamt bei der TelefonSeelsorge informiert. Dessen Premiere ist am Ostersonntag um 19 Uhr. So viel kann ich schon dazu sagen: Die gewonnenen Einblicke haben mich tief beeindruckt. Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen, das mir die TelefonSeelsorge geschenkt hat.

 

Musik an der Schule in Zeiten von Corona ist so eine Sache. Aber Geräusche und Geräuscheraten sind unbedenklich und ein Spaß für Groß und Klein, versprochen. Ein Gruß muss an dieser Stelle rausgehen an die kleinen und großen Pandas 🐼🎶.


"Rockdown"

Nennen wir es eine Antwort.

 

Eine kreative Antwort auf all den Kummer, den ich – wie so viele von uns – verspüre, wenn ich mir vor Augen halte, was die letzten 12 Monate bedeutet haben. Für die Kulturlandschaft beispielsweise, der ich seit so vielen Jahren angehöre. Oder für die Kinder, deren Belastungen und Einschränkungen ich durch meine Projektstelle an der Grundschule aus nächster Nähe mitbekomme. Schwierige Zeiten, wohin ich auch blicke. Aber wenn ich eines über die Jahre und Jahrzehnte gelernt habe,...wenn mich die Kreativität eines gelehrt hat, dann dies:

 

Es ist, was WIR daraus MACHEN. Als Einzelne. Als Gemeinschaft.

 

Die GGS Mevissen hat zum "Rockdown" gebeten und die Kinder, Eltern und das Kollegium haben sich nicht zweimal bitten lassen. Wenn Ihr was fürs Herz gebrauchen könnt, empfehle ich Euch sehr dieses Video. Ihr werdet es ganz bestimmt nicht bereuen.


Idee, Musik und Videoschnitt stammen von mir, aber was spielt das schon für eine Rolle, wenn Kinder derart zur Höchstform auflaufen!

 

"Die Idee von einem Leben" – ein Lese-Film

Dies ist die Geschichte eines Buches, das erst einmal keines werden wollte.

 

Einem Gedankengang in der Ruhe des Lockdowns im Frühjahr entspringt ein Text.

Einer, in dem viel steckt von dem, was ich über die Jahre erlebt und beobachtet habe.

Es folgen Zeichnungen.

Im Herbst dann, mit dem frischen Blick des Abstands, eine umfassende Überarbeitung.

Die Freude groß, die Ernüchterung schon bald größer: Der erste Probedruck ein Fehldruck –  außen wunderschön, innen das Werk eines anderen Autoren.

Die Wochen vergehen. Die Druckerei bittet um Entschuldigung und Geduld.

Der zweite Probedruck endlich...ein weiterer Fehldruck: Diesmal ist es nicht der Inhalt, sondern die Reihenfolge der Seiten.

Das war's mit der Idee von ein paar ersten Exemplaren zu Weihnachten.

Am Ende dieses Jahres all die Stunden und Mühe ohne ein brauchbares Ergebnis?

Ratlosigkeit führt zu dem Entschluss, ein unaufwendiges Video zu erstellen als eine Art Vorbote.

Nur ist das mit dem "unaufwendig" bei kreativen Reisen so eine Sache.

 Zur Jahreswende wird geschnitten. Komponiert. Produziert. Geschnitten. Komponiert. Produziert.

 

Am Ende steht...ja, was eigentlich? Auf "Lese-Film" fällt die Entscheidung.

 

"Die Idee von einem Leben". Ein Buch, das – vorerst – keines werden wollte. Vielleicht, weil es sich bewegen wollte.

Weil es seine eigene Musik bekommen wollte.

Weil es seine eigene Idee von einem Buch hatte.

 

 

 

"Zwischen den Zeiten"

Was war in 2020 nicht alles anders und fremd...

 

Dass ich im Dezember keinen weihnachtlichen Newsletter verschickt, noch zur Jahreswende einen Jahresrückblick erstellt habe, gab es so noch nicht. 

 

Dafür habe ich zwischen den Jahren, also „Zwischen den Zeiten“, gedichtet und komponiert, ja künstlerisch gespielt wie schon lange nicht mehr. 

 

Und siehe da – zwei Wochen auftankender Ruhe und kreativer Verwertung später fällt mein Blick auf 2020 weniger erschöpft und umso dankbarer, versöhnter aus.

 

Viel Videoschnitt gehörte 2020 dazu – für meine Lieblingsbuchhandlung Scheuermann, für die Grundschule, an der ich mit einer halben Projektstelle wirke, und im Rahmen von Aufträgen, die zwecks künstlerischer Lösungen an mich herangetragen wurden. 

In Zeiten ohne Live-Auftritte den Eigenbedarf nicht zu vergessen, Videos als künstlerische Ausdrucksform zu ergründen. Der Lese-Film „Die Idee von einem Leben“ beispielsweise als Inszenierung eines Gedankengangs — vertrautes Neuland, belebend aufregend.

 

Klavier habe ich gespielt überall dort, wo es ging – viel an der frischen Luft also. Ich kann mir kaum ein dankbareres Publikum vorstellen als die Kinder an der Schule. Sie waren es auch, die mich auf die Idee brachten, „For the baby“ möglichst niederschwellig online zu stellen. Es handelt sich dabei um das Klavieralbum, das ich vor fünf Jahren anlässlich der Geburt meines Patenkindes aufgenommen habe. 

 

Weitere Gedichte sind im Laufe des Jahres entstanden. "Was ich kann" wurde gar zum Weihnachtsgedicht und dann zum Video für den Online-Adventskalender im Kreativquartier Ruhrort (s. u.).  

 

Da erwähne ich gleich noch die beiden Texte, die ich verfasst habe – einen literarischen im Sommer („Im Rückblick“) und einen gesellschaftlichen kurz nach Beginn des harten Lockdowns im Dezember („Die Erwachsenen sind die Kinder“, s. u.).

 

Auch » Wir Zugvögel « sind weiter ihrer wundersamen Wege geflogen und landeten zum Ausklang des Jahres, gewissermaßen überwinternderweise, unter Tannenbäumen – als Weihnachtsgeschenke.

 

Noch so einige Begebenheiten lassen sich in den Blog-Artikeln der letzten Monate nachvollziehen oder zumindest erahnen.

 

In einem Jahr, in dem die „Krise“ und deren Auswirkungen allgegenwärtig waren, waren einfallsreiche Antworten gefragter denn je.

 

2020 war vielleicht kein gutes Jahr im eigentlichen Sinne, aber wir haben es gut gemacht. Wir, das sind die standfesten und offenherzigen Menschen in meinen Wirkungskreisen, mit denen zu arbeiten mir Hoffnung macht und Freude bereitet.

 

Geben wir uns hin dem bestimmt froheren neuen Jahr, voller Zuversicht und Neugier, startklar mit einer Kiepe voller Ideen*.

 

*) Eine davon rückt gerade in greifbare, oder sagen wir ergreifende Nähe: Mit meiner im Frühjahr beginnenden Ausbildung zur Mediatorin eröffne ich mir eine berufliche Perspektive, von der ich schon seit vielen Jahren träume.

 



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Veranstaltungshinweis und "Hauptsache, Kunst erreicht die Herzen"

Am kommenden Montag moderiere ich die folgende Hybridveranstaltung:

 

"Familienfreundlichkeit und die passende Unternehmenskultur machen erfolgreich und stark – erst recht in Krisenzeiten!"

Montag, 26.10.2020, 18 Uhr bis 20 Uhr

Anton-Roeffs-Saal (3. OG) und als Livestream
Glockengasse 5, 47608 Geldern

Die Teilnahme ist kostenlos und erfordert eine Anmeldung.

 

zur Anmeldung und weiteren Informationen

 

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Ein Interview, das ich unlängst dem Magazin "Trailer Ruhr" gegeben habe, findet sich hier:

 

"Hauptsache, Kunst erreicht die Herzen"

Mit herzlichen Grüßen von Onkel Johannsen

Das Telefon klingelt und am anrufenden Ende wird ein Herr vorstellig. Seine Anfrage sei auf ein Ereignis vor acht Jahren zurückzuführen. Da stellte eine Radiosendung die Anke Johannsen Band und ihr damaliges Album „Es war einmal...“ vor. Gespielt wurde der Song „Wiedersehen“. Gehört wurde er an jenem Abend von einer Person, die sich den Namen „Onkel Johannsen Band“ merkte und einem Kollegen davon berichtete. Acht Jahre und eine Internet-Recherche später kontaktiert mich dieser Kollege mit einem musikalischen Anliegen.

Das mit der Musik und der Kreativität mache ich ja schon seit einigen Jahren. Kreise und Bögen wie diese verblüffen mich bis heute. Sie gehören zu den größten Freuden meines Berufes.

 

Mir kommt dazu eine Aussage in den Sinn. Aufgeschnappt vor einigen Jahren, kann ich deren Urheber*in ich leider nicht mehr ausfindig machen. Eingeprägt habe ich mir deren Wortlaut so:


Miss dein Tagwerk nicht an dem, was du geerntet hast, sondern an dem, was du gesät hast.


Khalil Gibrans Zitat, das mir eine Freundin ans Herz gelegt hat, geht in eine ähnliche Richtung. Ich habe mittlerweile so eine Idee davon, was das für mein Schaffen bedeuten könnte. Was bedeutet es für Euch? Mich interessiert das. Schreibt mir.

 

Unterwegs zwischen Saat und Ernte, noch ein paar rückblickende Momente:


» Wir Zugvögel «-Konzert im Ophardt-Auditorium in Duisburg-Ruhrort

Für mich ein außergewöhnlicher Abend. Coronabedingte Einschränkungen einerseits, uneingeschränkte Wertschätzung andererseits – so würde ich zusammenfassen, was uns das Publikum von "bezaubernd" über "ein berührendes Geschenk" und "eine dichte Atmosphäre" bis hin zu "weisen Perspektivwechseln" zurückgab.

 

"Wir" heißt in diesem Fall: Anja Schröder am Cello und Jens Otto auf dem Cajòn, die beide auch an der Produktion des Albums mitgewirkt haben. Die Einheit und Unbeschwertheit, mit der wir erst geprobt und dann gespielt haben, erkläre ich mir so, dass sie beide ganz wundervolle Menschen sind, deren Musikalität ihresgleichen sucht.

 

Weitere Gedanken zum Konzert habe ich im Blog-Beitrag "Gedankenpause" verfasst.


"So geht Vereinbarkeit!" – Expertendialog am 24. August auf dem Stautenhof in Willich

Unter dem Motto „So geht Vereinbarkeit!“ hat das Kompetenzzentrum Frau & Beruf in Zusammenarbeit mit der XING Ambassador-Gruppe Krefeld zu dem Abend eingeladen. Zur Inspiration der Anwesenden steht die Duisburger Künstlerin Anke Johannsen auf der Bühne – oder genauer sitzt sie zunächst hinter ihrem Piano und beginnt ihren Vortrag mit einem Lied. „Wir können nichts festhalten, aber Haltung bewahren“, ist eine Zeile, die in Erinnerung bleibt. Dann lässt sie den Jazzpianisten Herbie Hancock zu Wort kommen, der erzählt, wie ein Fehler Grundlage für etwas faszinierend Neues wurde. Am Ende ist klar, dass Niemand für alle sagen kann, wie genau Vereinbarkeit funktioniert. Dass es aber wichtig ist, auf sich selbst zu achten und anderen genau dasselbe zuzugestehen. Ob im Beruf oder in der Familie, es geht um den Ausgleich von Interessen. Als Unternehmer/in ist es wichtig, als Vorbild voranzugehen, sein Team mitzureißen und dabei zugleich den Einzelnen genug Spielraum zu lassen, um einen eigenen Weg zu gehen.

 

zum Vollständigen Veranstaltungsbericht der Competentia

 

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Nachlese mit Inhalten, Fotos und Pressebericht
2020_08_24_Handout_Vereinbarkeit.pdf
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Eine runder Geburtstag, Einschulungsfeiern ("Geflogen wird nach vorn") und Heran-Tasten am Klavier mit Kindern an der Grundschule. Kreativität, Lebendigkeit, Menschlichkeit.

 

 

Und zwischendurch Auszeiten und -ruhen.

 

 

Zugleich gilt: Das Leben ist kein Halt. Mal bewegen wir, mal bewegen wir uns, mal sind wir bewegt. Das Leben ist halt...immer in Bewegung.

 

"So geht Vereinbarkeit!"

"So geht Vereinbarkeit!" – mit dieser entschlossenen Aussage geht eine Veranstaltung von XING in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Frau & Beruf Mittlerer Niederrhein an den Start. Wer mich kennt, weiß allerdings, dass ich bei meinen Vorträgen vor allem entschlossen bin in Sachen offener Austausch. Ich gehe fest davon aus, dass wir zu sehr individuellen Ideen und Handhaben gelangen werden.

 

Und genau darauf freue ich mich.


Statt findet dieser Expertendialog am Montag, den 24. August ab 18:00 Uhr auf dem Stautenhof in Willich.


Die Teilnahme kostet 12 €.

Anmeldung für Xing-Mitglieder

Anmeldung für Nicht-Xing-Mitglieder