Anke Johannsen

✻ Treibt mich um

 ⎪das Thema "Werte"

●●◉ Aktuelle Schwerpunkte

⎢Crowdfunding für die » Zugvögel « (Album)

⎪künstlerische Intervention (z. B. in der Wirtschaft)

⎪Impuls-Vorträge und Workshops über Sinn • Führung • Kreativität (z. B. in Unternehmen oder Schulen)


♥︎ Herzliche Einladung

zum Mitmachen

bei meinem nächsten Album:

» Zugvögel «

Ziemlich ✶ coole ✶ Sache.

 

Alle weiteren Infos und Mitmach-Möglichkeiten gibt's hier.



✌︎ Anke in ≦ 2 Min.

Mein kreatives Zuhause ist die Musik. Seit rund 15 Jahren bin ich als freischaffende Komponistin, Pianistin und Sängerin tätig. Das einst angedachte Musikstudium habe ich nicht angetreten, als sich bei mir mit Anfang 20 abzeichnete, dass ich für das, was ich mir für mein Berufsleben wünschte, kein Studium brauchen würde. Auf die Frage, ob und was ich studiert habe, antworte ich, dass ich nach dem Abitur das Leben studiert habe. Auslandsreisen, Reisen nach innen und autodidaktisches Lernen haben mich über die Jahre geformt. Und tun dies bis heute. Und so lautet einer meiner Lieblingsreime: Ich lerne gerne.

 

Nach den künstlerischen Stationen einer eigenen Band, mehreren CD-Veröffentlichungen und zahlreichen Konzerten gehören zu meinem Berufsbild heute u. a. Moderationen, künstlerische Beratungen, soziokulturelle Projekte, Workshops in Unternehmen und mit Sinnstiftung ebenso wie (gesungene/gespielte/gesprochene/gereimte) Vorträge, beispielsweise über meine Konzertreisen in den Libanon.

 

Als Kreativschaffende ist es mir wichtig, bei meinen Tätigkeiten einen Nutzen zu verfolgen, der über eine künstlerische Selbstverwirklichung hinausgeht und sich menschlichen bzw. gesellschaftlichen Werten widmet. Die "Unterhaltungs-Branche", der ich als Musikerin angehöre, begreife ich als buchstäbliche Aufforderung zu einem Dialog, bei dem wir uns auf Augenhöhe miteinander austauschen. Ob mittels der Produktion von Telefonmusik für eine Krankenkasse, beim Musizieren mit Schülern in einer Förderschule oder im Rahmen einer künstlerischen Intervention in einer IT-Beratungsfirma - ich gebe mit meiner Kreativität Raum für die (kreative) Entfaltung Anderer.

 

Ich stehe ein für das Verbinden. Das Brückenbauen. Das gemeinsame Vorwärtsbewegen. Mit Kreativität im Allgemeinen und Musik im Besonderen geht das richtig gut. Ich begreife

Kreativität als Haltung.

Diese Haltung lebe ich. Und diese Haltung vermittle ich.


►◼︎●‣ Aktuelles aus dem Blog ☔︎☀︎☁︎

Wien = Wie'n Ausflug in Wunderwelten

Die Gestaltung eines Workshop zum Thema "Kreativität in und durch Musik" auf Einladung von Doris Rothauer führte mich in dieser Woche nach Wien. Einst der Ort, an dem ich mit zarten 18 Jahren meine ersten öffentlichen Live-Auftritte absolvierte, war die Freude groß, dieser wunderschönen Stadt nach all den Jahren einen weiteren Besuch abstatten zu dürfen.

Wunderschöne Kulissen und besondere Begegnungen mit ebenso besonderen Menschen ließen meine dreitägige Reise anmuten wie einen Ausflug in Wunderwelten. Inmitten von derart viel Tiefgang, Weitsicht, Schönheit und Kultur kam ich mir zwischenzeitlich vor wie in einem Traum. Mit meinen vielen fotografischen Momentaufnahmen habe ich ihn zumindest ein wenig in die Wirklichkeit geholt.

Nicht einzufangen war indes meine Fahrt mit dem sog. "Praterturm" - einem 117 Meter hohen Kettenkarussell. Angepeilt hatte ich auf Wiens Vergnügungspark eigentlich das Riesenrad. Während ich vom Riesenrad aus den Sonnenuntergang genoss, fiel dann allerdings die Entscheidung: Zeit zu fliegen und damit meiner Reise einen würdigen Schlusspunkt zu verleihen. Hatte ich Respekt vor der Höhe? Gewiss. Hatte ich Freude am Fliegen? Oh ja. Und diese Erkenntnis im freien Flug: Höhen hält man aus, wenn man nicht nach oben, unten oder hinten guckt, sondern wie in diesem Falle den wunderschönen Sonnenuntergang genießt. Und: Der Horizont kann als beruhigender Fixpunkt dienen. Weitblick beruhigt und gibt Halt. Interessante Einsichten für das "echte Leben". Und ein großartiges Gefühl.

 

Wer eine etwas ausführlichere Erzählung über meine Fahrt auf dem "Praterturm" lesen möchte, wird hier fündig.

 

Und wer Lust und Zeit hat, begibt sich mit diesen Momentaufnahmen auf Reise nach Wien.


Kunst Haus Wien. Museum Hundertwasser


Innenstadt


Schloss Schönbrunn


Prater

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Ein neues Video, zwei Blog-Artikel, Update » Zugvögel «, Inspiration der Woche


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Was nehmen, was geben wir mit?

Was macht man mit einem Sommer, der nicht so sonnig und unbeschwert aus-, sondern über weite Strecken ins buchstäbliche Wasser fällt? Gegenfrage: Was spricht dagegen, der Nässe ihre Schönheit einzugestehen? Und was spricht beispielsweise gegen ein Picknick am Duisburger Hauptbahnhof? Der Anblick der ankommenden und weiterziehenden Züge am Ende von Gleis 13 kann mit selbstgemachtem Pflaumenkuchen in der Hand jedenfalls ähnlich erholsam anmuten wie Ebbe und Flut mit Sand unter den Füßen. Schön, wenn es Freundinnen gibt, die sich auf einen solchen Spaß einlassen. Und sind es letztlich nicht genau solche Erinnerungen, die wir noch lange in uns tragen? Und damit sind wir bei der Überschrift, die ich meinen letzten Wochen mit diesem Blog-Artikel gebe.

 

Eben noch habe ich mit einem sterbenskranken Menschen im Bekanntenkreis telefoniert und ihn für seine Tapferkeit bewundert. Schon erreicht mich der Anruf eines befreundeten Paares, das mir erleichtert und glücklich von der Geburt seines Kindes berichtet. Da komme ich nicht umhin, die Zyklen des Lebens zu bestaunen. Die letzten Wochen bespielten die ganze Klaviatur derartiger Ereignisse, die mich mal mittelbar, mal unmittelbar betrafen. Mehr denn je gilt da die Aussage: Man sollte die Feste feiern, wie sie fallen. Oder auch: Man sollte feste feiern, wenn man fällt.

Als ich mich neulich auf den Weg zu einem Umzug in der Familie begebe, frage ich mich, was wir am Ende eigentlich mitnehmen. Und dabei geht es mir um mehr als Umzugskartons und Möbel beim Ortswechsel. In Gesprächen wird man mich bisweilen sagen hören: "Wir nehmen uns immer mit." Damit meine ich, dass wir vor nichts wegrennen können; dass wir in den Herausforderungen des Lebens ebenso wie in seinen Geschenken uns selbst begegnen. Was machen wir daraus letztlich? Und was geben wir davon jenen, die uns folgen und die auf uns bauen, mit?

 

In einem Workshop, den ich unlängst an einer Duisburger Grundschule für deren Lehrer gestalten durfte, widmete ich mich ähnlich wie schon im Frühjahr bei der Führungswerkstatt in Wuppertal der Frage: "(Wie) Kann Sinn führen?" Nein, allgemeingültige Antworten hatte ich auch diesmal nicht im Angebot. Aber Fragen und Erfahrungen, die mich in den letzten Jahren weitergebracht haben. Unter'm Strich bin ich der festen Überzeugung, dass jeder von uns in sich trägt, was er für ein erfüllendes und erfülltes Leben benötigt.

Als einer der jüngeren Lehrer am Ende unserer Session den Entschluss äußerte, sich im neuen Schuljahr an das Innehalten zu erinnern, um den Werten, die er seinen Schülern mitgeben (und ja, auch vorleben) möchte, treu zu bleiben, war damit für mich alles gesagt...

...wenn auch noch nicht gesungen. Denn man bat mich, an der Einschulung der Erstklässler in der folgenden Woche einen Song aufzuführen, den ich im Rahmen des Workshops vorgetragen hatte: "Alles, was du brauchst, ist da!", lautet dessen Botschaft im Refrain. Eine prall gefüllte Turnhalle lauscht mir eine Woche später aufmerksam, und ich darf den Kleinen wie den Großen bei einem solch einschneidenden Ereignis für die Dauer eines Liedes meine Musik mitgeben. Was für eine Freude und ja, auch Ehre.

Und damit schließt sich der Kreis. Vor geraumer Zeit habe ich mich mal (wieder) gefragt, was von mir bleibt, wenn ich nicht mehr bin. Möglichst viel Musik, war die offensichtliche Antwort. Aller Widrigkeiten zum Trotz, die man als Musiker dieser Tage antrifft, habe ich mich entschieden, ein weiteres Album zu machen. Wie läuft es für die » Zugvögel «?

 

Ein großer Bericht in der Rheinischen Post darf als ordentlicher Rückenwind verstanden werden. Wobei das Wort "groß" genau so gemeint ist. Ich habe jedenfalls nicht schlecht gestaunt, als ich die Zeitung aufschlug. Das vollständige Porträt nachzulesen gibt es hier.

Fast ein Viertel der angestrebten Summe ist mittlerweile beieinander. Und ich nehme auch in den nächsten Monaten noch mit, wer mitkommen möchte.

 

Alles Weitere nachzulesen und die Möglichkeit, Albumpaten zu werden, gibt es hier.

Zum bisherigen Entstehungsprozess gibt es zu sagen: Insgesamt sechs der 10 » Zugvögel « sind mittlerweile ausgelost und kontaktiert. Nach Berlin führte mich mein zweites Interview. Da es sich bei den Gewinnern um eine Familie mit Kleinkind und Baby handelte, passten wir unser Interview den Gegebenheiten an. Mitten im und aus dem Leben. Wunderbar. Weitere Berlin-Eindrücke waren auch noch drin.

Kommen wir abschließend zum Thema "Werte", das mich seit geraumer Zeit umtreibt (nachzulesen auch hier) und u. a. auch dazu bewogen hat, die Kosten und den Entstehungsprozess der » Zugvögel « transparent zu gestalten.

Bei einer Begegnung mit Freddy Fischer von der gleichnamigen Stiftung aus Essen kam es Ende Juli zu der Idee einer entsprechenden Gesprächsrunde beim Essener Rü... Genuss pur!. Es entstand dort die Aktion "Robin Gut", der ich mein Männchen geborgt und meine Ideen zur Verfügung gestellt habe. Auch hier geht es um die Frage, was wir unseren Mitmenschen (mit)geben. Mehr über die Aktion zu erfahren gibt es hier.

 

Dieser Blog-Artikel handelte von Zügen, Umzügen und von der Frage, was wir tun können, damit "das echte Leben" Ein-Zug hält. Fest steht: Welche Züge auch immer unser Leben jetzt gerade trägt - wir sind am Zug.


Deine verspielten Zugrunden:
Feine, gezielte Flugstunden.

 

Mit diesem Aus-Zug aus einem neuen Gedicht wünsche ich euch einen wundervollen Herbst. Wenn man den Sommer erst einmal losgelassen hat, ist er eine großartige Jahreszeit, finde ich.

 

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Was uns erfüllt.

Schnappschuss meines Gleitschirmflugs im Libanon mit fünf Elementen aus einem Vortrag, den ich gemeinsam mit Knud Mitte Juli bei einer geschlossenen Veranstaltung in Essen abhielt. Dabei bekam jeder Teilnehmer einen Ausdruck dieser Illustration.
Schnappschuss meines Gleitschirmflugs im Libanon mit fünf Elementen aus einem Vortrag, den ich gemeinsam mit Knud Mitte Juli bei einer geschlossenen Veranstaltung in Essen abhielt. Dabei bekam jeder Teilnehmer einen Ausdruck dieser Illustration.

Ich bin viel gereist in der letzten Zeit. Habe viele Menschen erlebt und kennengelernt. "Was erfüllt uns?", frage ich mich, während sich die Fülle der Eindrücke noch in mir sortiert. Eine andere Version dieser Frage könnte lauten: "Was bringt unsere Augen zum Leuchten?" oder "Was weckt das unbändig erfreute Kind in uns?"

Jeder wird zu gegebener Zeit seine ganz eigenen Antworten auf diese Fragen finden. Eines scheint dabei sicher: Am Innehalten kommt niemand vorbei. Wer die Fülle schließlich in sich findet, der hat eine Menge zu geben. In einem Song, der in den Tagen nach meiner Rückkehr aus dem Libanon entstanden ist, heißt es:

Frieden beginnt immer in Herzensregionen,

fernab von Landesgrenzen und Weltreligionen.

Beten, meditieren, nennen wir's doch einfach Innehalten.
Auf jeden Fall müssen wir

aus- und runterschalten.
Was jeder von uns tun kann, findet er im Innen.
Einzig eines muss er tun: sich besinnen.

Wissen noch nicht wohin,
aber fangen wir bloß nicht mit dem Ausruh'n an,
ehe wir uns nicht im Klaren sind,
was jeder von uns tun kann.

Denn die Welt ist komplex

und wir sind mittendrin.
Sind doch längst unterwegs
auf der Suche nach Sinn.
Was machen wir mit dem Mantel,

den wir tragen?
Wie antworten wir auf diese Tage der Fragen?

Denn die Welt ist komplex
und wir sind mittendrin.
Sind schon lang unterwegs
auf der Suche nach Sinn.
Was werden wir unseren Leuten später sagen?
Wie antworten wir auf diese Tage der Fragen?


Uraufgeführt habe ich den Song "Tage der Fragen" kaum einen Monat nach seiner Fertigstellung bei der Verleihung des Akzeptanzpreises hier in Duisburg. Ein wahrlich denkwürdiger und anregender Abend.

Wenige Stunden später ging's für mich am frühen Morgen mit dem Zug in Richtung Süden. "Und jährlich ruft die alte Heimat.", könnte man dazu mittlerweile schon bei mir sagen. Auftritte im Purpur in Horheim und in der Hans Carossa Klinik in Stühlingen erwarteten mich an der Seite meines Bruders Knud. An beiden Spielorten sollten wir ein andächtiges und wertschätzendes Publikum antreffen, das sich trotz großer Veranstaltungs-Konkurrenz im Umkreis in erfreulich großer Anzahl einfand, um unseren "Familien-Experimenten" zu lauschen.

Ein bisschen Zeit für Privates blieb auch. Der Nachwuchs einer sehr geschätzten Schulfreundin  inspirierte mich dazu, ein bei Onkel Stereo in Duisburg erworbenes Lätzchen um eine Illustration auf der Rückseite zu ergänzen. Die goldene Leiter in "Schon allein für den Mond..." zu besingen hatte einst zur Folge, dass eben diese Freundin mir einen Jutebeutel mit einer goldenen Leiter bestickte. Eine "Revanche" anlässlich der Geburt als Mitbringsels aus der neuen Heimat war da eine Frage der Ehre und vor allem ein großer Spaß.

Ein Abschiedsgeschenk der besonderen Art gab's auch: Einen wunderschönen Regenbogen beim Warten auf dem Bahnsteig.

Gestern dann stieg ich wieder in den Zug. Diesmal für einen Tagestrip mit einem meiner 10 » Zugvögel «, den ich Ende Juni als Gewinner aus dem Lostopf der Albumpaten gezogen habe. Während sich die Finanzierung auf den Weg zu stolzen 4000 Euros begeben hat, bin ich erfüllt, ja beseelt von der kreativen Arbeit, die ich nun nach Durchführung des ersten Zug-Interviews aufnehmen kann. Alles Weitere nachzulesen und die Möglichkeit, Albumpaten zu werden, gibt es hier.

 

Schließen möchte ich heute mit einem frischen Gedicht und diesem Wunsch:

 

Wie auch immer, wo auch immer, mit wem auch immer ihr diesen Sommer verbringt - habt möglichst viele erfüllende und erfüllte Momente.

Lebenszeit ist so kostbar.


Wie das Schnuppern an den Sternen

Wer Vergangenheits-Touren bucht,
weil er nach Zukunfts-Spuren sucht.
Wer seine Ahnen überrundet,
indem er Fortschritt erkundet.

Wer nicht fest-, sondern aus- und innehält,
weil er das Schaffen in sein Zentrum stellt.
Wer das Ernten schätzt, aber noch mehr das Pflanzen.
und sich dem Sinn widmet, ganz im Sinne des Ganzen.

Für den ist jede, sei es kleine oder große Begegnung
wie das Schnuppern an den Sternen, gleich einer Segnung.

 

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Im Himmel, zwischen Welten und über Bühnen gleiten

Gestern in Düsseldorf gelandet, sind die Eindrücke der Libanon-Konzertreise heute fast noch so frisch wie der Fisch, den Knud und ich vor wenigen Tagen mit unserem Kumpel Issam in Batroun gegessen haben. Mit eben diesen noch ganz frischen Eindrücken scheint es für mich in diesem Moment kein Zufall, dass sich "Begegnung" und "Segnung" aufeinander reimen. Ich empfinde eine Menge Dankbarkeit. Und was diese Reise so besonders gemacht hat, waren letztlich (und mal wieder) die vielen wunderbaren Menschen, die uns mit ihrer Gastfreundschaft umarmt, an atemberaubende Orte ge- und mit libanesischen Köstlichkeiten verführt haben. Abgelichtet und gedichtet. Über 800 Fotos habe ich im Laufe der 10 Tage gemacht und dazu gereimt. All das findet sich in meinem Libanon-Blog.

 

Wem 800 Fotos zu viel sind, für den habe ich eine spontane Auswahl von 50 Momentaufnahmen getroffen:

Richtig gesehen. Ein Gleitschirmflug war auch dabei. Zu verdanken habe ich sowohl dessen Idee, als auch Organisation meinem Bruderherz. Knud war durch einen Dokumentarfilm über den Libanon darauf gekommen.

Apropos Knud: Was für ein Geschenk, den eigenen Bruder bei einer solchen Reise neben sich auf der Bühne zu wissen. Worte reichen da nicht, und es will schon was heißen, wenn ich das schreibe. Es gibt hier also kurzerhand einen Video-Eindruck mit unserer Interpretation von "Ana La Habibi" von Fairuz, das Knud und ich eigens für diese Reise einstudiert haben:

Eben diese teilweise etwas ungewöhnlichen Auftrittsorte unter freiem libanesischen Himmel (und wie in diesem Falle umgeben von Fröschen) waren übrigens neu für mich, konzertiere ich im Libanon doch sonst in Konzertsälen und an Flügeln. Aber je nach Jahreszeit feiert man die Feste eben, wie sie fallen. Die Hauptsache, die Musik bringt uns zusammen.

 

Es wird wohl noch ein paar Tage dauern, bis die vielen Eindrücke und Erkenntnisse verarbeitet sind und sich Deutschland wieder nach Zuhause anfühlt. Über mein Ankommen habe ich in meinem Blog gedichtet:

 

Zuhause gelandet.
Vom Gefühl her noch ein wenig gestrandet.
Fazit: Lebenszeit ist kostbar, ja versandet.
Auf dass die Liebe sie umrandet!

 

Fest steht schon heute, dass sich der Li(e)banon einmal mehr als ein wunderbares, unerwartet sicheres/stabiles, köstliches, an Kultur unfassbar reiches, landschaftlich atemberaubend schönes, blühendes, inspirierendes, großherziges/-zügiges, gastfreundschaftliches, buntes, vielseitiges, kontrastreiches,...Land erwiesen hat, das mir bei meinem nunmehr fünften Besuch noch mehr zu einer arabischen Heimat geworden ist.

 

Nach all dem Gleiten im Himmel, zwischen den Welten und über die Bühnen genieße ich nun eine kleine Verschnaufpause. Im Juli steht dann u. a. auf der Agenda ein Auftritt bei der Verleihung des Akzeptanzpreises in Duisburg an Klaus Wowereit. In einer denkwürdigen Zeit der "Ehe für alle" freue ich mich umso mehr auf diesen Abend. Nichtzuletzt hat mir auch der Libanon vor Augen geführt, wie wichtig ein ausgewogenes Maß an Toleranz für den Zusammenhalt in einer Gesellschaft ist. Es folgen zwei Auftritte in Süddeutschland an vertrauten Orten und diesmal in Begleitung von Knud:

 

Samstag, 22. Juli 2017 im Purpur, Horheim

Sonntag, 23. Juli 2017 in der Hans Carossa Klinik, Stühlingen

 

Als letzte Amtshandlung für heute steht nach Abschluss dieses Blog-Artikels die erste Auslosung für die » Zugvögel « an, deren Finanzierung mittlerweile bei über 3000 Euro angelangt ist. Alles Weitere nachzulesen und die Möglichkeit, Albumpaten zu werden, gibt es hier.

 

In diesem Sinne: Los geht's und immer weiter!

 

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Ein paar Gedanken zum Thema Werte in unserer Gesellschaft

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Eine Woche geht zur Neige, die mir - mal wieder - vor Augen geführt hat, wie wichtig Kreativität und Kultur für eine Gemeinschaft, eine Gesellschaft sind.

 

Die "Musikalische Märchenstunde", die mein Bruder Knud und ich gemeinsam mit Dr. Ursula Assaf-Nowak im Seniorenstift meines Stadtteils vor ein paar Tagen gestalteten, gehörte zu diesen Momentaufnahmen. Die Wertschätzung, die uns dort zuteil wurde, ist der Grund, warum ich trotz aller Widrigkeiten und Unsicherheiten Kulturschaffende bin (zum Artikel in der WAZ).

Mareike Engelke begeistert das Publikum mit ihren Illustrationen und Erkenntnissen.
Mareike Engelke begeistert das Publikum mit ihren Illustrationen und Erkenntnissen.

Die "Creative Stage", die in dieser Woche im wunderbaren Lehmbruck-Museum hier in Duisburg stattfand, war eine weitere solche Momentaufnahme. Im Publikum sitzend bestaunte ich die Kreativität, den Pioniergeist und den Vorwärtstrieb der Akteure auf der Bühne.

 

Beim Frühstück mit einer befreundeten Künstlerin kamen wir heute Vormittag - mal wieder - auf das Thema Werte bzw. Wertschätzung von Kunst und Kultur in unserer Gesellschaft zu sprechen. Meine Gedanken dazu habe ich vor ein paar Wochen formuliert, um "einfach mal Dampf abzulassen", nachdem sich die Momente mangelnder Wertschätzung gehäuft hatten. Ermutigt durch eben diese Freundin stelle ich sie heute online. Vielleicht eignen sich die bevorstehenden freien Tage für die Lektüre?

 

Für einen Dialog in dieser Sache stehe ich jedenfalls jederzeit und herzliche gerne zur Verfügung.

 

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Geglückte Punktlandung

In dieser Woche durfte ich einen Workshop bei der Niederrheinischen IHK in Duisburg künstlerisch begleiten, der sich mit den Themenwolken Ehrenamt, Werte und Kultur befasste. Gefragt waren Bilder. Daraus wurde schlussendlich Bildsprache (ich mache mir eben gerne einen Reim auf die Dinge) und ein Workshop, der mit Blick auf Zeit, Dynamik und Themendichte einer Punktlandung glich - und zwar nicht nur im buchstäblichen (siehe Aufkleber), sondern eben auch übertragenen Sinne.

Wenn ich nach den Rückmeldungen der Teilnehmer und des Organisations-Teams gehe, waren Weg und Ergebnis eine runde und belebende Angelegenheit, die zur Zufriedenheit aller den Themen diente.

Mein ganz persönliches Fazit: Wenn man sich ThemenWolken mit BeSonnenheit widmet, ergeben sich Öffnungen, und das Licht kann durchblitzen. Auch in einer Kammer :-).

 

Ein dickes Dankeschön an dieser Stelle an ein Team, mit dem sich professionell, da eben Team- und Ergebnis-orieniert, arbeiten ließ. Punkt für die IHK hier in Duisburg.

 

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"(Wie) Kann Sinn führen?"

Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft veranstaltete in dieser Woche ihre "Führungswerkstatt" in den Räumen des CSCP (The Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production) in Wuppertal. Knud und ich waren eingeladen, dort eine einstündige künstlerische Erfahrung zu gestalten, die sich - wie auch der Rest der ganztägigen Veranstaltung - dem Thema "(Wie) Kann Sinn führen?" widmete.

Die kreativen Notizen, die Knud und ich während der Vorträge am Vormittag in gereimter und gezeichneter Form erstellten, präsentierten wir dabei ebenso wie Live-Musik und eine (Schreib-) Übung, die wir mit allen Teilnehmern durchführten. Darin ging es um die Frage, ob unsere fünf Sinne und unsere Wahrnehmung uns Aufschluss über unseren Sinn im Leben geben können, also uns führen können.

Ähnlich erfreulich wie die Tatsache, dass sich alle Anwesenden darauf einließen, waren die Rückmeldungen, die wir im Anschluss an die Veranstaltung erhielten. Spannende Gespräche mit engagierten, teils noch recht jungen Menschen. Das war ein sehr inspirierender und ermutigender Tag. Und das sage ich auch mit Blick auf unsere bevorstehende "Leadership Session" am 5. Mai in Liechtenstein.


Das Experiment

Wenn's dir zu weit geht, gehst du weiter.


Sei dir gewiss der Wegbegleiter.


Sie verstehen, wie du, dass sich Ehre häuft,


wenn deine, unsere Zeit nicht mehr ins Leere läuft.



 

Auf dem neuen Weg also ins Volle laufen,


dabei nur noch das bereichernd Tolle kaufen.


Die Leere so gegen die Fülle tauschen,


sich an der neuen, erfüllten Hülle berauschen.

 

Du musst nicht immer wissen, wer du bist.


Es reicht, wenn du spürst, was in dir ist.


Musst nicht länger suchen, nicht mehr leer laufen.


Lass dich fallen, feiern, vom freien Meer taufen.



 

Das Wesen verrückt

und neu bestückt.


Das Experiment:


geglückt.


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