Impuls-Vorträge und Workshops über Kreativität • Führung • Sinn

 

künstlerische Begleitung von Veränderung in Unternehmen und Organisationen

 

"Poetic Recording" - Verdichtung von Inhalten bei Tagungen, Konferenzen und Besprechungen in Form poetischer Zusammenfassungen

 

Albumprojekt » Wir Zugvögel «


Gedichte



Mein kreatives Zuhause ist die Musik. Seit rund 15 Jahren gehe ich als freischaffende Komponistin, Pianistin und Sängerin zu Werke. Das einst angedachte Musikstudium habe ich nicht angetreten, als ich mit Anfang 20 feststellte, dass es für das, was ich mir für mein Berufsleben wünschte, keinen Studiengang gab. Auf die Frage, ob und was ich studiert habe, antworte ich heute mit einem Augenzwinkern, dass ich nach dem Abitur das Leben studiert habe. Reisen ins Ausland und nach innen haben meinen Horizont über die Jahre in der Tat geweitet, so wie mich autodidaktisches Lernen in Bereichen, für die ich mich begeistere, bis heute formt. Und so lautet einer meiner Lieblingsreime: Ich lerne gerne.

 

Nach den künstlerischen Stationen einer eigenen Band, mehreren CD-Veröffentlichungen und zahlreichen Konzerten gehören zu meinem Berufsbild heute künstlerische Tätigkeiten, bei denen ich Veränderungen begleite, unterstütze oder anstoße. Das kann in der Wirtschaft und in Organisationen in Form von Workshops oder Prozessen ebenso der Fall sein wie in Form von (gesungenen/gespielten/gesprochenen/gereimten) Vorträgen, Moderationen oder "Wie-Gesprächen".

 

Mir liegen gesellschaftliche Werte am Herzen. Und Menschen. Sie. Du.

 

Die "Unterhaltungs-Branche", der ich als Musikerin seit jeher angehöre, begreife ich als buchstäbliche Aufforderung zu einem Dialog, bei dem wir uns als Menschen miteinander austauschen und voneinander lernen. Ob mittels der Produktion von Telefonmusik für eine Krankenkasse, beim Musizieren mit Schülern in einer Förderschule oder im Rahmen einer "künstlerischen Intervention" in einer IT-Beratungsfirma - ich weite mit meiner Kreativität den Raum für die (kreative) Entfaltung Anderer.

 

Ich habe es oft genug erlebt und bin heute überzeugter denn je:

 

Wenn Menschen sie selbst sein und von sich geben dürfen

- dann ist das der Anfang von Inspiration und Kreation.




Herzliche Einladung zu einer Premiere und zum Aufwach(s)en

Vom Nest zum Fest - Ihr seid sowas von herzlich eingeladen:

 

» Wir Zugvögel « als Open Air Live Premiere

 

Samstag, 25. Mai 2019

18 Uhr (Einlass ab 17 Uhr)

Alte Mühle in der Dong, Neukirchen-Vluyn

Eintritt: 20 Euro

 

Der komplette Eintritt fließt in die Finanzierung der Album-Produktion und beinhaltet den Erhalt eines Exemplars nach Fertigstellung.

 

Eure "Flugtickets" bekommt Ihr hier (per Email vorbestellen).

 

zur » Wir Zugvögel « Website

 


Apropos Fest: Das Thema "Auferstehung" kündigt sich ja an. Ob mir wohl deswegen Wort- und Fotospielereien zwischen "Aufwachen" und "Aufwachsen" in den Sinn gekommen sind?

Beides passt jedenfalls zu den Aktivitäten der letzten Wochen:


» Wir Zugvögel « als Wohnzimmerkonzert in Duisburg, als Vorstellung in der Blauen Bude in Dinslaken-Lohberg und als öffentlicher Auftritt in Garnier's Keller in Friedrichsdorf (Taunus) haben angefangen zu zeigen, was sie als lebendiges Gesamtkunstwerk können: Das Echo der 10 Songs reicht von Tränen über Gänsehaut bis hin zu stehenden Ovationen. Flügelschläge wie diese sind nicht nur sehr beglückend, sondern bringen auch das Crowdfunding weiter, yeah.


Wochenlang trieb die Reform des Urheberrechts die Menschen um. Immer wieder bin ich darum gebeten worden, deswegen gerne auch an dieser Stelle meine Haltung dazu:
Wenn sich Musiker*innen aufgrund fehlgeleiteter Vergütungsmodelle ihre Arbeit nicht mehr leisten können, droht uns als Gesellschaft kulturelle Verarmung. Bereichernde Vielfalt im Netz darf nicht auf Kosten der Kreativen gehen. Wir brauchen Fairplay auf der Spielwiese des Internets. Weitere Gedanken dazu finden sich in diesem Er- bzw. Aufklärungsversuch, in den ich eine Menge Zeit und Liebe gesteckt habe. Vielleicht wacht der*die ein oder Andere beim Lesen auf?

 

Menschen abonnieren nicht nur diesen, sondern auch meinen Gedichte-Blog und überweisen mir einen monatlichen Betrag dafür. Das freut mich riesig und ermutigt mich, dranzubleiben.

 

Die Termine der nächsten Monate führen mich mal als Moderatorin, mal als Dichterin, mal als Musikerin auf die Bühne. Workshops gestalten und anleiten darf ich auch. Viele Spielarten, eine Idee: Kreativität als Haltung. Oder auch: Künstlerisches Aufwach(s)en.

Noch eine Idee: Die Klangcollage als Gesellschaftsentwurf. Auf Einladung von Prof. Dr. Alexandra Modesta Hopf habe ich einen Artikel über die Klangcollage verfasst, der in den nächsten Monaten als Teil einer umfassenderen Publikation veröffentlicht werden wird. Interessant, gesammelte Erfahrungsschätze zu Papier zu bringen, um daraus Erkenntnisse abzuleiten. So geht auch mein künstlerisches Aufwach(s)en immer weiter...

 

Mit Konzert-Eindrücken aus Friedrichsdorf und Momentaufnahmen aus dem Alltag kommt hier die zweite Einladung: zum Aufwach(s)en. Vielleicht meine ich damit, es der Natur gleichzutun und jedes Jahr auf's Neue aufzublühen. Vielleicht meine ich damit, niemals aufzuhören mit dem Größerwerden. Vielleicht meine ich damit die Wunderschönheit, die im vermeintlich Banalen all jene erwartet, die ihre Augen öffnen.

 

Loslassen ist Groß lassen

Meine Schritte sind langsam, doch komme, was wolle, im Vorwärtsgang.
Hinter mir jene staubige Spur, verweht stets vom Neuanfang.
Die Blätter applaudieren. Schhhh. Ich kann es hören. Ich kann es sehen.
Und die Bäume am Rand meines Weges so: „Bleib‘ dir treu. Bleib in dir stehen.“

Gelebtes Chaos, aber gelebt. Kein Status im Außen hat jemals Bestand.
Allein das „Jetzt“, das „Kann“, das „Ich“ bestehen in meiner Hand.
Wer wach ist oder schlummert, steht indes nicht auf meinem Blatt,
weil der Mensch die Freiheit zum Stillstand, ja sogar zur Unfreiheit hat.

Die Luft ist, was sie ist, ob im Kreis gedreht oder nach oben geschraubt.
Niemand Geringeres als das Leben selbst ist es, das an uns glaubt.
Jedes Loslassen ist ein „Groß lassen“, weil wir das Leben nicht länger zerkleinern,
sondern unser Verständnis von Wachstum, von Leben, von Liebe erweitern. Verfeinern.



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Geflogen wird nach vorn! Remember?

Vordergründig ist es ein wenig still gewesen in Sachen » Zugvögel « in der letzten Zeit. Das hat verschiedene Gründe. In jedem Fall geht es weiter, immer weiter. Während ich gerade an einer Website eigens für das Projekt bastle, befinde ich mich in Vorbereitung auf das erste Wohnzimmerkonzert bei wunderbaren Albumpaten hier in Duisburg. Es wird jetzt am Wochenende das erste Mal so sein, dass ich alle zehn Kompositionen vor Publikum präsentiere.

In der kommenden Woche folgt dann die Präsentation eines der Lieder ("Einer von Wir") in der Blauen Bude in Dinslaken-Lohberg (zur Presseankündigung).

 

Geflogen wird nach vorn! Remember?

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Von Mehrwert und einem Meer, das währt

 

 

 

 

Noch befinden wir uns wohl in der Warteschleife, ehe aus dem Kühling ein für allemal Frühling wird. Während die Verfasserin dieses Blog-Artikels der zum wiederholten Male in diesem Jahr auftretenden Schnupfnase mit Gelassenheit zu begegnen bemüht ist, erfreut sie sich an Meldungen wie jener, dass die Warteschleife der R+V BKK bis heute deren Telefonanlage, wie Anrufer, beschwingt. Ein Mehrwert für die Anrufenden. Ein Mehrwert für die Krankenkasse. Ein Mehrwert auch für mich als Komponistin, die dafür eine Vergütung erhält.

Wäre auch das Internet eine Telefonanlage, so wäre die Sache mit dem Urheberrecht, von dem zur Zeit vielerorts und in den unterschiedlichsten Narrativen die Rede ist, wohl eine vergleichsweise einfache. Die Bedingungen dort sind aber nun einmal zunehmend vernetzt und entsprechend komplex. Da ist es schlichtweg zeitgemäß, eine Handhabe einzuführen, die das Recht der Urheber*innen besser schützt. Mich befremden all jene Standpunkte, die den Anschein erwecken, es wolle jemand die Freiheit des Internets einschränken. Mein Narrativ entstammt meiner langjährigen Lebenswirklichkeit als Musikerin und lautet so:

 

Bereichernde Vielfalt im Netz darf nicht auf Kosten der Kreativen gehen. Wenn sich Musiker*innen aufgrund fehlgeleiteter Vergütungs-Modelle ihre Arbeit nicht mehr leisten können, droht uns als Gesellschaft kulturelle Verarmung. Wir brauchen Fairplay auf der Spielwiese des Internets.

 

Dem Thema (Mehr-) Werte und Wertschätzung habe ich mich übrigens auch in dem Artikel "Können Sie sich den nächsten Sommerhit selbst schreiben?" gewidmet.

 

Und dann war da in den vergangenen Tagen noch der Mehrwert der Erholung. Was auch passiert - das Meer währt. Sich dem Klein-Klein des Alltags entziehen, um das Groß-Groß des Lebens an der Nordsee zu inhalieren. Auf einen der Sonnenuntergänge traf das in besonderem Maße zu. Das wiederum lag nicht nur an dessen atemberaubenden Farb- und Lichtspielen, sondern auch an diesen sechs jungen Menschen. Ich weiß nicht, was sie dazu veranlasst hat, derart andächtig und friedlich für eine ziemlich lange Zeit nebeneinander auf’s Meer zu blicken. Vielleicht haben sie von jemandem Abschied genommen. Vielleicht haben sie ihrer Zukunft entgegengeträumt. Oder sie haben einfach nur den Sonnenuntergang genossen so wie ich. In jedem Fall war dies ein Moment der Verbundenheit - das Leben in HD. Ein echter Mehrwert.



Ein letzter Mehrwert noch für diesen Blog-Artikel in Form dieser Person: Anne Koark. Persönlich kennengelernt habe ich sie im Zusammenhang mit meinem Auftritt bei der brand eins Zukunftskonferenz 2016. Was haben wir Tränen gelacht beim Speakers' Dinner. Gehaltvoll ging es dabei auch zu - weil Anne Koark eine Persönlichkeit ist, die Schweres durchgestanden und Großes geleistet hat. Und sie macht immer weiter und weiter. Wegen dieses (Auf-) Stehvermögens und ihrer unvergleichlichen Leichtigkeit empfehle ich an dieser Stelle herzlichst gerne ihren unlängst erschienenen Vortrag "Successful people learn from others mistakes".

 

Bleibt die Frage an Dich bzw. Sie, liebe*r Leser*in:

Wer mehrt Mehrwert?

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Dichter dran

Auf Anregung meiner Leser*innen habe ich ein Gedichte-Abo eingerichtet, das Euch informiert, sobald es ein neues Gedicht zu lesen gibt (das ist ungefähr einmal pro Woche der Fall).

Bis daraus irgendwann ein Buch wird, scheint mir dies ein stimmiger Weg, um Euch Zugang zu gewähren zu diesem Teil meines Schaffens.

 

Das Blog-Abo, das über alle weiteren meiner Aktivitäten informiert, hat unverändert Fortbestand.

 

Quartalsmäßige Informationen gibt es wie gehabt per Newsletter.

 

Man muss sich tatsächlich etwas einfallen lassen, um unabhängig von Facebook, What's App und Twitter zu informieren und vernetzt zu bleiben. Geht ⚐.

 

Für Vielfalt und Respekt in den Fußstapfen von Michael, Stevie, Paul, Bob, Louis und wie sie nicht alle heißen, die mit Musik was reißen


Essen hat seit Samstag offiziell ein „VielRespektZentrum“. Ich durfte die Eröffnungsfeier in der Kreuzeskirche musikalisch umrahmen und habe dabei etwas getan, das ich äußerst selten tue: Ich habe auf Wunsch des Initiators Reinhard Wiesemann gecovert: „We are the world“, „Ebony and Ivory“, „One Love“ und „What a wonderful word“.

 

Dass ich eine Ausnahme wie diese gemacht habe, lag nicht nur daran, dass ich die Idee dieses neuen Zentrums von Herzen unterstütze. Es ist eben auch so, dass Ali Can der Leiter des Zentrums ist. Und der wiederum ist einer unserer 10 » Zugvögel «. Sein Song „Ali und die stille Mehrheit“ war somit nicht nur das einzige Stück, bei dem ich mich am Samstag selbst gecovert habe - es feierte auch seine würdige Premiere in diesem denkbar feierlichen Rahmen.

Jahreswände



Ein Licht-Gedicht unter'm Weihnachtshimmel

Erst in den frühen Morgenstunden bin ich am Tag vor Heiligabend zurückgekehrt von den letzten beiden Auftritten für dieses Jahres. Nun ist es geschafft. Und ich bin es offen gesagt auch ein wenig :-).

Bei meiner nächtlichen Zugfahrt vom Hochrhein zurück nach Duisburg mit der Frage befasst, welche Botschaft ich in diesem Jahr zu Weihnachten verschicken möchte, hat sich das folgende Gedicht ergeben (s. u.).
 
Einen musikalischen Video-Gruß gibt es auch noch, entstanden im Rahmen eines Projektes an der Förderschule.

 

Diesem Song aus der Förderschule entlehnt, wünsche ich euch - woher ihr auch kommt, wohin ihr auch geht - von ganzem Herzen segens- und sternenreiche Stunden unter dem "Weihnachtshimmel".

Auf bald im neuen Jahr.

 


 

Ein Licht-Gedicht


Es waren einst Lichter mit schattigen Schleiern.
Wie sie sich sehnten, glanzvoll das Leben abzufeiern!
Wie traurig es doch wäre, einfach einzugehen.
So ging man aus, also nach draußen, um weiterzusehen.

Sie strömten aus in Einsamkeit, in Paaren und Scharen.
Fragten ratlos herum, wo denn die Lichter waren.
In jedem Winkel, jeder Ecke immer dieses Munkeln:
Licht sei Mangelware. Und zwar vor allem im Dunkeln.

Hm. Wie jemals fündig werden bei solch schlechter Sicht?
Dass sie selbst die Lichter waren, das sahen sie nicht.
Sie suchten und versuchten, doch das Licht blieb aus.
"Alles vergebens! Hoffnungslos! Gehen wir nach Haus!"

Frustriert, verzagt in Anbetracht der Zeitverschwendung,
geschah ganz plötzlich, aus dem nichts, die große Wendung.
Es bot der Dunkelheit da nicht die hellste Birne,
sondern das mutigste der Lichter seine tapfere Stirne.

Die Liebe war's - sie hatte das Lichtlein angemacht.
Das hatte dann ganz glanzvoll und unbedacht
die Dunkelheit mit seinem Strahlen angelacht,
dadurch Licht in sie gebracht und sie entfacht.

"Ich kann uns sehen und unsere Lichtkraft!
Keine Angst, wenn ihr‘s grad nicht rafft!
Leuchten ist einfach. Das kann jeder!
Scheint noch leichter als eine Feder!“

Die Lichter waren überrascht. Befreit von jedem Zügel,
erkannten sie ihr Strahlen und schwangen ihre Flügel.
Angeknipst gab's kein Zurück. Sie machten einander an.
Ihre Wärme nun verströmend, wie's nur die Liebe kann.

Lichte Momente waren dies, die hell und frei machten.
Und sie feierten von nun an: jeden Tag Weihnachten.

 


Ein Tag Prag

 

Treibholz

 
Dein Wesen
 und Gewesen


schnitzten aus der Bürde


deine Würde


und aus Ziel Start.


Deine Spielart:
 Vom Anfänger


zum Grenzgänger.

 

(Auszug aus dem Gedicht "Treibholz", nachzulesen hier)

Vergangene Woche durfte ich wieder im Wirtschaftskontext musizieren, verdichten ("Poetic Recording") und zur künstlerischen Intelligenz ermutigen. Dieses Mal galt der künstlerische Transfer den Mitarbeitern eines amerikanischen Konzerns in Prag.

Erleichterung über das gemeinsame Innehalten und Wertschätzung für die Gelegenheit des künstlerischen Experimentierens gehörten dort schon nach der ersten Session zu den Rückmeldungen.

 

Anke wächst

in diesem Kontext.

Und mag

Prag *.

*) und möchte gerne bald mit mehr Zeit dahin zurückkehren.

 

Als Künstlerin kostet es mich tatsächlich immer wieder neuen Mut, in jenen Büro- und Tagungsräumen kreativ bzw. menschlich "aus- und anzupacken", die sonst eher von (digitaler) Technik und Eile geprägt sind. So lange ich in eben diesen Räumen derart Sinn- bzw. Wirkungsvolles tun darf, bin ich dabei.

 

Yep. In diesen Wochen erlebe ich viel. Lerne viel. Darf viel von mir geben. Und bekomme dafür eine ganze Menge zurück. Dankbarkeit.

 

Ein bisschen "treibhölzern" geht es vor Weihnachten noch ein letztes Mal zu, wenn ich am Donnerstag in den Zug Richtung Süddeutschland steige. Ich betrete in der alten Heimat nach all den Jahren noch einmal an der Seite der "Spätzünder" die Bühne (s. Bild).

 

Und dann, ja dann ist Weihnachten!

 

Die Weihnachts-Produktion, die ich vor zwei Jahren mit den Schülern und Lehrern einer Förderschule hier in Duisburg produziert habe, kommt mir da in den Sinn. Bei solchen Erinnerungen, Reimen und Botschaften platzt mir das Herz auf.

 

Offene Herzen - darum geht's doch in dieser Zeit. Oder etwa nicht?

 

Zeitweise Zeitreise

 

Du verwandelst bekannte Schauplätze

in neue, ungeahnte Bausätze.

Du liest bis zum Seitenende

und bist danach selbst die Zeitenwende.

 

(Auszug aus dem Gedicht "Seitenende, Zeitenwende", nachzulesen hier)

 

Damit habe ich mein Vortrags-Konzert in der Hans-Carossa-Klinik in Stühlingen (Süddeutschland) begonnen. Es ging - mal wieder - um die Ausdrucksformen unseres kreativen bzw. künstlerischen Potenzials und wie eben dieses Potenzial im Zusammenhang steht mit unserem "Seelenheil" (oder wahlweise auch gerne "innerer Ruhe", "innerer Gesundheit", "innerem Frieden", "Zufriedenheit",...). An einem solchen Abend auf Wesentliches zu sprechen, singen und spielen zu kommen, ist das Eine. Dass ein Publikum sich derart darauf einlässt wie an diesem Abend, das Andere...und der Grund, warum ich mutig bleiben möchte. 

 

Mein Aufenthalt in der alten Heimat beinhaltete außerdem ein Treffen mit meiner damaligen und ersten Klavierlehrerin, einen Besuch in meiner Grundschule (inkl. Dialog-Konzerte für die Schüler) und eine Probe mit einer meiner ersten Bands, in der ich damals als Schülerin ausgeholfen habe. Ich schätze, die „Spätzünder“ sehen es mir nach, wenn ich sie als „ältere Herrenband“ bezeichne, für die ich wohl immer das Küken bleiben werde und denen ich bei ihren Weihnachtskonzerten nach all den Jahren herzlich gerne wieder aushelfe (Ali-Theater Tiengen am 21. und 22. Dezember, jeweils um 17 Uhr).

 

Mein herzlichstes Dankeschön an die Menschen, die die „alte Heimat“ für mich eben immer noch zu einer solchen machen. Ihr wisst, wer ihr seid.

 

Wer jetzt glaubt, diese Reise sei mitsamt meiner Besichtigung der Küssaburg eine Reise in die Vergangenheit gewesen, für den habe ich noch im Angebot: die Mittelalter-Projekt-Woche an einer Grundschule hier in Duisburg, an der ich unmittelbar nach meiner Rückkehr mitwirken durfte: Reime für die Herolde, Unterstützung bei den Trommlern bzw. Sängern und die Komposition eines Liedes, das das Kollegium jeweils zum Abschluss der vier Aufführungen für die Schüler und deren Eltern sang. Schlichtweg eindrucksvoll, wie sich die gesamte Grundschule Kraft der Kreativität und Extrameilen des engagierten Kollegiums, der Schulleitung und natürlich der Schüler in eine Burg verwandelte, die zum Ende der Woche Schauplatz eines Turnieres im Spannungsfeld zwischen Kampf und Tanz wurde.

 

Das waren intensive, aufregende und bewegende Tage mit den Kleinen und Großen, bei deren Rückblick man mir hoffentlich das folgende Wortspiel der Dankbarkeit nachsieht: Zusammenhalt ist das Mittel, Alter!

Verdichtung von Inhalten bei einer Führungskräfte-Tagung

Ehe ich am Donnerstag schon wieder in den Zug steige in Sachen Vortrag an der Hans-Carossa-Klinik, kurz zurückgeblickt auf drei intensive Tage in der vergangenen Woche, in denen ich teils im Herzen, teils über den Dächern der Hauptstadt mit Geschäftsführern und Führungskräften aus der Wirtschaft arbeiten durfte - dieses Mal vor allem durch Verdichtung der Inhalte (gemeint ist eine Art „Poetic Recording“, das die Essenz der Tagung zwischendurch in gereimter Form an die Teilnehmer zurückspielt). Klaviermusik und Gesang gab‘s auch.
Das war - mal wieder - Neuland, das ich dieses Mal mit besonderer Neugier und auch (An-) Spannung betreten habe.

 

Los gemacht und fließen gelassen.

 

Aus Gründen der Diskretion behalte ich die Reime dieses Mal für mich. Dafür gibt's ein paar andere Reime, die mir neulich als Spiegel meines künstlerischen An- und Umtriebs in den Sinn kamen:

Verdichtetes Ansinnen

Stets neues Vortasten
an den Tasten,
aber keine Bedrängerin
als Sängerin.

Schreibend: Gedichte, Bücher, Lieder.
Immerhin und immer wieder.
Reime
als Keime.

Feiernd auch Widersprüche
in der Liederküche.
Rahmen mit und ohne Namen
für wahrhaftige Momentaufnahmen.

Potenziale findend,
au ja, verbindend!
Weil wir alle Aufgaben
haben.

Immer lieber Neuland
als Gewohnheits-Strand.
Auch zugewandt:
Duisburgs Schönheit. Teils noch unbekannt.

Oft joggend, laufend.
Alltagsentdeckungen förmlich saufend.
Auf der Suche hier:
nach Inspirierten wie dir.


 

Gemeinsam aufschwingen.
im Flug und Lauf singen,
als Flammen,
die demselben Ort entstammen.